Die chinesische Great-Wall-Marke Ora startet einen neuen Anlauf im Segment der Kleinst- und Kleinwägen. Ab Januar 2023 soll in Deutschland das vollelektrische Modell Funky Cat angeboten werden. Der deutsche Ora-Geschäftsführer Jens Schulz hat sich gegenüber Welt.de über die Zielgruppen der Marke in Deutschland sowie über Absatzchancen und Absatzkonzept der chinesischen Elektromarke geäußert.
Ora startet als chinesische Marke unter dem Dach der Emil Frey Import Services GmbH, welche bereits die japanische Marke Mitsubishi nach Deutschland importiert. Den Aufschlag macht man 2023 mit dem Ora Funky Cat. Die Katze wird von einem 126 Kilowatt starken Elektromotor auf der Vorderachse angetrieben und wird mit zwei Batterievarianten angeboten: 48 oder 63 Kilowattstunden. Ein Kleinwagen in diesem Sinne ist der Stromer nicht. Denn mit einer Länge von 4,20 Metern überragt er Konkurrenten wie Mini Cooper oder Fiat 500 um einen halben Meter und spielt daher eher in der VW ID.3 Liga mit.
Wie Schulz ausführt richte man sich an ein urbanes Publikum, welches „Interesse an einem besonderen Produkt hat und offen ist für neue Technologien, neue Marken und neue Bedienkonzepte“ sei. Dabei verfolge die Marke einen sehr hohen Qualitätsanspruch und bietet ein Sicherheitsniveau, das Standards setzt, so Schulz. Geplant sei, dass man 2023 6.000 Funky Cat auf den Markt bringt, welche man problemlos über das eigene Händlernetz vermarkten könne.
Beim Ora Funky Cat soll es jedoch nicht bleiben. Ab Mitte des Jahres wird ein deutlich größerer Coupé-SUV erwartet, der sich im Umfeld von MINI und Fiat 500 bewegt. In Bezug auf außergewöhnliches Auftreten und Design, nicht auf die Größe. Wobei sich Schulz nicht gänzlich gläsern über mögliche Wettbewerber äußert. Hingegen verliert er ein paar Worte zum Absatz der Stromer. Dieser geschehe über den stationären Handel. Bis zu 200 Partner stünden hier zur Verfügung.
Schon Stand heute haben über 140 Händler einen Vertrag unterschrieben. „Da wir die einzige der neuen Marken sind, die sich für ein solch klassisches Konzept entschieden hat, glauben wir, dass dies im Wettbewerb einen entscheiden Unterschied machen wird“, so Schulze abschließend gegenüber der Welt.
Quelle: Welt.de – 3 Fragen an: Jens Schulz, Geschäftsführer Frey Import Services (Ora)
Das kann was werden
und ich freue mich auch schon auf die Probefahrt Anfang 2023.
Das auf dem Foto ist aber nicht die Katze, sondern ihr großer Bruder, der dann auch 2023 nach Deutschland kommen soll.
Über hiesige etablierte Händler und Verbünde einzusteigen, ist meines Erachtens ein probater Weg.
Sei es wie Ora über die Emil Frey Gruppe
oder wie MG, die ebenfalls schon eine dreistellige Zahl von Händlern für sich gefunden haben, darunter oft alteingesessene Marken- oder Multimarkenbetriebe.
Das schafft Vertrauen. Weiter so.
Erstes mal drinnen gesessen 2021 in Shanghai, hoffentlich auch bald bei uns. OEMs bitte festhalten, man zeigt euch gerade wie man Qualität und Preis vernünftig kombinieren kann
Es scheint wohl en vogue zu sein oder zu werden, die Porsche-Heckpartie zu kopieren: Hier auf dem Foto beim „großen“ Ora, beim Ioniq 6..
Hängt letztendlich vom Gesamtbild ab, ob’s passt oder nicht passt.
Über Datsun hatte man auch 1980 noch gelächelt.
Bei den Chinesen wird es mit einem Markterfolg sicherlich schneller gehen, weil eigentlich nur der Preis für die meisten Käufer zählt.
Es ist gut daß vielleicht doch günstigere Modelle auf den Markt kommen, egal woher, auch chinesische Marken sind da kein bischen schlechter (mittlerweile) ich hoffe daß damit Bewegung in den Markt kommt und die etablierten Hersteller ihre „Abzocke“ endlich einstellen müssen. Es kann nicht sein daß ein Verbrenner mit 400 – 1000 Bauteilen „billiger“ ist als ein e-motor der nur aus 5 oder 6 Teilen besteht. Da wird verdammt viel Geld mit der Unwissenheit der Kunden gemacht.