Seit November des vergangenen Jahres gehört auch die Luxusmarke Bugatti im Rahmen eines Joint Ventures mit Porsche zu Rimac, wobei Mate Rimac als CEO von Bugatti Rimac fungiert. Bereits im Frühjahr 2022 hatte man mit der Halbleiterkrise zu kämpfen. Die Probleme damit sind sicher noch nicht behoben. In Bezug auf die Voll-Elektrifizierung der Marke nimmt man nun auch Abstand von den bisherigen Plänen.
Stattdessen konzentriere man sich auf ein Hybridfahrzeug im Jahr 2027, bevor ein vollelektrisches Fahrzeug überhaupt angeboten wird. Ein E-Fahrzeug, welches noch vor 2030 geplant war. Laut Autocar werde aber in diesem Jahrzehnt kein vollelektrischer Bugatti auf die Straße kommen. „Im Moment sehen wir uns den nächsten Schritt für das Hybridmodell an; alles andere ist ein bisschen zu weit weg“, so Bugattis Designdirektor Achim Anscheidt. „Es wäre fast unverantwortlich gegenüber unserem geschätzten Kundenstamm [über das nächste Auto hinaus zu schauen]“.
In einem Gespräch mit Autocar im vergangenen Jahr erklärte Rimac, dass es „innerhalb dieses Jahrzehnts vollelektrische Bugattis geben wird“. Diese Vorhersage scheint nun jedoch unwahrscheinlich zu sein. Auf die Frage, ob Bugattis erstes Elektroauto über das Jahr 2030 hinaus verschoben wurde, wollte der stellvertretende Designdirektor Frank Heyl dies nicht bestätigen und fügte hinzu, dass sich das Team auf „dieses Jahrzehnt mit dem Hybrid“ konzentriere.
Rimac äußerte sich in einem Interview mit Automotive News Europe Anfang 2022 über eine mögliche Voll-Elektrifizierung. Er sei zwar voll und ganz „ein Elektroauto-Typ, aber ein Bugatti sollte noch einige Zeit einen Verbrennungsmotor haben“, findet er. Ein im Hause Rimac entwickelter Bugatti werde also „stark elektrifiziert“, aber weiterhin „einen sehr attraktiven Verbrennungsmotor“ aufweisen, so der CEO.
Welche Form dieses Elektroauto (oder -autos) haben wird, steht ebenfalls zur Debatte. Rimac sagte gegenüber Autocar, er wolle über die Ein-Kern-Modell-Strategie hinausgehen, die seit der Markteinführung des EB110 im Jahr 1991 verfolgt wird, und Produkte herstellen, die nicht nur Hypercars sind. Ein SUV wird es für die Marke allerdings so schnell nicht geben.
Quelle: Autocar.co.uk – Bugatti’s first electric car pushed back beyond 2030
Schön, ich bin jedenfalls auf einen E-Bugatti gespannt, philosophieren wir und den mal zusammen:
Mindestens 4 E-Motoren mit je ca. 500PS, Maximalgewicht von 2,6T, (das ist ein Mehrgewicht von ca. 600kg auf aktuelle Modelle, das reicht längstens aus) Aussenabmessungen wie aktuell, Akkugrösse ca. 100kW/h (grösser ist nicht nötig, da das Gefährt ja kaum gefahren wird), die genannte Leistung kann bei mindestens 800V vom 100kW/h Akku auch abgerufen werden. Dazu wären dann 1838 Ampere für die Leistungsabgabe nötig, um 1470kW zu erzeugen, was wiederum 2000PS wären. Das ergäbe folglich ein Leistungsgewicht von 1,3 KG/PS, das wären doch Werte, die sich sehen lassen könnten. :))
(Alle Berechnungen sind hier natürlich ohne Verlustkalkulationen.)
Da der Rimac jetzt schon knapp 2000 PS und vier Motoren bei 120 kWh hat, ist da für den Bugatti kaum noch echter Spielraum. Zumal ich lerne, dass Rimac indessen daran arbeitet, die Beschleunigung auf 100 km/h mit elektronischen Tricks in den Bereich der Sekunde zu treiben und das vermutlich mit Updates nachrüstet. Da muss man bei Bugatti vermutlich mit dem Staubsauger des McMurtry Speirling arbeiten.
Viel zu spät die werden untergehen