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Dudenhöffer: Batterieantrieb bei Pkw „konkurrenzlos“

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
6. Oktober 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
6. Oktober 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / 2071706741

Home Automobilindustrie

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer befürchtet, dass Elektroautos bei Anschaffung und im Betrieb in den kommenden Jahren deutlich teurer werden und deshalb der E-Mobility-Boom ins Stocken gerät. Und es gebe „gleich mehrere Gründe“ für den schwindenden Kostenvorteil von E-Autos, wie Dudenhöffer in einem Interview mit dem RND sagte.

Erstens sind „die Materialien für Batterien, etwa Nickel, Kobalt und Mangan, deutlich teurer geworden“, so Dudenhöffer, was die Kaufpreise ebenfalls erhöhe. Auch die noch bestehende Abhängigkeit von Zellherstellern aus Südkorea und China sieht der Autoexperte mit Sorge und führt sie als zweiten Grund für Kostensteigerungen auf, da er von einem „deutlichen Engpass bei der Versorgung“ ausgeht. Drittens werde „der Strompreis weiter steigen, während andererseits wegen der Rezession deutlich weniger Rohöl benötigt und der Benzinpreis fallen wird“.

Als vierten Grund nennt Dudenhöffer die ab dem kommenden Jahr stetig sinkenden Kaufprämien für Elektroautos, was zum Beispiel dazu führen könnte, dass „ein VW ID.3 rund 10.000 Euro teurer sein wird als ein vergleichbarer Golf mit Benzinmotor“. Andere Länder seien hierbei weiterhin deutlich mehr auf die Förderung der E-Mobilität aus, etwa China und die USA, die „das E-Auto mit eigens geschaffenen Programmen sehr forcieren“.

„Sollten sich die genannten Gründe alle bewahrheiten“, wovon Dudenhöffer ausgeht, „werden wir den Hochlauf des E-Autos 2023 oder spätestens 2024 in Deutschland beerdigen müssen“. Der Autoexperte befürchtet weitere negative Effekte, etwa dass in Folge auch der Ausbau der Infrastruktur ins Stocken gerät: „Warum soll ich als Unternehmen Ladesäulen aufstellen, wenn es zu wenig E-Autos gibt, die aufgeladen werden müssen“, so Dudenhöffer. „Wir werden in Deutschland deutlich zurückfallen, nicht nur beim Verkauf, sondern auch bei der Ladeinfrastruktur“.

Mit Unverständnis reagiert Dudenhöffer darauf, dass andere Nationen, etwa China und die USA, „die Elektromobilität massiv ausbauen“, und Deutschland sie ausbremst. „Das schwächt den Industriestandort Deutschland erheblich in seiner Nachhaltigkeitsentwicklung“, sagt er.

E-Fuels im Pkw-Bereich „völlig widersinnig“

Auf synthetische Kraftstoffe als Alternative für nachhaltige Mobilität angesprochen sagt Dudenhöffer, das die Idee der E-Fuels im Pkw-Bereich aufgrund des äußerst schlechten Wirkungsgrads „völlig widersinnig“ sei. Denn damit E-Fuels nachhaltig sind, müssen sie mit erneuerbaren Energien erzeugt werden, die noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Und für die Produktion von E-Fuels sind sehr energieaufwändige Prozesse notwendig, „mit der Folge, dass nur 10 Prozent des grünen Stroms beim Fahrzeug für die Bewegung ankommen“, so Dudenhöffer, während ein reines E-Auto „eine Effizienz von 80, vielleicht sogar 85 Prozent“ erreiche.

Alles in allem sei der batterieelektrische Antrieb im Pkw-Bereich „konkurrenzlos“, sagt Dudenhöffer. Bei Lkw, Flugzeugen oder Schiffen sehe das anders aus, beim Pkw aber sehe er „überhaupt keine Alternative. Es wäre also geradezu dumm, würde man nun auf andere Technologien setzen.“

Quelle: RND – Autoprofessor Dudenhöffer: „Wir werden den Hochlauf des E-Autos spätestens 2024 beerdigen müssen“

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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17 Comments
David
David
3 Jahre zuvor

Oje, schon wieder CAM oder CAR. Diesmal mit Binsenweisheiten.

