Vergangenen Monat durften wir erfahren, dass die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus – offiziell bis Ende 2020 verlängert wurde; allerdings in seiner bestehenden Form, ohne Erhöhung der Förderung. Ob und welche Auswirkungen dies auf die Anträge vom Juli 2019 hatte, dass betrachten wir nachfolgend gemeinsam.
130.640 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juli wurden gestellt
130.640 Förderanträge wurden bis Ende Juli beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im Juli um 5.232 Anträge erhöht.
Im Detail sieht man, dass 3.720 Anträge für Elektroautos, 1.500 Anträge für Plug-in-Hybride sowie zwölf Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Ist man bei E-Autos und PHEV mit dem Vormonat ungefähr gleichauf, hat sich gerade in Bezug auf Brennstoffzellen-Autos eine Verdopplung der gestellten Anträge gezeigt.
86.694 Anträge für reine E-Autos, 43.860 für Plug-in-Hybride und 86 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge
86.694 Anträge für reine E-Autos, 43.860 für Plug-in-Hybride und 86 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 130.640 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben.
Käufer eines reinen Elektroautos erhalten durch den Kaufbonus der Bundesregierung einen Zuschuss von 4.000 Euro. Gleiches gilt für Brennstoffzellenfahrzeuge. Fahrer eines Hybridfahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen.
Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Allerdings nur, wenn es sich um ein Neufahrzeug mit einem Netto-Listenpreis für das Basismodell bis maximal 60.000 Euro handelt. Diese Grenze dürfte unter anderem dazu geführt haben, dass Audi seinen e-tron in einer zweiten, günstigeren Version angekündigt hat.
Anträge nach Antragsteller im Detail im Juli 2019
Über 130.000 gestellte Anträge für den Umweltbonus kann man durchaus als positiv ansehen. Wie sich diese im einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.
Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.
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- Privatperson: 57.296
- Unternehmen: 71.065
- Stiftung: 100
- Körperschaften: 648
- Vereine: 506
- Kommunaler Betrieb: 887
- Kommunaler Zweckverband: 138
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Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert.
Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Juli 2019
Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Juli 2019. An vorderster Front steht weiterhin BMW (21.110), gefolgt von Renault (17.530) und VW (14.900) auf Platz drei. Veränderung auf den ersten drei Plätzen zum Vormonat können somit nicht verzeichnet werden.
Unverändert folgt auf Platz Vier smart (14.775). Mitsubishi festigt im Juli mit 9.162 gestellten Förderanträge die Position auf Rang fünf. Darauf folgt Hyundai mit 7.883 Anträgen für den Umweltbonus. Tesla drängt im Juli weiter nach vorne und kann sich mit 7.735 Anträgen auf Rang sieben festsetzen.
Dahinter folgt StreetScooter mit 7.454 Anträgen auf Platz acht. Audi (6.409) reiht sich demnach auf Platz neun des Rankings ein und lässt KIA mit 6.227 gestellten Förderanträgen auf Platz zehn hinter sich.
Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Juli 2019 folgendes Bild:
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- Renault ZOE (16.392)
- BMW i3 & i3s (12.117)
- Smart ForTwo EQ (9.952)
- Mitsubishi Outlander PHEV (9.097)
- VW e-Golf (7.889)
- StreetScooter Work/Work L (7.454)
- Audi A3 e-tron (6.358)
- Tesla Model 3 (5.484)
- BMW 225xe (5.481)
- Hyundai Ioniq Electro (5.185)
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Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:
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- Baden-Württemberg – 21.998
- Bayern – 25.387
- Berlin – 4.354
- Brandenburg – 2.315
- Bremen – 669
- Hamburg – 2.568
- Hessen – 10.398
- Mecklenburg-Vorpommern – 992
- Niedersachsen – 10.458
- Nordrhein-Westfalen – 32.776
- Rheinland-Pfalz – 5.711
- Saarland – 1.129
- Sachsen – 3.425
- Sachsen-Anhalt – 1.645
- Schleswig-Holstein – 4.106
- Thüringen – 2.682
- Sonstiges (Ausland) – 27
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