Im Vorfeld seines vollständigen Finanzberichts im nächsten Monat hat Lucid Motors optimistischere Produktionszahlen für das dritte Quartal in Aussicht gestellt. Dies lässt auf eine erhebliche Produktionssteigerung im Vergleich zu früheren Quartalen hindeuten. Hierdurch sollte es dem Start-Up möglich sein das Ziel von 6.000 bis 7.000 E-Fahrzeuge bis Ende 2022 zu erreichen. Nach dem dieses Ziel im Laufe des Jahres bereits zweimal gesenkt wurde.
Lucid musste wie andere Automobilhersteller am Markt mit den Herausforderungen dieses kämpfen. Im ersten Quartal 2022 meldete Lucid nur 360 Auslieferungen seiner E-Autos. Sowie ein Umsatz von 246 Millionen Dollar. Im Vergleich zum 4. Quartal 2021 hatten sich die Auslieferungen verdoppelt. Geplant war ein Produktionsziel von 20.000 Fahrzeugen im Jahr 2022 und 50.000 im Jahr 2023 zu erreichen. Diese Ziele hatte man zwischenzeitlich ein wenig zurückgestuft. Als Gründe nannte Lucid Engpässe in der Lieferkette und eine anhaltende Fokussierung auf die Qualität. Dies führt für den Lucid Air im Jahr 2022 zu einer angepeilten Produktion von 12.000 bis 14.000 Fahrzeugen.
Im zweiten Quartal konnte das amerikanische Start-Up die Produktion auf weitere 670 Einheiten und 97 Millionen US-Dollar an Einnahmen steigern. Bei Kosten in Höhe von 292 Millionen US-Dollar. Infolgedessen senkte Lucid seine Erwartungen für 2022 erneut auf 6.000- 7.000 Einheiten. Ein Ziel, welches man 2022 weiterhin erreichen wollte. Für das dritte Quartal 2022 zeichnet sich eine Produktionssteigerung des Lucid Air ab.
Laut der jüngsten Pressemitteilung von Lucid Motors hat sich die Elektroauto-Produktion im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdreifacht; 1.398 der produzierten Fahrzeuge wurden an Reservierungsinhaber ausgeliefert. Basierend auf diesen jüngsten Zahlen glaubt das Unternehmen auf dem besten Weg zu sein das selbst gesteckte Produktionsziel von 6.000 bis 7.000 Fahrzeugen für 2022 zu erreichen.
Quelle: Lucid Motors – Pressemitteilung
Ich will Lucid nicht schlecht malen, aber woher kommt der Umsatz von 246Mio. bei einem Verkauf von 360 FZ im selben Zeitraum. Da muss irgendwas vergessen worden sein. Mit was verdient denn Lucid diese Millionen an Umsatz? Aktien, Erlöse aus Dividenden usw. reichen da wohl nicht aus.
Oder etwa die Batterielieferungen an die FIA für die Formel-E? Das kann ich mir im besagten Monat auch nicht vorstellen.
Mich hinterlässt das ratlos, die Absatzplanungen schienen schon gering zu sein und wurden auf diesem geringen Niveau mehrfach nach unten korrigiert. Wenn man pro Jahr nur 6000 Autos verkauft, wird das für den Apparat, den sie haben, nicht reichen. Sie planten für ein Jahr ohne Anlaufverluste 50.000 Autos. Ich kenne solche Planungen. Das bedeutet, mit 40.000 Autos dürften sie finanziell auf der guten Seite sein und bei 30.000 ist der Break-Even. Das bedeutet aber auch, alles darunter ist mittelfristig der Ruin.
Ich habe den Eindruck, dass die verbindlichen Vorbestellungen gar nicht mal so viele sind. Der Wagen sieht nach nichts aus und ist im Segment des Mercedes EQE. Ja, hat n größeren Akku. Aber er ist sogar teurer als EQS und Taycan. Die Fahrleistungen sind sehr gut, aber das ist so bei allen Autos dieser Klasse. Beim Spitzenmodell scheinen so einige der 1100 PS zu fehlen und die Ladegeschwindigkeit ist keine neue Benchmark. Jetzt kommen i7 und später der Maserati. Beide werden erschwinglich sein, der Maserati ist ein Beau und der i7 ist von der Bodengruppe quasi ein Rolls Royce. Der hat mit 5,40m das Format alter US-Straßenkreuzer.
Wer soll den Lucid kaufen?