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Djebasch
Djebasch
3 Jahre zuvor

Tja wie bei allem scheint Deutschland sich nicht von Althergebrachtem Trennen zu können…
Nicht nur bei den Ladesäulen, sondern auch bei den erneuerbaren kommen wir weiter nicht voran.
Wo sind die Förderprojekte für Solar und Wind , da tut sich gar nichts…
Stattdessen geben wir jede menge Geld für neue Pipelines und Verladeanlagen aus die wir eigentlich nicht benötigen wenn wir 80% der Dächer voll packen mit Solar.
Auch beim Thema Speicher tut sich nichts, während die USA und Australien immer neue Rekordwerte bei Speichern ankündigen reden wir noch über Speicher im MW Bereich…

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M.V.
M.V.
3 Jahre zuvor

Momentan kann keiner sagen was oder wen wir bis 2024 alles beerdigen müssen.

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Martin
Martin
3 Jahre zuvor

Ja, wenn alle nur dasitzen und die Hände in den Schoß legen, wird es nichts mit der Elektromobilität.
Währen die einen lamentieren, machen die anderen ganz einfach…

Natürlich sind die Rohstoffe für Batteriefertigung teurer geworden, bei der extrem gestiegenen Nachfrage. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und auf dem Spotmarkt kaufen muss, zahlt eben mehr. Wer dank weitsichtiger Einkaufspolitik günstig einkauft, genießt und schweigt.

Gleiches gilt für die Abhängigkeit bei der Belieferung durch asiatische Hersteller. Inzwischen hat auch der letzte Vollhorst begriffen, dass die Batterie das Bauteil mit der größten Wertschöpfung bei einem BEV ist und folglich sind alle grossen Hersteller gerade dabei, sich hier unabhängig zu machen. Die haben nur vergessen, dies auch Herrn Dudenhöffer mitzuteilen?

Die aktuell hohen Strompreise sind das Produkt aus verhinderter Energiewende, massiver Nichtverfügbarkeit französischer Kernkraftwerke und massiver Spekulationsaufschläge bezüglich des Ukrainekriegs. Aber das wird nicht so bleiben. Wegen der Rezession, weil weniger Energie benötigt wird, soll Benzin billiger und Strom teurer werden. Bestechende Logik ;-)

Was Herr Dudenhöffer beschreibt, ist die aktuelle, nicht sehr rosige Situation. Aber hier durch die Blume jetzt nach massiver staatlicher Förderung zu verlangen („dass andere Nationen, etwa China und die USA, „die Elektromobilität massiv ausbauen“, und Deutschland sie ausbremst.“) ist schon reichlich unverfroren. Ist der werte Herr jetzt das Sprachrohr von Frau Müller vom VDA?

Wo wird hier gebremst? Nur weil die Förderung jetzt auslaufen soll? Die Hersteller verbuchen Rekordgewinne, die Käufer stehen auf Wartelisten. Ja, die nächsten ein, zwei Jahre werden die BEV-Verkäufe wohl nicht weiter explodieren. Aber wenn Herr Dudenhöffer die Autobrille mal absetzt, wird er sehen, dass aktuell gerade dank massiver Inflation auf breiter Front die Kauflaune sinkt…

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Läubli
Läubli
3 Jahre zuvor

Autoexperte? ja vielleicht schon, aber keine Ahnung von BEV! Nein, das ist ein Mann mit Benzin im Blut. Solchen Männern und Frauen kann man kein Wort abnehmen, was diese betreffend BEV noch verhindern zu versuchen! Reine Angstmacherei sind die Texte die der deutsche Herr Dudenhöffer hier schreibt… man fühlt das richtig, wenn man die Texte aufmerksam liest.

