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Beim Elektroauto Renault Zoe „stimmt im Moment alles“

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
7. November 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
7. November 2020
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): supergenijalac / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Der Renault Zoe ist aktuell mit mehr als 5000 Neuzulassungen im Oktober nicht nur das meist verkaufte Elektroauto in Deutschland. Der knuffige Franzose hat es damit sogar in die Top Ten aller verkauften Modelle auf dem deutschen Markt geschafft und reiht sich dort an Position 7 ein. Im Privatkunden-Markt gelang dem Zoe gar der Sprung auf Platz 2, knapp hinter dem VW Golf, meldet der französische Hersteller. Grund genug, das Gespräch mit Renaults Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz zu suchen, dachten sich die Kollegen von Edison. Herausgekommen ist ein lesenswertes Stimmungsbild einer Marke, die derzeit ziemlich elegant und erfolgreich die E-Mobility-Welle reitet.

„Der Zoe ist in der Tat das Modell mit den höchsten Zuwächsen aktuell, derzeit wie schon in den letzten drei Jahren die Nummer 1 unter den Elektroautos in Deutschland“, sagt Hochgeschurtz. Viele landen beim Zoe, weil sie „eine ökologisch sinnvollere Variante für die individuelle Fortbewegung“ und ein eher kleineres Auto suchen, und „mehr Wert auf Umweltverträglichkeit als Image“ legen, so der Manager. Beim Zoe „stimmt im Moment alles“, so Renaults Deutschlandchef: „Die Umweltprämie, die wir auf 10.000 Euro aufstocken, beeindruckt den Markt schon. Und der Zoe bietet seit der Modellpflege eine Reichweite von bis zu 395 Kilometern und vielfältige Möglichkeiten zum Laden. Die Kundenzufriedenheit mit dem Auto ist sehr groß. Und ich denke, daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern.“

Lieferprobleme gebe es trotz des Markterfolgs nicht, so Hochgeschurtz: „Wir bekommen jedes Auto, das wir brauchen“, sagt er, was aber auch damit zusammenhänge, dass Renault von Haus aus für dieses Jahr „mit großen Kontingenten geplant“ habe: „Wir haben die Diskussionen in der Politik intensiv verfolgt und waren uns sicher, dass die Umweltprämie verlängert werden würde“, so der Manager. Er habe sich „deshalb große Mengen von Autos aus der Produktion gesichert und auch vorsorglich einen Bestand von einigen Tausend Autos aufgebaut“. Wer so ein Bestandsfahrzeug wähle, könne „innerhalb von drei bis vier Wochen im neuen Auto sitzen und so nicht nur den Elektrobonus einstreichen, sondern auch noch von der bis Jahresende auf 16 Prozent reduzierten Mehrwertsteuer profitieren.“ Und wer seinen knuffigen Franzosen lieber frei konfigurieren möchte, müsse „auch nicht länger als zwei bis drei Monate auf seinen neuen Zoe warten“.

„Eine Initialzündung wie seinerzeit beim Zoe braucht es beim Twingo nicht mehr“

Aktuell stellt Renault bei seinen Elektroautos bzw. deren Batterien nach und nach vom Miet- auf das Kaufmodell um. Die „ursprüngliche Intention“ des Mietmodells, Kunden die Sorgen um die Haltbarkeit der Akkus zu nehmen, sei nicht mehr so wichtig, da „die Batterien lange haltbar und leistungsfähig sind – länger, als wir am Anfang selbst gedacht haben“, so Hochgeschurtz. Ob das Mietmodell komplett eingestellt wird, werde aber erst in einigen Wochen bis Monaten entschieden. Beim neuen Twingo Electric, der aktuell nur in der Topversion „Vibes“ zum Preis von gut 24.000 Euro angeboten wird (günstigere Basismodelle sollen in den kommenden Monaten folgen), kann man die 21 kWh fassende Batterie schon gar nicht mehr mieten. „Eine Initialzündung wie seinerzeit beim Zoe braucht es beim Twingo nicht mehr“, so der Renault-Manager. Der Hersteller werde „auch preislich so hinkommen, dass man die Batterie nicht mehr herausrechnen muss, um das Auto zu attraktiven Konditionen anbieten zu können.“ Hochgeschurtz geht davon aus, dass sich gut ein Drittel aller Twingo-Käufer für die rein elektrische Variante entscheiden.

Im kommenden Jahr startet bei der Renault-Tochter Dacia der Spring, der die Preisschraube für günstige Elektroautos stark nach unten drehen dürfte, wie Hochgeschurtz andeutet: Es sei klar, „dass Dacia auch in Zukunft die günstigsten Fahrzeuge in Deutschland anbieten wird“. Er sei aber noch „weit davon entfernt, genaue Preise nennen zu können“. Der Dacia Spring wird in China als Renault K-ZE mit einem 27 kWh großen Akku produziert und zum Preis von umgerechnet 8700 Euro verkauft. Mitte 2021 soll der Spring auch in Deutschland starten.

