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VW kündigt Händlern – unter ihnen auch Elektro-Verkaufskaiser Warncke

Iris MartinzbyIris Martinz
5. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten
Iris MartinzbyIris Martinz
5. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Autohaus Warncke

Home Elektroauto Hersteller

„Think small“ spielt es wohl nicht bei VW. Nachdem VW-Vertragshändler für die E-Autos bereits die Umstellung auf das Agenturmodell hinnehmen mussten – und dagegen Sturm laufen -, erfolgt nun auch noch eine Bereinigung des Vertriebsnetzes. Zum Jahresende 2022 wurde zahlreichen kleinen Händlern der Vertrag aufgekündigt. Das trifft auch solche, die mit ihrem Elektro-Verkaufstalent einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierungsstrategie des Konzerns geleistet haben – wie das Autohaus Warncke im beschaulichen Tarmstedt, am nordöstlichen Rand von Bremen. Dem Ende des „VW-Elektroautohauses“ hat die Süddeutsche Zeitung nun einen seitenlangen Artikel gewidmet – wobei: Autohauschef Wolf Warncke könne ja in Zukunft noch VWs reparieren.

2022 kam das Agenturmodell: seit der Einführung des ID.3 bekommt der Händler für ein verkauftes Elektroauto nur mehr eine kleine Provision, der Verkauf erfolgt im Namen und auf Rechnung des VW-Konzerns. Rabatte oder Zusatzleistungen gehören damit der Vergangenheit an – der Händler ist nur mehr „Erfüllungsgehilfe“ in einem sogar oft online gestarteten Verkaufsprozess. Kritik des Präsidenten des Verbands der deutschen Volkswagen- und Audi-Händler, Dirk Weddingen von Knapp, verhallte wohl ungehört. Ob die angestrebten Verhandlungen zumindest eine höhere Provision zur Folge hatten, ist nicht bekannt.

„Doppelt so lang schwätzen, halb so viel verdienen!“ So hatte Händler Warncke das Modell in einem Interview mit der WirtschaftsWoche zur Einführung auf den Punkt gebracht. Tatsächlich erfordert ein Elektroauto aufgrund der fehlenden Kunden-Erfahrung deutlich mehr Beratungsaufwand als ein Verbrenner. Und als wäre das noch nicht genug, will VW nun gar nicht mehr, dass Warncke Neuwagen verkauft. Die vorgeschlagene Zielzahl von 1.000 Fahrzeugen pro Jahr könne er nicht einmal annähernd erreichen. Damit sind die Neuwagen ab diesem Jahr weg – nach 50 Jahren Kooperation. Er könne in seiner Werkstatt ja immer noch VW-Fahrzeuge reparieren, hatte der Konzern ihm lapidar erklärt.

Dabei ist Warncke so etwas wie ein Elektro-Messias: mehr als die Hälfte aller bei Warncke gekauften Fahrzeuge fuhren im letzten Jahr mit einem elektrischen Antrieb vom Platz. Deutschlandweit sind es rund 25, global überhaupt nur magere sechs Prozent. Dabei hatte Konzernchef Oliver Blume erst im Dezember wieder bekräftigt, dass „E-Mobilität die Zukunft der VW-Gruppe„ sei. Am eingeschlagenen Elektro-Kurs würde man auf jeden Fall festhalten – wohl auch, um den Dieselskandal endlich vergessen zu machen. Warum man dann gerade jene Händler aus dem Vertriebsnetz kickt, die mit ihrem Enthusiasmus und Engagement genau diesen Kurs unterstützen würden, kann sich niemand erklären. VW argumentiert, man könne „bei kleinen Händlern leider keine Ausnahme machen„.

Freuen werden sich die asiatischen Hersteller: Elektroauto-Händler Warncke wird sich jetzt wohl um andere E-Marken bemühen und auf junge Gebrauchte setzen. Denn von der Reparatur seiner verkauften Elektroautos wird er nicht leben können – fällt doch bei einem Elektroauto kaum Reparatur- und Wartungsaufwand an. Schade um einen Elektroauto-Pionier, den man bei VW nicht mehr haben wollte.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – Warum VW einem erfolgreichen E-Auto-Händler kündigt//ecomento.de – VW-Konzern liefert im 1. Halbjahr deutlich mehr Elektroautos aus//WirtschaftsWoche – Warum VW-Händler keine E-Autos verkaufen wollen

Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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27 Comments
Johann
Johann
3 Jahre zuvor

Solche Sachen kennt man ja. Händlernetze werden seit Jahrzehnten verkleinert.

