Bei manchen E-Autos stellt man sich beim Fahren die Frage, warum das Ding eigentlich gebaut wurde und man dafür so viel Geld hinlegen soll. Was soll ich jetzt z.B. von einem 80.000 Euro teuren E-Auto eines renommierten deutschen Autoherstellers halten, wenn unsere Tippse im Haus mit ihrem kleinen Zoe doppelt so weit ohne Nachladen kommt und nur ein Viertel vom Kaufpreis des Nobelgeländewagens für ihr Gefährt hingelegt hat. Da hilft mir auch die effizienteste Rekuperation am Markt nichts, wenn der Verbrauch des 2,5-Tonnen-Schiffes so hoch ist, dass nach gut 200 km ganz hektisch die nächste Ladesäule gesucht werden muss. Der aufgeweckte Autoverkäufer kontert sofort mit Ausstattung, Leistung, Allrad, Anhängerkupplung und großem Akku.
Moment – jetzt stellen sich mir doch die Nackenhaare auf. Der renommierte deutsche Hersteller ist Audi und das Fahrzeug ist der neueste e-tron in der BaFa-konformen 50er-Variante mit einem Basispreis von 60.000 Euro. Was “Basis” bei Audi bedeutet, weiß ja inzwischen jeder, denn das Modell gibt es gar nicht wirklich fahrbereit. Der Grundpreis in der offiziellen Preisliste beginnt erst bei 69.100 Euro und beinhaltet echt NUR die Rohausstattung. Wer sich so ein Gefährt leistet, gibt sich aber sicher nicht damit zufrieden – denn wer verzichtet schon gern bei dieser Fahrzeugklasse z.B. auf eine Alarmanlage? Oder den Wagenheber?
Nicht zu vergessen: den Falt-Reservereifen (der ganz ehrlich ziemlich kümmerlich aussieht), Sitzheizung usw… Man muss schon tiefer in die Tasche greifen, um etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen: Ausstattungsvarianten en masse, damit man das “kleine” Grundmodell schnell mal in den sechsstelligen Verkaufspreis bewegt. Wozu? Das entzieht sich meiner Kenntnis als einfachem Model-3-Fahrer – denn worum geht es beim E-Auto eigentlich? Ums Fahren. Und das möglichst lange und so einfach wie möglich.

Wobei wir hier wieder beim Erwähnen der Akkugröße wären, denn das A und O sind und bleiben die kWh, die man zur Verfügung hat und wie man damit umgeht. Das bedarf einer kleinen Erklärung, wie man die “Queen Mary”* der deutschen E-Auto-SUV-Szene so weit bringt, um sie subventionsfähig zu machen. Audi geht den Weg der Reduktion und kappt einfach den großen Akku auf 75 kWh. Denn der Akku macht das Auto teuer, deshalb dieser Schachzug. Wohlgemerkt – in der Basisausstattung. Doch damit nicht genug: Wenn man nämlich das Kleingedruckte bei den Ingolstädtern liest, geht der Sicherheitsgedanke so weit, dass sie effektiv von den 75 kWh nur knapp 80 Prozent für den Kunden freischalten. Schnell ist man so bei gut 60 kWh. Dann kommt der Rekuperationspuffer, den jeder beflissene E-Autofahrer kennt und schwupps sind wir bei knapp 48- 50 kWh real.
Dann wird schnell klar, wie dieser doch alles andere als wenige Verbrauch zustande kommt. 2,5 Tonnen Leergewicht wollen erstmal bewegt werden. Jetzt ist ein Tesla auch nicht leicht, aber wenn diese Yacht namens e-tron mal in Fahrt kommt, dann summiert sich einiges, was nach meiner Meinung eigentlich nicht sein müsste. Was mir bei der Testfahrt sofort auffiel, war die rapide schrumpfende Reichweite beim Einschalten der Klimaanlage und die Paddels zur Rekuperation, die man erst “überreden” muss, damit sie funktionieren. Dann gibt es noch eine sogenannte Automatik der Rekuperation. Wobei mich diese Funktion mehr an eine Verbrenner-Automatik erinnert hat als an das klassische One-Pedal-Fahren. Ganz ehrlich war ich noch nie so oft auf der Bremse bei einem E-Auto wie beim e-tron. Da helfen Dir die 220 kW Generatorleistung auch nichts, wenn die Rekuperation stellenweise nicht vorhanden ist. Schon beim Losfahren wunderte ich mich über den großen Verbrauch des Vorfahrers von 35 kWh auf 100 km.
