• Newsletter
  • Podcast
  • THG-Quote Vergleich
  • THG-Quote Wallbox
  • Testberichte
  • Events
  • Anmelden
  • Registrieren
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
No Result
View All Result

IG Metall: Tesla steht unter Beobachtung

Iris MartinzbyIris Martinz
30. Dezember 2021
Lesedauer: 3 Minuten
Iris MartinzbyIris Martinz
30. Dezember 2021
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Iv-olga / Shutterstock.com

Home Automobilindustrie

Die Produktion im ersten europäischen Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide läuft in Kürze an, nach einigen Verzögerungen durch zahlreiche Bürgereinsprüche. Elon Musk hat also schon mal einen ersten Eindruck davon gewonnen, dass er in Europa nicht nur mit offenen Armen empfangen wird. Nun bringt sich auch noch IG Metall-Chef Jörg Hofmann in Stellung und schaut ihm arbeitsrechtlich auf die Finger.

US-Amerikanische Arbeitgeber – und im besonderen Tesla – sind nicht unbedingt für beste Arbeitsbedingungen bekannt. Betriebsräte und unternehmerische Mitbestimmung der Mitarbeiter sind für sie meist Neuland. Natürlich wertet Hofmann die Errichtung der Fabrik als positives Signal für den Investitionsstandort Deutschland, der seit der Wende keine Investition im Automobilsektor in dieser Größenordnung mehr gesehen hätte. Jeder Arbeitsplatz in einer Region, die mit dem Ende des Kohleabbaus mitten im Strukturwandel steckt, sei begrüßenswert. Er hat aber ein wachsames Auto darauf, wie das Recruiting abläuft und Arbeitsverträge aussehen. „Im Moment stellt Tesla hierarchiemäßig von oben nach unten ein. Es sind bisher die Führungsriegen und die Spezialisten an Bord.„, wie Hofmann erklärt. Die Rekrutierung der normalen Produktionsbeschäftigten erfolge erst allmählich. Er geht jedenfalls nicht davon aus, dass jemand aus dem stark durch die Tarifverträge der IG Metall geplanten regionalen Arbeitsmarkt zu Tesla wechseln würde, „wenn er deutliche Lohnverluste hinnehmen muss.“ Anders sehe das natürlich aus, wenn Mitarbeiter nicht unbedingt aus der Autoindustrie kommen.

Dass Tesla noch wenig Erfahrung mit gewerkschaftlichen Strukturen habe, zeige sich unter anderem daran, dass bereits jetzt ein Betriebsrat gewählt wird, obwohl die Masse der Produktionsmitarbeiter noch gar nicht an Bord ist. Hofmann hätte es lieber gesehen, wenn sich alle Beschäftigten an der Wahl beteiligen könnten. Er betont aber, dass es rechtlich möglich ist, schon nach zwei Jahren den Betriebsrat neu zu wählen, wenn sich die Zahl der Beschäftigten deutlich erhöht. Bisher sind rund 1.800 Beschäftigte an Bord, die Produktion kann aber erst ab 6.000 Beschäftigen hochgefahren werden.

Das neue Werk mitten in der Autohochburg Deutschland wird jedenfalls den Markt aufwirbeln, gerade hinsichtlich der Elektromobilität. Hofmann bestätigt, die heimischen Unternehmen schon seit Jahren gedrängt zu haben, in diesem Bereich einen Zahn zuzulegen. Als Bremser der Entwicklung sieht er die IG Metall jedenfalls nicht, bei Volkswagen wäre es der Betriebsrat gewesen, der darauf gedrängt hätte, dass auch das Werk in Wolfsburg eine elektrische Fahrzeugpalette bekommt und in eine völlig neue Autofabrik nur für elektrische Modelle investiert wird. Auch wenn klar ist, dass für die Produktion von Elektroautos weniger Beschäftigte notwendig sind als für den Verbrenner, gibt sich Hofmann weitsichtig: „Damit der Stellenabbau nicht zu drastisch wird, müssen wir den größten Teil der Wertschöpfungskette dieser Autos in Deutschland aufbauen, dazu gehören eben die Batteriezellen, die Starkstromelektronik oder die Sensorik, das Batterierecycling und damit verbunden eine konsequente Kreislaufwirtschaft zur Reduktion des Rohstoffimports.“ Außerdem müsse in Produkte und Services für nachhaltige Mobilität investiert werden.

