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Volkswagen, Quo Vadis?

Alexander VoigtbyAlexander Voigt
18. Dezember 2021
Lesedauer: 12 Minuten
Alexander VoigtbyAlexander Voigt
18. Dezember 2021
Lesedauer: 12 Minuten

© Abbildung(en): fritschk / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Als ich vor fast vier Jahren, im Frühjahr 2018, meinen ersten Artikel über die deutsche Automobilindustrie schrieb, wagte ich es ein halbes Jahr lang nicht, ihn zu veröffentlichen, weil meine Vorhersagen sehr kühn waren und mit der allgemein anerkannten Meinung der Öffentlichkeit und der Branche brachen. Ich läutete die Alarmglocken und ‚malte ein Bild an die Wand‘ ein schwarzes Bild von der Zukunft der Autoindustrie in meinem Heimatland Deutschland, aber nur wenige hörten zu.

Ziel des Artikels war es, den Führungskräften der Automobilindustrie bewusst zu machen, dass Tesla nur der Ausdruck eines grundlegenden technologischen Wandels ist und dass ihre Unternehmen schrumpfen, aufgekauft werden oder vor dem Bankrott stehen, wenn sie nicht schnell ihren Kurs ändern. Als ich meine kühnen Vorhersagen veröffentlichte, war ich mir nicht sicher, was passieren würde, und die überwältigende Resonanz, die ich vom Publikum erhielt, war negativ. Es dauerte viele Jahre, bis die Menschen erkannten das meine Vorhersagen richtig waren und eintrafen.

Deutsche Automobilindustrie weiter im Abschwung

Heute, 4 Jahre später, Ende 2021, bin ich schockiert und traurig, dass meine schlimmsten Albträume wahr geworden sind. Die deutsche Automobilindustrie war und ist auf allen Ebenen im Niedergang begriffen, was sich in schrumpfenden Absatzzahlen, ständigen Umstrukturierungen und Firmenausgliederungen zeigt. Eine Konsolidierung der Autoindustrie hat begonnen, die alles, was wir zu wissen glaubten, für immer verändern wird. In diesem Artikel werde ich am Beispiel des VW-Konzerns als wichtigstem deutschen Automobilhersteller die Situation faktisch analysieren und Prognosen für die Zukunft abgeben.

Die Automobilindustrie und der Volkswagen-Konzern haben fast alles falsch gemacht, was man bei einem technologischen Wandel falsch machen kann. Erst haben sie batterieelektrische Fahrzeuge ignoriert, dann haben sie sie belächelt, dann haben sie sie bekämpft, dann haben sie versucht, sie zu kopieren, und dann den Anschluss verloren. Das Problem ist nicht nur, dass die Unternehmensleitung die Situation, in der sie sich befand, zu spät erkannt hat, sondern auch, dass sie bis heute nicht vollständig verstanden wird. Riesige und immer noch steigende Investitionen in Elektroautos haben nicht zu den erwarteten Verkaufszahlen geführt, weil der Kern der Transformation noch nicht verstanden-, sondern nur als ein anderer Antrieb, Digitalisierung oder Elektrifizierung deklariert wurde.

Die Stärke des einst größten Automobilherstellers der Welt mit 11 Millionen verkauften Fahrzeugen, 119 Fabriken, 670.000 Mitarbeitern, Hunderten von Modellen und 40.000 Zulieferern wurde innerhalb weniger Jahre zu seiner größten Schwäche. Die Skalierbarkeit des VW-Konzerns hat seine Agilität und damit auch seine Innovationsgeschwindigkeit eliminiert. Die Frage ist nicht mehr, ob sie überhaupt transformieren können, sondern ob sie noch schnell genug dafür sind. Nach allem, was wir in den Letzten 4 Jahren gesehen haben, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass sie es nicht sind. Die nächste Gelegenheit, eine wirklich neue Fahrzeuginnovation vorzustellen, bietet sich nicht heute oder in einem Jahr, sondern in fünf Jahren, wenn die neuen Trinity- und Artemis-Architektur ausgeliefert wird, die laut VWs Marketingbotschaft alles besser, schneller und billiger macht. Die Zeit ist heute der größte Feind des VW-Konzerns, der diese einfache Tatsache noch nicht verstanden hat.

Fakten, Fakten, Fakten

Zu den Fakten: der Verbrenner-Absatz von Volkswagen ist seit zwei Jahren rückläufig, von 11 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen auf geplante 9 Millionen im Jahr 2021, und ich sage voraus, dass sich der Rückgang des Absatzes in den nächsten Jahren dramatisch beschleunigen wird. Der Verlust von 2 Millionen Fahrzeugen entspricht etwa der Größe der BMW Gruppe und ist ein starker Rückgang in einem kurzen Zeitraum. Es spielt dabei keine Rolle, ob dieser Rückgang auf einen Mangel an Computerchips, Batterien oder eine sinkende Nachfrage zurückzuführen ist, denn die 2 Millionen Fahrzeuge, die VW nicht verkauft hat, werden in Zukunft nicht einfach wiederkommen denn sie gehören der Vergangenheit an.

Alexander Voigt

Alles, was VW tun kann, ist zu verkaufen, was sie zurzeit produzieren, nämlich IDs, e-trons, Enyaqs und vergleichbare Fahrzeuge die alle auf der MEB-Plattform mit derselben Technologie hergestellt werden. Eine Technologie die sich in Bezug auf Software, Batterie, Infotainment und Produktivität als nicht konkurrenzfähig erwiesen hat. Da der Verbrenner-Absatz schneller schrumpft als der Elektroauto-Absatz steigt, verliert das Unternehmen nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinne, da Preiserhöhungen für ein nicht wettbewerbsfähiges Elektroauto nicht realisiert werden können. Die Konkurrenz besteht hierbei nicht unbedingt nur aus dem Marktführer Tesla, sondern auch aus gut konzipierten und hergestellten asiatischen und chinesischen Elektroautos, die auf den Markt kommen gute Kundenakzeptanz finden und weniger kosten.

