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Volkswagen Software: „ID.-Fahrer sind in Holschuld“ – eine Betrachtung

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
20. November 2022
Lesedauer: 5 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
20. November 2022
Lesedauer: 5 Minuten

© Abbildung(en): Volkswagen

Home Elektroauto Hersteller

Durch die Over-the-Air-Updatefähigkeit bekommt Volkswagen eine Vielzahl von Möglichkeiten auf E-Autos am Markt einzuwirken. Über 500.000 an der Zahl, welche davon profitieren könnten. Könnten wohlgemerkt. Denn ganz so rund läuft es nicht mit den VW Software-Updates, wie wir aus erster Hand von einem ID.-Fahrer und dem Leiter Technologiekommunikation bei VW, erfahren haben, eben doch nicht.

VW ID.-Fahrer enttäuscht über Software-Updates im ID.-Universum

Kilian Schröer, Fahrer eines VW ID.4 GTX, hat uns im Nachgang auf das Erscheinen des Artikels „VW erreicht E-Auto-Ziel ein Jahr früher als geplant“ kontaktiert, um seine Herausforderungen mit der VW Software, nach 17.000 Kilometer, zu teilen. Nicht besonders gut aufgestoßen sind ihm diese Zeilen: „Die ID. Familie soll im Bereich Softwareintegration und digitales Kundenerlebnis optimiert werden: Volkswagen stellt den Besitzern von ID.-Fahrzeugen zum Beispiel kontinuierlich „Over the air“ Updates zur Verfügung. Das Auto bleibt so über den Lebenszyklus stets aktuell und kann durch neue Funktionen immer besser werden“, welche aus seiner Sicht der Realität nicht entsprechen.

Eine einseitige Berichterstattung wollten wir nicht veröffentlichen und haben daher Volkswagen um ein Statement zum „Over-the-Air“-Update-Chaos gebeten. Der Leiter Technologiekommunikation bei VW, stand uns hierfür Rede und Antwort. Nachfolgend haben wir die Stellungnahmen der Beiden miteinander verflochten, um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Software-Update erfordert auch das Mitmachen der ID.-Fahrer

Dass die Software bei Volkswagen noch ein wenig in den Kinderschuhen steckt ist aus anderen Medien und auch aus der Berichtserstattung hier auf Elektroauto-News.net zu entnehmen. Auch bei Volkswagen macht man kein Hehl daraus, leiste aber sein Bestes und lerne aus der Vergangenheit, um immer besser zu werden. Auch Schröer war die Thematik bereits bekannt, als er im Oktober 2021 die Bestellung für seinen VW ID.4 GTX aufgegeben hat. Er hat allerdings darauf gesetzt, dass die Over-the-Air-Updates kommen und schnell nachgebessert wird.

„Wir haben jetzt November 2022 und getan hat sich kaum etwas. Die Software 3.0 für die ID Modelle lässt auf sich warten. Volkswagen bekommt es nicht hin Bestandsfahrzeuge per OTA auf die Software 3.0 upzudaten. Neu Fahrzeuge hingegen werden sogar schon mit 3.2 ausgeliefert“, so Schröer. Eine Aussage die stimmt. Teilweise. Dass man damit ein Thema habe die Software auf den richtigen Stand zu bringen stimmt. Sei aber auch eine gewisse „Holschuld der ID.-Fahrer“ wie der Sprecher von VW zu verstehen gibt. Und auch ausführt.

Nicht jedes ID.-Elektroauto ist direkt auf 3.0 updatefähig

Denn die Fahrzeuge der ersten Generation brauchen zunächst ein Update auf Software-Version 2.1, um OTA-Updatefähig zu werden. Die Aussage von Schröer: „Glaubt man den Berichten aus diversen Foren, wurde noch kein Modell der First Editions auf einen aktuellen Softwarestand gebracht. Statt Early Adaptors zu belohnen lässt Volkswagen die scheinbar einfach hängen“, stimmt, muss daher aber ein wenig relativiert werden.

