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Polestar 0: Vollkommen klimaneutrales E-Auto erhält Unterstützung

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
2. Februar 2023
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
2. Februar 2023
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Polestar

Home Elektroauto Hersteller

Polestar zielt mit Project 0 darauf ab , den gesamten CO2-Fußabdruck zu eliminieren, der derzeit bei der Herstellung eines komplexen Produkts wie einem Auto anfällt. Eine Herausforderung für sich. Insbesondere da der Automobilhersteller auf Unterstützung auf  verschiedenen Ebenen angewiesen ist. Anfang 2023 konnte man acht weitere Partner für das Projekt gewinnen, um 2030 ein vollkommen klimaneutrales E-Auto an den Start zu bringen.

Zu den neuen Partnern des Projekts gehören Vitesco Technologies, Schlötter, Autoneum, Stora Enso, TMG Automotive, Gränges, Borgstena und Stena Aluminium. Die Unternehmen stammen unter anderem aus Deutschland, der Schweiz, Portugal, Finnland und Schweden und decken die Bereiche elektrische Wechselrichter, Galvanik, Innen- und Außenmaterialien, erneuerbare Lösungen für Verpackungen, Biomaterialien und Holzbau, Beschichtung und Textilien, flachgewalztes Aluminium und Strick- und Webmaterialien sowie recyceltes Aluminium ab.

Außerdem mit am Start sind Vitesco, ein Anbieter von Antriebs- und Kraftübertragungstechnologien für die Automobilindustrie sowie Schlötter, ein Spezialist für Galvanotechnik. Schlötter besitzt mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Elektrolyten zur galvanotechnischen Beschichtung und dazu passender Anlagentechnik. Beide Unternehmen kommen übrigens aus Deutschland.

„Meine Überzeugung vom Erfolg des Polestar 0 Projekts wird jedes Mal aufs Neue bestätigt, wenn wir mit neuen Partnern zusammenkommen. Es ist klar, dass es weltweit ein immenses Potenzial gibt, das es zu erschließen gilt. Das scheinbar Unmögliche zu erreichen ist niemals eine One-Man-Show. Nur durch gemeinsames Handeln können wir die Durchbrüche erzielen, die wirklich etwas bewirken, und die transformativen Lösungen finden, die über die Automobilindustrie hinausgehen.“ – Hans Pehrson, Leiter des Polestar 0 Projekts

Beim Polestar 0 Project handle es sich um „ein komplett neues Fahrzeug, dessen Präsentation noch fast zehn Jahre vor uns liegt“, so Pehrson. Um ein wirklich klimaneutrales Fahrzeug zu entwickeln, setze das Unternehmen bereits ganz am Anfang der Wertschöpfungskette an, wie wir in einem der vorherigen Artikel ausführen konnten. Die größte Herausforderung sei „ganz klar das Gesamtpaket, wirklich ALLES zu überdenken und wo möglich zu ändern“, so Pehrson. 2021 war somit klar, dass die Automobilindustrie einen kompletten Neustart benötigt, um das Ziel zu erreichen.

Während die Umstellung auf Elektroautos die Auspuffemissionen eliminiert, sieht Polestar die Notwendigkeit, auch Emissionen, die aus der Produktion stammen, mit hoher Dringlichkeit anzugehen. Das ehrgeizige Ziel des Polestar 0 Projekts ist es, alle CO2-Quellen in der gesamten Lieferkette zu eliminieren. Um das Ziel, bis 2030 ein klimaneutrales Fahrzeug auf den Markt zu bringen, zu erreichen, müssen die noch fehlenden Bestandteile mit größter Dringlichkeit entwickelt und bereitgestellt werden.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ma()
Ma()
3 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Henßler, es erstaunt mich immer wieder, dass so gerne voll des Lobes von ausländischen Projekten berichtet wird, während man an den eigenen oftmals kaum ein gutes Haar lässt.

Sie können es zwar vermutlich nicht mehr hören, aber Sono Motors macht von Anfang an genau das, was Polestar jetzt propagiert: Von Anbeginn wurde (und wird) jeder einzelnen Schritt immer wieder daraufhin überprüft, Umweltbelastung und Co2-Abdruck so gering wie möglich zu halten, kann man übrigens alles auf den Sono Motorseiten sehr ausführlich nachlesen.

Es war ja einer der Hauptgründe von SonoMotor, zum Beispiel schon existierende Komponente zu verwenden (anstelle das Rad immer wieder neu zu erfinden), um so die Klimaneutralität zu etablieren.

Und wenn ich in meinen Beiträgen jeweils einen weiten Bogen schlage, dann doch deshalb, weil Elektromobilität eben nicht einfach ein in sich abgegrenztes und nur auf sich selbst beschränktes Thema ist: Wir haben an „Wandel durch Handel“ geglaubt und dabei viel Grundlegendes übersehen.
Der Ex-Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat es so deutlich formuliert, wie es bisher noch keiner vor ihm: Alle, mit denen er zutun hatte (und dies dürften praktisch alle führenden Firmenvorstände und Politiker gewesen sein), haben um die Energieabhängigkeit von Deutschland gewusst! – Sind aber davon ausgegangen, das Wandel durch Handel trägt, weil Russland genauso viel zu verlieren gehabt hätte, wie Deutschland.

In meinen Augen haben wir dieses Denken genauso z.B. China gegenüber und wollen einfach nicht wahrhaben, dass man dort schon längst begonnen hat, sich abzuschotten. Soll heißen: Wir transferieren zwar „Wissen“ und „Know-how“ nach China, umgekehrt gilt das aber nicht: Chinesische Gesetze lassen es ja noch nicht einmal zu, dass deutsche (!) Firmen, die Entwicklungsabteilungen in China aufgebaut haben, das dort gewonnene Wissen nach Deutschland transferieren!

Ich hatte es ja schon geschrieben: Der holländische Mann meiner Freundin wundert (und amüsiert) sich immer wieder, warum wir in Deutschland unsere eigen Sachen so oft kritisieren und herabwürdigen, dass würde in der ganzen EU kein anderes Land tun.

Als Holländer illustriert er gerne unser „eigenartigen Verhältnis zu uns selbst“ mit dem holländischen Käse: Jeder Holländer wüsste, dass Frankreich sehr ausgefallen und hervorragenden Käse produzieren würde – aber kein Holländer käme aus die Idee, den eigenen Käse herabzusetzen. „Ihr hingegen würdet den franz. Käse über den Klee loben und Euren eigen bis aufs Messer kritisieren“.

Und als sich der Absturz des Lightyear zeigte, hat er mir lachend den Artikel einer deutschen Zeitung (Manager Magazin) geschickt: Laut Artikelüberschrift sollte es eigentlich um die Einstellung des Lightyear gehen, aber über die Hälfte des Artikels bestand aus Seitenhieben gegen den Sion. Und obwohl die Holländer zu diesem Zeitpunkt schon längst wussten, dass der Lightyear insolvent war, wurde der Artikel mit einem positiven Ausblick wegen eines neuen Manager bei Lightyear beendet, während auf Sono Motor herumgehackt wurde.

Es geht nicht darum, deutsche Produkte in den Himmel zu heben, sondern darum dass hier 83,2 Menschen leben, die alle auf eine Zukunft hoffen.

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