 

Autonomes Fahren, Batterie und Software im Fokus – oder nicht…

Die heutigen großen Innovationsbewegungen sind autonomes Fahren, Batterien und Software, drei Schlüsselbereiche von strategischer Bedeutung, in denen Volkswagen nichts attraktives anzubieten hat. Da der Unternehmenswert für Innovationen laut Ark Invest‘s Analyse jährlich um 35 % bis 40 % von 14 Billionen Dollar auf 210 Billionen Dollar ansteigt, wird jedes Unternehmen, das in den nächsten Jahren nicht liefern kann, schrumpfen oder verschwinden.

„Wenn ein Automobilhersteller nicht in der Lage ist, in diesen drei wichtigen Innovationsplattformen, die einen Billionen-Dollar-Markt erobern, attraktiv zu sein, wird er auf dem künftigen Fahrzeugmarkt keine nennenswerte Rolle spielen können.“

Selbst wenn der VW-Konzern 2026 in fünf Jahren durch eine neue Technologie-Plattform endlich die erwarteten Fahrzeuge liefern kann, wird der Markt zu dem Zeitpunkt bereits aufgeteilt sein, denn die Verbraucher werden in den nächsten Jahren mit ihrem Geldbeutel entscheiden und nicht warten wollen.

Ark Invest

Die massiven Investitionsankündigungen der großen Autokonzerne von, z. B. GM 35 Mrd. $, Daimler 60 Mrd. €, Stellantis 30 Mrd. $, Nissan 17 Mrd. $, Toyota 35 Mrd. $ oder VW Group 159 Mrd. € sind beeindruckend aber sie kommen zu spät und sind auch zu groß, um einen entscheidenden Unterschied machen zu können. Alle heute angekündigten Investitionen von VW in die Batterietechnologie werden sich frühestens in 2-5 Jahren auswirken. Der VW-Softwarekonzern Cariad, der größer werden soll als SAP, ist schlecht organisiert und Größe ist der Feind von guter Software.

Was Tesla mit etwa 300 hervorragenden Software-Ingenieuren als beste Fahrzeugsoftware erreicht hat, die man heute für Geld bekommen kann, steht in dramatischem Gegensatz zu einer VW Cariad Organisation mit geplanten 10.000 Mitarbeitern und einem beschädigten Ruf. Der jüngste Rückruf des Golf 8 wegen Software Problemen reiht sich in eine lange Kette von Softwareproblemen des VW Konzerns ein. Man kann eine schnelle technologische Transformation nicht dadurch gewinnen, dass man eine Menge Kapital und Ressourcen allokiert und dann bessere Ergebnisse erwartet. Was man braucht, ist eine intelligente Investition anstelle einer großen Investition, eine agile Organisation statt eine starre Organisation die durch fix vordefinierte Prozesse geprägt ist.

Wichtigster Weltmarkt zeigt kaum Interesse an VW-Stromer

Der wichtige chinesische Markt für die Volkswagen Gruppe, auf den 40 % der Gesamtverkäufe zur Zeit der Verbrenner entfallen, bevorzugt Elektroautos von Tesla, Nio, BYD, Great Wall und anderen Herstellern, die durch gute Software und Kundendaten die Schnittstelle zum Kunden beherrschen. Der US-Markt, einst ein Schlüsselmarkt für VW in Nordamerika, ist bereits an Tesla verloren gegangen, auf den 69 % der Elektroauto-Verkäufe von Januar bis Oktober 2021 entfallen. Der gesamte kombinierte Wettbewerb teilt die übrigen 31% unter sich auf. Wir haben erlebt, dass in Norwegen mehr als 91 % der Verkäufe im Oktober und November Autos mit einer Batterie sind und nur noch 8-9% % auf Verbrennungsmotoren entfallen, und selbst in Deutschland machen Elektroautos inzwischen 20,3 % aller Neuzulassungen im November 2021 aus. Es ist nur noch eine Frage von ein paar Jahren, bis dieser Trend auch in ganz Europa ankommen wird.

Alexander Voigt

Im Moment hat VW in Europa noch gute Elektroauto-Verkaufszahlen, insbesondere wenn man die gesamte Gruppe betrachtet, weil die amerikanischen und asiatischen Hersteller ihre Heimatmärkte bei der Auslieferung bevorzugen, aber das wird sich ab 2022 ändern. Tesla eröffnet seine Fabrik in Brandenburg, um im Laufe der Zeit erst 500.000 und dann 2 Millionen Fahrzeuge zu produzieren die in Europa ausgeliefert werden. Rivian verhandelt über eine Fabrik im Vereinigten Königreich, und viele attraktive chinesische Elektroautos wie z.B. Nio und Polestar drängen ebenfalls auf den europäischen Markt. Jedes dieser verkauften Elektroautos verdrängt den Verkauf eines Verbrenners in dem die Deutsche Automobilindustrie dominant ist.

Da Tesla bereits einen massiven Produktivitätsvorteil von 10 Stunden Produktionszeit für das Made in China Model 3 im Vergleich zu einem in Deutschland produzierten ID.3 hat, wird die Fabrik in Brandenburg durch neue Fertigungs-Technologie einen neuen und noch höheren Standard setzen. Produktivität ist der Schlüssel zu Kosten, Gewinn und Menge und ermöglicht es dem Unternehmen, die Nachfrage besser als jeder andere mit dynamischer Preisgestaltung zu steuern. Durch das direkte Vertriebsmodel ohne Händlernetz kann Tesla Preisänderungen unmittelbar implementieren während Volkswagen trotz Agenturmodel an eine Händler Struktur gebunden ist die in den Zeiten der Elektromobilität ein Nachteil ist. Dynamische Preisgestaltungen erlauben es die Nachfrage beliebig zu gestalten was für den Absatz und den Bestand entscheidend ist.