Was hier konkret gegen eine Einzelentscheidung sprach, weiß man nicht. Wird man auch nie erfahren. Es könnte die Perspektive des Gebiets sein, es könnten aber auch konkrete Gründe sein, die einen Regionalleiter davon abhielten, die Hand über den Händler zu halten. Da gibt es reichlich KPI von Servicequalität mit Once&done-Rate bis Abweichung zum Garantiebudget, aber auch Themen wie Branding, Marketing und Zusatzangebote mit Scores oder Finanzthemen wie Leasingquote und Versicherungsquote.

Letztlich ist ein Meisterbetrieb mit Verkaufsabteilung immer mit guten, neuen Chancen versehen. Neue Spieler drängen auf den deutschen Markt und Verkauf und Service über ein Elektronikkaufhaus oder eine Billigkette sind nicht der Anspruch jeder Marke.

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Daniel W.
Daniel W.
3 Jahre zuvor

Autohändler – in den meisten Fällen so überflüssig wie Versicherungsvertreter, diese teuer bezahlten Blabberer mit geringerem oder keinerlei Nutzen, teuerer als Alleinunterhalter auf einer Kleinkunstbühne und bei denen weis man, dass er nur zum unserem Vergnügen blabbert und nicht hinterher noch abzocken wollen.

Im Digitalzeitalter und mit E-Autos reichen Website und Lieferdienst sowie ein kleiner Kundenservice, denn wenn soviele Dinge online gekauft werden, warum nicht auch E-Auto. Und satt Paketdienst kommt eben ein Autotranporter vorbei und bringt das E-Auto oder man holt es an einer E-Auto-Station ab.

Wartung fällt ja kaum noch an, das können einige Service-Stationen machen – Stecker rein, Stecker raus und Reifenwechsel, gelegentliche Akkutausche etc. werden nebenbei auch noch mitgemacht.

Vertragswerkstätten sind ja sehr teuer, deshalb sind die freien Werkstätten auch so beliebt. In Zukunft werden die Hersteller die E-Autos selber online verkaufen und freie Dienstleister werden sich um die provisionbasierte Vermittlung (ähnlich wie bei Strom und Gas) kümmern oder Wartungarbeiten erledigen.

Autohändler werden wohl umsatteln oder vom angelegten Geld der letzten Jahrzehnte leben müssen oder sie verkaufen das Grundstück teuer an eine Baufirma – hungern müssen sie auf jeden Fall nicht.

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Herbert
Herbert
3 Jahre zuvor

Da kann man nur hoffen dass diese Auswüchse vom Markt „geregelt“ werden.
Nachdem nach und nach alle Händler zum austauschbaren Hilfsmitarbeiter degradiert werden, muss man sich auch nicht wundern dass die Händler sich dann entsprechend der Wertschätzung durch den Konzern engagieren wenn der Kunde mal mit einem Problem/Garantiefall kommt. Mir geht es jedenfalls momentan mit einem Stellantis-Produkt so. Händler hat kein Interesse, Telefonkontakt mit Hotline ist an „Nichtkompetenz“ kaum zu überbieten, und auf schriftliche Anfragen bezügl. des Garantiefalls (Fahrzeug hat 3000km gelaufen) erhällt man nicht mal mehr eine Antwort weil das Internet alles so schön anonym macht und der Konzern sich tot stellt.
Meine nächsten Fahrzeuge kauf ich jedenfalls bei einem „Freien Händler“ bei dem ich noch Kunde bin, oder wenns Internetanonym sein soll dann bestell ich direkt in China. Die sind rein Servicetechnisch auch nicht weiter entfernt als VW, Stellantis und wie sie alle heißen.
Aber VW kann ja dann immer noch an den dann herumfahrenden Chinesen-Fahrzeugen den Kundendienst machen.

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Peter Bigge von Berlin
Peter Bigge von Berlin
3 Jahre zuvor