Im März 2021 konnten wir berichten: „Die Software ID.2.1 als technische Voraussetzung ist bei allen ab der letzten Februar-Woche produzierten ID.-Modellen bereits serienmäßig. Frühere Autos müssen wie angekündigt einmalig zum Händler, um dort diese Version aufspielen zu lassen. Von da an können – erstmalig im Volumen-Segment – unter anderem im Fahrzeug verbaute Steuergeräte ohne Werkstatt-Besuch aktualisiert werden“, eine Tatsache, welche der Leiter Technologiekommunikation so gegenüber EAN bestätigt.

Der Sprecher gibt allerdings auch zu verstehen, dass in der Tat noch Fahrzeuge im Feld unterwegs sind, welche mit der allerersten Software fahren. Dies sei sowohl für deren Fahrer:innen als auch für Volkswagen suboptimal. Denn auch dort wolle man idealerweise alle ID.-Fahrer auf einem Software-Stand haben.

VW versucht erneut einheitliche Software-Basis bei ID.-Fahrzeugen zu schaffen

Der Leiter Technologiekommunikation bei Volkswagen berichtet in diesem Zusammenhang, dass derzeit eine weltweite, freiwillige Service-Aktion laufe, welche den Tausch der 12-Volt-Batterie vorsieht. Im Rahmen des dafür notwendigen Werkstattbesuches findet ein automatisches Update auf Software-Version 2.4 statt. Somit schafft man von Seiten VW eine Angleichung der Software-Versionen über alle ID.-Fahrzeuge hinweg. Sowie die Basis für künftige Updates. Allerdings benötige die freiwillige Service-Aktion ihre Zeit. Die Ansprache erfolgt über die jeweiligen Werkstätten, welche die Fahrzeughalter dann zunächst kontaktieren und Termine mit diesen vereinbaren. Dennoch sei das Upgrade/ Update von einer „fast sechsstelligen Anzahl an Fahrzeugen“ bereits erfolgt, wie der Leiter Technologiekommunikation bei VW den aktuellen Stand einordnet.

Die Software-Version 2.4 sei somit die Basis, um auf die Version 3.0 zu updaten. Da durch die im Rahmen der Service-Aktion installierten Software weitere Steuergeräte in den Fahrzeugen befähigt worden seien für OTA. Denn dieses beziehe sich bekanntermaßen nicht nur auf das Infotainment-System, sondern beispielsweise auch auf Updates bei Lade- und Thermomanagement. Eben dieses Update auf Version 3.0 habe man in einer Facebook-Gruppe „Volkswagen ID. Drivers Club“ bereits in Aussicht gestellt.

Aufschlag der ID. 3.0-Sofware-Updates bei First Mover

Dies erwähnt Schröer auch positiv: „Volkswagen hat das sehr transparent in einer Facebook Gruppe veröffentlicht und damit allen ID Fahrern die Möglichkeit gegeben sich zu melden“, bringt dann aber doch ein wenig Kritik mit ein, „von den 3.600 Meldungen hat Volkswagen dann 1.000 ausgewählt die, mehr oder weniger, über das weitere Vorgehen informiert wurden. Die Reduzierung auf 1.000 Teilnehmer wurde von Volkswagen natürlich – ganz transparent – nicht kommuniziert.“ Daraus folgt laut ihm, dass die meisten ID.-Fahrer somit weiterhin auf Softwarestand 2.1, 2.3 oder 2.4 feststecken und auf entsprechende Funktionen verzichten müssen.

Auch dies hat der Sprecher von VW für Elektroauto-News.net ein wenig eingeordnet. Hierzu hat er uns auch das offizielle Schreiben aus der Facebook-Gruppe zur Verfügung gestellt. Aus diesem geht hervor, dass der Aufruf von vor gut vier bis sechs Wochen, zunächst in der Tat für eine erste Welle von 1.000 Fahrzeugen angedacht war. Da man zunächst Erfahrungen sammeln wolle, um dann in weiteren Wellen weitere ID.-Fahrzeuge zu updaten.