Audi-typisch wird man auch beim e-tron regelrecht von Bildschirmen und Hebeln erschlagen, die man eigentlich aus der Vergangenheit der Verbrenner kennt. “Vorsprung durch Technik” kann auch nach hinten losgehen, wenn man eindeutig zu viel davon vor sich hat und diese nicht einmal mehr zeitgemäß ist. Die Klimaanlage z.B. bekommt einen extra Bildschirm für Funktionen, die man im digitalen Zeitalter auch per Touchpad auf einem Zentralgerät gut unterbringen könnte. Der Start/Stopp-Knopf ist ebenso ein Relikt aus alter Zeit wie die Betätigung der „Motorhaube“ per Plastikhebel mit Seilzug. Audi hat sich bei der Entwicklung des e-tron nicht etwa auf ein komplett neues Fahrzeug eingestellt, sondern im Endeffekt ein Q5-Bestandsmodell aus dem chinesischen Regal genommen (längerer Radstand wegen der Akkus) und den Versuch gestartet, das Auto der E-Mobilität anzupassen.

Dass die Ingolstädter noch nicht soweit sind, sieht man an der Tatsache, dass die Kinderkrankheiten wie Wasser in der Ladebuchse oder die hackende Verriegelung am linken Typ 2 noch nicht behoben sind. Schlecht, wenn man nachts dann sein Kabel abstecken möchte und in solch prekärer Lage feststellen muss, dass auch am Handbuch gespart wurde. Für mich als Tesla-verwöhnten E-Fahrer ein Fauxpas, denn das geht auch anders. Peinlich wird es dann, wenn man den Rückwärtsgang einlegt und ein herrlich aufgelöstes Bild auf einem Phablet-ähnlichen Touchpad erscheint. Man muss schon ganz genau hinschauen, um alles zu erkennen, da dieser e-tron leicht überbreit über alles hinwegrollt. Begeistert war ich dann zumindest von der elektrischen Heckklappe – aber auch nur, bis sie mir aus heiterem Himmel beim Einräumen des üppigen Kofferraums plötzlich entgegen kam. Der Verkäufer meinte nur, ich sei wohl dem Näherungsschalter im Unterboden zu nahe gekommen. Was ich aber nicht ganz nachvollziehen kann, da ich sozusagen „im Kofferraum“ lag…
Das macht das Kraut aber auch nicht mehr fett, da ich von den Fahrleistungen dieses Schlachtschiffes mehr als enttäuscht bin. Das Fahrverhalten in den Kurven glich dem eines LKWs mit dem gewissen Spiel in der Lenkung zum Seitenwindausgleich und irgendwie hatte ich immer ein etwas mulmiges Gefühl, mehr Gas zu geben, um ja den Verbrauch im Rahmen zu halten. Wenn ich nur daran denke, auch noch eine Anhängerlast von 1.800 kg auszunutzen, dann wird mir angst und bange, hoffentlich überhaupt 100 km weit zu kommen.
