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Hyundai soll Rückruf aller Kona-Elektro planen

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
12. Oktober 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
12. Oktober 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Elektroauto-News.net

Home Automobilindustrie

Hyundai soll vorhaben, alle bislang verkauften rund 77.000 Kona-Elektro wegen der Gefahr eines Batteriebrandes zurückzurufen. Es bereits zu gut einem Dutzend Batteriebränden bei dem beliebten Elektro-SUV gekommen, begründet der Hersteller die Rückrufaktion, die zunächst nur die gut 25.000 in Südkorea verkaufen Fahrzeuge betraf. Nun wolle der Hersteller die Aktion auf alle Märkte weltweit ausdehnen. Hyundai will bereits eine Lösung gefunden haben, um den Mangel zu beheben. Die sei allerdings nicht perfekt, zitiert die Korea Times Seo Bo-shin, den CEO von Hyundai Motors.

Noch unklar ist, worauf die Probleme zurückzuführen sein könnten. Unterschiedliche Berichte kommen hierbei zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen. Eine Untersuchung des zuständigen Ministeriums in Korea kam zu dem Schluss, dass der Separator in manchen Batteriezellen aufgrund von Fehlern im Herstellungsprozess beschädigt worden sei, was darauf hinweist, dass die Batteriezelle von LG Chem die Ursache für Brände sein könnte. Der koreanische National Forensic Service kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Nicht näher bestimmte „elektrische Probleme bei der Montage von Akkus“ haben demnach vermutlich die Brände verursacht.

LG Chem, der Lieferant der Batteriezellen, der außer Hyundai etliche andere Autohersteller beliefert, bestreitet, dass die Ursache für die Defekte in den Zellen liegt. „Der Rückruf wurde ohne Klärung der Grundursache der Brände ausgestellt“, teilt LG Chem mit. In einer Erklärung stellt der Batterielieferant klar, Hyundai Motor habe „gemeinsam Experimente durchgeführt, um die Ursache zu ermitteln, jedoch keine Szenarien für die Entstehung von Bränden gefunden“, und fügte hinzu, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um ein abschließendes Urteil fällen zu können.

Das Thema dürfte uns in den kommenden Tagen und Wochen noch eine Weile beschäftigen. Zum einen aufgrund des öffentlich ausgetragenen Disputs zwischen Hyundai und LG Chem. Und zum anderen, da Hyundai zugab, die Lösung des Mangels sei nicht perfekt. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die perfekte Lösung für das Batterieproblem bei Hyundai aussehen wird.

Quelle: Korea Times – Hyundai Motor, LG Chem in spat over Kona EV fires // Electrek – Hyundai to recall 77,000 Kona electric cars over risk of battery fire, fights LG Chem over cause

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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11 Comments
Peter
Peter
5 Jahre zuvor

Was für ein gelungenes Marketing der beiden beteiligten Firmen: Das Thema wird hochkochen und jahrelang ein gefundenes Fressen für die Verpennerlobby sein.
*facepalm*

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Martin
Martin
5 Jahre zuvor

Verpennerlobby haette einfach nur gute Verbrenner weiter bauen sollen. 60 PS, reichen auch bei Kleinwagen. Alte Katalysatoren schlecht machen. Wir waren alle beim offiziellen Tuev. Und erst als es wirklich nicht mehr ging da wurde dann auch verschrottet. War aber alles von autorisierten Werkstaetten. Bei Bastlern waren wir nicht. Und immer beim Staalichen Tuev.