Bei erfolgreicher Durchführung dieser ersten Welle, wird im nächsten Schritt die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge weiter erhöht, um das Update auf ID. Software 3.0 zu erfahren. Wenn sämtliche Erfahrungen aus diesen ersten Update-Wellen eingebracht wurden, ist das Ziel, pro Woche ca. 10.000 E-Fahrzeuge auf aktuellen Stand zu bringen. Dabei führt der Leiter Technologiekommunikation bei VW aus, dass das Update an sich unterschiedlich lange andauern kann. Da der Download nur während der Fahrt erfolgt und mehrere Gigabyte Daten für sich beansprucht. Wer also täglich nur wenige Kilometer mit seinem ID. fährt, der wird einige Fahrten benötigen, bis das Update endgültig eingespielt ist. Zudem besteht das Update aus zwei Teilen, welche nacheinander heruntergeladen und installiert werden,

Volkswagen lernt aus Fehler und denkt Software-Zyklen künftig anders

Einer der Punkte aus dem man gelernt hat, wie der Sprecher von VW abschließend zu verstehen gibt. Man strebe demnach kürzere Update-Zyklen an, mit geringerer Größe. Damit sei es dann auch möglich schneller beim Update zu reagieren. Schröer führte in seiner Mail an uns abschließend aus, dass man er auf Anfragen und Beschwerden von Seiten VW mit widersprüchlichen Aussagen konfrontiert wird: „Sie bekommen das Update in den nächsten Tagen.“ „Das Update wurde ausgesetzt.“ „Wir haben Ihr Fahrzeug nun einer Update-Kampagne zugewiesen.“ „Wir können nicht beeinflussen wann Sie das Update bekommen.“

Von daher hoffen wir, dass wir mit diesem Einblick von Seiten eines ID.-Fahrers und Volkswagen ein wenig Aufklärung über den aktuellen Stand der Dinge betreiben konnten. Zeigt aber auch, dass die Hilfe der ID.-Fahrer von Nöten ist, um eine durchgehende Software-Basis zu erreichen. Sowie entsprechendes Verständnis, dass es dann doch nicht so schnell geht, wie man zunächst geplant habe. Was VW selbst nicht sehr freudig stimmt.

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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88 Comments
heinr
heinr
3 Jahre zuvor

VW steht heute doch nur noch für Viele Worte. Service ist bei VW ein Wort ohne Inhalt, IT ein Fremdwort, bei den Niederlassungen genauso wie im Konzern.
Der Konzern lebt noch von dem Ruf aus vergangenen Zeiten, der vergeht aber.

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David
David
3 Jahre zuvor

Das Problem sind ja immer die Halbgescheiten.

Bekannte von mir, fitte und informierte Menschen, fahren einen ID.3 und haben natürlich gleich, nachdem es bekannt wurde, das Update auf 2.4 gemacht. Das war überall kommuniziert worden und der VW Händler um die Ecke hatte sehr gerne einen Termin gemacht. Mit dem Starterbatterie-Rückruf kam dann, ich glaube, es war 3.0.. Die sind sehr zufrieden.

Anders eine Lehrerin, die sich für Autos nicht interessiert und deren ID.3 keinerlei Updates hat. Sie vermisst aber auch keine, lädt nur zuhause und würde beim ersten Service alles machen lassen, sagt sie. Kennengelernt habe ich sie am HPC-Lader in der Stadt, wo sie schauen wollte, wie das funktioniert, weil sie zweimal im Jahr Fernfahrten hat. Auch die ist glücklich.

Für die sehr interessierten und aktiven Kunden war es also gar kein Problem, aktuelle Software zu bekommen. Und die Nichtinteressierten sind auch glücklich, weil alle Funktionen auch mit altem Softwarestand bestens laufen. Es geht ja um eine Summe kleiner Verbesserungen.

