Mobilität ist nicht bloß Auto. Das sieht man sogar beim Hersteller BMW so. Gerade für die letzte Meile kommen immer mehr Konzepte für Roller und Co. auf den Markt. Mit dem elektrifizierten Lasten-Fahrrad „Concept Dynamic Cargo“ und dem E-Scooter „Concept Clever Commute“ wollen die Münchner auch in diesem Segment Kompetenz beweisen. Beide Modelle verfügen über einen herausnehmbaren Akku und mehr als 20 Kilometer Reichweite. Gebaut werden sollen sie allerdings nicht von BMW selbst, sondern von Lizenznehmern.
Viele Lastenrad-Konzepte fielen breiter und vor allem länger aus als normale Fahrräder, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Hohes Gewicht bei Zuladung führe zu Einschränkungen beim Handling. „Das Cargo Bike verbindet Fahrfreude mit flexibler Nutzung„, sagt Jochen Karg, Leiter Fahrzeugkonzepte im Bereich Neue Technologien.
Die Basis des dreirädrigen „Concept Dynamic Cargo“ bildet laut BMW der vordere, sich bei Kurvenfahrt neigende Hauptrahmen, der über eine Schwenkachse mit dem Hinterwagen verbunden ist. Dieser bleibe auch in jeder Kurve stabil ohne Neigung auf der Straße. Kombiniert mit einem, nur über den Tretimpuls des Fahrers angesteuerten, elektrifizierten Antriebsstrang fahre sich das über die beiden Hinterräder bewegte Bike wie ein normales Fahrrad.
Die an der Hinterachse starr montierten Räder ermöglichten – neben einer gegenüber Zweiradkonzepten deutlich erhöhten Fahrstabilität bei allen Wetterbedingungen – vor allem eine flexibel nutzbare Transportplattform. Diese könne mit Aufsätzen zur Mitnahme für Gepäck und/oder Kinder bestückt werden. Zudem lasse sich ein Wetterschutz montieren, heißt es. Damit werde die Fortbewegung mit dem Lastenrad ganzjährig attraktiv.
Der E-Scooter „Concept Clever Commute“ lässt sich laut BMW komfortabel falten, ohne Kompromisse bei der Fahrstabilität einzugehen. Im sogenannten ÖPNV-Modus wird das Trittbrett seitlich hochgeklappt und das Hinterrad über eine Drehachse von unten durch die entstandene Öffnung geschwenkt. Durch diesen Mechanismus verkürzt sich der Radstand deutlich, sodass der E-Scooter problemlos auf einer Rolltreppe mitgeführt werden kann.
Zudem könne er in diesem Zustand – wie ein Handgepäck-Trolley – rollend auf beiden Rädern bewegt werden, heißt es. In diesem Modus gebe ein im Vorderrad integrierter Radnabenmotor einen elektrischen Anschub, sodass der E-Scooter leichter über Rampen geschoben werden kann. Vollständig zusammengeklappt passe er problemlos auch in kleine Kofferräume. Dank der kompakten Maße sollte er zudem kostenlos im ÖPNV mitgeführt werden können.
Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 26. Juli 2021

Super BMW, auf das „Lasten“-Rad passt ja immerhin eine Kiste Sprudel und das Segment Scooter ist leider auch schon hinreichend besetzt – aber vielleicht kauft FUD-David ja je ein Exemplar und legt den Scooter in den Kofferraum seines M5
Die Welt hält den Atem an!
BMW zeigt mal wieder eine elektrische Vision!
p.s.: Mich wundert, dass die kleinen e-Roller keine mindestens 1,5qm große Niere haben.
Warum nur 3 Räder? – besser man nimmt gleich 4 Räder und noch ein Dach dazu.
Wenn es dann die Fahrradstrassen gibt, muss sich keiner von Autos und Lkws gefährten lassen.
Aus dem Artikel:
„… [Der] sich bei Kurvenfahrt neigende Hauptrahmen […] bleibe auch in jeder Kurve stabil ohne Neigung auf der Straße. […] das über die beiden Hinterräder bewegte Bike [fahre sich] wie ein normales Fahrrad.“
[Unterstreichung von mir] -> Das ist natürlich mehrfacher Unsinn! Tatsächlich ist Kurvenneigung wie beim 2-Rad ein (kleiner) Vorteil, es bleibt aber dabei:
Übrigens sind 3-Räder im urbanen Umfeld immer auch ein Extra-Risiko: Da die beiden Hinterräder generell ja nicht im Blickfeld liegen, sind dort häufige Engstellen (wie Pfosten, Einfahrten, Mauern etc.) immer mal leicht eine Unfallursache!