Die Volvo Group und die Daimler Truck AG haben im November 2020 eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung ihres geplanten Brennstoffzellen-Joint-Ventures unterzeichnet. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen. Anfang März 2021 wurde nun offiziell das gemeinsame Joint-Venture cellcentric auf den Weg gebracht.
Aus der offiziellen Mitteilung geht hervor, dass die Daimler Truck AG und die Volvo Group das angekündigte Brennstoffzellen-Joint Venture gegründet haben. Hierfür habe die Volvo Group 50 Prozent der Anteile am bestehenden Unternehmen Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG für die Summe von etwa 0,6 Milliarden Euro auf einer barmittel- und schuldenfreien Basis erworben. Das Joint Venture könne vom Know-how und der umfassenden Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten Entwicklungsarbeit rund um die Brennstoffzelle bei Daimler profitieren. Auf dieser Basis habe man vor cellcentric als einen weltweit führenden Hersteller von Brennstoffzellen etablieren und damit zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Transport bis zum Jahr 2050 beitragen.
Ab sofort wird die cellcentric GmbH & Co. KG – ehemals Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG – serienreife Brennstoffzellensysteme entwickeln, produzieren und vermarkten. Der Fokus liegt auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden. Ein zentrales Ziel der beiden Joint-Venture-Partner ist der Beginn der Kundenerprobung von Brennstoffzellen-Lkw in etwa drei Jahren. Die Unternehmen planen den Beginn der Serienproduktion für die zweite Hälfte des Jahrzehnts. Zu erwähnen ist, dass die Unternehmen in allen anderen Geschäftsfeldern wie der Fahrzeugtechnologie oder der Fahrzeugintegration von Brennstoffzellen weiterhin Wettbewerber bleiben.
Quelle: Daimler Truck – Pressemitteilung vom 01. März 2021

Daimler gliedert also seine langjährigen und bislang ohne recht vorzeigbare Erfolge werkelnden H2-Aktivitäten in die »cellcentric GmbH & Co. KG« aus, der Lkw-Konkurrent Volvo seine ebenso.
Also bis 2024/25 kann sich noch vieles entwickeln. Und Joint Ventures können als Firmenausgliederung ja später deutlich leichter wieder beendet/beerdigt werden … oder auch leichter den Geschäftsbereich ändern: Brennstoffzellen zur Stromerzeugung werden IMO in einigen, wenigen Bereichen irgendwann auch umweltverträglich und wirtschaftlich nutzbar werden.
Generell:
Abseits vom Straßenverkehr wird H2 viel sinnvoller zur Dekarbonisierung genutzt, z.B. in Verbrauchs-Schwerpunkt-Regionen für Industrie/Produktion/Chemie zur Verfügung gestellt.
Auf der Straße aber, unser Thema ;)
Mit jedem Monat, in dem die Weiterentwicklung der Akkus voranschreitet, wird es ja möglich, die Reichweite und/oder die Zuladung entsprechender LKWs zu erhöhen, bis die Perspektive auf die Straßenverkehrs-Wasserstofftechnik zum durchsichtigen Deckmäntelchen gerät, das nur noch einzelnen Firmen dazu dient, sich Anteile an den Fördermilliarden für das ganze »Wasserstoffbrimborium« abzugreifen.
Die Truckfahrer müssen eh ihre Pausen machen und mal schlafen.
Es gibt von daher genug Zeit Akkus zu laden.
Die Trucks könnte man an jeder Raststation aufladen wenn entsprechend
Lademöglichkeiten geschaffen werden.Das ist wesentlich wirtschaftlicher als
Wasserstoffbetrieb.