Gut findet er auch den Plan der Bundesregierung, für Zulieferer, die stark auf Teile für Verbrennungsmotoren spezialisiert sind, einen Transformationsfonds aufzusetzen. Die IG Metall unterstütze zusätzlich mit regionalen Transformationsnetzwerken, die bei der Suche nach nachhaltigen alternativen Geschäftsmodellen helfen sollen. Kein leichtes Unterfangen, hänge doch beispielsweise das gesamte regionale Wirtschaftsgefüge des Saarlands davon ab, wie es mit diesen Unternehmen weitergeht. Das habe Einfluss auf den gesamten Wohlstand der Region. „Es geht um den Umbau der deutschen Leitbranche Automobil, nicht um einen Ausstieg„, wie er betont. Die IG Metall rechne jedenfalls damit, dass ab 2028 kaum mehr Verbrennerfahrzeuge entwickelt werden, wenn in Europa ab 2035 keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Die Zeit dränge also.

Rosen streut der langjährige Gewerkschaftschef der Klimapolitik der neuen Regierung. Vor der Wahl hatte er gewarnt, dass ein nicht durchdachtes Vorgehen zehntausende Arbeitsplätze vernichten könnte. Der neue Fahrplan der Koalitionspartner umfasse hingegen neben den Zielen auch konkrete Maßnahmen sowie Zwischen- und Übergangszenarien. Den Beschäftigten würden Brücken in neue Aufgaben gebaut, ohne dass Arbeitslosigkeit drohe, vor allem durch Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu einer zweiten Berufsqualifikation, wenn die ursprüngliche Berufswahl zur Sackgasse wird. Die Ausgestaltung der Tarifverträge müsse ebenso den neuen Geschäftsmodellen folgen, wo diese von den Unternehmen gar nicht mehr selbst entwickelt und durch Ausgliederungen Tarifverträge mitunter ausgehebelt werden. Dem müsse die Bundesregierung Einhalt gebieten. Öffentliche Aufträge solle der Bund zudem nur noch an Firmen vergeben, die nach Tarif bezahlen.

Quelle: zeit.de – „Niemand wechselt zu Tesla, wenn er Lohnverluste hinnehmen muss„

Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Abonnieren
Anmelden
Benachrichtigen bei
guest
guest
27 Comments
steinpilz
steinpilz
4 Jahre zuvor

Hoffentlich schaut die Gewerkschaft auch mal nach Zwickau, damit die VW- Sachsen Kollegen auch das gleiche wie VW-Stamm Arbeiter im Westen.

14
-1
Antworten
Antworten anzeigen (2)
David
David
4 Jahre zuvor

Es dürfte der Gewerkschaft schwer fallen, im Betrieb Fuß zu fassen. Es würde mich wundern, wenn die vorgeschalteten externen Recruiter keine schwarzen Listen mit Gewerkschaftsmitgliedern haben. Auch dürften die neuen Mitarbeiter keine große Affinität zu Gewerkschaften aufweisen. Sie kommen ja eher aus kleinen Betrieben oder aus Polen.

Außerdem kann man sehen, wie es heute ist, wenn die Gewerkschaft ruled. Dann stellt der Arbeitgeber nicht mehr selber ein, sondern bildet einen Verbund geschwurbelter Kleinfirmen, die unterbeauftragt werden und wo keine Gewerkschaft etwas zu sagen hat. Das ist die Nachfolge der Leiharbeit, die der Gesetzgeber ja zur Unattraktivität kaputt geregelt hat. Und nur Kuhhandel mit den Gewerkschaften führt zu einzelnen Übernahmen.

