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Hoffnungsträger VW ID.3 blickt auf 38.000 Bestellungen & 14.000 Auslieferungen

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
27. Oktober 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
27. Oktober 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): ginger_polina_bublik / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Der Modulare E-Antriebsbaukasten (MEB), auf dem der ID.3 basiert, dient als technisches Rückgrat der E-Offensive, er erlaubt den Bau vieler weiterer Elektromodelle. Der MEB schöpft die Möglichkeiten, die der reine Elektroantrieb bietet, voll aus. Davon konnte sich unser Autor Wolfgang Plank zuletzt selbst davon überzeugen. Seit August 2020 sind die ersten ID.3 auf dem Weg zu VWs Händlern. Anfang September war noch die Rede von 7.000 ID.3-Besteller, welche auf die Auslieferung ihres MEB-Stromers warten. Ende Oktober sind es gar 14.000 VW ID.3 die bereits an ihre neuen Besitzer übergeben wurden.

Somit fällt die Bilanz von Volkswagen durchweg positiv aus. Denn gerade einmal sechs Wochen nach Auslieferungsbeginn blickt man auf „bisher rund 38.000 Bestellungen“ sowie „mehr als 14.000 Fahrzeuge“ die bereits ausgeliefert wurden, so ein Konzernsprecher gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Durchaus eine ansehnliche Anzahl an Auslieferungen, sicherlich aber auch notwendig, um „der Golf des Elektro-Zeitalters werden und E-Mobilität in den Alltag bringen“, wie die Süddeutsche zu berichten weiß. Des Weiteren spielt der VW ID.3 für VW auch für die CO2-Flottenwerte eine entscheidende Rolle.

Laut Thomas Ulbrich, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für das Vorstandsressort „E-Mobilität“, fahren derzeit täglich rund 600 MEB-Stromer vom Band. Ende des Jahres will man bei 800 E-Autos angelangt sein, für das erste Halbjahr 2021 sollen dann 1.500 MEB-Einheiten pro Tag gefertigt werden. Der Nachschub für die ID.3-Besteller scheint somit gesichert. Rein rechnerisch, von einem Mittelwert von 700 Fahrzeugen pro Tag und noch neuneinhalb Wochen für das ausstehende Jahr 2020, könnte VW demnach noch um die 35.625 ID.3 fertigen.

Damit sollte es möglich sein noch dieses Jahr die vorliegenden Beststellungen zu erfüllen. Wie es mit der schlussendlichen Auslieferung aussieht, das steht auf einem anderen Blatt. Die Lieferzeit beträgt laut VW/Audi-Händlerverbandspräsident Dirk Weddigen von Knapp inzwischen „rund vier Monate“. Die Variante mit der kleineren 45-kWh-Batterie sei für das laufende Jahr bereits „nahezu ausverkauft“.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – Gute Verkäufe von E-Autos

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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35 Comments
Michael
Michael
5 Jahre zuvor

„Die Variante mit der kleineren 45-kWh-Batterie sei für das laufende Jahr bereits „nahezu ausverkauft“.“

Meint ihr die Variante mit der 58-kWh-Batterie?
Die kleinste Variante also der VW ID.3 Pure ist ja noch gar nicht bestellbar.

Gruß

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Peter Bigge
Peter Bigge
5 Jahre zuvor

Mit dem ID.3 hat VW wirklich ein ernst zunehmendes attraktives Fahrzeug auf den Markt gebracht, und haben dabei fast alles richtig gemacht.
Wünschen würde ich mir noch einen 22kW AC-Lader, damit das Fahrzeug noch alltagstauglicher wird, und eine Garantie über einen längeren Zeitraum, ohne aus diversen aufpreispflichtigen Garantiepaketen wählen zu müssen, welches nicht zeitgemäß ist.

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FRANZ ZIECH
FRANZ ZIECH
5 Jahre zuvor

Ich bin schon neugierig auf den ID3, bis das Auto bei meinem Händler steht, und ich dann Probefahren kann.

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neumes
neumes
5 Jahre zuvor

leider schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis

trotzdem schön dass es endlich losgeht bei VW

es bleibt spannend

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Egon Meier
Egon Meier
5 Jahre zuvor

@neumes=^
„leider schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis“
kannst du das mal begründen?
Ich finde, dass der ID.3 ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat.
Es kommt immer auf die Kriterien und ihre Gewichtung an.

Mal als Beispiel: wenn du Beschleunigungsvermögen und Spitzengeschwindigkeit hoch bewertest hat das TM3 ein besseres Preis-Leistungsverhältnis Wenn du das Platzangebot im Fahrzeug, den Wendkreis, die Außenmaße, die Zugänglichkeit des Kofferraums als Kriterium nimmst hat das TM3 keine Chance ..
also .. was sind deine Kriterien?