Aber im Frunk stellte ich fest, welche Kundschaft Audi mit diesem Ungetüm im Visier hat oder hatte: Neben einem Typ-2-Kabel und dem obligatorischen Knochen mit Schuko-Adapter fand ich auch noch einen roten Cekon-Stecker! Ergo – für Camper oder Leute, die sich als Heimwerker betätigen und eine Kraftsteckdose in der Garage oder in der Werkstatt ihr Eigen nennen. Hoffentlich hat derjenige eine Photovoltaikanlage am Dach und Speicher im Keller, denn auch wenn der e-tron mit bis zu 150 kW schnell geladen werden kann – alle 200 km Vollladen auf Tour geht ganz schön ins Geld und das sollte man dann wenigstens zuhause beim Übernachtladen sparen.
Ganz ehrlich, Audi hat sich mit dem e-tron ein Eigentor geschossen, denn hätte man die vorhandene Technik und das Know-How der vergangenen Jahre Entwicklung im Verbrennersektor zeitgemäß in einer Neuentwicklung umgesetzt, wären sie echt ein Global Player. Doch so werfen sie ihr Erfolgsmodell Q vom SUV-Verbrennersektor in den gleichen Topf wie I-Pace von Jaguar, Model X von Tesla und den zahlreichen Chinesen, die beileibe für dasselbe oder weniger Geld viel mehr bieten. Nicht immer bedeutet es, wenn man sich auf einem Gebiet einen Namen gemacht hat, dass dies auf einem anderen auch weiter gilt. Mal schauen, wie es sich beim nächsten E-Auto aus Ingolstadt verhält, den das soll ja auf der gleichen Basis wie der Porsche Taycan erscheinen.
Wenn Audi in der Entwicklung von E-Autos genauso viel Engagement zeigen würde, wie sie es uns in der Werbung weismachen wollen und nicht immer auf Erfolge in der Vergangenheit verweisen würden, dann könnte man manchen Fehler verzeihen. Nur Jammern und Ausreden suchen, wie man trotzdem an der alten Technik festhalten kann, damit dreht man sich auch in Bayern im Kreis.
Fazit des E-Tron-Tests: Für 80.000 Euro ein E-Auto als neu zu verkaufen, das absolut keine zeitgemäße Technik beinhaltet, sondern zu viel des Guten und einfach mit Rest-Verbrennertechnik überladen ist, entzieht sich meinem gesunden Menschenverstand. E-Autofahrer, die nicht durch die deutsche Autotechnik-Brille sehen, werden bemerken, dass in diesem Bereich das Ausland schon um die Ecke abgebogen ist, bevor man sich hierzulande erst überlegt, den Blinker zu setzen. Im Ausreden suchen sind wir gut – Hauptsache, sie verkaufen sich gut…
* Wie ich auf “Queen Mary” komme, dürfte sich auch jetzt erklären: Groß, schwer, behäbig, teuer, Komfort pur und jede Kleinigkeit an Bord kostet EXTRA.
Markus Gust ist der Autor hinter “Revolluzzer- der etwas andere E-Autoblog”. In seinem aktuellen Artikel lässt er uns an seiner Erfahrung mit Audis e-tron Quattro 50 teilhaben. Begeistert war er allerdings nicht.
Sehr schön auf den Punkt gebracht! Das betrifft aber ALLE SUVs ALLER Hersteller. SUVs sind die Manifrstierung der Unvernunft. Umweltschädlicher kann man ein Elektrofahrzeug nicht bauen.
„die Tippse“: wer soll das denn sein? Und ein Zoe ist damit ein Wagen für „Tippsen“?
Danke für diesen ehrlichen Artikel. Jahrzehntelange Fortschrittsverweigerung ist das Resultat, welches Audi und Co. nur noch schwer aufholen können. Man zu lange auf politische Vetternwirtschaft gebaut. Nun denn, wer heute noch Aktien von Deutschen Autoherstellern besitzt, sollte diese wohl rasch abstossen.
Sehr guter Artikel.
Danke!
Wer eine Sekretärin immer noch als Tippse bezeichnet soll wirklich für voll genommen werden?
