NIO-Mitbegründer und Präsident Qin Lihong, gibt zu verstehen, dass das 150-kWh-Akkupaket von NIO zunächst nur zum Leasen, dann in Zukunft auch mit einer Kaufoption angeboten werden soll. Eine Markteinführung ist in der ersten Jahreshälfte 2023 zu erwarten. Allerdings sei aufgrund der hohen Kosten die Festkörperbatterie noch weit davon entfernt, in großem Maßstab verfügbar zu sein.
Auch wird der Preispunkt sich auf die Nachfrage auswirken. Denn NIO-Präsident Lihong gab zu verstehen, dass das 150 kWh-Akkupaket etwa so viel kosten wird wie ein NIO ET5. Der ET5 ist das günstigste Modell der NIO-Produktpalette. Der Einstiegspreis für ein Fahrzeug mit dem 75-kWh-Batteriepaket für die Standardreichweite um die 48.000 US-Dollar, einschließlich Batterie. Für den ET5 mit dem 100-kWh-Batteriepaket beträgt der Preis, einschließlich der Batterie, um die 56.500 US-Dollar.
NIO hatte die 150-kWh-Semi-Solid-State-Batterie bei der Vorstellung seiner Flaggschiff-Limousine, dem NIO ET7, auf der Veranstaltung NIO Day 2020 am 9. Januar 2021 vorgestellt. Wir erinnern uns. Bereits am 30. Oktober 2020 gab der Gründer von NIO, William Li Bin, im EP-Club, dem Top-Nutzer-Club von NIO, zu verstehen, dass das Unternehmen derzeit an einem 150-kWh-Akkupack arbeitet, das den eigenen Elektroautos eine Reichweite von mehr als 900 km ermöglichen wird. Zwischenzeitlich waren gar über 1.000 km Reichweite im Gespräch.
Man darf gespannt sein, welche Werte das Unternehmen Mitte des Jahres erreicht. Der Lieferant des 150-kWh-Akkus, der eine Energiedichte von 360 Wh/kg aufweist, ist Beijing WeLion New Energy Technology. Weitere Details zur Festkörperbatterie mit 150 kWh-Kapazitäten sind derzeit noch nicht bekannt geworden
Quelle: ChinaCrunch – NIO’s 150-kWh battery pack costs as much as an ET5, president says (Paywall)
Also erst mal ein Halo-Produkt.
Ich erwarte gegen Ende des Jahrzehntes wirklich erste Serienfahrzeuge mit „richtigen“ Feststoffakkus.
Effektive Massenfertigung ist das A und O, wird bei solch neuen Technologien aber min 3 bis 5 Jahre dauern.
Bis dahin bleibt es etwas für spezielle Einsatzzweck.
Nio ist nicht der erste Autohersteller, der sich geriert, als ob er Zellhersteller wäre. Sind sie aber nicht. Sie müssen für sündhaft teures Geld irgendwo kaufen. Was man bisher noch nicht weiß, sind die Spezifikationen im Sinne von Betriebsbedingungen dieses Akkus. Wie man hört, sind dort signifikante Einschränkungen zu erwarten. Das werden wir in nächster Zeit erfahren. Vor allem fragt man sich, wer das dann kauft. Die Leasingraten mit Akkuwechsel sind doch jetzt schon deutlich vierstellig. Letztes Jahr konnten keine 500 Autos zugelassen werden.