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Volkswagen kritisiert 79-Cent-Tarif von Ionity

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. April 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. April 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 737853862

Home Automobilindustrie

Obwohl Volkswagen als Joint-Venture-Partner von Ionity seine Kunden günstig an den Säulen des Schnelllade-Konsortiums Strom tanken lassen kann, kritisiert der Hersteller das neue Tarifmodell des Anbieters: Wer das „falsche“ Elektroauto fährt und keinen passenden Ladevertrag hat, muss seit Februar für eine Kilowattstunde Strom 79 Cent bezahlen — einmal vollladen kann deshalb mit einem großen Akku schnell mehr als 60, 70 Euro kosten. Zuvor kostete ein Ladevorgang pauschal 8 Euro. Viele Elektroauto-Fahrer meiden seitdem die Ionity-Säulen, auch einige Roaming-Partner hat Ionity bereits verloren.

Zwar laden VW-Kunden im Vielfahrertarif für 33 Cent mit einer monatlichen Grundgebühr von 9,90 Euro, ansonsten für 55 Cent und somit günstiger. Und Kunden der weiteren Ionity-Partner BMW, Daimler und Ford laden zu preiswerteren Konditionen. Trotzdem ist VW „gar nicht glücklich“ über die 79 Cent für Spontanlader, wie Silke Bagschik, Leiterin Vertrieb und Marketing e-Mobility der Marke Volkswagen, einem Medienbericht zufolge sagte. Den Preis empfinde sie als „eindeutig zu hoch“, er konterkariere die positive Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland, die momentan sehr viel Rückenwind erfahre, weil sowohl Privat- als auch Flotten- und Geschäftskunden immer mehr die Vorteile von Elektroautos erkennen und für sich nutzen möchten. Zudem bringen immer mehr Hersteller neue Elektroautos zu immer günstigeren Verkaufspreisen in ihre Showrooms.

Bagschik geht allerdings davon aus, dass sich die Strompreise an den Schnellladern auch bald wieder „normalisieren“ dürften. Unter anderem weil mit der wachsenden Zahl von Elektroautos auch die Auslastung der Säulen steigt und somit auch die Erlöse der Betreiber, welche mit der Errichtung der Standorte massiv in Vorleistung gegangen sind.

Quelle: Electrive — Volkswagen kritisiert neues Tarifmodell von Ionity

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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33 Comments
siri
siri
6 Jahre zuvor

Strompreise werden sich normalisieren… genau…
VW hat diese Abschichtung genau so geplant gehabt.

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Mira Wie
Mira Wie
6 Jahre zuvor

War klar…. Der Verbraucher wird wiedermal beschissen…. Erst mit den Abgasen… Jetzt mit Stompreisen…. Wie immer siegt die Gier…. ERSTICKT DRAN!!!!!!!!

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Felix Klüsener
Felix Klüsener
6 Jahre zuvor

Ich kann nicht wirklich verstehen, warum alle über diese 79 Cent weinen. Ich kenne sehr viele Elektroauto Nutzer und habe noch nie von jemandem gehört der 79 Cent pro kWh bei Ionity zahlt. Ich selbst habe bisher immer mit Maingau an Ionity geladen und als Haushaltsstromkunde zahle ich nur 25 Cent pro kWh. Offenbar bekommen auch Roamingpartner vergünstigte Konditionen, sonst würde Maingau sofort aussteigen, weil sie nicht auf Dauer draufzahlen können. Die 79 Cent zahlt im Endeffekt nur der, der völlig unvorbereitet und ohne Ladekarte bei Ionity ankommt. Solche Nutzer existieren in der Realität so gut wie nicht, aber jeder regt sich auf.

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Skodafahrer
Skodafahrer
6 Jahre zuvor

Die Ionity Ladeinfrastruktur ist gerade vom Tiefbau her unnötig aufwendig und teuer. Es gibt mehr Nebenflächen als bei anderen Schnellladeinfrastrukturen. Aber die Fläche für die Ladeplätze an den Raststätten ist begrenzt, es können dadurch langfristig weniger Schnelllader installiert werden.

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Roma
Roma
6 Jahre zuvor

Ionity hat einfach eine schlechte Strategie gewählt. Deren Ladeparks sind weit teurer als die der Mitbewerber, was durch mehrere Faktoren verursacht wird.
1. Position des Ladeports ist nicht festgelegt, deshalb braucht es ca. 30% mehr Parkfläche um an die LS zu kommen. Wäre vielleicht sinnvoll gewesen, wenn man das auch mit dem CCS-Standard festgelegt hätte oder die LS anders konstruiert hätte.
2. Keine geteilte Leistung, 350kW/800V sind teuer, werden aber aktuell und in den nächsten ~5-10 Jahren kaum gebraucht. Eine Teilung der Ladeleistung wäre weit sinnvoller für einen offenen Markt und für den Hochlauf. Verbesserte Auslastung, geringere Anschlusskosten, geringere Materialkosten.
3. Aufwändiges Design, großer Monitor ohne großen Nutzen. Eine LS kostet scheinbar um 1/3 mehr als die der Mitbewerber.

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Jennss
Jennss
6 Jahre zuvor

Im Gegensatz zu Teslas Superchargern sind die Ionitys auch noch gefördert. Die 79 Ct. sind sehr viel in den Medien. Das ist Futter für die Elektrogegner. Wie kann die Regierung, die diese Säulen gefördert hat, den Preisen zustimmen?