Ein weiteres Beispiel für Arroganz und Überheblichkeit! Daimler’s Zetsche meinte vor wenigen Jahren ( da war Tesla mit seinem ‚S‘ schon 3 Jahre auf dem Markt ), dass es auf deutschen Autobahnen kein elektrisch betriebenes Langstreckenauto geben wird. Richtig, denn aus seiner Sicht hat er dann gleich auch noch die einzig sinnvolle Beteiligung für solch eine Entwicklung aus heutiger Sicht, nämlich den Minderheitsanteil an Tesla, für ‚Peanuts‘ verkauft oder sollte man sagen ‚verschleudert‘.
Der Leser erinnert sich vielleicht noch an den folgenschweren Begriff ‚Peanuts‘ eines Herrn der Deutschen Bank im Zusammenhang mit ähnlich folgenschweren Konsequenzen.
Die heutige Zeit erinnert mich an 1910, als die Droschkenbesitzer das aufkommende Auto als ‚Teufelszeug‘ beschimpft haben und nur wenige den Fortschritt aufgegriffen und sich in den kommenden Jahrzehnten zu erfolgreichen Unternehmern aufgeschwungen haben. Nur sollte man heute erwarten, dass diese Herren schon etwas von Tesla und Co. wie auch der Möglichkeit, mit einem Elektromotor etwas anzutreiben gehört haben.
In der deutschen Führungsriege sieht man doch meistens Akademiker und die sollten mal was vom ohmschen Gesetz zu verstehen gelernt haben. Aber nur den Besitzstand wahren und sehenden Auges den ‚Fortschritt durch Technik‘ an die Wand fahren ( wenn überhaupt noch gefahren werden kann ), das ist Sabotage des Industriestandortes Deutschland und Verrat an unserer Entwicklungs- und Ingenieurskunst.
Gut geschrieben, nur Tippse, abwertend für die Sekretärin. Nicht ganz passend im Jahre 2020 :(
Sonst alles richtig, gebe Morgen auch meinen A3 etron nach 3Jahren ab. Für einen neuen BMW I3. Bis dato nur Volkswagen und Audi gefahren. Schade das die Freundschaft nicht weiter ging dank nix Brauchbares in Sachen E. Gerade Audi, Klasse Image ist seit wenigen Jahren schon lange kein „Vorsprung durch Technik“. Dagegen BMW muss noch mehr die Vorteile des I3 hervorheben, seit Anfang an, ein Auto aus einer neuen Zeit. Um Jahre schon weiter im Gegensatz zum Volkswagenkonzern…. Alte Zöpfe schneller abschneiden sonst ist diese AG zum scheitern verurteilt.
Einseitiger kann man einen Artikel wohl kaum schreiben. Als Fahrer eines E-tron 50 kann ich nur das Thema Reichweite nachvollziehen. Alle anderen Negativpunkte sind vielleicht Meinung, aber keine Tatsachen. Einen Tesla-Jünger zu überzeugen ist wohl genauso schwierig, wie einen Apple-Fan auf die Windows-Seite zu ziehen. Mit Journalismus hat das Ganze absolut nichts zu tun.
Nun ist Teslas Einbildschirmlösung auch nicht die Beste. Auch wenn Tesla Fans das glauben. Das hatten Japanische Autos aber schon vor 20 Jahren. War alles andere als sicher bei der Fahrt.
Sehr gut geschrieben – das Lesen des Artikels war pures Vergnügen.
Sehr guter Artikel! Sehr gute Arbeit!
Ich fahre einen Kia E-SOUL. Der Verbrauch hat sich bei mir zwischen 10kWh und 14kWh/100km eingependelt im Winter waren es 18-20kWh/100km. Hat 32.000,-€ gekostet. Effizient geht also auch :)
Lieber Markus Gust,
bei aller berechtigten Kritik möchte ich zu Ihrem Beitrag mal ein paar Fakten zum Drübernachdenken anfügen und Ihren aus meiner Sicht relativ unreflektierten und recht einseitigen Artikel aufwerten bzw. zumindest relativieren und gerne einer weiteren, tiefergehenden Diskussion aussetzen:
1.) Urproblem in unserem schönen und bis dato so erfolgreichen deutschen Autoland ist die enge Verknüpfung und Vernetzung von Politik und Autoindustrie. Daß darin auch Vorteile stecken macht die Sache umso komplexer, paradoxer !