Alexander Voigt

Wenn wir von der derzeitigen, nach 2 Millionen Einheiten Absatzrückgang ernsten Lage des Volkswagen-Konzerns versuchen die Zukunft vorhersagen, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass es noch schlimmer werden wird, und ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt irgendwann merklich besser wird. Meine Vorhersage ist, dass der Fahrzeugabsatz der Volkswagen Gruppe im besten Fall auf 5 Millionen Einheiten weltweit im Jahr 2026/27 schrumpfen wird. Das ist ein verheerender Rückgang um mehr als 50 % gegenüber dem Höchststand der Fahrzeugverkäufe der Vergangenheit. Das von VW-Konzernchef Herbert Diess vorgestellte Szenario von 30.000 Entlassungen allein im Werk Wolfsburg, wenn sich das Trinity-Projekt nicht als großer Erfolg und Wendepunkt erweist, wird zu mehr als 100.000 bis 200.000 Entlassungen im VW-Konzern führen.

Die vom Vorstand ermittelte Zahl von nur 30.000 potentiellen Entlassungen hat bereits eine schwere Krise und diverse organisatorische Veränderungen innerhalb des VW-Topmanagements ausgelöst. Etwa 30 % aller 670.000 VW Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, wenn die neue Elektroauto-Plattform Trinity und Artemis nicht die erwarteten Ergebnisse bringt. Da sich VW zu 20% im Besitz des Landes Niedersachsen befindet und ein systemrelevantes Unternehmen für unser Land ist, ist ein massiver Zufluss von Steuergeldern zu erwarten, um die Arbeitsplätze zu sichern. Das Kapital mag kurzfristig helfen, aber es wird die Nachfrage nicht verbessern, so dass die unvermeidliche Wahrheit der Entlassungen und Werksschließungen nur verzögert werden wird.

VW-Konzern setzt weiterhin auf Verbrenner – ein Fehler!

VW wird wie angekündigt weiter Verbrenner nach Asien, Afrika und Südamerika verkaufen, aber selbst diese Märkte werden langfristig auf Elektroautos umsteigen, weil die Kosten für erneuerbare Energien auch dort viel niedriger sind und die Gesamtbetriebskosten für ein Elektroauto im Vergleich zu einem Verbrenner massiv attraktiver sind. In Ländern die durch Wind und Sonne viel besser als die Industrieländer für dezentrale regenerative Energieerzeugung geeignet sind unterstützt die Elektromobilität durch Strukturen denen die zentrale und sehr teure Versorgung mit fossilen Brennstoffen in diesen Regionen unterlegen ist. Die oft zitierte Ladeinfrastruktur spielt wenig bis keine Rolle, wenn man realisiert das auch in den Industrieländern ca. 70% aller Ladevorgänge zuhause stattfinden und jedes Elektroauto ein Energiespeicher ist der zukünftig in beide Richtungen funktioniert und deshalb die Netze stabilisiert.

Der Volkswagen-Konzern ist kein gewöhnlicher Fahrzeughersteller, denn er gehört zu 20 % dem Land Niedersachsen, hat mit 260 Milliarden Dollar die höchsten Schulden aller Automobilhersteller weltweit und auch noch 50 Milliarden Dollar an ungedeckten Pensionsverpflichtungen. Wir sprechen also von knapp 300 Milliarden Euro Schulden wobei die jüngst angekündigten Investitionen von 159 Milliarden Euro diese Schuldenlast zumindest teilweise erhöhen werden den der Cash-Flow des Autoherstellers sinkt durch abschmelzende Verbrenner Verkäufe weiter deutlich ab.

Der Konzern refinanziert sich maßgeblich durch die Europäische Union, die jeden Monat eine große Menge an VW-Anleihen kauft. Die Konzernleitung kann Entscheidungen über Produktionsstätten, Modelle und Stückzahlen nicht ohne die Zustimmung des gewerkschaftlich beeinflussten und durch spezielle Gesetze mächtigen Betriebsrats treffen, und die jüngste Fünfjahresinvestition in Höhe von 159 Milliarden Euro wurde sogar ohne die Anwesenheit des VW-Konzernchefs, sondern mit Betriebsratschefin Daniela Cavallo beschlossen. Ein spezielles VW-Gesetz, das von der deutschen Regierung erlassen und von der EU gebilligt wurde, verortet den Automobilhersteller in eine weltweit einzigartige politische Struktur. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der VW-Konzern kein Unternehmen im Besitz von Aktionären ist, sondern eine politische Organisation, deren Hauptzweck darin besteht, die hiesige Automobilindustrie und ihre Arbeitsplätze am Leben zu erhalten, finanziert durch politisches Wohlwollen und Steuergelder. Der VW-Konzern stellt ein systemisches Risiko für die deutsche und europäische Automobil- und Maschinenbauindustrie dar und wird daher als „too big to fail“ bezeichnet.