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Philipp k
Philipp k
5 Jahre zuvor

Hat doch keiner gegen katalysatoren was elgesagt!? XD

Also zum thema: im originalartikel ist von einem „seperator“ die rede. Es wird aber im selben absatz der seperator in der zelle, als auch der seperator im batteriemodul durcheinandergewurfelt.
Beides ist möglich als fehler. Wobei konkret ja der brandschutz seperator im modul falsch verbaut sein müsste, um da einen Rückruf zu machen.
Auf der anderen seite müsste die zelle oder bms ja einen defekt haben… Außer es is am ende doch was ganz anderes wie ne schadhafte isolierung… Klingt als wollte sich jeder rausreden. Spannend

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Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Spannend höchstens , dass Batterieprobleme offenbar nicht nur in China immer noch auftreten. Erst wenn ein Hersteller auch den Akku vollkommen selber fertigen kann, wird dies aufhören. Ein Zusammengebastel aus der halben Welt her , sollte endlich unterbunden werden ,nicht erst wegen Corona.

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Helmuth Meixner
Helmuth Meixner
5 Jahre zuvor

Dieser Akku-Wahn hat erstaunliche Dimensionen erreicht. Leute schmeißen mit fremdem Kapital, welches man SUBVENTIONEN nennt wie die Irren herum. Akkuteile, ganze Stromspeicher, ganze Akku-Mobile haben Punkte überschritten wo diese Stromspeicher mehr kosten als meherer normale und sinnvolle Autos. An dieser Stelle zum Zitat: “ Verpennerlobby haette einfach nur gute Verbrenner weiter bauen sollen. 60 PS, reichen auch bei Kleinwagen…“
– RICHTIG! SEHR RICHTIG! – Daumen hoch!
Genau hier liegt DER Knackpunkt und der liegt lange zurück. In Deutschland, ja in ganze Europa kann man keine excellenten Autos mehr bauen. RICHTIGE, ECHT SINNVOLLE AUTOS sind klein, aber hoch effizient in Bezug auf die gesamten Kosten und vor allem auch unvergelichlich praktisch im Alltag. Für einem AKKU bekommt man oft gleich meherer solcher „Flitzer“, aber nicht bei uns. Schon sehr lange nicht oder noch nie. Aus eigener alter ERFAHRUNG weiß ich persönlich das „Geheimnis“ schon seit Dekaden. Warum? Wie heißt das Geheimnis? IMPORT von hoch modernen KEICARS, die hier so gut wie unbekannt waren und sind. Die gibt es nur in ASIEN. Warum wohl? Ein so genannter „Verkehrsminister“ hatte es seim Volk ja direkt eingetrichtert. Der Trichter stammt aber nicht aus Nürnberg sondern aus Bayern. Zitat: “ WIR Deutschen sind KEIN Volk von Kleinwagenfahrern!“ Was war damit gemeint? Finanziert leiber affenteure Bleckkisten, die in Wirklichlichkeit zum fahren NIEMAND braucht. Damit dürfte Ihr angeben und die Autoindustrie größzügig mit „Kohele“ bedienen. Mit Eurer „Kohle!. Heute kauft man dafür AKKUS! Riesenteile an Stromspeicher für irre Kosten, damit 1 A von A nach B schleicht. Abenteuersüchtig im einem artenreichen Dschungel aus Ladesäulen und evtl das Lagerfeuer on Board gleich dabei hat. D hat versäumt zu lernen, wie man richtige Autos baut! Darin liegt DAS Kernproblem. Kleine hoch effiziente Autos sind hier mit Gewinn NICHT zu bauen. Unmöglich! Und Akku auch nicht! Nutzt man die Leistung von „normalen“ Akku-Kistenm wirklich, wird man von KEICARS aud Langstrecken hoffnunglos abgehängt. Meine Autochen können sich problos mit „AKKUBOLIDEN“ messen. Vor allem im Winter auf langen Strecken und dort wo ich persönlich sie brauche. Dort wo es eben KEINE Ladesäulendschungel geben kann oder geben wird. Mir sind Fahrzeuge ein Graus, die man nur dort vernünftig betreiben kann, wo die Masse herum steht. Auf Autobahnen zwischen DIESELTRUCKS mit Chinaakkus. AUF der LADEBRÜCKE! Nah wenistens hat man einen Hochleistunggrill immer dabei. Zur Not um Schlachtabfälle zu brutzeln. Im artenreichen Ladesäulendschungelcamp….. Im E-Blechkisten die in keine Parklücke mehr passen und Trucks in der Leistung längst überholen. 1 Person braucht heute eine solche Power für sich, mit der 30 t Akkus aus Asien geholt werden könnrn. TOLL! Diese unschlagbare Intelligenz…