Die Gewerkschaften werden also warten, ob es zu Vorfällen wie in den USA kommt. Mehr bleibt Ihnen erst einmal nicht über. Am Geld ist schwer anzugreifen. Die Gehälter beginnen bei 2800 € brutto, was für die Region und die Arbeit durchaus fair ist. Wobei man es nicht ganz genau weiß, ob die Gewerkschaft nicht doch Einfluss auf anderem Wege bekommt: Schließlich führt Tesla gerade Verhandlungen über eine Aufnahme mit dem VDA.

7
-10
Antworten
Antworten anzeigen (1)
Tobi
Tobi
4 Jahre zuvor

Die deutschen Strukturen werden auch für Tesla Innovation erschweren. Betriebsräte die auf ihren Pfründen sitzen haben auch zum Stillstand der Dinos einen beträchtlichen Teil beigetragen. Hätte Tesla in Polen gebaut, würden jetzt Autos vom Band laufen. Die Deutschen Dinos wollen natürlich mit allen Mitteln den Launch von Tesla verhindern. Dass sie dies am Besten mit guten Produkten tun sollten scheinen diese ja nicht zu kapieren, bzw. sie schaffen es einfach nicht.
IG Metall hat in Deutschland viel zu viel Macht. Dass eine IG Metall sich in politische Überlegungen einmischt zeigt, wie krank dieses System ist. Aber Tesla wird dieses Theater wegstecken oder einfach umziehen.

19
-13
Antworten
Antworten anzeigen (4)
Silverbeard
Silverbeard
4 Jahre zuvor

„Gut findet er auch den Plan der Bundesregierung, für Zulieferer, die stark auf Teile für Verbrennungsmotoren spezialisiert sind, einen Transformationsfonds aufzusetzen.“

Absolut richtig. Wer kann denn auch von einem Management erwarten, das die mal selbst Ideen haben, kreativ sind und rechtzeitig erkennen, das der Markt zukünftig andere Produkte nachfragen wird…
Solange es sicher Geld vom Staat gibt eine überflüssige Anstrengung.

Oder gibt es hier ernsthaft jemand, der der Meinung ist, dass Training fit hält?

4
0
Antworten
Antworten anzeigen (2)
bitman
bitman
4 Jahre zuvor

Jetzt muss der Druck auf Tesla steigen, alle seine versiegelten Flächen der neuen Fabrik mit Photovoltaik und Speichern auszustatten.

Und es muss mindestens ein leichtes „Stadt-/Landmodell“ mit Wechselakkus geben, das es für einen erschwinglichen Betrag zumindest dem verbliebenen Rest des Mittelstandes ermöglicht, seine eigene Solartechnik zum Laden zu benutzen.

Anderenfalls wäre die gesamte Elektromobilität nur ein Selbstbeschiss und ein weiterer Raubbau an den gemeinschaftlichen Ressourcen zugunsten weniger wohlbetuchter VerbraucherInnen (sic!).

Auf der Strecke werden aber die Vielen bleiben, die heute schon aufstocken müssen oder gar keine Arbeit mehr haben (dürfen). Denn Wassergebühren, Gas- und Stromkosten werden weiterhin erheblich steigen! Oder wird Tesla hier vielleicht die große Osterüberraschung starten und ein „Volksmobil“ (eBike, eLastenrad, usw.) zu günstigsten Konditionen auf den Markt bringen?

1
-3
Antworten
Antworten anzeigen (5)
Derjeniche, der
Derjeniche, der
4 Jahre zuvor

Der Scherz ist gut, „die IG Metall steht bereit“. Da wird sich Tesla schon freuen, den Betriebsräten die Bordellreisen nach Brasilien zu bezahlen. Das ist wirklich wichtig, damit Tesla zu VW konkurrenzfähig wird. Und die Teslarianer werden sich auch freuen, wenn sie 1% ihres Gehalts monatlich an die IG-Metall abdrücken dürfen! Ist halt eine echte Lose-Lose Situation, mit den Tarifkaschbern.