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von Läubli
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Daniel W.
Daniel W.
3 Jahre zuvor

Dass es Deutschland mit der Ernergiewende nicht wirklich ernst meint, ist ja schon beim Ausbau von PV- und Windkraftanlagen zu sehen, da wird behindert und ausgebremst wo es die Lobbyisten wollen.

Deutschland startet immer recht flott, aber meistens nur mit Worten, denen immer weniger Taten folgen bis das Ganze dann erlahmt und nur noch vor sich hin dümpelt – die deutsche Politik ist korrupt, noch mehr als in unseren Nachbarländern, deshalb gibt es fast nur noch Pfusch – im Interesse der Lobbyisten.

Thema Krankenhaus – da müssen die Ärzte und Schwestern in Deutschland etwa die doppelte Zahl an Patienten betreuen oder Thema Rente, fast überall um uns herum bekommen Rentner mehr Geld als hier.

Dieses Ausquetschen der Bürger im Interesse der großen Konzerne hat in Deutschland System und deshalb kommt auch nichts wirklich voran, weder bei den Renten, Schulen, dem Schienenausbau, in Krankenhäusern, Altenheimen, bei der ärztlichen Versorgung usw.- und auch nicht bei der Energiewende.

Jetzt ist auch noch die FDP mit Sunnyboy Lindner als Öko-Bremser in der Regierung und in Bayern lauern schon die Windkraft- und Stromtrassenbremser auf ihre große Chance, da kann man nicht viel erwarten.

Wie schon oft geschrieben, setze ich auf zunehmende Klimakatastrophen – die so oder so kommen – in der Hoffnung, dass die steigenden Milliardenschäden jede Kosten-Nutzen-Rechnung der Lobbyisten über den Haufen werfen wird und die Politiker endlich den Mut finden den Lobbyisten einen Tritt in den Hintern zu geben.

Nur mit weniger Lobbyisten aus den alten fossilen Branchen kann die Energiewende gelingen und auch mit dem Abschied von dem falsch verstandenen „Freiheit für freie Bürger“ – Tempo 120 auf Autobahnen sollte endlich als erstes und deutliches Zeichen umgesetzt werden, damit jedem Bürger klar wird, dass Energie- und Resourcenverschwendung keine Zukunft hat – ebenso wenig das 2-Tonnen-E-Auto für Alle.

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Tobi
Tobi
3 Jahre zuvor

Auch wenn er seine Meinung wie eine Fahne im Wind dreht und wendet…ernst nehmen kann man diesen „Experten“ schon lange nicht mehr.

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Frank
Frank
3 Jahre zuvor

Bei der hohen Menge als Falschaussagen und falsche Vorhersagen ist Herr Dudenhöfer kein Autoexperte mehr. Sein Vorname impliziert deutlich aus welcher Epoche er kommt und wo er sich wohl fühlt.

Und jetzt noch mal ein Funfact zu Teuerung von E-Autos: Alles wird teurer! Bei der Inflation die wir gerade haben, ist das aber kein Geheimnis.

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Joe Blue
Joe Blue
3 Jahre zuvor

Wenn dieser Düddenhöfer Autoexperte ist, weiss er sicher auch, dass auch LKW elektrisch fahren werden. Oder hatder Experte die IAA nichtbesucht, wo es vor ElektroLKW nur so gewimmelt hat?

Was die Preise angeht: Die Opec wird schon dafür sorgen, dass der Ölpreis nicht zu tief fällt

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Wolfgang Zdanewitz
Wolfgang Zdanewitz
3 Jahre zuvor

Ich kann es nicht mehr hören, aber tut mir leid Duddenhöver hat keine Ahnung, verkauft es aber immer wieder als Wissen.
Wie ein Börsenguru, das wird steigen, das wird fallen. Nachher kommt es anders und es war alles nicht so gemeint.
Duddenhöver go home und wir schauen mal was kommt. Okay.

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