• Newsletter
  • Podcast
  • THG-Quote Vergleich
  • THG-Quote Wallbox
  • Testberichte
  • Events
  • Anmelden
  • Registrieren
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
No Result
View All Result

Elektromobilität: America first – USA macht die Grenzen dicht

Wolfgang GomollbyWolfgang Gomoll
1. April 2023
Lesedauer: 4 Minuten
Wolfgang GomollbyWolfgang Gomoll
1. April 2023
Lesedauer: 4 Minuten

© Abbildung(en): BMW

Home Elektroauto News 2023

Die USA locken die deutschen Autobauer mit gewaltigen Investitionen in ihr Land. Für viele EU-Politiker kommt diese Subventionspolitik einer neuen Art des Protektionismus gleich, doch es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, weshalb die Dollar-Mauern so hoch sind.

Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat es immer wieder betont: „America First“. Also, dass die USA ihre Interessen über das der anderen Staaten stellen. Und das mit allen Konsequenzen. Donald Trumps Zwei-Wörter-Doktrin bedeuteten nämlich nichts anderes als das Ende des freien Handels, wie er seit Mitte der 1990er-Jahre weltweit forciert worden war. Frei und global sollten die Wirtschaften ihre Produkte anbieten können. Eigentlich eine Wunschvorstellung für Nationen wie die USA. Doch das war einmal.

Inflation Reduction Act (IRA) als Subventionsmotor für die USA

Wer glaubt, dass sich die USA unter Trumps Nachfolger Joe Biden zurückbesinnen würden, sieht sich getäuscht. Auch der demokratische Präsident beharrt auf dem Primat der eigenen Wirtschaft. Die geopolitische Lage unterstreicht dieses Ansinnen. Die Biden-Administration sieht im Freihandel eine Bedrohung der eigenen Wirtschaftskraft und damit des Wohlstands ihres Landes. Die Konsequenz: Es werden Grenzen errichtet, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind, es droht ein Rückfall in die wirtschaftliche Vielstaaterei des 19. Jahrhunderts. Der Titel „Inflation Reduction Act“ (IRA) lässt auf den ersten Blick eine Inflations-Preissteigerungsbremse vermuten, ist aber letztendlich die Zementierung des US-Neo-Protektionismus.

Worum geht es beim IRA genau? Kurz gesagt ist das Gesetz ein gigantisches Subventionsprogramm mit einem Umfang von 433 Milliarden US-Dollar. Bezogen auf die Automobilindustrie heißt das: „Baut eure Autos und Batterien bei uns, wir geben euch Geld.“ Die Subventionen für einzelne Unternehmen gehen sogar in die Milliarden.

Das Wedeln mit den grünen Scheinen verfehlt seine Wirkung nicht: Statt in Deutschland oder Europa zieht VW den Bau zwei neuer Fabriken in den USA vor: Im Süden der USA sollen die Autos der wiederbelebten Marke Scout vom Band laufen, eine Gigafabrik soll folgen. Audi eifert der Mutter aus Wolfsburg wohl nach und plant ebenfalls eine Produktion in den USA. „Mit dem Inflation Reduction Act ist der Bau eines US-Werks für Elektroautos natürlich hochattraktiv geworden“, machte Audi-Chef Markus Duesmann zuletzt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung klar.

Audi, BMW und VW folgen dem Ruf des Geldes in die USA

Auch BMW folgt dem Lockruf des Geldes, um sich Absatzpfründe im großen Automarkt zu sichern und baut das Werk in Spartanburg für eine Milliarde US-Dollar um, um in Zukunft dort Elektroautos bauen zu können. Die Batterien werden in Zukunft in Woodruff (South Carolina) montiert, wo für 700 Millionen Dollar eine neue Fertigungsstätte entsteht. Da Mexiko Teil der Freihandelszone bleibt, fließen noch einmal gut 800 Millionen Dollar für die Umrüstung zur Fertigung der „Neuen Klasse“ und der Batterien in das Werk in San Luis Potosí.