Unzufrieden sind nur die üblichen deutschen Jammerer mit ihrem Anspruchsdenken, von denen man hier im Artikel lernt, dass sie die Wahrheit verdrehen, um zu verdecken, wie mittelmäßig sie selbst sind. Gut finde ich auch, dass VW zu solchen Themen so offen Stellung nimmt und auch an die Nutzer sehr offen kommuniziert. Das ist bei anderen Herstellern völlig anders. Da werden per OTA kommentarlos Komfortfunktionen ums Parken abgeschaltet, der ACC beschnitten, das Fernlicht und der Intervallwischer unbrauchbar gemacht.

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egon_meier
egon_meier
3 Jahre zuvor

VW hat sich natürlich gewaltig was vorgenommen: Neue BEV-Plattform, jede Menge neue BEV, komplexe IT für Fahrzeug und Support neu strukturieren.
Das alles vor dem Hintergrund, dass man von einem Konzern viel mehr in kürzerer Zeit verlangt als von einem Newcomer, dem man fast alles verzeiht – und dann die Trägheit einer riesigen Konzernstruktur.
Andere sind weniger ambitioniert oder befähigt: Komplettes OTA-Update ist kein Ziel, Software kauft man sich billigst irgendwo zusammen, Hauptsache Quartalszahlen und Überleben – Zukunft ist egal …

Dafür ist inzwischen die Fahrzeugpalette, die technische Basis und die Software-Reife beeindruckend und dem Wettbewerb in vielen Dingen weit voraus. Dass eine völlig neue Softwarebasis est später kommt bedeutet zunächst nur, dass die vorhandene länger und intensiver gepflegt wird – für die allermeisten Kunden eine gute Nachricht.

Schade ist nur, dass sich die flacher bauende SSP-Plattform verzögert …

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Kilian Schröer
Kilian Schröer
3 Jahre zuvor

Das mit der Holschuld ist doch auch nur wieder eine Nebelkerze. Mein Fahrzeug wurde, wie viele andere auch, mit 2.3 ausgeliefert und natürlich habe ich es so früh wie möglich in der Werkstatt auf 2.4 updaten lassen. Die Voraussetzungen für OTA Update wurden also von mir, wie auch von vielen anderen ID Fahrern, frühzeitig erfüllt. Volkswagen liefert nur leider nicht!

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Stefan
Stefan
3 Jahre zuvor

Was für VW stimmen mag, scheint für Cupra nicht mal bekannt zu sein. Wir Born-Earlys müssen uns mit alter Software zufrieden geben, während auch da mit 3.2 ausgeliefert wird. Cupra wisse nichts von einer neuen Software für unsere alten Autos.

Bitte auch bei Cupra nachhaken (vermutlich analog für Skoda).

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Kokopelli
Kokopelli
3 Jahre zuvor

Also das ist traurig, sogar sehr traurig. Aber guter Artikel, der erklärt, warum es so schleppend mit den OTA Updates läuft…
Um ein Update herunterzuladen, muss mit dem Fahrzeug gefahren werden? Warum kann es das nicht nachts über das WLAN Netz?

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Bernd
Bernd
3 Jahre zuvor

Mir wird übel, wenn ich das Wort „Holschuld“ lese. Ich renne dem Update seit Monaten hinterher. Schreibe E-Mails, beachte Tipps, die teilweise an Absurdität grenzen (Nach dem Entriegeln des Fahrzeugs warten Sie bitte ca. 60 Sekunden, bevor Sie die Zündung aktivieren) und nichts passiert. Ich warte seit zwei Jahren darauf, dass der ID auf einen Softwarestand kommt, der einem E-Fahrzeug gerecht wird. Alleine die Tatsache, dass die App für die E-Fahrzeuge deutlich weniger Funktionen bietet, als die App für Verbrenner ist nur noch lächerlich.