Die einzigartige Struktur und die politischen Einflüsse des VW-Konzerns funktionieren perfekt, solange es eine Nachfrage nach seinen Fahrzeugen gibt, und genau das ist seine „Achillesferse“. Es spielt keine Rolle, ob die Nachfrage des VW-Konzerns aufgrund von Chip- oder Batteriemangel sinkt oder ob die Menschen auf ein überzeugendes VW-Elektroauto warten, wichtig ist nur, dass die Auslieferungen von VW rückläufig sind. Was VW in der Vergangenheit, aus welchen Gründen auch immer, nicht liefern konnte, wird auch in Zukunft nicht nachgeholt werden. Diese Einnahmen und Gewinne sind an andere Autohersteller gegangen oder wurden durch andere Investitionen aufgezehrt. Sobald die Auslieferungen und Verkäufe zurückgehen, wird die Struktur, mit der die deutsche und die EU-Regierung das Unternehmen finanziell unterstützen, um Arbeitsplätze und die Branche am Leben zu erhalten, wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Die Auslieferungen von VW sind seit 2019 rückläufig, und laut Betriebsratschef Cavallo, die ohne den PR- und Marketingfilter von VW mit den Medien sprechen kann, wird es 2022 und sogar 2023 noch schlimmer werden.

Cavallo, „Vor uns liegt eine echte Durststrecke. Noch das ganze nächste Jahr wird Mangelversorgung herrschen. Und auch 2023 wird es nicht plötzlich besser werden. Wir haben das Schlimmste noch vor uns.“

In den letzten Monaten sind die Fahrzeugverkäufe des VW-Konzerns auf der Grundlage eines schwachen Jahres 2020 um bisher 1,7 % und allein im November um 31,5 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Wenn Cavallos Aussagen richtig sind, dann sollten wir zumindest in den nächsten 2 Jahren zunächst einen anhaltenden Rückgang der Fahrzeugverkäufe sehen und danach eine Bodenbildung in der Mitte des Jahrzehnts, vorausgesetzt, die Trinity- und Artemis-Elektroauto-Plattformen wird ein großer Erfolg.

VW hat angekündigt, dass sie im Jahr 2021 noch voraussichtlich 94 % Verbrennungsmotoren verkaufen werden, im Jahr 2025 80 % und in 9 Jahren immer noch 50 %, was natürlich auch Kontinente wie Afrika und Südamerika einschließt, die bei der Einführung von Elektroautos im Rückstand sind. Aufgrund der niedrigen Gesamtbetriebskosten eines batterieelektrischen Fahrzeugs und seines überlegenen Antriebsverhaltens sagen viele voraus, dass im Jahr 2025 nur noch 10 % der Verbrenner-Verkäufe übrigbleiben werden und im Jahr 2030 je nach Markt fast gar keine mehr. Viele sind überrascht, dass der Anteil der Elektroautos in Norwegen bereits bei über 91 % liegt, aber die Geschichte hat gezeigt, dass sich ein technologischer Wandel immer beschleunigt.

Weltweit wächst der Elektroauto-Anteil in einer exponentiell steigenden Kurve und dieser Trend wird sich wahrscheinlich noch beschleunigen. Wenn Volkswagen mit einem Elektroauto-Anteil von nur 20 % in 4 Jahren plant und wir den Markt heute schon bei 11,4 % weltweit sehen, dann wird VW unweigerlich hinter dem Marktwachstum in ihrem letzten verbleibenden Wachstumsbereich zurückbleiben. Unter der Annahme, dass der Elektroauto-Trend nur linear verläuft, wird ein globaler Elektroauto-Anteil von 20% innerhalb der nächsten 12 Monate erreicht, während VW bei etwa geplanten 8% liegt. Sogar Deutschland, ein Land, das bekannt dafür ist, neue Technologien nur zögerlich zu übernehmen, erreichte im November einen Elektroauto-Anteil von 20,3 %, eine Zahl mit der VW erst in 4 Jahren plant.

Vorhersage: Absatz des VW Konzern sinkt massiv…

Meine Vorhersage für den Volkswagen Konzern beinhaltet viele Variablen und kann selbstverständlich vollkommen falsch sein, aber es ist eine Zukunft, die ich sogar als ein konservatives Szenario betrachte. 2025/26 werden die Auslieferungen des VW-Konzerns deutlich zurückgehen, bis auf die Hälfte des Niveaus von 2019, und sie könnten sich dann stabilisieren und von diesem Niveau aus leicht erholen. Ob der Konzern einen solch dramatischen Umsatzrückgang überleben wird, muss sich zeigen, aber wir können davon ausgehen, dass die Politiker und die deutsche Regierung Volkswagen zu Beginn aus der Patsche helfen werden, um ihre Wähler bei Laune zu halten.

Alexander Voigt

Aber wenn ich völlig falsch liege und der Volkswagen-Konzern seine Produktion schneller und besser umbaut und überzeugende Elektroautos massenhaft auf den Markt bringt, würde das seine Zukunft nicht positiv verändern? Die unangenehme Wahrheit ist, dass die Zukunft für die alten Autohersteller noch schlimmer sein könnte als das, was ich beschrieben habe. Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn Tesla 2022 oder 2023 die Zulassung für seine Full-Self-Driving-Software für autonomes Fahren erhält und mit der Lizenzvergabe beginnt. Die jüngsten Fortschritte des autonomen Fahrsystems FSD-Beta sind gelinde gesagt beeindruckend, und es ist realistisch zu glauben, dass sie in spätestens zwei Jahren in der Lage sein werden auch die letzten Herausforderungen zu lösen.