2.) Schon vor 10, 20 oder mehr Jahren nicht oder falsch gesetzte politische Akzente oder Anreize für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Verkehrspolitik in Deutschland sind schwer „schnell“ wiedergutzumachen oder aufzuholen.
(Sowohl mein Großvater wie auch zwei meiner Onkel und mein Vater waren Eisenbahner. Letzterer ist – wie ich – trotzdem leidenschaftlich gern
Auto gefahren.)
Von der Autoindustrie zu erwarten, sie würde das aus Eigenantrieb und auf eigene Kasse tun – zumal in Zeiten, in denen sie aktientechnisch extrem erfolgreich und auch profitabel war, ist schlicht dumm und naiv.
3.) Automobilkonzerne (und auch Ihre Töchter) sind wirtschaftlichen Regeln unterworfen und versuchen Umsatz-Ziele und Ertrags-Ziele zu erreichen, die den Wert Ihres Unternehmens steigern und Ihre Aktionäre stärken bzw. entsprechende Dividenden-Ausschüttungen möglich machen.
4.) Nach allen bisherigen ökonomischen Erfahrungswerten ist dies leichter und besser zu erreichen im Einklang mit den Wünschen der Kunden bzw. durch eine entsprechende Ausrichtung des Produkt-Portfolios nach Kunden-Interesse und Markt-Trends.
Industrie und Autokonzerne geben heute sehr viel Geld (im Betrieb und auch extern) aus, um solche Wünsche zu eroieren und Markt-Trends zu erkennen. In der Regel wird dann im Konzern-Vorstand eine entsprechende Bewertung, Gewichtung und schließlich entsprechende Ausrichtung der künftigen Entwicklungen und Produkt-Plattformen vorgenommen.
Die technische Machbarkeit und auch die ökonomische Sinnhaftigkeit spielen dabei selbstverständlich auch eine Rolle.
Eine innovative Technologie wie z.B. das teuere Hochvolt-DC-Schnell-Laden, die leider noch sehr stark von schwankenden und nicht-etablierten Zuliefertechnologien wie Lithium-Ionen oder Li-Festkörper-Batterien abhängen, wird man also sinnigerweise zunächst eher in ein Markt-Nischenfahrzeug integrieren als in ein Volumen-Modell mit nur halb oder viertel so großem Ziel-Verkaufspreis.
Erst wenn man genügend Erkenntnisse gewonnen und Markt-Erfahrungen mit der neuen Technologie gesammelt hat, wird man versuchen, diese in großvolumigeren Modellen (mit deutlich niedrigerem Zielpreis) zum Einsatz zu bringen.
5.) Sehen Sie sich bitte dazu mal die Zulassungszahlen eines VW Tiguan oder der AUDI Q-Modelle in den letzten 3 Jahren und den entsprechenden Markt-Trend an. Die Käufer oder Leaser solcher Fahrzeuge wurden ja nicht gezwungen, sondern deren Markterfolg spiegelt einfach wieder, daß z.B. der höhere Einstieg in ein SUV für die/den Fahrer Vorteile bringt oder Komfort bedeutet. Auch eine bessere Übersicht oder ein Fahrgefühl von mehr Stärke oder besserer Kontrolle wird offensichtlich gut angenommen.
Für die e-Mobilität hilfreiche Parameter, wie z.B. der beim AUDI 100 in den 80ern so hochgelobte geringe cw-Wert treten dabei auf Verbraucherseite offensichtlich eher in den Hintergrund.
Wieso bringt Toyota wohl in 2021 nun einen Yaris SUV ? Oder warum elektrifiziert FORD den Kuga (nun auch für Europa) ?
