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Tesla Model 3 mit 160.000 km: Extrem niedrige Kosten & minimale Akku-Verschlechterung

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
23. Oktober 2022
Lesedauer: 3 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
23. Oktober 2022
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): canadianPhotographer56 / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Das mit dem Tesla Model S bereits die magische Grenze von einer Millionen Kilometer Laufleistung geknackt wurde ist keine Neuigkeit mehr. Mittlerweile gibt es aber auch erste Tesla Model 3, welche zumindest die 100.000 Meilen (~160.000 km) Grenze hinter sich gelassen haben. Electrek.co hat einen Blick auf ein solches E-Fahrzeug geworfen und zeigt auf, was 160.000 rein elektrisch zurückgelegte Kilometer mit dem Stromer gemacht haben. Ebenfalls fließen die Erfahrung des Besitzers mit Service, Wartung und Batterieverschlechterung ein.

Kazi Imam fährt einen der ersten Tesla Model 3 Long Range mit über 100.000 Meilen: Mit Electrek sprach dieser über seine bisherigen Erfahrungen mit dem Elektroauto. Die umgerechnet gut 160.00 km erreichte Imam nach rund zwei Jahren. Dabei sei er vor allem von den Betriebskosten des Model 3 positiv überrascht. So kommt er für die zurückgelegte Laufleistung auf Kosten von 4.730 US-Dollar; einschließlich der Stromkosten zum Laden.

„Ich war erstaunt über die geringen Kosten für Wartung und Service für das Auto. Die Gesamtkosten für den Strom betrugen 2.985 US-Dollar. Die gesamten Wartungs- und Servicekosten betrugen 1.741,11 US-Dollar; die Gesamtbetriebskosten betrugen also 4732,11 US-Dollar“, so der Model 3-Fahrer gegenüber dem Portal. Die Wartungs- und Servicekosten fielen vor allem für die Reifen an.

Des Weiteren musste der Luftfilter ausgetauscht werden: „Bei 36.000 Meilen (57.936 km) begann das HVAC-System diesen moschusartigen Geruch zu verbreiten, und ich musste die Luftfilter austauschen und den Verdampfer reinigen lassen, was 136,50 US-Dollar kostete.“ Dies sei ein häufiges Problem, das mit der Art und Weise zu tun hat, wie die Luft im Model 3 zirkuliert. Tesla soll das Problem durch ein Software-Update behoben haben, um die Luft automatisch besser zirkulieren zu lassen, aber einige Besitzer müssen den Luftfilter immer noch austauschen. Alternativ könne man den Luftfilter auch selbst austauschen. Entsprechende Do-it-yourself-Anleitungen gibt es im Netz, die Filter bei Amazon.

Wie bei anderen Model 3-Fahrer auch entfiel der größte Kostenanteil auf die Reifen. So hat Imam die Reifen bei etwa 45.000 Meilen (72.420 km) ersetzen lassen, was 1.200 US-Dollar gekostet hat. Des Weiteren seien in jüngster Zeit ein wenig mehr Wartungsarbeiten durchgeführt worden. So wurden die Wischerblätter gewechselt, zudem wurde eine Achsvermessung und das Entlüften der Bremsen für 410,61 US-Dollar durchgeführt.

Im Rahmen der Garantie oder aus Kulanz habe Tesla zudem folgende Dinge repariert. Dabei ist anzumerken, dass diese „Probleme“ erst nach über 50.000 Meilen aufgetreten sind.

  • Bei 51.000 Meilen begann sich das Armaturenbrett aus Holz abzulösen, dies wurde unter Garantie ersetzt.
  • Bei 63.000 Meilen begann das Beifahrerfenster zu quietschen, wann immer es benutzt wurde, so dass die Fensterdichtung ersetzt werden musste, was ebenfalls durch die Garantie abgedeckt wurde.
  • Bei 71.000 Meilen hatte das Auto einen Fehler in der linken vorderen Sicherheitsrückhaltevorrichtung, der im Rahmen der Kulanz behoben wurde.
  • Bei 93.000 Meilen sah die Kopfstütze des Fahrers abgenutzt aus und wurde ebenfalls kostenlos ersetzt.
  • Tesla installierte auch einen fehlenden Entlüfter oben auf der HV-Batterie und ersetzte die Isolatorstifte des Ladeanschlusses durch aktualisierte Teile im Rahmen der Garantieleistung.

Ebenfalls war der Batterieverschleiß war beim Model 3 über 100.000 Meilen minimal. „Die Batterieverschlechterung scheint minimal zu sein, da ich derzeit 305 Meilen (490 km) bei 100% erreiche, aber sie schwankt von Zeit zu Zeit.“ Dies entspricht einem ungefähr 5%iger Abbau über 2 Jahre und 100.000 Meilen. Dabei ist zu bedenken, dass diese Anzahl von Ladezyklen normalerweise im Durchschnitt über fünf bis sechs Jahre erreicht werden.

