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Großes Vorkommen an Seltenerdmetallen in Schweden entdeckt

Iris MartinzbyIris Martinz
19. Januar 2023
Lesedauer: 2 Minuten
Iris MartinzbyIris Martinz
19. Januar 2023
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / 1531484729

Home Elektroauto News 2023

Es ist eine erfreuliche Nachricht für die europäische Industrie, auch wenn sie auf die Produktion von Elektroautos – entgegen der medialen Meinung – wahrscheinlich nur wenig Einfluss haben wird: in Schweden wurde ein bedeutendes Vorkommen an Seltenerdmetallen entdeckt. Diese gar nicht so seltenen Metalle – vorwiegend Neodym – stecken überall drinnen, wo starke Magnetfelder benötigt werden, also beispielsweise in den Elektromotoren in Elektroautos. Die überwiegende Menge allerdings wird für Elektronikprodukte oder Windkraftanlagen genutzt. Das neu entdeckte Vorkommen könnte jedenfalls die Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern, die aktuell bis zu 90 Prozent des Jahresbedarfs an Neodym decken, senken. Lithium zählt übrigens nicht zu den Seltenerdmetallen.

Das staatliche schwedische Berbauunternehmen LKAB meldete nach erfolreicher Exploration ein Vorkommen von mehreren Millionen Tonnen der Seltenerdoxide in der Gegend von Kiruna, der nördlichsten Stadt in Schweden. Dabei soll es sich um die größte bekannte Lagerstätte dieser Art in Europa handeln, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, wie groß das Vorkommen tatsächlich ist. Unklar ist auch, welche Metalle das Gestein tatsächlich enthält. Das Vorkommen könnte aber ausreichen, um einen Großteil des künftigen Bedarfs an Magneten in der EU zu decken. Die Entdeckung könnte daher „ein wichtiger Baustein für die Produktion der kritischen Rohstoffe werden, die für den grünen Übergang absolut entscheidend sind„, so der Vorstandschef von LKAB, Jan Moström.

Bis in Nordschweden tatsächlich Seltenerdmetalloxide abgebaut werden, wird es aber noch dauern: noch 2023 will man die Abbauzulassung beantragen, das Genehmigungsverfahren wird aber mindestens zehn bis 15 Jahre in Anspruch nehmen. Dennoch gibt man sich in Schweden sehr zuversichtlich: „Schweden ist buchstäblich eine Goldmine„, erklärte die schwedische Energieministerin Ebba Busch im Rahmen einer Veranstaltung in der Mine. Im nächsten Schritt wird sich die LKAB von der bestehenden Eisenerzmine aus durch weitere Grabungen in einer Tiefe von 700 Metern in Richtung des nach dem schwedischen Mineralogen Per Geijer benannten Vorkommens vorarbeiten. Erst wenn alle Herausforderungen im Zusammenhang mit der Landnutzung und den Auswirkungen der Entwicklung der Mine gelöst seien, könne man einen Umweltprüfungsantrag stellen.

Quelle: electrive.net – Großes Vorkommen an Seltenen Erden in Schweden entdeckt

Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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3 Comments
Marc
Marc
3 Jahre zuvor

Ich vermute, so etwas wird man noch öfter lesen. Lithium im Rheingraben, seltene Erden in Schweden, vielleicht demnächst Kobalt in Spanien und Wasser in Grünheide. Je attraktiver der Bodenschatz, umso aufwendiger sucht man nach ihm.

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Steven B.
Steven B.
3 Jahre zuvor

Es ist wichtig, dass der Bergbau auch wieder in Europa gefördert wird. Hier wird künftig die Abhängigkeiten von China immer mehr in den Vordergrund rücken, erst recht mit Weitblick auf den drohenden Konflikt zwischen Taiwan (supported from USA) und China. Unabhängig von China zu werden wird uns in den kommenden Dekaden beschäftigen, auf der anderen Seite wird man aber mit dem Import chinesischer Produkte auch seinen Partner (USA) folgen. Hier wird es rabenschwarz für China – ein Land was nur durch Wachstum existieren kann, in Abhängigkeit von Devisen der westlichen Welt. Mit Rubel können die nicht überleben! Umso mehr wird man beobachten wie die Industrie in Europa Fahrt aufnehmen wird und auch Fahrzeughersteller werden das unterstützen und vermehrt auf ihre Lieferketten achten. Wer noch behauptet, dass sich die chinesischen Fahrzeuge wie geschnitten Brot verkaufen werden, der sollte aufwachen und schleunigst den neuen Realitäten in die Augen sehen. Dank der chin. Politik sind in China die meisten ausländischen Investoren an chinesischen Firmen gebunden, dass bedeutet aber auch, wenn diese Investoren in Scharren davon laufen(müssen) wird es an Kapital fehlen… Sorry, aber für mich geht das voll in Ordnung – ich bin in der westlichen Welt aufgewachsen und teile deren Werte, die sich grundlegend von deren Werte unterscheiden. Auf welcher Seite wird man in Zukunft stehen, dass werden Fragen sein die uns beschäftigen werden, egal ob man Tesla oder ein anderes Fabrikat in der Garage stehen hat. Alle sind auf alternativen angewiesen und sind elementar auf neue Quellen angewiesen.

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Läubli
Läubli
3 Jahre zuvor

Es wird wohl bei dem Thama seltene Erden genau so sein, wie mit dem „schwarzen Gold“ im 18. und 19. Jh… immer wieder werden sich neue Quellen auftun. Nach diesen „seltenen Erden“ hat bisher nur noch niemand mit entsprechend großem aufwand gesucht.

Plötzlich werden auch die Akkus zum normalen „Verbrauchsgegenstand“ und niemand redet mehr darüber. Das haben wir ja schon oft erlebt und werden es auch weiterhin erleben können, da bin ich mir – als Laie in diesem Gebiet – trotzdem ziemlich sicher.

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von Läubli
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