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M. STEIN
M. STEIN
5 Jahre zuvor

Antwort für Peter Bigge : einen 22 kW Lader wird VW wie alle anderen E-Autobauer außer Renault nicht einbauen wollen. Da würden ja sonst noch mehr Autobesitzer zu Hause etwas schneller laden können und nicht mehr den teuren Strom an den Ladestationen (auch von VW) kaufen.

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Achim
Achim
5 Jahre zuvor

Was VW aber nicht sagt, dass es erhebliche Probleme bei den Auslieferungen gibt (u.a. die Abholungen in der Autostadt in Wolfsburg).
Ich bin einer der davon betroffen ist (und ich bin bei weitem kein Einzelfall).
Mein ID.3 ist seit fast zwei Wochen fertig produziert.
Mein Händler hat aber bis jetzt von VW keinen Termin genannt bekommen, ab wann ich mein Auto in Wolfsburg abholen kann.
Von einem anderen ID.3 Käufer, dessen Auto am gleichen Tag wie mein Auto fertig produziert wurde, habe ich erfahren, dass er bereits nach zwei Werktagen einen Abholtermin in Wolfsburg bekommen hat.
Ich finde es echt peinlich, dass ein Weltkonzern wie VW keine ordentliche Terminkoordination hinbekommt.

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Achim
Achim
5 Jahre zuvor

Das ist ein gute Frage.
VW muss wegen der drohenden Strafzahlungen der EU (neue CO2-Grenzwerte) möglichst viele ID.3 noch in diesem Jahr ausliefern.
Ich vermute, dass die Logistik bei VW hierauf nicht vorbereitet ist.

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Michael
Michael
5 Jahre zuvor

Als ich hatte schon eine Probefahrt mit einem Max. Mein Resumee, ist für mich keine 50t wert, der Innenraum von der Qualitätsanmutung billig ( Haptik), Fahreindruck gut, das Navi sieht aus wie von TomTom vor 10 Jahren.
VW hat mir für Dezember eine Probefahrt mit dem ID4 angeboten, mal schauen wie der dann ist. Der ID3 wird es für mich auf keinen Fall.

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Egon Meier
Egon Meier
5 Jahre zuvor

@Peter Bigge
Das mit dem 22lw-Lader ist ganz einfach:

Dieser Renault-Lader mit dem Namen Chameleon ist eine besonders trickreiche Konstruktion. Es ist kein separater Lader sondern man nimmt die Wicklungen des Motors als Hilfskonstruktion – sozusagen Dual Use.
Das spart viel Geld (ist in der Produktion billig) aber hat gewaltige Nachteile.
Wenn andere BEV-Hersteller mit einem Ladeverlust von unter 15% hinkommen hat der renault-Lader (das man man sich ganz einfach aus den Werksangaben berechnen) einen Verlust von bis zu 30%.
Das ist blanke Energieverschwendung und damit eine erheblicher ökologischer Nachteil.
Hinzu kommt die nachbarschaftliche Lärmbelästigung, denn der Ladeverlust muss als Wärme abgeführt werden und das macht bei Renault ein kräftiger Lüfter.
Hin zu kommt, dass fast niemand sich eine 22kw-Wallbox ins Haus holen will oder kann denn das bedingt 3x32A Zuleitung und das ganze muss vom Energieversorger genehmigt werden.
Und wer zu Hause lädt hat sowieso Zeit denn 90% der Zeit steht so ein BEV sowieso herum. Und lädt eben mit ’nur‘ 11kw.

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Egon Meier
Egon Meier
5 Jahre zuvor

@Sebastian Henßler
Einmal ist die Autostadt wg. Corona überlastet und zum anderen gibt es eben dieses ominöse Problem mit den Briefen. Was da genau los ist verrät niemand – außer dass es eben ein ’systemisches‘ Problem gibt.
Die Logistik der Fahrzeuge ist kein Problem (Vw schieb Tag für Tag deutlich mehr Fahrzeuge durch die Gegend) – die stehen schon überall bei den Händlern und in Norwegen und Niederlanden läuft es auch wie geschmiert. Da machen das alles die Importeure und die haben das systemische Problem offenkundig nicht.

