Nach dem Software-Update für sämtliche Taycan Derivate plant der Automobilhersteller eine Neuauflage des Taycan. Ergänzt um eine reine Elektroversion des Porsche Panamera. Beide Elektrofahrzeuge seien Teil eines neuen Plans für „elektrifizierten Luxus“, der bis zum Ende dieses Jahrzehnts bis zu sechs Elektromodelle vorsieht. Aufbauen sollen beide Modelle auf der SSP-Plattform des VW-Konzerns.
Der Volkswagen Konzern will 40 Millionen Fahrzeuge auf der neuen elektrischen „Superplattform“ produzieren. Mit der SSP (Scalable Systems Platform), der Volkswagen Mechatronics-Plattform der nächsten Generation, werde die Komplexität schrittweise sinken. Als Nachfolgeplattform der drei Verbrenner-Architekturen MQB, MSB, MLB, sowie den E-Auto-Plattformen MEB und PPE, werde SSP die Konsolidierung der heutigen Plattformen vorantreiben. Porsche hat sich bisweilen zumindest ein wenig bedeckt behalten E-Fahrzeuge auf SSP-Basis an den Start zu bringen. Dies geschehe nun wohl auch nur unter Verwendung von „Porsche-spezifischen Modulen“.
Zu den wichtigsten Entwicklungen, die von Porsche für die neue SSP-Sport-Plattform vorangetrieben werden, gehören ein niedriger Kabinenboden dank eines schlanken Batteriepakets und hintere Fußräume, die denen der J1-Plattform ähneln, die vom bestehenden Taycan verwendet wird. Diese werden auch als entscheidend beschrieben, um dem elektrischen Panamera ein mit dem aktuellen Panamera vergleichbares Packaging und einen niedrigen Schwerpunkt für eine optimierte Dynamik zu verleihen.
Porsche plant, dass der Elektro-Panamera neben den aktuellen Verbrenner und Plug-In-Hybriden angeboten werden soll. Ab 2027 sei mit der rein elektrischen Variante zu rechnen. Der Panamera soll nach Angaben von Porsche in einem verlängerten Modellzyklus bis 2030 produziert werden und den Kunden je nach Markt und gesetzlichen Rahmenbedingungen die Wahl zwischen einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, einem Plug-in-Hybrid oder einem Elektroantrieb lassen. Dabei stecke die Entwicklung des Panamera als reines Elektroauto noch in den Kinderschuhen. Vermutungen legen aber nahe, dass dieser einen Radstand und eine Gesamtlänge haben wird, die mit denen des in China verkauften Panamera mit langem Radstand vergleichbar sind. Was darauf zurückzuführen ist, dass Porsche entsprechend seine Batteriepakete unterbringen könnte.
Angetrieben werden soll dieser mit einem Elektromotor oder in einer besonders leistungsfähigen Variante mit einem zweiten E-Motor. Außerdem wird er eine weiterentwickelte 800-Volt-Batterie erhalten, die nach Angaben von Autocar eine energieeffizientere Zelltechnologie und eine Anode mit höherem Siliziumgehalt als die von Porsche heute verwendete aufweist. Der E-Panamera werde wichtige Struktur-, Antriebs- und Fahrwerkskomponenten sowie eine neu entwickelte elektrische Architektur aufweisen. Hierdurch sei autonomes Fahren der Stufe 3, 5G-fähige digitale Funktionen und ein Betriebssystem umsetzbar, das in Zusammenarbeit mit der Cariad-Software-Sparte des VW Konzerns entwickelt wird.
Wie beim aktuellen Taycan wird Porsche voraussichtlich eine ganze Reihe von elektrischen Panamera-Varianten auf den Markt bringen, mit einem einmotorigen, heckgetriebenen Panamera und S sowie einem zweimotorigen, allradgetriebenen 4S, GTS, Turbo und Turbo S.
Quelle: Autocar – New Panamera and Taycan to lead Porsche’s EV future
Diese Pläne sind wohl noch nicht vollständig klar. Was man weiß, ist, dass Taycan und Panamera wohl dieselbe Plattform haben sollen. Dabei wird der Panamera länger und eventuell der Taycan kürzer, das könnte dann in einen Dreitürer münden. Den könnte ich mir gut für mich vorstellen. Es steht aber durchaus auch im Raum, nur noch den Taycan anzubieten und auf dieser Basis eine längere Version für asiatische Märkte Panamera zu nennen. Denn der Taycan hat dem Panamera im Verkauf deutlich geschadet. Er hat keine klassische Klientel.
Diese Kisten führen dazu, dass die Deutsche Autoindustrie weiter ins Abseits fährt. Wer nichts für die Masse produziert wird massenhaft Kunden verlieren. Gerade jetzt entscheiden viele über den Kauf eines eAutos. Tesla überschwemmt den Markt mit 3 und Y und nun kommt Nio mit noch besseren Autos. Gäbe es Nio schon flächendeckend, ich würde mir überlegen einen anzuschaffen. Aber mit Tesla bin ich aktuell absolut happy.