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Mitsubishi ASX Plug-in-Hybrid: Wir sind ihn gefahren

Jürgen WolffbyJürgen Wolff
26. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten
Jürgen WolffbyJürgen Wolff
26. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Mitsubishi

Home Elektroauto Hersteller

Mitsubishi holt neuen Schwung: Nachdem man in Europa fast schon aus dem Markt ausgestiegen war, sollen nun neue Modelle doch noch die Zukunft sichern. Da kommt die Kooperation mit Renault gerade recht.

Man nehme einen Renault Capture und wechsle die Raute im Frontgrill gegen das Drei-Diamanten-Logo von Mitsubishi aus. Dann noch den Schriftzug der Japaner ans Heck – fertig ist der neue Mitsubishi ASX mit Produktionsort Valladolid, Spanien. Dort, wo auch der Renault Capture vom Band rollt. Der Preis ist weitgehend gleich, die Motorisierung auch. Was also soll potenziellen Kunden ausgerechnet den ASX schmackhaft machen?

Bei Mitsubishi fallen den Verantwortlichen da dann doch ein paar Dinge ein. Zum Beispiel, dass Mitsubishi fünf Jahre Garantie bietet. Oder dass sich die Ausstattungen etwas unterscheiden. Vor allem hofft man darauf, dass langjährige treue Kunden bei der Suche nach einem kompakten SUV einfach bei der Marke bleiben. Von seinem Vorgänger wurden in Europa immerhin 380.000 Stück verkauft. Für Mitsubishi ist die neue Generation des ASX auch ein Objekt der Hoffnung: Nachdem man vor zwei Jahren eigentlich schon mal den hiesigen Markt aufgegeben hatte, soll der ASX nun ein Symbol für den Wiedereinstieg werden: Wir sind wieder da. Und die nötige Energie soll die Allianz mit Renault/Nissan bringen.

Mitsubishi

Dabei ist der 4,23 Meter lange Mitsubishi auch als Klon ein durchweg gutes Auto. Das Design ist aktuell, innen ist er aufgeräumt, bietet Platz und ein angenehmes Ambiente. Die Sitze – der des Fahrers ist höhenverstellbar – sind bequem und bieten selbst in flotten Kurven ordentlichen Seitenhalt. Auch längere Strecken stressen nicht. Hinten wird es auf der um 16 Zentimeter verschiebbaren Sitzbank nur dann etwas eng, wenn vorne Sitzriesen Platz genommen haben. Der Laderaum fasst im Normalfall 422 Liter. Die Funktionen, die man auch während der Fahrt unkompliziert erreichen will – wie die Klimatisierung – sind über Schalter und Knöpfe einstellbar. Man muss sich also nicht mühsam durch diverse Untermenüs quälen. Der sieben Zoll große Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts liefert ein klares Navi-Bild, in der Ablage finden sich mehrheitsfähige gute alte USB-Steckdosen und das digitale Kombiinstrument vor dem Fahrer (analog in der Basisversion) ist übersichtlich und Informativ.

Angeboten wird der ASX (das Kürzel steht für Active Sports X-over) mit fünf Motoren-Optionen: In der Basisversion mit einem Dreizylinder-Turbobenziner, der aus einem Liter Hubraum 67 kW / 91 PS holt und auf 168 km/h kommt, dann zwei 1,3-Liter-Mild-Hybrid mit 140 respektive 158 PS und einem Topspeed von 196 beziehungsweise 204 km/h, einem 1,6-Liter-Vollhybriden mit 105 kW / 143 PS Systemleistung und 170 km/h Höchstgeschwindigkeit und schließlich einem Plug-in-Hybriden mit 117 kW / 159 PS Systemleistung sowie 170 km/h Höchstgeschwindigkeit aus einem Benzin- und zwei Elektromotoren. Vollständig aufgeladen ist der 10,5-kWh-Akku nach drei Stunden. Der WLTP-Testzyklus kommt beim Plug-in auf einen Kraftstoffverbrauch von 1,3 Liter auf 100 Kilometer.

Mitsubishi

Der Plug-in des ASX jedenfalls ist ein angenehmer und kultivierter Zeitgenosse. Er hängt gut am Gas, die Multi-Mode-Automatik beschleunigt ihn ohne merkbare Schaltunterbrechungen. Und auch akustisch ist man gut bedient: Selbst beim Umschalten vom elektrischen in den Elektromodus ist nur wenig davon zu hören. Laut wird der Benziner nur, wenn man das Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt. Die Lenkung: präzise. Die Federung: Fest, aber noch komfortabel – nix poltert selbst auf schlechten Straßen und der ASX bleibt stoisch in der Spur. Lediglich wenn man ihn mit Gasfuß aus der Kurve raustreibt flattert er mal kurz mit dem Heck, die Elektronik fängt ihn aber schnell und sicher wieder ein. Je nach gewähltem Fahrmodus kann der ASX die Kurvensituation erkennen und bremst bei Bedarf jedes Rad einzeln ab, um die Spur zu verbessern.

Mit einer rein elektrischen Reichweite von offiziell bis zu 49 Kilometer stellt er allerdings nicht gerade Rekorde auf – da kommen andere neue Plug-in-Hybride locker auf mehr. Aber es reicht auch beim ASX gut für die Wege, die man so alltäglich zurücklegt. Vier Ausstattungslinien bietet Mitsubishi für den ASX an. Die Basisversion mit dem reinen Benziner startet bei einem Preis von 24.690 Euro. Den gefahrenen Plug-in gibt es ab 39.390 Euro. Schon die Serienausstattung ist relativ umfangreich. Dazu gehören Bi-LED-Scheinwerfer und Tempoautomatik, Spracherkennung, die Verbindung zu Apples Siri oder Google Assistant, Klimaanlage, Smartphone-Anbindung, beheizbare Aussenspiegel und ein ganzer Satz von Fahrassistenten.

Jürgen Wolff

Jürgen Wolff

Jürgen bewegt sich im Umfeld der E-Mobilität und gibt in seinen Fahrberichten Einblicke auf den tagtäglichen Einsatz von E-Autos als auch Plug-In-Hybriden. Er selbst ist für press:inform tätig.

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1 Kommentar
Raymond
Raymond
3 Jahre zuvor

Mitsubishi ist in spätestens 5 Jahren Exit in Europa. Dies ist der Anfang vom Abschied

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