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RWTH Aachen startet umfassende E-Lkw-Forschung in neuer Halle

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
7. August 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
7. August 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): RWTH Aachen / PEM

Home Brennstoffzelle / Brennstoffzellenantrieb

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen hat eine eigene Halle für mehrere Forschungsvorhaben zu elektrifizierten Nutzfahrzeugen in Betrieb genommen. Auf 575 Quadratmetern am Rotter Bruch in Aachen befassen sich die Teams der vom Bund geförderten Großprojekte SeLv, LiVe und LiVePlus künftig unter einem gemeinsamen Dach mit der Schwerlastmobilität der Zukunft. „Die räumliche Nähe bei der Prototypenforschung ermöglicht uns wichtige Synergieeffekte“, sagt Konstantin Sasse, Gruppenleiter „Battery Engineering“ des PEM.

In den drei Forschungsprojekten wollen die PEM-Expertinnen und -Experten insgesamt zehn Lkw unterschiedlicher Gewichtsklassen und Fahrzeugtypen aufbauen. „Wir beschränken uns beim Antriebsstrang nicht nur auf eine Technologie, sondern betrachten Batterie, Oberleitungsstromabnehmer und Brennstoffzellen“, erläutert „LiVePLuS“-Verantwortlicher Sebastian Biegler. „Mit einer Kombination der unterschiedlichen Technologien entwickeln wir nach dem Baukastenprinzip elektrische Lkw-Antriebsstränge, die wirtschaftlich tragfähig und individuell gestaltbar sind.“

Produktionsplanung für Kleinserien

Damit die späteren Prototypen nicht ausschließlich auf abgesperrtem Gelände fahren dürfen, ist in den Projekten „SeLv“ und „LiVePLuS“ ausdrücklich eine Einzelbetriebserlaubnis vorgesehen. „Dafür wird der komplette Zulassungsprozess durchlaufen und von einem unabhängigen Prüfinstitut abgenommen“, erklärt Biegler. So sollen umsetzbare und realitätsnahe Konzepte erforscht und dabei eine Produktionsplanung für Kleinserien erarbeitet werden. „Welche Technologie sich am Ende durchsetzt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen und ist auch von äußeren Faktoren wie etwa der Infrastruktur abhängig“, betont Biegler. „Welche Möglichkeiten es gibt, das erforschen wir aber schon heute.“

Zwei der Projekte werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert: Das Vorhaben „Lebenszykluskostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch individuell adaptierbaren Antriebsstrang“ („LiVe“) läuft noch bis Ende 2022, „Lebenszykluskostenreduktion im elektrischen Verteilerverkehr durch pantographenbasierte Baukastensysteme für Lastkraftwagen und Sattelzugmaschinen“ („LiVePLuS“) ist bis Ende Juli 2022 anberaumt. Das Projekt „Schwere Lastkraftwagen für die emissionsfreie Logistik im Schwerlastverkehr mittels Elektrifizierungsbaukasten und wirtschaftlichem Produktionssystem“ („SeLv“) wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit fast 17 Millionen Euro gefördert und läuft im Oktober 2023 aus.

Quelle: PEM – Pressemitteilung vom 06.08.2021

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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7 Comments
Daniel W.
Daniel W.
4 Jahre zuvor

Dann lassen wir mal die RWTH Aachen „werkeln“ – unwichtige Details habe ich durch Punkte ersetzt.

Der Lehrstuhl … der RWTH Aachen …

…

… „Wir beschränken uns beim Antriebsstrang nicht nur auf eine Technologie, sondern betrachten Batterie, Oberleitungsstromabnehmer und Brennstoffzellen“, erläutert „LiVePLuS“-Verantwortlicher Sebastian Biegler.

…

Zwei der Projekte werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert: … läuft noch bis Ende 2022,…

…

Das Projekt … wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit fast 17 Millionen Euro gefördert und läuft im Oktober 2023 aus.

In 1-2 Jahren dürfte Tesla so weit sein und genug günstige Batterien für den Semi Truck haben, um ihn in nennenswerten Stückzahlen anbieten zu können. Bei Preisen von 130.000 bis 170.000 Euro lohnen sich keine H2- oder Oberleitungs-Lkws und die Ergebnisse der Projekte kann man gleich im Archiv einlagern.

Die vom Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) geplante Anschaffung eines klimafreundlichen Müllautos mit Wasserstoffantrieb wird deutlich teurer als geplant. Statt der ursprünglich angenommenen 800.000 Euro werden nun rund 1,1 Millionen Euro benötigt.

Dank … einer 85-prozentigen Förderung. … Die Anschaffung des nun 1,1 Millionen Euro teuren Wagens summiere sich somit unterm Strich für den WBL auf rund 386.000 Euro.

(Quelle: rheinpfalz.de – September 2020)

Ein normales Müllautos kostet dagegen …

Die Preise für ein konventionelles Abfallsammelfahrzeug liegen nach Angaben des WBL üblicherweise bei etwa 260.000 Euro.

(Quelle: rheinpfalz.de – September 2020)

… kaum teurer wäre ein Tesla (130.000 Euro in der Basis-Version) mit Müllwagenaufbau (260.000 Euro für das Diesel-Müllauto minus Preis für das Lkw-Fahrgestell mit Fahrerkabine und Dieselmotor rund 100.000 Euro gleich etwa 160.000 Euro) – zusammen ca. 290.000 Euro (bis zu 475 km Reichweite, Basis-Version) und das sogar ohne Förderung. Das sollen die H2-Müllautos erst mal nachmachen.

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Niro
Niro
4 Jahre zuvor

Da sich Brennstoffzelle und Oberleitungsstromabnehmer als ineffizient erwiesen haben ist es nicht
nachvollziehbar, dass die RWTH Aachen diese Fördermittel-Verschwendung mitmacht. Im Schwerlast-Verkehr für E-Fahrzeuge gibt es doch durch solche Firmen wie Daimler, MAN, Renault, DAF, Emoss und andere schon sehr gute Ergebnisse für E-LKWs. Durch die Weiterentwicklung der Akkus
werden in Zukunft noch größere Reichweiten erzielt. Der Einfluss bestimmter Lobbys ist immer wieder zu erkennen.

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Dr.-Ing. Harald Rapp
Dr.-Ing. Harald Rapp
4 Jahre zuvor

Wenn bei PEM nur Batteriefahrzeuge entwickelt werden sollen, ist das Vorhaben zu kurz gesprungen. Schon heute fahren viele Schwerlastfahrzeuge insbesondere auf der Schiene mit der Brennstoffzelle.

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