Die Welt erfindet sich ständig neu und dreht sich weiter.
Der klassische Händler wird sein Kundenumfeld ähnlich stark einbüßen wie der Pferdezüchter, Schuhmacher oder ein Kaufhaus. Wir befinden uns im Strukturwandel, der sich Online oder Systemservice nennen könnte.
An der Stelle liebe ich meine kleine freie Werkstatt, wo der Kunde noch König ist und es einen Ansprechpartner gibt. Die will oder darf aber leider nichts mit Elektro-Fahrzeugen zu tun haben, was sehr tragisch ist.
Wer auf große Autohäuser angewiesen ist, kann mitunter hinsichtlich Kundenservice echt arm dran sein. Ansprechpartner sterben aus, schnelle Termine, selbst im Notfall, sind unerwünscht, Fachleute für BEVs sind absolute Mangelware.
Früher wurde von mangelndem Service oder sogar Service-Wüsten
gesprochen, heute sind wir im Fall von Autohäuser noch viel weiter vom Ideal entfernt als jemals zuvor.
Verkaufen wollen sie vielleicht gerne, und reden von ihrem tollen After-Sales, aber Service bieten sie wie ein Dealer einem Abhängigen.
Fakt ist, die Vertriebs- und Servicekultur muss neu strukturiert werden.
Autos können in Zukunft online bestellt und zuvor probegefahren werden, können dann entweder im Werk oder Vertriebszentren abgeholt werden, oder werden vor die Haustür gestellt.
Wartungen und Reparaturen werden am besten zukünftig in „Reparaturfabriken“ durchgeführt, zu denen die Kunden fahren können mit Schnelleincheckung, ggf. Ersatzfahrzeug bekommen, oder besser im Tausch von vor der Haustür abgeholt.
Ein Autokauf, eine Reparatur oder eine Wartung müssen so perfekt wie eine Warenbestellung bei Amazon verlaufen, inklusive der Transparenz des jeweiligen Bearbeitungszustandes.
Nichts ist schlimmer als von hochnäsigen inkompetenten Mitarbeitern in einem Autohaus bedient zu werden, welche entweder Fragen, ob das Fahrzeug bei ihnen gekauft wurde, oder warum man das liegen gebliebene Auto zur Reparatur abgeben möchte. Mitunter rennen dort mehr Verkäufer und lebensfremde Sachbearbeiter als Monteure/Fachleute rum.
Wenn es schnell mit den BEVs werden soll, werden massenweise spezialierte Fachleute benötigt, und neue Vertriebs- und Servicestrukturen.

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Michael Dierolf
Michael Dierolf
3 Jahre zuvor

Nun ja , wer vor Jahren nicht schon erkannt hat , wohin die Reise geht , wird jetzt fallengelassen . Jeder weitsichtige VW Höndler hat schon vor Jahren das Spiel beendet ,immer größere Glaspaläste , von Jahr zu Jahr mehr Autos nach Wahl des Herstellers auf den Hof gestellt bekommen usw usw.
andere Marken werden folgen . Der VW Konzern geht voran . VW ist nur gut für diejenigen die drin sind , im Konzern . Tausende über bezahlte bullshitjobs . Teuer wird’s für den Steuerzahler. VW ist auf dem Weg in den Staatskonzern

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Martin Hofstetter
Martin Hofstetter
3 Jahre zuvor

Hier wurde ein top Toyota Händler von Toyota Europe gekündigt, jetzt stehen die Kunden schlage für MG, Renault Z.E. und Fiat 500e.
Verbrenner gibt’s dort keine zu kaufen, 5 Top geschulte Verkäufer leiste hervorragende Arbeit, vom Auto bis zur Wallbox / PV inklusive Montage gibt’s dank Vertragspartner in einem Beratungsgespräch.
Offene Infoveranstaltungen zur eMobilität am Abend gibt’s 1x wöchentlich!

wer es rechtzeitig begreift wird überleben…

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Hiker
Hiker
3 Jahre zuvor

Ich möchte alles andere als Schadenfreude verbreiten. Aber wie hiess es doch über Tesla so lange verächtlich: die haben ja keinen Service, deshalb kaufe ich einen aus dem VAG Konzern. Und Tesla sind seine Mitarbeiter scheissegal. Was sagen Leute wie David heute dazu? Bin gespannt was da wieder für Argumente kommen. Aber mir tun die Leute leid, die trotz dem Dieselskandal zum VAG Konzern gehalten haben und jetzt schon wieder von VW verscheissert werden. Da hilft dann vielleicht auch ein ID.7 nicht mehr wenn man seine Händler so behandelt.

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Nick8888
Nick8888
3 Jahre zuvor

Äh, wofür braucht man jetzt genau Autohändler? Hab ich ohnehin noch nie verstanden.

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Mark Mahoon
Mark Mahoon
3 Jahre zuvor

All diesen Kunden wünsche ich dann viel Spass, sobald sich dann kurz nach der Anlieferung der Garantiefall einstellt. Du wolltest schlau sein und den Händler vor Ort ausbooten? Na dann schau mal, wo du die Karre dann repariert kriegst.

