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Mazda zeigt MX-30 Plug-in mit Wankelmotor-Range-Extender

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
16. Januar 2023
Lesedauer: 4 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
16. Januar 2023
Lesedauer: 4 Minuten

© Abbildung(en): Mazda

Home Elektroauto Hersteller

Mit dem neuen Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV präsentiert Mazda einen Plug-in-Hybrid, der den Verbrenner auf markentypische Weise integriert: Während die Räder ausschließlich vom Elektromotor angetrieben werden, sorgt ein neu entwickelter Kreiskolbenmotor, nach seinem Erfinder Felix Wankel auch als Wankelmotor bekannt, für zusätzliche Reichweite. Preislich startet der neue Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV genauso wie der vollelektrische Mazda MX-30 e-Skyactiv EV bei 35.990 Euro. Seine Premiere feiert das Modell derzeit auf der Motor Show in Brüssel (13. bis 22. Januar 2023). Kundenbestellungen sind ab dem 1. Februar 2023 bei den Mazda Händlern möglich.

Mit dem neuen Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV bietet der japanische Hersteller ein Modell für alle Kunden, die im Alltag dank bis zu 85 Kilometer reich elektrischer Reichweite so oft wie möglich vollelektrisch unterwegs sein möchten, sich aber auf längeren Strecken keine Gedanken über den Füllstand der Batterie und Ladestopps machen wollen. Im Unterschied zu den meisten gängigen Plug-in-Hybriden setzt das Unternehmen beim neuen Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV auf ein serielles System, bei dem die Räder immer von einem 125 kW (170 PS) starken Elektromotor angetrieben werden – und bei dem ein kompakter Kreiskolbenmotor samt Generator die Gesamtreichweite bei Bedarf deutlich erhöht.

Neu entwickelter Kreiskolbenmotor: weniger Verbrauch und geringere Emissionen

Der der Verbrenner des e-Skyactiv R-EV Plug-in Systems ist ein neu entwickelter Einscheiben-Kreiskolbenmotor mit einem Kammervolumen von 830 cm3. Er leistet maximal 55 kW (75 PS) und arbeitet mit einer Benzin-Direkteinspritzung sowie einem hohen Verdichtungsverhältnis von 11,9:1; beides soll den Wirkungsgrad des Motors deutlich verbessern. Ergänzend wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Reibungsverluste zu reduzieren. Zur weiteren Steigerung der Effizienz kommt zudem ein Abgasrückführungssystem (AGR) zum Einsatz. Die Abgase werden von einem geregelten Dreiwege-Katalysator und einem dahinter angeordneten Otto-Partikelfilter von gasförmigen und festen Schadstoffen nahezu vollständig befreit, so der Hersteller. So erfülle der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV problemlos die derzeit strengste Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM inklusive Realemissionstest (RDE) auf der Straße.

Das serielle Konzept bietet mehrere Vorteile: Weil keine mechanische Verbindung zwischen dem Verbrennungsmotor und den Rädern besteht, bietet der MX-30 e-Skyactiv R-EV stets ein unverfälschtes und komfortables elektrisches Fahrerlebnis, das mit dem des vollelektrischen Mazda MX-30 e-Skyactiv EV vergleichbar ist. Weil Mazda zudem anstelle eines konventionellen Hubkolbenmotors einen kompakteren Kreiskolbenmotor einsetzt, bleibt ausreichend Platz für einen größeren Elektromotor, der das Fahrzeug in allen Fahrsituationen alleine antreiben kann. Zudem arbeitet der Kreiskolbenmotor konstruktionsbedingt sehr vibrationsarm, so dass keine störenden Geräusche und Vibrationen das elektrische Fahrerlebnis beeinträchtigen sollen.

Mazda-MX-30-Plug-in-Range-Extender-Preis
Mazda

Dank der rein elektrischen WLTP-Reichweite von 85 Kilometer lässt sich der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV im Alltag überwiegend vollelektrisch nutzen, schließlich wird der Durchschnitts-Pkw in Deutschland weniger als 40 Kilometer am Tag bewegt. Die kompakte Antriebseinheit wird von einer 17,8 kWh Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden und einem 50 Liter fassenden Kraftstofftank vor der Hinterachse versorgt. Die entladene Batterie kann über den serienmäßigen dreiphasigen AC-Lader an einer 11 kW Wallbox in gut einer Stunde und 30 Minuten wieder vollständig aufgeladen werden. DC Schnellladen ist ebenfalls möglich. Ergänzend erzeugt der vom Kreiskolbenmotor angetriebene Generator Strom für längere Fahrten ohne Laden und steigert die Gesamtreichweite auf mehr als 600 km, die ohne Lade- und Tankstopps zurückgelegt werden können.