Eine Prämie beim Kauf eines Elektroautos ist ebenfalls vorgesehen. Jede:r US-Bürger:in erhält beim Kauf eines samt Batterie in den USA gefertigten Stromers einen Zuschuss von 7500 Dollar für Pkw, die maximal 55.000 Dollar kosten, bei Pick-ups beziehungsweise Vans sind es maximal 80.000 Dollar.

Allerdings wäre dieser Protektionismus durch die Hintertür, also mit finanziellen Anreizen nicht in diesem Ausmaß möglich, wenn die hohen Energiekosten in Europa nicht die Autobauer in die offenen Arme der US-Amerikaner treiben würden. Dennoch sind die USA nicht zwingend der Bad Guy als der sie von EU-Politikern hingestellt worden. Zwischen der EU und den Vereinigten Staaten und der EU existiert derzeit kein bilaterales Handelsabkommen. Daher wird beim Handel der beiden Regionen der sogenannte Meistbegünstigungszollsatz angewendet. Bei diesen Zollsätzen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den USA und der EU: Bei den Elektroautos liegt der EU-Zollsatz um 7,5 Prozent höher als der USA (10 Prozent zu 2,5 Prozent). Bei den Preisen für Elektroautos macht das schnell mehrere tausend Euro beziehungsweise Dollar aus.

Exportanteil von reinen E-Autos steigt an

„Der Automobilexport ist einer der entscheidenden Pfeiler der deutschen Außenwirtschaft. So entfielen im Jahr 2022 rund 16 Prozent der deutschen Ausfuhren allein auf Kraftwagen und Kraftwagenteile“, heißt es in einer aktuellen Expertise des Ifo-Institutes. Schaut man sich die Exportzahlen genauer an, sinkt der Anteil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor rapide, während die Zahl der Elektroautos steigt. Mit einem Anteil von acht Prozent spielt die USA beim Export keine dominante Rolle. Zieht man den Wert der exportierten E-Autos ins Kalkül, sind die USA mit einem Anteil von 13 Prozent an den Gesamtexporten der zweitwichtigste Markt hinter der EU (27 Prozent). Für die USA ist Deutschland der wichtigste ausländische Lieferant von reinen Elektroautos mit einem Anteil von rund 33 Prozent des Gesamtwerts der US-amerikanischen Importe. Betrachtet man den Produktionsstandort, wird rund jedes zweite BEV, das die deutschen Hersteller verkaufen, auch hierzulande gebaut. Anders als das bei den Modellen mit Verbrennungsmotor der Fall ist, bei denen entsteht die Mehrheit außerhalb der EU.

Durch das IRA sind also hauptsächlich die innerhalb Deutschlands beziehungsweise der EU produzierten Elektroautos betroffen. „Allerdings gibt es zumindest Indizien dafür, dass sich das internationale Produktionsnetzwerk der deutschen Hersteller für Elektroautos in Zukunft der Produktionsstruktur für Pkw mit Verbrennungsmotor angleichen könnte und somit in Zukunft auch die Elektroautos für den US-amerikanischen Markt zu einem großen Teil in Nordamerika selbst produziert werden“, heißt es in der Ifo-Analyse. Also verfehlt der IRA die angedachte Wirkung nicht – und saugt Produktionskapazitäten und damit auch Arbeitsplätze über den Atlantik.

Wolfgang Gomoll

Wolfgang Gomoll

Wolfgang Gomoll beschäftigt sich mit dem Thema Elektromobilität und Elektroautos und verfasst für press:inform spannende Einblicke aus der E-Szene. Auf Elektroauto-News.net teilt er diese mit uns. Teils exklusiv!

Abonnieren
Anmelden
Benachrichtigen bei
guest
guest
2 Comments
Marc
Marc
3 Jahre zuvor

Vielleicht sollte man auch sagen, dass der amerikanische Präsident, alles andere als Fan von Musk und Tesla, sich da etwas ausgedacht hat, was wohl deutlicher das schlechte Verhältnis nicht ausdrücken kann. So wird das übrigens auch von Tesla Fans in Amerika diskutiert. Denn jetzt wurden die Ausführungsbestimmungen veröffentlicht und danach verlieren die günstigsten Tesla Modelle die volle Förderung. Das ist ein einmaliger Vorgang, dass irgendwo nationale Förderrichtlinien einen einheimischen Hersteller mit einem im Land gebauten Elektroauto Elektroautoförderung teilentziehen.