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Stefan Baier
Stefan Baier
3 Jahre zuvor

Ihr Beitrag gibt meines Erachtens nur die halbe Wahrheit wieder. Etwa zum Jahresende 2021 war für interessierte ID-Fahrer erstmals von der Software 3.0 zu hören. Da fuhr mein ID.3 1st noch mit Version 2.3 herum, obwohl ich mich stets gut informiert und alle angebotenen Möglichkeiten wahrgenommen habe. Im Laufe des Jahres 2022 lernte ich, dass ich zunächst zum Update 2.4 in die Werkstatt müsse, bevor dann over-the-air das Update zu 3.0 erfolgen könne: Januar 2022 war mir das schon bekannt. Auch meine Werkstatt wusste seit Frühjahr von der 2.4-Update-Welle, erst ab Sommer war sie aber von VW freigegeben. Als dann das Update 2.4 Ende Juli 2022 aufgespielt war, was länger dauerte, als das von VW in Aussicht gestellt war, hieß es dann von VW, „frühestens nach 5 Werktagen“ könne dann das Update 3.0 ohne weitere Schritte erfolgen. Doch nichts geschah. 13 Wochen lang. (Das ist etwa der Zyklus, wie häufig VW angeblich Updates liefern wollte.) Dann wurde auf Facebook plötzlich von VW eine neue Devise ausgegeben: man möge eine Mail an VW schreiben mit dem Betreff: „I want OTA 3.0“ und sich im Übrigen des Risikos bewusst sein, dass das Auto durch das Update fahruntüchtig werden könnte. Nicht unbedingt vertrauensbildend. Ich tat das trotzdem. Auf meine Mail erhielt ich auch fünf Wochen danach keine Antwort. Aber eine Rückfrage beim ID.team über Facebook ergab, dass mein Fahrzeug nicht zu den 1.000 ausgewählten Autos gehörte. Wenn es heißt, die ID-Fahrer seien in einer „Holschuld“, halte ich das erstmal für eine Frechheit und betrachte es zudem auch noch als Ausrede: ich war, seit ich den ID.3 seit Herbst 2020 fahre, alles an Software-Updates zu holen bereit, was angeboten wurde. Trotzdem hat mein Auto noch immer einen Softwarestand, der rund ein Jahr veraltet ist. Bisher hat VW viele leere Versprechungen gemacht.

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Sunny
Sunny
3 Jahre zuvor

„Bereit, wenn Sie es sind.“

Dieses großspurige Versprechen prangt(e) groß auf der VW-Website zum Thema OTA. Ich habe mich gekümmert, habe 2.4 seit Juli, habe die Mail geschrieben und habe jetzt, am 19.11.22, kein 3.0, keine Zusagemail, noch nicht einmal eine Absagemail auf die FB-Kampagne – und schon gar keine Ahnung, wann mein ID4 1st EZ 8/21 jemals 3.x bekommen wird.

Was da von VW kam ist purster PR-BS. Es gibt keine Holschuld. Es gibt nur die Tatsache, dass manche IDs tatsächlich nicht so weit sind, aber sehr viele (!) seit Monaten (!) bereit sind und warten – auf den VW-Konzern, der ja angeblich bereit ist, wenn wir es sind. Die reinste Verhöhnung informierter und aktiver Kunden.

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Flo
Flo
3 Jahre zuvor

Vielleicht hätte sich VW vorher mal über Softwareverteilung/Wartung generell infomieren sollen. Bei guter Konzeption ist das in der IT seit Jahrzehnten Standard. Ein Updatekonzept ohne WLAN-Option kann eigentlich nur der Kostenrechnung geschuldet sein. Vw wird Jahre brauchen bis sie auf Tesla-Niveau sind, das hatte sogar H. Diess erkannt und mit Blume wird es eher noch schwieriger da er zu „streamlined“ ist.

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Gerd Make
Gerd Make
3 Jahre zuvor

Ist man im BEV-Zeitalter eigentlich während der Lebenszeit des Fahrzeugs de facto an die Vertragswerkstatt gebunden?