0
0
Antworten
Wolfgang
Wolfgang
4 Jahre zuvor

Hallo,
ich war 45 Jahre bei HP beschäftigt.Wir waren alle froh, dass es fast keine Gewerkschaftler im Unternehmen gab.Ohne Gewerkschaften ging es uns immer weitaus besser als den Mitarbeitern der Betriebe,in denen die Gewerkschaften Macht hatten.Unsere Bezahlung war weitaus besser und unkomplizierter und die Sozialangebote auch.Ich hoffe, Tesla wehrt sich erfolgreich gegen die Funktionäre der Gewerkschaften. Schlechtes Beispiel ist z.B . VW.
Nur ohne Beamtenschimmel, Gewerkschaftsfunktionäre und kooperatives Miteinander wird tesla
erfolgreich und innovativ bleiben.Gewerkschaften gehören nicht mehr in unsere Zeit.Sie dienen nur als Jobmotor für die ganzen arbeitsscheuen Funktionäre.

0
0
Antworten

Ähnliche Beiträge

Related Posts

Betrachtung: So unrealistisch ist induktives Laden während der Fahrt
Automobilindustrie

Betrachtung: So unrealistisch ist induktives Laden während der Fahrt

5. April 2023
0
Lamborghinis Zukunft: CEO Winkelmann zeigt sich skeptisch gegenüber E-Fuels
Automobilindustrie

Lamborghini will Strom: CEO Winkelmann skeptisch gegenüber E-Fuels

5. April 2023
0
E-Fuel-pkw-lkw
Automobilindustrie

Fraunhofer ISI: E-Fuels nicht sinnvoll bei Pkw und Lkw

4. April 2023
0
Insider: Kleines Tesla Model Y soll mehrere Millionen mal gefertigt werden
Elektroauto News 2023

Insider: Kleines Tesla Model Y soll mehrere Millionen mal gefertigt werden

4. April 2023
0
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • merken 
    • E-Mail 
    Nächste Meldung
    BMW Chef: BMW i4 und iX auf Monate ausverkauft

    BMW Chef: BMW i4 und iX auf Monate ausverkauft

    Elektroauto-News

    Elektroauto-News.net präsentiert seit März 2011 Meldungen aus dem Bereich Elektromobilität. Mit täglichen News zu aktuellen und zukünftigen Elektrofahrzeugen ermöglichen wir dir eine schnelle Information zu allen wichtigen Themen.

    AKTUELLE THEMEN

    Elektroauto-Vergleich
    Tesla
    Interview
    Shorts
    Events
    Ladekarten vergleichen
    Podcast
    Vergleich THG-Quote
    THG Wallbox

    Unternehmen

    • Podcast
    • Mediadaten
    • Werbung buchen
    • Wir über uns

    NEWSLETTER

    © 2026 Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net

    Privatsphäre-Einstellungen ändern / Datenschutz / Impressum
    No Result
    View All Result
    • Alle News
    • Marken
    • Industrie
    • Testberichte
    • Politik
    • Events
    • Newsletter
    • Podcast
    • THG-Quote – E-Auto
    • THG-Quote – Wallbox
    • Anmelden
    • Registrieren

    © Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net
    Datenschutz · Impressum

    Willkommen zurück!

    Melde dich in deinem Konto an:

    Passwort vergessen? Registrieren

    Erstelle dir ein Konto!

    Bitte hinterlege deine Daten, um ein neues Nutzerkonto bei Elektroauto-News.net zu erstellen:

    *Mit deiner Registrierung erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und bestätigst, dass du unsere Datenschutzbestimmungenzur Kenntnis genommen hast.
    Alle Felder sind Pflichtfelder. Anmelden

    Passwort zurücksetzen

    Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse ein, um das Passwort zurückzusetzen:

    Anmelden

    Deine Anmeldung zum Newsletter:
    Ein letzter Schritt fehlt noch.

    Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).

    wpDiscuz
    27
    0
    Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x
    ()
    x
    | Antworten