Den Spass hatte meine Familie öfters mit Kunden, die ihren Wagen bei Neuwagen Sixt gekauft hatten. Schlecht schliessende Türen bei Anlieferung, Lackkratzer vom Transport oder ähnliches, die man als ehrlicher Händler vor der Übergabe an den Kunden beseitigt? Bitte wenden sie sich an ihren Verkäufer zwecks Garantieabwicklung.

Ach so, Sixt hat so etwas nicht? Na dann viel Vergnügen bei der Suche nach einem Händler, der so dumm ist, die Kosten für die Ausbesserung auf seine Kappe zu nehmen.

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Eddie
Eddie
3 Jahre zuvor

Gute Händler mit Engagement werden von großen Automarken hinausgeworfen. Das klingt eigentlich nach einer Sternstunde für das Konzept von Sono Motors und seinem Sion Fahrzeug. Vielleicht sollten die kleinen Händler sich zusammentun und sich dort mit engagieren. Wäre für alle (Käufer/Fahrer, Händler bzw. Servicewerkstatt) eine Win-Win Situation.

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Ma()
Ma()
3 Jahre zuvor

Wohnen die ganzen Kritiker von Autohäusern eigentlich in Städten?
Auf dem Land kannste deinen Autohändler auch in der Nacht anrufen, wenn du liegen geblieben bist und er holt dich samt Fahrzeug ab, zumindest da, wo ich herkomme.

Wie macht man das per Internet – ruft man dann einen Konfigurator für „liegen geblieben“ auf und hofft, innerhalb der nächsten 14 Tage eine Antwort aus Textbausteinen zu bekommen?

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Silverbeard
Silverbeard
3 Jahre zuvor

Um hier mal im ‚David Style‘ zu kommentieren:

VW klöppelt liebevoll einige BEV als Belegexemplare zusammen und stattet die Steuerung mit einem Windows 3.1 Clon aus.

Einen Autohändler, der ernsthaft BEVs verkaufen will, kann der Konzern nicht gebrauchen. Ausnahme Porsche, dort wird das über absurd hohe Preise geregelt.

Schon jetzt haben die meisten BEV Modelle 2 Jahre Lieferzeit, die Produktion 2023 ist ausverkauft und ich habe nicht den Eindruck, dass sich daran 2024 Entscheidendes ändern wird. Irgendwie bekommt VW seine Kapazität nicht hochgefahren.
Meine Vermutung: Es fehlen Batteriezellen, alles andere ist auch für Verbrenner Standardware.

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PMR Consulting
PMR Consulting
3 Jahre zuvor

Oft werden Sachen einseitig betrachtet, je nach Interessenlage. Wenn wir uns bemühen die Interessen aller Teilhaber zu betrachten werden wir festestellen – es gibt überall Optimiereungpotenzial.

  • Kunden möchten immer öfter einen minimierten Aufwand, sowohl in der Beschaffung als auch Instandhaltung / Reparatur = Möglichst günstig ohne Einbussen in der Qualität (utility)
  • Gewerbe möchte optimierten Ertrag (Endkundendienstleister (B2C) als auch Hersteller (B2B))

Der Vertrauensvorschuss eines Vertragshändlerstatus wurde in den letzten Jahrzehnten oft durch das Erfüllen von Herstellerauflagen „Erkauft“. Damit verbunden sind höhere Kosten / Aufwand für einen Vetragshändler, die refinanziert werden müssen.
Die Vorgaben (VI etc.) wurden stetig weiterentwickelt, ergo, eine nie endende Investitionsschleife (in Deutschland sogar noch öfter als in den meisten anderen Ländern… von Japan, APC und USA bis hin zu Europa). Somit wurde die Umlaufrendite im Vertrieb oft auf ca. 1% gedrückt. Ohne After-Sales und Gebrauchtfahrzeuge wäre es lukrativer für den Unternehmer das Geld am Kapitalmarkt zu investieren und die Immobilie zu vermieten / verkaufen.
Das gewinnen von Kunden für „Freie“ Werkstätten lief oft über Preis, das Halten von Kunden über besondere Dienstleistung, persönlichere Ansprache etc.
Leider schlich sich über die Jahre „Selbstgefälligkeit“ bei einigen Marktteilnehmern ein, insbesondere bei denen die wenig oder keinen direkten Markt- / Kundenkontakt haben. (quasi „too big to fail“, sie spüren die Schmerzen des Kunden nicht).
Endresultat – „Service Wüste“ bzw nicht Markt- und Kundengerechte Rahmenbedigungnen.
Der Markt unterliegt deshalb einen stetigen Wandel.
Auch das Agentumodell bietet Vorteile (u.a. vermindertes finanzielles Risiko) und die Hersteller werden künftig die Prämien anpassen müssen – sich langfristig die Treue und Rahmenbedingungen im B2C darüber erkaufen müssen.
Das inventar gehört dem Hersteller. „switching costs“ sinken. Ein “ guter Absatzmittler“ mit entprechender Reputation kann somit relativ schnell und unkompliziert „Umsatteln“.
all diese wird ca. weitere 5 Jahre dauern, aber die meisten Mitarbeiter bei Herstelle (inkl. „Top dogs“) habenbis jetzt nur kurzfristig und kurzsichtig gedacht.