Möchte nicht jeder, der ein Auto kauft, eine Software haben, die das Auto auch selbst fahren lässt und es ihm erlaubt, anderen Aktivitäten nachzugehen, sei es im Internet zu surfen, mit den Kindern zu spielen oder sich auf das nächste Meeting vorzubereiten? Volkswagen und alle anderen etablierten Automobilhersteller sind weit davon entfernt, eine Lösung für das autonome Fahren anzubieten, die bei allen Wetterbedingungen und auf allen Straßen zu geringen Kosten funktioniert, und ihr Ansatz ist wegen fehlender realer Daten und anderer technischer Mängel meiner Meinung nach nicht erfolgreich. Bereits heute fährt FSD-Beta Menschen in den USA stundenlang ohne Eingreifen und erfolgreich unter allen Bedingungen umher. Warum sollte man ein solches Auto nicht haben wollen? „Software eats the World“, und wenn Volkswagen eines nicht ist, dann ist es ein Softwareunternehmen wie Tesla.

Meine Vorhersage wird auf alle alten Autohersteller in unterschiedlichem Maße zutreffen, je nachdem, wie schnell und erfolgreich sie wettbewerbsfähige und attraktive Elektroautos auf den Markt bringen können. Einige Autohersteller werden den Cashflow-Abfluss und das schrumpfende Absatzvolumen nicht überleben und mit anderen fusionieren, aufgekauft werden oder einfach das Geschäft aufgeben.

Angesichts der höchsten Verschuldung in der Branche und des Drucks auf die Elektroauto-Margen, der durch die um 200 % niedrigere Produktivität im Vergleich zu Tesla verursacht wird, werden die Gewinne, die im Moment aufgrund von Preiserhöhungen noch gut aussehen, deutlich sinken. Selbst wenn es VW gelingt, bis 2026 eine neue Trinity-Fabrik in Wolfsburg zu bauen, ist es unrealistisch, die Produktivität im Jahr 2026 von 30 Stunden pro produzierten Elektroauto auf den branchenführenden Standard von 10 Stunden zu steigern, den Tesla in Shanghai heute schon hat. Wenn das so einfach wäre, eine solche Produktivitätssteigerung zu erreichen, hätte VW es bereits getan. Tesla wird in Grünheide und anderen Standorten die Produktivität während dessen weiter steigern.

Porsche Börsengang als Rettung oder doch Dolch-Stoß?

Als Maßnahme zur Rettung des Unternehmens und zur Finanzierung des auf fünf Jahre angelegten Investitionsplans in Höhe von 159 Milliarden Euro muss VW, Porsche an die Börse bringen und den Hauptgewinnbringer des Konzerns in Form von Aktien an der Börse oder an die Familien Porsche und Piech verkaufen. Ein Börsengang von Porsche wird von den VW-Großaktionärsfamilien sowie vom Porsche Unternehmen selbst begrüßt und ist daher mittelfristig wahrscheinlich. Dieser Schritt wird allerdings den Profit und den Aktienwert der Volkswagen Gruppe deutlich reduzieren was die Refinanzierung des Konzerns erschwert und den Widerstand des Managements erklärt.

Als großer Autohersteller kann man seine strategischen Fehler der Vergangenheit nicht ungetan machen, aber Volkswagen hat die Möglichkeit, als kleineres Unternehmen zu überleben, das u.a. Länder mit Verbrennungsmotoren beliefert, die bei Elektroautos hinterherhinken. Wenn es dem Volkswagen Konzern gelingt, eine Nische bei Elektroautos für ein kleineres Kundensegment z.B. in Europa zu etablieren, das bereit ist, um einen VW, Audi, Seat oder Skoda zu fahren, Kompromisse bei der Technologie einzugehen, könnte es seinen Absatz auf niedrigerem Niveau halten und wäre nicht in seiner Existenz bedroht.

Bedingung dafür ist aber eine Anpassung der Kostenstruktur was zu massivem Widerstand der Gewerkschaften, des Betriebsrat und der Politik führen wird. Mit der Zeit werden die meisten bekannten Autohersteller allerdings nur noch ein Schatten dessen sein, was sie einmal waren: Sie lizenzieren Technologie von Tesla und Co. und machen damit nur noch geringe Gewinne.

Volkswagen wird nicht mehr der größte oder zweitgrößte Autohersteller der Welt sein, und das ist schlecht für Deutschland und Europa, aber es ist das derzeit, zu erwartende Ergebnis.


Dass der Artikel polarisieren könnte ist dem Autor bewusst und spiegelt seine persönliche Meinung wider.

Alexander Voigt

Alexander Voigt

Alex Voigt unterstützt die Bewegung der Transformation in eine nachhaltige CO2 freie Welt seit 40 Jahren. Als Diplom Ingenieur ist er fasziniert von der Fähigkeit der Menschheit durch Technology eine bessere Zukunft zu erschaffen. Mit 30 Jahren Erfahrung an den Aktienmärkten ist er ein langfristig orientierter Investor in Tesla (TSLA) als auch anderer Technologieaktien.

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58 Comments
Peter Bigge von Berlin
Peter Bigge von Berlin
4 Jahre zuvor

1+
Danke für Deinen kritischen Artikel mit den recht feinen Darstellungen.
Selbst dieses Forum bestätigt mit vielen Meinungen die Blindheit der allgegenwärtigen hiesigen Arroganz gegenüber dem schnellen technischen Wandel.
Es ist schade von den deutschen OEMs nur attraktive BEVs in der 5 Meter plus Fahrzeugklasse erwerben zu können, und die Konsumerklasse, die Autos die jeder kaufen möchte, nur mit einem Verbrenner gibt.
Die Stammtischpatrioten, welche ihre Weisheiten auf ihrer geleasten Carrerabahn erwerben, reden dann von dem Premiumvorteil der deutschen Hersteller, welches sich aber keiner leisten will und die dann doch den Verbrenner bevorzugen. Was nutzen die unzählige Porsche-Variationen, wenn es bereits viele preiswerte BEV-Alternativen gibt, die fast alles genauso gut können, oder sogar viel besser.
Aber Hauptsache elektrisch. Wir drücken allen schmutzigen OEMs die Daumen, dass sie die Transformation vor dem abschmelzen der Gletscher schaffen :-)