Quelle: electrek.co – Tesla Model 3 with 100,000 miles shows extreme low cost and minimal battery degradation

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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41 Comments
KaiGo
KaiGo
5 Jahre zuvor

Ein Punkt der mich bei diesen Sachen immer interessieren würde: Wie sieht es eigentlich mit der Kalendarischen Alterung aus. Sowas gibt es ja meiner Wissen auch. Daher wohl die normalen Batterie Garantien: 160.000 km ODER 8 Jahre. Die 160.000km wurden in 2 Jahren erfahren, was schonmal ne ordentliche Leistung ist. Die 1Million km im Model S innerhalb von 4 Jahren (wenn ich mich richtig erinnere), was sagen wir mal, sehr viel Spaß am Autofahren fordern dürfte, dass man jeden Tag auf der Straße verbringt.

Wie gesagt: diese Fahrleistungen wurden immer quasi in einem Minimum der Zeit absolviert. Wie sieht es jetzt aber aus, wenn man die 160tkm in 10 Jahren fährt? Ich glaube nicht, dass man da immer noch mit 95% Akku Kapazität raus kommt. Die Daten dazu sind natürlich kaum vorhanden, weil die meisten Elektroauto Modelle noch recht neu sind.

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Peter W
Peter W
5 Jahre zuvor

Ein gutes Ergebnis, aber es macht keinen Sinn ein einzelnes Fahrzeug zu bewerten.
Seltsam ist, warum der Satz Reifen 1200 Dollar kostet.

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Pete
Pete
5 Jahre zuvor

Bezüglich Batterieverschleiß: Was hieße das dann ungefähr über die ganze Lebenszeit eines Autos? Sagen wir mal, dass das Auto 15 Jahre hält und jedes Jahr 15.000km bewegt wurde (= 225.000 km).

In diesem Beispiel gab es einen 5%igen Verschleiß über 2 Jahre und 160.000km. Bei linearem Abbau (ohne die Jahre zu berücksichtigen) wäre das 7,0% bei 225.000km. Da es sich aber um 15 Jahre statt 2 handelt, was muss man da anlegen? Doppelt so viel? Dreimal oder viermal so viel? Also 14%, 21% oder 28%, oder noch mehr?

Bei einer ursprüngliche Reichweite von 550km wären das dann am Ende 512km, 473km, oder sogar nur noch 435km oder 396km. Was ist realistisch?

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Dominik
Dominik
5 Jahre zuvor

niederquerschnittsreifen in der Größe und leistungsklasse rund 200 pro Stück plus aufziehen plus Reifendrucksensoren. Da kommt man schnell auf solche Summen.

Bei ATU wärs wohl billiger gewesen

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Ruch, Hans-Werner
Ruch, Hans-Werner
5 Jahre zuvor

Da die Kosten in US Dollar genannt werden nehme ich an, der TESLA wird in den USA betrieben. Dort liegen die kWh Preise bei günstigen 15 US Cent, während wir in Deutschland mit ca. 32 EuroCent (37 US Cent) das Zweieinhalbfache zahlen.

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Martin Hofstetter
Martin Hofstetter
5 Jahre zuvor

unser Peugeot iON BJ 06/2011 hat 82.000km auf der Uhr und noch 75% seiner (sowieso schon geringen) Reichweite erhalten.
An guten Tagen, im Sommer, bei gemütlicher Fahrt, sind es schon mal 90km – nach 9 Jahren und 750 -800 Zyklen doch noch ganz ordentlich…

Ladetechnik?
Angesteckt wird was daher kommt AC oder DC (Chademo) , geladen wird täglich bis knapp vor 100%, runter gefahren bis die Schildkröte kommt.

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Matt Mai
Matt Mai
5 Jahre zuvor

Habe die Kostenaufstellung fürs Laden nicht ganz verstanden: Ich runde mal 3.000 $ für 160.000 km… Unterstelle ich mal einen Durchschnittsverbrauch von 15 kWh pro 100 km, dann wären das 24.000 kWh auf die gesamte Fahrleistung. Beim deutschen Durchschnittsstrompreis von 27 ct/kWh würde das Kosten von 6480 EUR bedeuten. Entweder betragen die Strompreise in dem Land des Besitzers 12,x $ct pro kWh oder aber er hat gelegentlich auch kostenfrei laden können. Anschaulicher wäre es jedenfalls gewesen, wenn man stattdessen Verbrauch und Ladetarife angegeben hätte…

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Sven
Sven
5 Jahre zuvor

Hätte man das Model 3 über deutsche Suoercharger geladen, so wären im optimalen Fall Kosten in Höhe von €8320 für die 160.000km angefallen. http://www.tesla.com/de_DE/supercharger

Das liegt ziemlich genau auf dem Niveau eines Verbrenners bei angepaßter Fahrweise. Beachten sollte man, dass bei schnellerer Fahrweise die Mehrkosten beim Elektrofahrzeug sogar stärker ansteigen werden als beim Verbrenner.