In über 25 Jahren KFZ-Industrie (kaufmännische Leitung) habe ich vieles gesehen, vor allem kurzzeitige Strategien. Interessanterweise gelte ich als „überqualifiziert“ – ergo zu erfahren- bin dafürseit einiger Zeit fast ausschliesslich im Bereich Elektro-Mobilität unterwegs, PKW und LKW. Jedoch nur als Berater da Personen über ca. 35-40 nur schwer eine neue feste Aufgabe finden obwohl angeblich „Fachlräftemangel „herrscht. Ein weiterer Beweis das Strukturen und Philiosphien einer fortwährneden Anpassung bedürfen.

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Paul Rowney
Paul Rowney
3 Jahre zuvor

Oft werden Sachen einseitig betrachtet, je nach Interessenlage. Wenn wir uns bemühen die Interessen aller Teilhaber zu betrachten werden wir festestellen – es gibt überall Optimiereungpotenzial.

  • Kunden möchten immer öfter einen minimierten Aufwand, sowohl in der Beschaffung als auch Instandhaltung / Reparatur = Möglichst günstig ohne Einbussen in der Qualität (utility)
  • Gewerbe möchte optimierten Ertrag (Endkundendienstleister (B2C) als auch Hersteller (B2B))

Der Vertrauensvorschuss eines Vertragshändlerstatus wurde in den letzten Jahrzehnten oft durch das Erfüllen von Herstellerauflagen „Erkauft“. Damit verbunden sind höhere Kosten / Aufwand für einen Vetragshändler, die refinanziert werden müssen.
Die Vorgaben (VI etc.) wurden stetig weiterentwickelt, ergo, eine nie endende Investitionsschleife (in Deutschland sogar noch öfter als in den meisten anderen Ländern… von Japan, APC und USA bis hin zu Europa). Somit wurde die Umlaufrendite im Vertrieb oft auf ca. 1% gedrückt. Ohne After-Sales und Gebrauchtfahrzeuge wäre es lukrativer für den Unternehmer das Geld am Kapitalmarkt zu investieren und die Immobilie zu vermieten / verkaufen.
Das gewinnen von Kunden für „Freie“ Werkstätten lief oft über Preis, das Halten von Kunden über besondere Dienstleistung, persönlichere Ansprache etc.
Leider schlich sich über die Jahre „Selbstgefälligkeit“ bei einigen Marktteilnehmern ein, insbesondere bei denen die wenig oder keinen direkten Markt- / Kundenkontakt haben. (quasi „too big to fail“, sie spüren die Schmerzen des Kunden nicht).
Endresultat – „Service Wüste“ bzw nicht Markt- und Kundengerechte Rahmenbedigungnen.
Der Markt unterliegt deshalb einen stetigen Wandel.
Auch das Agentumodell bietet Vorteile (u.a. vermindertes finanzielles Risiko) und die Hersteller werden künftig die Prämien anpassen müssen – sich langfristig die Treue und Rahmenbedingungen im B2C darüber erkaufen müssen.
Das inventar gehört dem Hersteller. „switching costs“ sinken. Ein “ guter Absatzmittler“ mit entprechender Reputation kann somit relativ schnell und unkompliziert „Umsatteln“.
all diese wird ca. weitere 5 Jahre dauern, aber die meisten Mitarbeiter bei Herstelle (inkl. „Top dogs“) habenbis jetzt nur kurzfristig und kurzsichtig gedacht.
In über 25 Jahren KFZ-Industrie (kaufmännische Leitung) habe ich vieles gesehen, vor allem kurzzeitige Strategien. Interessanterweise gelte ich als „überqualifiziert“ – ergo zu erfahren- bin dafürseit einiger Zeit fast ausschliesslich im Bereich Elektro-Mobilität unterwegs, PKW und LKW. Jedoch nur als Berater da Personen über ca. 35-40 nur schwer eine neue feste Aufgabe finden obwohl angeblich „Fachlräftemangel „herrscht. Ein weiterer Beweis das Strukturen und Philiosphien einer fortwährneden Anpassung bedürfen.

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