Im kombinierten WLTP-Zyklus für Plug-in-Hybridfahrzeuge verbraucht der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV genau 1 Liter Benzin je 100 km, was CO2-Emissionen von 21 g/km entspricht. Auf Langstrecken steigt der Benzinverbrauch selbstredend um ein Vielfaches. Der WLTP-Stromverbrauch liegt bei 17,5 kWh je 100 km.

Drei wählbare Fahrmodi für unterschiedlichste Mobilitätsbedürfnisse

Der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV ist mit drei verschiedenen Fahrmodi ausgestattet, aus denen man je nach Fahrsituation und Bedürfnissen wählen kann: EV-Mode, Normal-Mode und Charge-Mode.

Für die alltäglichen Fahrten mit weniger langen Distanzen ist der EV-Mode die richtige Wahl. Hier wird der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV so lange ausschließlich mit Energie aus der Hochvolt-Batterie angetrieben, bis deren Ladestand auf null Prozent abgefallen ist. Erst dann schaltet sich im Normalfall die Kreiskolbenmotor-Generatoreinheit ein und generiert die zum Fahren benötigte elektrische Energie.

Der Normal-Mode verbindet elektrisches Fahren mit maximaler Performance: Bis zu einem Batterieladestand von 40 Prozent fährt der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV ausschließlich mit Energie aus der Hochvolt-Batterie, bevor sich der Kreiskolbenmotor hinzuschaltet. Dann wird der Ladestand bei etwa 45 Prozent gehalten.

Mit Hilfe des Charge-Mode kann ein bestimmter Ziel-Batterieladestand festgelegt werden, der in Schritten von zehn Prozent eingestellt werden kann. So kann man zum Beispiel sicherstellen, dass die letzten Kilometer einer längeren Fahrt ausschließlich mit Energie aus der Batterie zurückgelegt werden.

Mazda-MX-30-Plug-in-Range-Extender-Heck
Mazda

Unabhängig vom gewählten Fahrmodus liegt die Höchstgeschwindigkeit bei abgeregelten 140 km/h; den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV in 9,1 Sekunden.

Der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV erlaubt sowohl dreiphasiges Wechselstrom-Laden (AC) mit bis zu 11 kW als auch schnelles Gleichstrom-Laden (DC) und ist mit Typ-2- sowie mit CCS-Ladesystemen kompatibel. An einer DC-Schnellladestation werde die Batterie in etwa 25 Minuten von 20 bis 80 Prozent aufgeladen. An dreiphasigen AC-Ladestationen und -Wallboxen mit bis zu 11 kW Leistung dauert das Aufladen der Batterie von 0 bis 100 Prozent etwa eine Stunde und 30 Minuten.

Autarke 230 Volt Stromversorgung mit bis zu 1500 Watt

Der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV bietet ab der Ausstattung Makoto eine im Stand nutzbare 230 Volt Steckdose im Kofferraum, die mit einer Leistung von maximal 1500 Watt unterschiedlichste Outdoor-Aktivitäten unabhängig vom Stromnetz ermöglicht. Ergänzend steht ab der Ausstattung Exclusive-Line eine 230 Volt Steckdose in der Mittelkonsole vorne zur Verfügung, die auch während der Fahrt bis zu 150 Watt liefert und zum Beispiel das Aufladen eines Notebooks ermöglicht.

Mazda-MX-30-Plug-in-Range-Extender-Landstrasse
Mazda

Der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV wird in fünf Ausstattungslinien angeboten. Die Preise beginnen wie beim vollelektrischen Mazda MX-30 bei 35.990 Euro in der Ausstattung Prime-Line. Zu erkennen ist die neue Plug-in-Hybridversion an einer Plakette am Heck, einem Rotor-Emblem an den vorderen Kotflügeln sowie am exklusiven Design der 18-Zoll-Aluminiumräder.

Quelle: Mazda – Pressemitteilung vom 13.01.2023

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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12 Comments
Jakob Sperling
Jakob Sperling
3 Jahre zuvor

Die Grundidee, mit kleiner Batterie und Range-Extender möglichst viele Fahrzeuge zu elektrifizieren, finde ich nach wie vor gut. Vorausgesetzt, die Fahrzeuge werden von Fahrern mit dem entsprechenden Anforderungsprofil verantwortungsvoll gefahren. Viele kurze und nur gelegentlich lange Strecken über ca. 100 km ist eigentlich ein Standard-Profil. Man sollte einfach darauf achten, dass man nicht durch dumme Subventionen genau die falschen Käufer fördert.