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Achim S.
Achim S.
4 Jahre zuvor

Über den Autor dieses Artikels ist zu lesen, dass er langfristig orientierter Investor in Tesla ist.
Daher fällt mir über seinen Artikel zu VW nur folgender Spruch ein: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“…

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egon_meier
egon_meier
4 Jahre zuvor

Von oben nach unten gelesen, alle Statistiken verstanden und .. ja .. wo ist das Problem?
Fangen wir mal ganz hinten an:
Aktienmarktbewertung: Die Marktkapitalisierung von Bitcoin ist abenteurlich und 74 Million Amis haben Trump gewählt. Was heißt das? Das ausreichend viele Leute bescheuert sind oder das Trump und Bitcoin ein Geniestreich sind und die Menschheit weiter bringen?

Dass die Pkw-Absätze von VW nachlassen. Ja .. wir haben Corona und die Lieferkette ist gestört. Wenn ein Unternehmen global produziert und viel an Zulieferer auslagert war das über Jahrzehnte ein Vorteil. Jetzt gibt es eine Pandemie und es wird ein Nachteil. Pech gehabt. Wäre Corona nicht gekommen wäre VW genial gewesen. Für historisch Zufälle kann kein Vorstand was.

Die Frage ist einfach, wie man für die Zukunft aufgestellt ist. Da hat Tesla gewaltige Vorteile weil es jedem Menge dummes Geld gibt, was darauf wartet, von E.M. verbrannt zu werden und immer noch viele Nerds, die tatsächlich glauben, dass Tesla irgendwas von Software versteht – trotz unterirdischer Navigation und Alltags-Fantombremsungen.

Also .. an den Autor: nette Fleißarbeit, viele abgeschreibselte, aussagearme Fakten, Auswertung absolut willkürlich und nicht nachvollziehbar.
Passt den Tesla-Fantruppe ins Konzept (und ins Bild dieses Portals), tröstet die Renault-Trauergemeinde …

Was machen wir eigentlich mit Toyota, Suzuki, Mazda, Renault, PSA und den ganzen anderen Leistungsverweigerern und Minderleistern?

In der gymnasialen Oberstufen würde man sagen: Knapp ausreichend – Fleiß alleine genügt nicht.

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Tobi
Tobi
4 Jahre zuvor

Es braucht Mut der Deutschen Automobilindustrie den Spiegel vorzuhalten. Früher wurde sofort Inserate gestrichen und Medienkanäle boykotiert. Es wurde jegliche Kritik ausgeblendet oder weglobbyiert. Heute steht die Deutesche Autoindustrie technologisch dort wo sie hingehört. Weit hinten. Was aber nicht heisst, dass Aufholen nicht möglich ist. Aber ganz so einfach wie es die PR-Abteilungen sehen, wird es nicht. Konkurrenz verhindern reicht heute nicht mehr, denn die Konkurrenz ist schon längst vorbeigezogen. Jeder Verbrenner der heute noch gebaut wir, führt zu einer grossen Belastung in der Zukunft. Hybride waren ein depperter Schnellschuss, der so schnell wie möglich gestoppt werden sollte.
Die BEV’s aus dem Hause VW sind nette Spiezzeuge, aber nicht mehr. Technischer Rückstand und softwaremässiges Entwicklungsland braucht seine Zeit. Die Probleme bei VW sind noch lange nicht ausgestanden und die düsteren Wolken am Horizont auch nicht. David und Egon, die beiden Vertreter der VW Muppetshow sehen das natürlich anders. Aber sie sind ja auch die Einzigen.

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Jakob Sperling
Jakob Sperling
4 Jahre zuvor

Ich lese die Artikel dieses Individuums schon lange nicht mehr – ist mir zu dumm.
Beim Runterscrollen zu den Kommentaren ist mir gleich zu Beginn ein Satz aufgefallen, der meine Einschätzung bestätigt:

Alles, was VW tun kann, ist zu verkaufen, was sie zurzeit produzieren, nämlich IDs, e-trons, Enyaqs und vergleichbare Fahrzeuge die alle auf der MEB-Plattform mit derselben Technologie hergestellt werden. Eine Technologie die sich in Bezug auf Software, Batterie, Infotainment und Produktivität als nicht konkurrenzfähig erwiesen hat.

Mit dieser ’nicht konkurrenzfähigen‘ Technologie hat der VW-Konzern in Europa, dem einzigen Kontinent, wo Tesla- und VW-BEV gleichermassen gut erhältlich waren, 2020 knapp zweimal soviel BEV verkauft wie Tesla (174’00 vs 98’000) und dieses Jahr werden es deutlich über zwei mal so viele sein (~320’000 vs ~140’000).
Wie lässt sich ein so widersinniges Verhalten der europäischen Konsumenten erklären?

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von Jakob Sperling
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jomei
jomei
4 Jahre zuvor

Wenn ich mir die Tabelle Full Enterprise value ansehe, traue ich jedem BWL-Studenten die Analyse zu: Vielleicht ausgenommen Toyota, ist bei den traditionellen Autobauern dasVolumen der Verbindlichkeiten höher als der Marktwert. Wenn diese Firmen Kredite aufnehmen wollen, reichen die höchstens aus zur Begleichung der alten Verbindlichkeiten, aber nicht zur Investition in Innovationen, ob Produkt- oder Prozessinnovation. Bekanntlich nennt man das dann eine Zombiefirma, und ein Wirtschaftsprüfer sieht Insolvenz heraufziehen und bestellt den Insolvenzverwalter. Da hilft dann nur politisch motivierte Rettungssubvention oder Staatslenkung. Die Geschichte des Ruhrbergbaus scheint sich zu wiederholen.
Und jetzt können für soviel Defätismus die Redbots wieder aus allen Rohren feuern, nur zu.

