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Wie die junge Marke Cupra eine Erfolgsgeschichte werden soll

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
2. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
2. Januar 2023
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): CUPRA

Home Automobilindustrie

Wayne Griffiths, der Vorstandsvorsitzende von Seat und CEO von Cupra, sprach in einem Interview mit der Autoflotte über das erhoffte Wachstum der Marke Cupra, kommende Elektroautos und woher die Begeisterung für die junge Marke kommt.

Seat plant, den Absatz seiner sportlichen Tochtermarke Cupra bis 2025 auf eine halbe Million Fahrzeuge pro Jahr zu steigern. Die erst 2018 ins Leben gerufene Marke hatte dem Seat-Konzern im vergangenen Jahr ein kräftiges Absatzplus beschert. Die Performance-Sparte der spanischen Automarke verdreifachte ihre Verkäufe beinahe und erreichte im Jahr 2021 ein Volumen von 79.300 Fahrzeugen. Die Kernmarke Seat schloss das zurückliegende Jahr mit weltweit insgesamt 391.200 Einheiten ab – zwei Prozent weniger als im Jahr davor. Gruppenweit lag der Absatz damit bei 470.500 verkauften Autos und unter dem Strich bei einem deutlichen Plus von 10,3 Prozent.

„Das Ziel von 500.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr ist ein mittelfristiges Ziel“, so Griffiths über das anvisierte Wachstum. Um dies zu erreichen, soll Cupra nun vor allem „neue Märkte und neue Segmente erschließen“. Das Ziel der bislang vor allem in den europäischen Kernmärkten erfolgreichen Marke sei, sich in den kommenden Jahren auch global zu etablieren. Vor allem E-Autos sollen das Wachstum befeuern, wie etwa der Kompaktsportler Cupra UrbanRebel auf Basis der MEB-Small-Plattform der Konzernmutter Volkswagen.

„Im Jahr 2025 werden wir den Cupra UrbanRebel – unser urbanes E-Auto – auf den Markt bringen“, so Griffiths. Er soll „ein enorm emotionsgeladenes Fahrzeug“ sein, das „entworfen und entwickelt wurde für eine rebellischere elektrische Welt“. Mit diesem Modell wolle Cupra „Konventionen herausfordern und echte Emotionen in das urbane Elektroauto-Segment bringen.“ Der UrbanRebel sei „das größte Projekt in den kommenden Jahren“ und „das Schlüsselprojekt“ für Cupras Transformation zu einer vollelektrischen Marke.

„Ein urbanes, high-performance Elektroauto mit 100 Prozent Cupra-DNA“

Der UrbanRebel soll „ein urbanes, high-performance Elektroauto mit 100 Prozent Cupra-DNA sein“, welches mit Blick auf die neue, junge Generation entwickelt worden sei: „Es ist eine agile Neuinterpretation der Sportlichkeit in einem kompakten Format – vollständig digitalisiert, mit der Mission, Emotionen zu wecken.“

Neben rein elektrischen Modellen plant Cupra auch die Einführung von Plug-in-Hybriden, wie etwa dem mit dem Audi Q3 größenmäßig vergleichbaren Cupra Terramar, der mit gut 100 Kilometern Elektro-Reichweite „eine neue Generation von PHEVs prägen“ soll. Der große, rein elektrische SUV Cupra Tavascan wiederum soll 2024 erscheinen und das zukünftiges Flaggschiffmodell der Marke sein: „Der Tavascan verkörpert nicht nur die Vision einer zeitgemäßen Elektrifizierung, sondern wird die Marke auch globaler machen und neue Märkte erschließen“, sagt Griffiths.

„Nachhaltige Autos mit großartigem Style, die Spaß machen“

Die Begeisterung für Cupra als junge Marke komme vor allem von jungen Menschen – der neuen Generation, wie Griffiths sie genannt hat. „Sie suchen etwas Anderes als das, was ihre Eltern oder Großeltern früher gefahren haben. Sie wollen eine Marke, die moderne und zeitgemäße Werte verkörpert“, so der Cupra-CEO. Cupra wolle authentisch sein, Konventionen herausfordern und Dinge tun, „die noch nie zuvor gemacht wurden, auch wenn es bedeutet, Risiken einzugehen“. All dies seien Werte, mit denen sich die neue Generation identifiziert. Gleichzeitig sollen Cupra-Modelle auch das widerspiegeln, „was diese Generation will: nachhaltige Autos mit großartigem Style, die Spaß machen, wenn man sie fährt“.

Bei der Kernmarke Seat wollen sich die Spanier noch etwas Zeit lassen mit der Elektrifizierung: Griffiths sieht Seat „aktuell mit Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybriden, die in den kommenden Jahren in vielen Märkten die Mehrheit der Fahrzeuge ausmachen werden, sehr gut positioniert“. Man könne auch nicht „die gesamte Palette von Seat und Cupra gleichzeitig elektrifizieren“, wirft er ein. „Deshalb werden wir uns zunächst auf die Elektrifizierung von Cupra konzentrieren“, welche ab 2030 „eine 100 Prozent elektrische Marke“ sein soll, mit eigenem Portfolio und eigener Produktpalette.

Quelle: Autoflotte – „Begeisterung für Cupra kommt von jungen Menschen“

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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