Bisher mach(t)en es ja viele Fahrzeugbesitzer so, dass sie die ersten 3, 4.. Jahre der Vertragswerkstatt treu blieben und dann für Inspektionen, Wartung, Reparaturen zur Freien ihres Vertrauens wechsel(te)n. So ich im Wesentlichen bisher seit 20 Jahren.

Dürfen/können die Freien da bei BEV überhaupt „ran“ bzw. können sie was ausrichten?? Wahrscheinlich hapert‘s derzeit allein schon an der meist nicht vorliegenden Berechtigung und Befähigung zur Arbeit an Hochvolt-Technik?
Scheint spannend zu sein o. zu werden.
Für meine Freie spricht, neben günstigen Preisen, vor allem auch die räumliche Nähe: 5 Gehminuten von uns entfernt. Und man kennt sich seit Jahrzehnten, weil sie quasi alle Marken und alle Fahrzeugaltersklassen abdecken.

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Klaus-Rainer Heth
Klaus-Rainer Heth
3 Jahre zuvor

Klingt schon gruselig.
Als Autobesitzer will man doch mit Softwareständen und -updates nichts zu tun haben, ich zumindest. Das soll alles im Hintergrund ablaufen, entweder in Werkstatt bei turnusmäßigem Besuch oder per OTA. So wie sich die Uhr automatisch von Winter- auf Sommerzeit umstellt und umgekehrt, in vielen heutigen Fahrzeugen jedenfalls. Fertig.

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Urbi
Urbi
3 Jahre zuvor

Hallo, ich flashe seit einem Jahr täglich die ID3 und 4 auf ihren jeweiligen neuesten Stsnd ( 2.1, 2.3, 2.4 und 3.0). Jedes Fahrzeug ist eine neue Herausfordeung. Viele laufen problemlos durch, einige aber nicht. Den Werkstätten fehlen meist die Erfahrungswerte, wenn Probleme auftauchen. VW hat im Herbst 22 viele Probleme aufgelistes mit der Abhilfe. Man ist auf einem guten Weg.
Leider sind die stärkeren Batterien im Rückstand ( wird bei 2.4 verbaut, braucht es nachher für 3.0
über OTA, ca. 6 h). 3.0 kann auch über W-Lan zu Hauser runtergeladen werden, am besten über Nacht.
Kunde wird informiert, wenn 3.0 verfügbar per Mail.
Viele Probleme entstehen aber, wenn der Kunde sich nicht als Hauptnutzer anmeldet und
die max. Privatsphäre nie verlässt ( keine Softwareaktualisierung). Wird ein wichtiges Thema bei Flottenbesitzer mit dem ID Buzz.
VW bemüht sich und ist auf einem guten Weg!

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Jürgen Radlinski
Jürgen Radlinski
3 Jahre zuvor

Ich habe meinen ID5GTX im Juli glücklicherweise schon mit 3.0 bekommen aber seitdem ist nichts mehr passiert , sehr schade ….

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Marc
Marc
3 Jahre zuvor

Das die Fahrzeuge ab 2.1 OTA-fähig sind und der Batterietausch nur eine freiwillige Serviceaktion sei, die im Artikel als vom Update unabhängig dargestellt wird, ist nicht richtig. Das 2.4er Update dauert sehr lange und ist mit den bisher verbauten Starterbatterien nicht durchführbar.
Also nix OTA ohne erneuten Werkstattbesuch. Und bzgl. Holschuld: ich sehe da nur eine Bringschuld seitens des Herstellers. Ich erwarte, dass VW sich bei mir meldet. Ich habe weder Zeit noch Lust dauernd hinter dem Update herzlaufen, das dann eh nicht gemacht wird.
Dazu noch der schlechte „Scherz“, dass die WeConnectID App einen viel kleineren Funktionsumfang als die WeConnect für Verbrenner hat… unverständlich und für so einen großen und versierten Konzern echt peinlich.

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