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Skodafahrer
Skodafahrer
4 Jahre zuvor

Bislang gibt es noch keinen echten Wettbewerb zwischen VW und Tesla, weil derzeit bei beiden die Fertigungskapazitäten noch zu klein sind, um die Nachfrage voll befriedigen zu können.
Derzeit hat VW wesentlich längere Lieferzeiten als Tesla, Tesla hat seine Nachfrage durch Preiserhöhungen senken können.
Eine deutliche Verbesserung der Produkte macht dann Sinn, wenn die Lieferzeiten bei VW wegen größerer Produktionsmöglichkeiten beider Firmen deutlich kürzer werden.
Tesla ist in Deutschland durch seine wesentlich höheren Höchstgeschwindigkeiten im Nachteil.
Ein VW ID.3 mit Heckmotor hat eine geringere Höchstgeschwindigkeit als ein Basis UP! . Ein Angebot stärkerer Motoren und eine Entdrosselung könnte die Nachfrage steigern. Weiterhin verbaut Tesla modernere Leistungselektronik mit SiC-Halbleiter verbaut, die für mehr Wirkungsgrad und somit für mehr Reichweite sorgt.
Auch VW braucht wie Tesla mehr Prozessorleistung im Auto.

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Achim D.
Achim D.
4 Jahre zuvor

Ach ja, der übliche Abgesang auf die etablierten Hersteller un VW insbesondere.
Dazu fällt mir nur ein, dass Totgesagte oft genug länger leben. Nach der Logik des Autors müsste ja nicht nur VW in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, sondern auch GM, Toyota, Ford, Daimler, BMW, der Stellantis – Konzern, Honda, Renault, usw..
Klar hat Tesla technologisch aktuell die Nase vorn aber eben auch immer wieder eklatante Qualitätsmängel. So belegte Tesla beim J. D. Power Qualitätsranking 2020 den 28. und damit letzten Platz und auch im vor wenigen Wochen veröffentlichten Test der US-Verbraucherorganisation Consumer Reports fallen die Autos von Tesla krachend durch. Von 28 Marken landet Tesla auf dem vorletzten Platz.
Die Wirtschaftswoche berichtet ausserdem von einer „verheerenden Kultur“ bei Tesla befördert durch den Management – Stil von Elon Musk. Es ist also bei weitem nicht alles rosig bei Tesla.
Den Artikel mit der Prognose des Niedergangs von VW werde ich mir jedenfalls abspeichern und in den kommenden Jahren mit den Fakten abgleichen.
Gespannt bin ich schon, wie das Rennen weitergeht aber abgerechnet wird eben immer erst zum Schluss – in Bezug auf die Prognose von Herrn Voigt also wenn die Ergebnisse für 2030 vorliegen.

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Alex Kritiker
Alex Kritiker
4 Jahre zuvor

Verstehe nicht, wie man sich so krass zum großen Aufwecker der deutschen Autoindustrie hochstilisieren kann, der VW und Co wachrütteln will und dann auf Social Media 24/7 gleichzeitig so schamlos jedes deutsche Elektroauto aus Prinzip in den Dreck zieht und lächerlich schreibt. Es ist auch inhaltlich nichts Neues. Spiegel und Co haben das Thema in den letzten 5 Jahren schon zig mal verwurstet und Szenarien an die Wand gemalt. Gibt es ernsthaft noch jemanden, für den so ein BWL Bachelor Arbeit Einleitungstext im Jahr 2021 noch eine unangenehme Wahrheit anspricht? Die Autohersteller wissen selbst seit ein paar Jahren, dass sie ein Problem haben. Es ist halt ein verdammt dickes Brett und da bohrt man eine Weile. Und gerade beim Thema Software zeigt sich, dass es bei so großen Umstrukturierungen wie im VW Konzern häufig erst mal schlimmer wird als besser.

Dass der Artikel polarisieren könnte ist dem Autor bewusst und spiegelt seine persönliche Meinung wider.

Als ich meine kühnen Vorhersagen veröffentlichte, war ich mir nicht sicher, was passieren würde.

LOL. Wie theatralisch kann ein Text sein eigentlich?

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Alex Kritiker
Alex Kritiker
4 Jahre zuvor

Verstehe nicht, wie man sich so krass zum großen Aufwecker der deutschen Autoindustrie hochstilisieren kann, der VW und Co wachrütteln will und dann auf Social Media 24/7 gleichzeitig so schamlos jedes deutsche Elektroauto aus Prinzip in den Dreck zieht und lächerlich schreibt. Es ist auch inhaltlich nichts Neues. Spiegel und Co haben das Thema in den letzten 5 Jahren schon zig mal verwurstet und Szenarien an die Wand gemalt. Gibt es ernsthaft noch jemanden, für den so ein BWL Bachelor Arbeit Einleitungstext im Jahr 2021 noch eine unangenehme Wahrheit anspricht? Die Autohersteller wissen selbst seit ein paar Jahren, dass sie ein Problem haben. Es ist halt ein verdammt dickes Brett und da bohrt man eine Weile. Und gerade beim Thema Software zeigt sich, dass es bei so großen Umstrukturierungen wie im VW Konzern häufig erst mal schlimmer wird als besser.

Dass der Artikel polarisieren könnte ist dem Autor bewusst und spiegelt seine persönliche Meinung wider.

Als ich meine kühnen Vorhersagen veröffentlichte, war ich mir nicht sicher, was passieren würde.