Warum? Weil der LFP Akku in China gefertigt wird. Warum hatten die Fahrzeuge vorher volle Förderung von $7,500 bekommen? Weil die Ausführungsbestimmungen nicht rechtzeitig fertig wurden und man deshalb bis 17. April eine Grace Period eingeführt hatte. Da muss man natürlich schauen, was mit den Verkäufen dieser Modelle ab dem 18. April passiert.

Ebenso lustig ist, dass durch die zahlreichen Hintertürchen auch Autos volle Förderung bekommen, die sie definitiv nicht bekommen sollten. So bekommt der Mercedes EQS und der Taycan auch in der größten Motorvariante die volle Förderung. Der Trick ist, das Auto per Leasing anzubieten und dann bekommt man erstaunlicherweise die vollen $ 7,500 und der Leasinggeber kann sie in die Rate einpreisen. Jetzt könnte man sich aus deutscher Sicht noch fragen, ob der VW ID.4 irgendeine Förderung bekommt, wo doch schon die kleinen Model 3 abgestraft wurden? Antwort: Ja. Der ID.4 bekommt volle $7,500.

9
-11
Antworten
Antworten anzeigen (1)

Ähnliche Beiträge

Related Posts

D. Schulmeyer, LADE: AC-Ladestationen helfen Stromnetz zu stabilisieren
Elektroauto News 2023

D. Schulmeyer, LADE: AC-Ladestationen helfen Stromnetz zu stabilisieren

30. April 2023
0
ChargeOne bringt Ladeinfrastruktur erstmals ins Autokino
Elektroauto laden

ChargeOne bringt Ladeinfrastruktur erstmals ins Autokino

23. April 2023
0
Elektroauto-News.net
Elektroauto News 2023

Mit Mitsubishi ASX unterwegs auf der „Road to 2030“

16. April 2023
0
Elektroauto-News.net
Elektroauto News 2023

Ford E-Transit: Mit 3,5 Tonnen durch den Alltag

10. April 2023
0
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • merken 
    • E-Mail 
    Nächste Meldung
    Lucid Motor droht Air-Rückruf und Entlassungswelle

    Lucid Motor droht Air-Rückruf und Entlassungswelle

    Elektroauto-News

    Elektroauto-News.net präsentiert seit März 2011 Meldungen aus dem Bereich Elektromobilität. Mit täglichen News zu aktuellen und zukünftigen Elektrofahrzeugen ermöglichen wir dir eine schnelle Information zu allen wichtigen Themen.

    AKTUELLE THEMEN

    Elektroauto-Vergleich
    Tesla
    Interview
    Shorts
    Events
    Ladekarten vergleichen
    Podcast
    Vergleich THG-Quote
    THG Wallbox

    Unternehmen

    • Podcast
    • Mediadaten
    • Werbung buchen
    • Wir über uns

    NEWSLETTER

    © 2026 Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net

    Privatsphäre-Einstellungen ändern / Datenschutz / Impressum
    No Result
    View All Result
    • Alle News
    • Marken
    • Industrie
    • Testberichte
    • Politik
    • Events
    • Newsletter
    • Podcast
    • THG-Quote – E-Auto
    • THG-Quote – Wallbox
    • Anmelden
    • Registrieren

    © Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net
    Datenschutz · Impressum

    Willkommen zurück!

    Melde dich in deinem Konto an:

    Passwort vergessen? Registrieren

    Erstelle dir ein Konto!

    Bitte hinterlege deine Daten, um ein neues Nutzerkonto bei Elektroauto-News.net zu erstellen:

    *Mit deiner Registrierung erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und bestätigst, dass du unsere Datenschutzbestimmungenzur Kenntnis genommen hast.
    Alle Felder sind Pflichtfelder. Anmelden

    Passwort zurücksetzen

    Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse ein, um das Passwort zurückzusetzen:

    Anmelden

    Deine Anmeldung zum Newsletter:
    Ein letzter Schritt fehlt noch.

    Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).

    wpDiscuz
    2
    0
    Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x
    ()
    x
    | Antworten