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Peter Bigge
Peter Bigge
5 Jahre zuvor

@Egon Meier
Danke für die ausführliche Darstellung. Eine 22kW-Wallbox sehe ich als Heimladestelle ebenfalls als nicht erforderlich an, außer jemand betreibt einen Taxifahrerbetrieb. Ansonsten sollten die normalen Standzeiten meist, selbst bei einer Steckdosenladung, durchaus ausreichend sein.
Bei den 22 kW geht es mir eher um die meisten Ladestationen im öffentlichen Bereich, welche besser ausgenutzt wären, wenn daran schneller geladen werden könnte. Ganz zu schweigen von eigenen schnellen Standzeiten, insbesondere auf Tour unterwegs. Es gibt Regionen in Deutschland, wo es weit und breit keine DC-Stationen gibt. In Zukunft wird es immer mehr Fahrzeuge mit großen Akkus geben, wozu sicherlich bereits der ID.3 gehört, welche schnell geladen werden wollen. Je schneller geladen werden kann, desto weniger muss nachgeladen werden, und desto schneller können Ladestationen für andere Fahrzeuge freigegeben werden.
Die Effizienz von Sparladern à la Chamelon ist natürlich eine Energieverschwendung und verwerflich.
Es gibt aber durchaus andere Hersteller, wie z.B. Brusa, die das besser können, deren Effizienz, zumindest auf dem Papier, sich um 95% bewegt.
Hier ist dann die Frage, welchen Aufpreis dies ausmacht, wobei ein schnelles Ladegerät ein(e) sinnvolle(s) Zubehör/Ausstattung ist im eMobile-Zeitalter.

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Egon Meier
Egon Meier
5 Jahre zuvor

@Peter Bigge
Es gibt durchaus gute/effiziente 22-kw-Lader (wie den zitierten Brusa-Lader). Die sind allerdings reichlich teuer und die Frage ist, wo das Fenster für solche Teile ist.

Ich sehe da meinen – durchaus nicht unrepräsentativen – Fall: Mein Wagen wird demnächst zu 95% zu Hause geladen. Da er dort oft und lange steht würden auch 4,5,6 kw reichen – ich bekomme aus Komfortgründen aber 11kw. Gönne ich mir einfach. Das geht ohne Genehmigungen des Energieversorgers.
Fast jede Garage hat eine Schuko-dose und kann mit Einbau einer Camping-Dose auf 16 A gebracht werden. Damit werden die allermeisten BEV-Nutzer arbeiten. Ebenso werden die Tiefgaragen-Ladenetze nicht mehr liefern und das reicht.
Genau so wird es bei Firmen mit den Mitarbeiter-Parkplätzen sein.
Das ‚Fremdladen‘ ist der absolute Ausnahmefall und ist eigentlich nur für Fernreisen interessant und da stehen immer mehr DC-lader.
Also: meine Position und offenkundig die der allermeisten BEV-Hersteller: Der Aufstand für einen 22kw-lader lohnt sich nicht.

Böse formuliert: Der Chameleon-Lader des Renault ist preiswerte aber suboptimale Technik. Die 22kw hören sich gut an und werden von Renault-Freunden wie eine Monstranz durch die Gegend getragen aber .. sind eben eigentlich nur preiswert in der Produktion, umweltschädlich und kaum Praxis-relevant.
Beim Dacia-Spring hat man selbst das aufgegeben.

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Achim
Achim
5 Jahre zuvor

@Egon Meier
Corona ist sicherlich ein Grund für die derzeitige Überlastung in der Autostadt.
Aber diese Problematik besteht bereits seit 7 Monaten.
Warum nimmt dann VW immer noch Bestellungen zur Auslieferung in der Autostadt an, wenn man dort offensichtlich mit dem vorhandenen Auftragsbestand überfordert ist?
Es wäre doch in dieser Situation sinnvoller, bei Bestellungen erst dann wieder Auslieferungen in der Autostadt anzubieten, wenn sich die Situation in der Autostadt entspannt hat.
Ich glaube VW tut sich hier keinen Gefallen, da die Lage bei Corona wieder sehr angespannt ist und man befürchten muss, dass dies in den nächsten Wochen noch mehr Auswirkungen auf die Auslieferungen in der Autostadt haben wird, wenn VW hier nichts ändert.

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Ekkehard Liebig
Ekkehard Liebig
5 Jahre zuvor

zum Thema : „Warum kommt es zu diesen zeitlichen Problemen? Wurde dies nicht einmal ansatzweise kommuniziert?“

Die Auslieferung ist ein Trauerspiel, hier mein persönliches Beispiel:
.. am 02. August 2019 hatte ich mich als 1st Mover bei Volkswagen um den ID.3.1 eingetragen. Am 1. Juli 2020 haben wir den Leasingvertrag für den ID.3 Pro Performance Max abgeschlossen. Seit Anfang September 2020 wird die Auslieferung des lange versprochenen Fahrzeugtyps von VW in den Medien gefeiert.
Am 08. September wurde die Auslieferung vom Händler avisiert, dann nach 2 Wochen wieder kassiert. In mehreren Anrufen bei dem Vertragshändler und dem Vertrieb in Dresden wird vertröstet, bedauert, um Verständnis geworben, geschoben – ein Termin zur Auslieferung ist bis heute nicht bekannt.
Der Händler betont Ohnmacht .. vielleicht habe ich das falsche Autohaus.

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