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Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Helmuth , bleib bitte am Boden! Zeige mir mal solche superkleine E Autos aus dem fernen Osten. Wie willst Du solche keine Flitzer die Du aus dem Osten kennst antreiben. Mir ist kein solcher bekannt. Die Europäer bauen , ohne Marken zu nennen , viele mittlere und kleine E Autos die billiger laufen als Diesel, und erst noch oekologisch sind. Auch Deutschland baut Autos die man in einer Zeit aufladen kann wo Du kein richtiges
Grillfeuer zum lodern kriegst.

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Fritz
Fritz
5 Jahre zuvor

Unglaublich wie viele Idioten, die keine Ahnung haben, über Akkus schreiben, bevor ein Elektroauto brennt, brennen 100 derte Verbrenner ab, das oft explosionsartig und schon zahlreiche Menschen sind hilflos ums Leben gekommen.

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Jonathan
Jonathan
5 Jahre zuvor

Nun hier – leider – ein Tatsachenbericht:
04.04.2019: KONA Elektro Premium 150kW bestellt:
14.01.2020: Erstzulassung
09.09.: Warnmeldung: Elektrisches System überprüfen
15.09.: Werkstatttermin; diverse Updates wurden eingelesen; Fehlermeldung kommt wieder;
Diagnose der Werkstatt: Isolationsfehler an einem Batteriemodul und Geräusch im Bereich Motor – Getriebe.
Geplante Maßnahmen: Austausch des defekten Moduls incl. der dazugehörigen Elektronik; Ausbau von Motor und Getriebe und umdrehen der Verbindungswelle zwischen diesen beiden Komponenten.
KONA lässt sich nur noch starten wenn vorher die Fehlermeldung zurückgesetzt wird. KONA steht seit diesem Tag im Autohaus.
Reparaturtermin im Autohaus, zusammen mit einem Hyundai-Flying-Doctor, konnte nicht genannt werden und ist vom Terminplan des H-F-D.abhängig.
12.10.: Autohaus teilt mir den Reparaturtermin mit: 18.11.2020.
04.11.: Autohaus teilt mit: Termin findet nicht statt; defektes Modul wird nicht ersetzt.
Grund: Im Zusammenhang mit einer geplanten Rückrufaktion bekommt mein KONA eine komplette neue Batterie mit allen dazugehörigen Komponenten.
Zeitpunkt: Unbekannt!

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Udo S.
Udo S.
5 Jahre zuvor

Mich würde interessieren, wie viele Benziner oder Diesel anteilmäßig brennen, unterschieden nach unfallbedingt und „ohne vorherigem Unfall“. Ich kenne einen konkreten Fall in dem das Haus neben unserem Freund in Sengental bei Neumarkt id. Opf. abgebrannt ist, da der 3er-BMW id. Garage nachts angefangen hat zu brennen (Garage unter Schlafzimmer, Stichwort Grill…). Aber was sagen Einzelfälle aus? Weltweit 12 Fzg.-Brände, nicht spezifiziert ob vorher Unfall oder nicht. Von wieviel insgesamt weltweit verkauften? Lieber Michael, liebe Journalisten, recherchiert doch mal und informiert uns tiefgehender, denn dieses „ich weiss was, nämlich dass sich LG und Hyundai zoffen“ ist keine Nachricht. Danke schön.

PS: Unser eKona m. 40kWh-Akku seit 10.5.2019 läuft tadellos

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