LOL. Wie theatralisch kann ein Text sein eigentlich?

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Botten S-H
Botten S-H
4 Jahre zuvor

Ich hoffe, dass meine Frau diesen Kommentar nicht ließt. Sie fährt unseren ID-3 First Bj. 2020.
Sie ist von der Wendigkeit des ID-3 begeistert, ich übrigens auch.
Das war es für mich aber schon. In meiner Autofahrerlaufbahn habe ich schon viele VWs gefahren und war immer ein kleiner VW-Fan. Damals bin ich manchmal mit Japanern oder deutschen Premiummodellen fremd gegangen, letztendlich bin ich immer wieder zu VW zurückgekehrt. Erst ein heißblütiges amerkanischen Model hat mich aus der Umarmung von VW gerissen.

Ich bin zwar kein Chinese aber der Grund wird hier sehr gut beschrieben:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vw-in-china-das-neue-elektroauto-id-4-kommt-nicht-auf-touren-17443417.html
oder hier:
https://www.giga.de/news/opa-auto-id.4-chinesen-verhoehnen-volkswagens-elektroauto/

Mich nervt an dem VW ID-3 alles, was mit Software und Bedienung zu tun hat.
Es ist einfach eine ergonomische Katastrophe was VW dort abliefert. Ganz zu schweigen von der unfassbar schlechten Performance des Motor (schlechte Beschleunigung, hoher Verbrauch, niedrige Endgeschwindigkeit). Selbst das Softwareupdate, bei mir erst im September 2021, brachte keine merkliche Besserung, der von mir bemängelten Schwächen des VW.
Das kann mein Tesla Model S (Bj 2012, Erstzulassung 2013) sehr viel besser.

Der VW Konzern hinkt meiner Meinung nach Tesla mindestens 7 bis 10 Jahre in diesem Bereich hinterher.

Herr Diess ist für mich ein Vordenker der deutschen Automobilindustrie und ich hoffe für den Wirtschaftsstandort Deutschland, dass er den Tanker noch rechtzeitig in die richtige Richtung bekommt.

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Stefan
Stefan
4 Jahre zuvor

Die Diskussionen um VW/Tesla bringen nicht viel. Die europäische Auto Industrie sollte langsam mal zu Kenntnis nehmen, das der Hauptkonkurrent China ist. Ind daher w<rde ich mir mehr Kooperation wünschen. Besonders zwischen Tesla und VW. Tesla haur viele Deutsche Gene und das ist ein Grund, das sie so gut sind. Und damit wir nicht in die nächste Abhängigkeit (nach dem Gas)geraden, bitte mal folgendes lesen:

https://m.dw.com/de/agentur-china-droht-deutschem-autozulieferer-continental/a-60167281

Das erklärt auch, warum due EU so zögerlich beim Thema Olympia ist.

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Flo
Flo
4 Jahre zuvor

Mal ehrlich Alex Voigt, egal auf welcher Plattform, man weiss was man für einen unwissenden Schwachsinn liest oder hört. US Absätze sind seit jeher schwach bei VW. Soweit ich weiss, ist der BEV Marktanteil der VAG sogar höher als bei Verbrennern in den USA. Interessiert sowas Herrn Voigt? Nein, natürlich nicht.

In China hat die VAG zuletzt im November nach Gasgoo abgesetzt: SAIC VW 11.986 & FAW VW 10.705 Fahrzeuge. (Plus Porsche und Audi?) In der Summe also min. 22.691 reine BEVs (Absatz steigend). Tesla lokal 31.732 Fahrzeuge, der Rest ging in den Export. Das wird auch nächstes Jahr noch so bleiben, da Brandenburg weiterhin weder betriebsbereit noch die finale Genehmigung erhalten hätte, außerdem das Model 3 hier nicht bauen wird?

Und mal ehrlich Thema Europa: VAG hat in Europa einen BEV Marktanteil von 25% – Tesla die letzten zwei Jahre 13%! Herr Voigt tut laufend so als hätte Tesla weltweit Marktanteile wie in den USA. Das ist totaler Quatsch. Die Produktpalette von VAG wächst weiter rasant mit dem ID.5, ID.BUZZ und Audi/Porsche PPE Modellen im nächsten Jahr. Tesla? Ähm Roadster? Model 2, irgendwann? Semi? Model S & X wieder in 2023 in Europa?

Und dann die Sache mit der FSD Zulassung in 2022. Das ich nicht lache. Mercedes und Honda sind hier Tesla um Jahre voraus was den zugelassenen Stau-Piloten angeht… VAG bündelt derzeit F&E Aktivitäten und bringt wie gezeigt mit dem ID.5 weitere Software Neuerungen. Derweil bremsen Tesla Modelle weiterhin wie von Geisterhand im Autopiloten.

Also aufhören mit den Fake News und Zahlenverdrehungen. Plattformen die das VAG Bashing von Voigt veröffentlichen, steigern wirklich nicht gerade ihre Glaubwürdigkeit.

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von Flo
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Marko Weiß
Marko Weiß
4 Jahre zuvor

Sie haben bei ihren Zahlen nicht zwischen BEV und PHEV unterschieden.
Die Darstellung der E-Verkäufe ist daher falsch.
2/3 der E-Verkäufe 2021 weltweit sind PHEVs.
Deutschland 8% BEV, 12% PHEV

Weiters kursiert die Ansicht, dass die Hersteller E-Autos einbremsen, sobald der Flottenverbrauchswert passt.
Manche Rohstoffe stellen ebenfalls einen natürlichen Deckel dar.

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David
David
4 Jahre zuvor

Dummes Gewäsch, das außer diesem Allgemeinplatz keine Stellungnahme Punkt für Punkt von mir verdient.

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