Da es für Autohersteller aufgrund verschärfter Sicherheits- und Emissions-Regularien immer schwieriger wird, kleine Benzinfahrzeuge rentabel zu machen, dünnt sich der Markt für Stadtflitzer immer weiter aus. Dennoch hat Hyundai nun angekündigt, diesem Segment treu bleiben zu wollen. Man plant auf jeden Fall, die nächsten Generationen seiner kleineren Benzinmodelle i10, i20 und i30 zu bauen, wie Michael Cole betont, Chef von Hyundai Europa. Das koreanische Unternehmen denke auch über neue Elektrofahrzeuge in dem Segment nach. Im Rahmen der Vorstellung des neuen Hyundai Kona äußerte sich Cole zur Strategie bei den Kleinwagen.
2020 hatte Hyundai bekanntgegeben, den Namen Ioniq, der zunächst für eine elektrische Limousine verwendet wurde, für eine neue Submarke zu nutzen, die alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb umfasst. Unter diesem Namen werden bisher zwei Modelle produziert, ein drittes wurde angekündigt: Der Ioniq 5 ist ein Mittelklasse Crossover im Retro Design und in Form eines Hatchback. Der Ioniq 6 ist eine Limousine für die Mittelklasse. Zudem wurde mit dem Ioniq 7 ein großes SUV mit drei Sitzreihen angekündigt.
Die nächste Herausforderung besteht laut Cole nun darin, kleinere Elektroautos zu auf den Markt zu bringen und die Nomenklatur unterhalb der 5 weiterzuführen. Die Elektro-Kleinwagen aber seien aufgrund der noch teuren Batterietechnik ebenfalls schwer rentabel zu produzieren. Hyundai möchte trotzdem weiterhin dem Bedarf der i10-, i20- und i30-Kunden gerecht werden und weitere elektrische Modelle unterhalb des Kompakt-Crossover Kona und dem Ioniq 5 entwickeln.
Um diese Fahrzeuge trotz hoher Produktionskosten attraktiver und erschwinglicher zu machen, könnte Hyundai laut Cole ein Abonnement-Modell anbieten. Das würde es Kunden ermöglichen, ein kleines E-Auto zu mieten. Die Fahrzeuge würden aber im Besitz von Hyundai verbleiben und so einen fünf, sechs oder sieben Jahre langen Lebenszyklus erfahren.
Derzeit sind Kleinwagen wenig rentabel, egal ob Benzin oder Elektroantrieb. Da ist es gut, dass Hyundai davon überzeugt ist, dieses Segment weiter zu bedienen. Kunden, die ein erschwingliches kleines Stadtfahrzeug suchen, werden das gerne hören.
Quelle: Autocar – Hyundai i10, i20 and i30 survive as brand commits to small cars
das ist schon längst überfällig das mal auch für Normalbürger mit normalen Einkommen endlich auch was bezahlbares bekommen aber ich rate wie alle anderen auch erst ab frühestens 2025 eher ende 2025
Die Überschrift klingt gut. Der viertgrößte Automobilkonzern der Welt bringt Elektro-Kleinwagen. Toyota als größter Konzern der Branche scheint von der Leiter zu fallen, das Elektrozeitalter ist nichts für sie. VW hat gestern einen Elektrowagen sub 25k vorgestellt und will am 20k-Elektroauto arbeiten. VW ist extrem energisch dabei umzusteigen auf Elektro. Renault-Nissan-Mitsubishi als Nummer drei ist sehr verhalten, der ernsthafte Umstieg zum Elektroauto ist nicht zu erkennen. Was macht jetzt Hyundai, die Nummer vier in der Welt?
Wann kommt ihr Elektrokleinwagen? Gar nicht. Sie möchten ein Abo-Modell anbieten, um Elektroautos erschwinglicher zu machen. Ein solches Modell ist eine Finanzierung. Nutzung über Zeit nennt sich Leasing. Das ist eine teure Art, mobil zu bleiben, weil die Zinsen über die gesamte Laufzeit an den Neupreis angemessen sind. Wenn das Wort Abo fällt, ist es vermutlich ein zeitlich flexibles Modell. Dann muss man dieses Risiko zusätzlich finanziell auffangen. Das ist also prinzipiell eine der teuersten Formen, ein Auto zu nutzen.
Warum sollen das Leute geringerem Einkommen nutzen? Dazu muss Hyundai die Raten senken, nennt man Rabatt. Das ist also ihre Lösung für die nächsten Jahre – das Grundmodell vom elektrischen Kona mit günstiger Rate anzubieten. Das bedeutet, sie wollen mehr Grundmodelle produzieren, schlecht für die Marge, und sie wollen Rabatt geben, auch schlecht für die Marge. Klingt nicht lukrativ, ist es auch nicht. Eine Plattform für günstigere Fahrzeuge steht dagegen nicht im Raum.
Der Angriff von Korea in den unteren Preisklassen ist mittelfristig somit nicht zu erwarten. Was machen die Anderen? GM plant aktuell in der Klasse nichts, Stellantis will, ihnen fehlen aber Akkus – halt zu spät bestellt. Ford kauft die MEB. Bei Importen aus China hat nur MG halbwegs akzeptable Preise. Sieht also so aus, als ob die Konkurrenz für VW arbeitet.