Quelle: Edison – „Mit einem Elektroauto ist man auf der sicheren Seite“

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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25 Comments
R Hein
R Hein
5 Jahre zuvor

leider hat ja wohl der Zoe wie der Twingo/Smart den schlechtesten Antrieb am Markt und verbraucht so übertrieben viel Energie. Welche Elektroautos effizient fahren kann man gut auf Spritmonitor.de beauskunften.

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Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Kunden-Zufriedenheit war schon immer die beste Werbung.Wer dies erreichen will, muss ganz einfach selber besser werden. Den Wettbewerb schlecht reden, ist der falsche Weg. Hat E. Musk schon mal die anderen schlecht gemacht?

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H...
H...
5 Jahre zuvor

Leider unterstützt seine Ladeelektronik keine Phasenumschaltung und somit ist kein intelligentes PV Überschuss laden möglich.
Somit kommt er nicht in Frage.

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Peter Bigge
Peter Bigge
5 Jahre zuvor

Man muss ihn nicht lieben, der ZOE ist aber zweifelsohne einer der Meilensteine zur Volks-eMobilität. Gefallen tut die Tauglichkeit in der Stadt und dessen praxisnahe AC- und auch DC-Lademöglichkeiten. Der Preis könnte niedrigier sein, als fahrbarer Untersatz wird er aber von jung und alt geliebt. Zum von A nach B kommen, die Gören im Klassenzimmer absetzen und zur Vermeidung von lokalen Emissionen gehört er sicherlich zu den vernünftigsten Lösung, welche die Automobilwelt hervorgebracht hat. Leider von keinem deutschen Hersteller.

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Skodafahrer
Skodafahrer
5 Jahre zuvor

Die Renault Zoe hat einen hohen Marktanteil weil es an direkten Wettbewerbern fehlt.
Da Konzene wie PSA neu auf dem Markt der Elektroautos sind konten Sie die Nachfrage schlecht abschätzen.
Weder Tesla noch VW, Toyota, Ford und noch einige weitere bieten derzeit elektrische Kleinwagen an.
Es wird bei Elektroautos noch einger Zeit dauern bis man jeweils eine Auswahl unter vielen vergleichbaren Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller hat.
In wenigen Jahren bietet Renault einen elektrischen Kompaktwagen an und VW wird ebenfalls einen Kleinwagen verkaufen. Viele andere werden ebenfalls ein breites Angebot haben.

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Detlev Haas
Detlev Haas
5 Jahre zuvor

Meine Zoe hat jetzt über 123 870 km und ich bin immer noch jeden Tag über meine Entscheidung glücklich Bei diesem Fahrzeug stimmt einfach alles und wer bei diesen Preisen keine ZOE kauft kann einfach nicht rechnen.

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Klaus O.
Klaus O.
5 Jahre zuvor

Das sind ja sehr interessante Beiträge!
Allerdings sollte man beachten, dass bei der Diskussion der Verbrauchsdaten das jeweilige System betrachtet werden sollte. Also z. B. der Wirkungsgrad der Kohlekraftwerke, Netzverluste usw. Ich bin nicht davon überzeugt, dass ein Ekektro-Zweitauto mit 6000 km pa ökologischer ist, als ein Kleinbenziner. Trotzdem habe ich einen e Up bestellt. Und mein 21 Jahre alter Benziner wird wahrscheinlich verschrottet, obwohl er noch für einige Jahre gut wäre.
Der Elektriker macht evtl. Sinn, wenn ich ihn an meiner Post EEG Solaranlage auflade. Aber für mich ist er mehr ein Spaßmobil, da er ohne Wechselakku nur sehr beschränkt einsetzbar ist. Schwarzwald – Dänemark mit einer Tankfüllung in 10 h geht nur mit meinem Diesel.

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alex
alex
5 Jahre zuvor

Die Zoe ist ein gelungener E-Kompaktwagen ohne Frage.Es werden jetzt aber immer mehr kommen und der Wettbewerb wird härter.Batterien und Antrieb werden sich auch noch entwickeln.
Die zeit der Verbrenner die uns lange gute Dienste geleistet haben und es noch für eine Weile
auf sehr hohem Niveau tun werden läuft langsam aber sicher ab.
Gerade bei Kleinwagen die oft laute dröhnige und nervige Kleinmotoren ist der leise komfortable
und Antrittsstarke E-Antrieb ein absoluter Segen.Ich fahre immer noch gerne hochwertige Verbrenner, freue mich aber genauso auf das E-Auto Zeitalter.
Falls das Klima wirklich so leidend ist wirds ihm guttun und gegen saubere Luft ohne Abgasmief ist ja auch nichts einzuwenden.

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