In diesem konkreten Fall ist die Batterie etwas gar klein und der Range-Extender scheint extrem ineffizient zu sein. Wenn er tatsächlich gegen 10 Liter für 100 km (bzw. ca. 18 kWh) braucht, dann ist das schlecht. Idealerweise wäre der Range-Extender sowieso auch CO2-frei. Ob mit H2- oder Methanol-Brennstoffzelle, oder gar grünen E-Fuels, spielt nicht so eine Rolle, weil bei vernünftigem Einsatz der Range-Extender sowieso nur bei 5 – 20% der gefahrenen Kilometer zum Einsatz kommen sollte.

Aktuell ist der Engpass der Elektrifizierung der Mobilität die Verfügbarkeit von Batterien, bzw. von den dafür benötigten Grundstoffen. Das wird noch mehrere Jahre so bleiben. Mit den viel kleineren Batterien von Plug-In-Hybriden – parallelen oder seriellen – kann man die nächsten Jahre ca. dreimal mehr Fahrzeuge elektrifizieren, als wenn alle 60 oder mehr kWh brauchen.

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Djebasch
Djebasch
3 Jahre zuvor

Oh man echt schon wieder so ne Kiste…
Verbrennung ist Verbrennung egal in welcher Form.
Das ding ist kompliziert , Reparaturanfällig und wird nie die Werte erreichen die einem da erzählt werden.
Dazu der Preis mit 36000€
Mhm für den Preis bekommt man schon den ein oder anderen reinen E Wagen …
Und von EFuels zu träumen zeigt wieder das hier komplett fern jeder Physik gedacht wird… Wer will Sprit für 4 Euro verschwenden…wir werden eh alles für Wasserstoff benötigen…

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Ben
Ben
3 Jahre zuvor

Alles klar, also quasi ein CAT Muldenkipper in klein mit Pufferbatterie, kann man das bei normalen BEV nicht einfach Nachrüsten mit Notstromer im Kofferraum oder was hat Mazda sich da gedacht, solche Kisten sollten verboten werden allein schon wegen der Recourcenverschwendung, Sprit zum Stromerzeugen und nen 18er Akku der extremen Zyklen ausgesetzt ist, auch der Verbrauch ist wiedermal blanke Phantasie ist der Akku leer auf der Autobahn wird trotzdem weitergefahren, wird ja so dargestellt, somit ham wir wieder den berühmten 4x höheren Verbrauch wie bei normalen PlugIn.

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Christoph
Christoph
3 Jahre zuvor

Wozu zu Hölle braucht ein 18kwh Akku einen ccs Anschluß? Wenn ich mal kurz rechne, hat er DC eine ladeleistung von knapp 22kw – das ginge auch über AC. Und wer möchte auf Langstrecke aller 80km für 25min anhalten zum Laden – völlig fernab der Realität. Der Mazda war und ist nur zum erreichen der Flotten-Grenzwerte für den Hersteller gebaut, eigentlich schade.

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Johann
Johann
3 Jahre zuvor

Verstehe ich nicht. Ist doch viel zu simpel konstruiert und hat viel zu wenig Verluste.
Ich hätte mit dem Wankelmotor die Hitze für eine Dampfmaschine erzeugt, die eine starke Feder aufzieht, die dann einen Dynamo betätigt, um Strom für den Elektromotor zu erzeugen. Das wäre ein würdiger Mazda!

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Simon
Simon
3 Jahre zuvor

Weiß nicht wieso viele das Konzept hier so nieder machen. Für mich wäre es perfekt und würde viel zur Akzeptanz von eAutos beitragen. Da merken die Leute dann mal wie selten sie ein Auto mit 800km Reichweite benötigen. Außerdem wäre so ein Austauschakku nach ein paar Jahren deutlich günstiger. Und auch wenn der Wagen mit 7-8L pro 100km fährt ist es immer noch billiger also einen 90kwh Akku zu verbauen um auf die 600km Reichweite zu kommen.

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Nick8888
Nick8888
3 Jahre zuvor

Wer zu Hause laden kann fährt voll elektrisch und bindet sich nicht die Wartungskosten eines zusätzlichen Verbrennungsmotors ans Bein.

und wer nicht zu Hause laden kann, für den macht ein PHEV keinen Sinn.

Ausnahmen sind Dienstwagen, die aus steuerlichen Gründen den PHEV wählen

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von Nick8888
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