Extrem niedrigen Kosten gibt es also – zumindest in Deutschland – nicht beim Model 3. Die Überschrift der Artikels ist somit etwas irreführend!

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Franz
Franz
5 Jahre zuvor

Wenn man allerdings an der Wallbox lädt, gehen die Stromkosten mit unterbrechbarem Sonderzähler für das Auto bei unter 20 Cent die kWh los. Dann kommt der Verbrenner nicht mehr hinterher. Klar, die Fahrleistung aus dem Artikel schafft man nur mit viel öffentlichem Laden. In der Praxis müssen aber sehr viele eben nicht oft an den Supercharger, sondern können Zuhause laden.

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MIKE
MIKE
5 Jahre zuvor

Der Akku meines „Stromers“ ist jetzt 8 Jahre alt,
wird zwischen 35 und 75% SOC gehalten und hat
jetzt noch ca. 55% Kapazität / KM-Stand 95.000
Gem. Hersteller ist das noch in Ordnung. Erst bei
einer Restkapazität von unter 40% hätte die Garantie „gegriffen“.
Wer nicht wissen will, was ein neuer Akku kostet,
kann besser träumen ;-)

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T. Pietsch
T. Pietsch
5 Jahre zuvor

Das sollte doch die letzten E-Auto Skeptiker überzeugen. E Auto funktioniert und hält. Meine „alte“ ZE40 Zoe habe ich 3 Jahre gefahren und fast exakt 30000 km. Als sie dann gegen die neue getauscht habe wurde in der Werkstatt 98 % SOH ausgelesen. 30000 sind natürlich keine 160000 km aber auch die Alterung scheint nicht so das Problem zu sein. trotz aller Kritik an Tesla die Autos halten. Die ältesten E Autos die ich beim laden getroffen habe waren ein 2010er Nissan Leaf und ein 2012er Renault Fluence die nach angaben der Fahrer auch noch mit ersten Batterie unterwegs waren. Das wird nicht die Regel sein, zeigt aber das durchaus geht. Ergo E Auto hält. Also Leute kaufen. Jedes E Auto hilft.

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Doomsday
Doomsday
5 Jahre zuvor

Man darf bei Akkus halt auch nicht vergessen, dass diese nicht linear verfallen. Zu Anfang sind es nur ein paar Prozent Kapazitätsverlust weshalb es garnicht mal selten ist, einen gebrauchten Stromer mit vermeintlich gutem Akku zu finden. Ab einem gewissen Punkt geht dieser Verfall aber immer schneller.

Ich spreche da leider aus Erfahrung. Gebrauchter ZOE, 4 Jahre alt, ~130.000 km, ohne Akku-Miete. Habe den Akku extra noch vor dem Kauf bei Renault prüfen lassen. 97% Kapazität. Bin das Auto ca. 12.000 km im Jahr gefahren. Nach 1 Jahr waren es dann nur noch 94%, das Jahr drauf war ich bei etwa 91% und im 3. Jahr hatte der Akku (laut Renault Werkstatt) nur noch um die 80%…
Dabei habe ich mich strikt daran gehalten, dass auto möglichst wenig schnell zu laden (Hauptsächlich daheim per Schnarchlader), nie unter 30% und normalerweise immer nur bis 80% geladen. 100% nur wenn es notwendig war und direkt bei erreichen des Ladestandes gefahren wurde.

Mal schauen, wie es mit meinem Ioniq läuft (der ist aber auch geleast, da kann es mir egal sein :-P )

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Sven
Sven
5 Jahre zuvor

Ich wollte herausstellen, dass bei einer wie im Artikel beschriebenen Langstreckennutzung (160000km in wenigen Jahren) die angegebenen Kosten nicht einmal annähernd in Deutschland erreicht werden können. Selbst bei völlig unrealistischer 100% Wallboxladung liegt man bei den doppelten Kosten. Darauf wollte ich hinweisen.

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Goki
Goki
5 Jahre zuvor

Kann ich auch bestätigen, hab jetzt 100.000 km drauf aufm Model 3 LR
Bisher wurde nur der Blinkerschalter auf Garantie gewechselt + Wechsel der Entlüftung der HV-Batterie.
Sonst nur Kosten für Reifenwechsel (Winter/Sommer), 1 Satz Winterreifen ohne Felgen (halbjährliche Montage kostet michn Kasten Bier.)
Super günstig bisher, hoffentlich bleibt das so.

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Klaus
Klaus
5 Jahre zuvor

Hallo, mein Tesla Model 3 ist nun 1,5 Jahre alt, hat 55.000km und zeigt als Max nun 466km an anfangs 499 also 7,7% schon verloren. Sicherlich eher mit überdurchschnittlichem Verbrauch 235wh im Schnitt pro km, aber dennoch deutlich weniger wie hier beschrieben.

Grus
Klaus

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