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Wolfgang
Wolfgang
6 Jahre zuvor

Als Dieselfahrer brauche ich keine Karte, egal von welchen Anbieter. Ich tanke binnen 5 Minuten meinen Tank voll und komme zwischen 800 und 1000 Kilometer weit. Ich kann an der Tankstelle Bar bezahlen. Bei Elektroautos bin ich der gläserne Kunde, da man mit Hilfe der Kartendaten jederzeit verfolgen kann wo ich Strom getankt habe.

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Alex
Alex
6 Jahre zuvor

Ich verstehe den Hass nicht auf Ionity.
Ein Grund wurde schon im Text erklärt warum die Preise für fremde Marken dort teuer ist.
Der andere Grund ist Bevor die Preise erhöht wurden sind, haben die Tesla die nicht mehr umsonst bei sich tanken konnten dort schneller und günstiger getankt. Was zufolge hatte das oft die Ionity Lader zu geparkt waren mit Tesla’s und man mit Autos die dort eigentlich Tanken sollten warten mussten obwohl direkt daneben ein Teslaladepark war. Leider kann ein Audi Fahrer usw das nur nicht nutzen.
Jetzt parken die Tesla’s wieder dort so sie sollen und die anderen haben ihre Frei Ionity zu günstigen Preisen :)

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Frank Drebbin
Frank Drebbin
6 Jahre zuvor

Solange es keine großen Anzeigen gibt (wie bei Tankstellen), an denen transparent der Preis steht, ist die mobile Lademöglichkeit Murks.
Ich brauche ja auch keine Grundgebühr bei Esso und einen Vertrag mit Mindestabnahme bei Shell und falls ich doch mal zu Jet muss, zahle ich das Dreifache. Andere jedoch mit der richtigen Auromarke tanken billiger.
Dreizehn Ladekarten, die Hälfte funktioniert nicht. Einfach zum abgewöhnen.

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Carlo
Carlo
6 Jahre zuvor

@neumes
Nein, ich bezahle in frankreich 17 cent pro kwh.
Nein, die proteste waren wegen der Rentenreform.
Sorry, schlecht informiert…

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Jürgen
Jürgen
6 Jahre zuvor

Leute fahrt Tesla, und zeigt den deutschen Herstellern wie es gehen kann. Mir sind Spaltmaße die eben nicht zu 100% korrekt sind allemal lieber als Abgasschummel-Autos! Ich kann die Stinker vor mir nicht mehr riechen. Und 1000km fährt kein Mensch am Stück! Das ist einfach dummes Zeug, wie ist die durchschnittliche Geschwindigkeit um den Verbrauch zu erreichen? Ca. 120km/h, somit über 8 Stunden. Wenn ich nach 400km laden muss, gehe ich eine Kleinigkeit essen und mache somit eine Pause. Im Notfall lade ich (ist noch nie vorgekommen) eben woanders, aber ganz bestimmt nicht bei Ionity. Tesla hat eben das beste Netz.
Der E-Techniker (E-Smart für die Stadt, Tesla Model S für die Strecke)

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Rolf Leutwiler
Rolf Leutwiler
6 Jahre zuvor

50c auf der AB wäre ok, alles darüber grenzt an Wucher. Erst recht weil die Zuverlässigkeit einiger HPC trotz diesen Preisen doch zu wünschen übrig lässt. Abgesehen davon fehlt es an der Menge der Lader.
Z.B. Hilpoldstein: 4 HPC, ein Triple und 12 Tesla SuC.
Wie soll eMobilität in Deutschland etwas werden, wenn sich der Rest der Herstellerwelt 4 komplizierte und teure Innogy Säulen teilen muss?

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Matthias G.
Matthias G.
6 Jahre zuvor

Das Thema Strompreise an Ladesäulen ist ganz einfach. Ich tanke häufig in der Niederlande. Die zeigen wie es geht. Zwischen 9 Ct/kWh und 29 Ct/kWh.

Einfach bei Ionity nicht tanken, ob mit oder ohne Ladekarte. Nur so können wir die Preise beeinflussen.

Im Übrigen darf es keine Rolle spielen, wer tankt. Die Ladesäulen wurden von unseren Steuergeldern subventioniert. Ich freu mich schon auf die nächsten Gerichtsurteile.

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Andreas E.
Andreas E.
6 Jahre zuvor

Solange mit den Subventionen keine Auflagen verbunden sind wie der Strom zu verkaufen ist, kann Ionity machen was Sie wollen.
Für den Durchbruch der e-Mobilität mag das sicherlich kein Vorteil sein, da wie schon mehrfach erwähnt der „normale“ Verbrenner-Fahrer sich in seiner Meinung der e-Autos bestätigt fühlt. Mittelfristig wird sich die e-Mobilität aber durchsetzten und dann kommen mit der Nachfrage auch Konkurrenten auf dem Markt und der Preis reguliert sich von selbst.
Und selbst wenn es nicht so wäre, wenn betrifft es denn hauptsächlich, nicht den Privatfahrer sonder eher die Vertreter und deren Ladekosten werden von den Firmen übernommen. Ein Privatfahrer fährt i.d.R. nicht mehrmals wöchentlich 400 oder mehr km am Stück und für die paarmal im Jahr wo man jemanden weiter weg besucht oder in den Urlaub fährt kann man entweder viel Zahlen weil es egal ist – ähnlich den Raststätten auf den Autobahnen – oder man lädt abseits in den Städten.

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