6.) Denke wir sind uns einig, daß die Preise (und auch Gewichte) des von Ihnen bewerteten AUDI e-tron zu hoch sind für eine schnellere
Etablierung von e-Antrieben im Kfz.
Bitte machen Sie sich aber auch die Mühe, die Preise der von Ihnen so hochgelobten Tesla – Modelle fair und korrekt gegenüberzustellen.
Die sind meines Wissens genauso hoch bzw. eher noch höher bei vergleichbarem Angebot.
Es sei der Hinweis gestattet, daß zeitgleich es den deutschen Unternehmen gelungen war, profitabel zu bleiben, während der genannte US Konkurrent schon jede Menge Aktionärsgeld verbrannt hatte.
Ob die heute genannten Börsenwerte (Tesla sei angeblich soviel wert wie GM & BMW oder … zusammen) langfristig so bewertet bleiben, wird die Zukunft zeigen. Ich habe zur Bewertung von Analysten und Bankern und entsprechenden Aktien-Notierungen, – Blasen jedenfalls eine eigene Meinung und rate da eher zu Vorsicht, auch wenn ich die Markt-Innovierungsleistung von Elon Musk schon zu schätzen weiß !
7.) Daß die e-tron Entwicklung bei AUDI nicht aus dem – wie Sie es einfach als Behauptung in den Raum stellen – chinesischen Q5 Regal kam, kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung bescheinigen.
Wir waren und sind als einer der vielen Zulieferer mit (übrigens mit jap. Konzernhintergrund, also mit Technologie aus dem Land, wo man schon ca. 20 Jahre länger intensiv an der Elekrifizierung des Autos arbeitet) am Start.
8.) Bitte hinterfragen Sie vorher Dinge, ehe Sie als Richter im Netz auftreten über „gut und böse“, mit simplen Statements, die zum Teil einfach falsch sind.
Diesbezüglich würde mich Ihre Aussage zur Reichweite des e-tron (Sie sprachen von 200km nur !) genauer interessieren (bzw. die Begleit-Umstände, wie z.B. Jahreszeit, Temperatur, Fahrverhalten, bewältigte Höhenmeter etc.) und ob Sie als „Tester“ des 80.000,- Euro teueren SUV jemals die Informationen zum Laden und Schnelladen von AUDI gelesen hatten ?
Oder hat man Ihnen bei der Übergabe des schicken Kfz gar die Thematik zu wenig oder gar nicht erklärt ?
Gab es einen technisch versierten Verkäufer oder Überbringer des AUDI, der Ihnen die neue Technologie näherbringen konnte ?
Fürchte daß in dieser schnelllebigen Zeit hier ein weitaus höheres Potential für mehr Effizienz & auch mehr Reichweite schlummert als viele das wahrhaben wollen.
Empfehle zum weiteren Erkenntnisgewinn auch den Beitrag von Michael vom 27.04. auf dieser Seite.
Beste Grüße
PR
Ja, der Audi ist schon was für die spezielle Kundschaft und die Bezeichnung „Compliance Car“ ist sicher nicht unzutreffend.
Wer aber schon mal für die VAG gearbeitet hat, weiß wie es zu dieser Entwicklung kam.
Ein Riesendino mit ellenlangen Entscheidungsketten in denen nur wenige interessiert sind, am System Grundlegendes zu ändern. Dieses gilt natürlich auch für andere OEMs. Wird diese Lethargie auch noch von Oben unterstützt, kommt sowas bei raus…….
Das sind Betrachtungen aus der E-Blase heraus.
Um zu verdeutlichen was der Rest der Bevölkerung denkt, hier eine Begebenheit die mir selbst passiert ist.
Ich stehe also vor kurzem am Tesla Supercharger auf einem Autohof und lade mein Model S. Kommt vom Parkplatz ein gepflegt aussehender Herr(Norddeutsches Kennzeichen) zu mir und fragt sehr nett, was das denn für ein schicker Wagen ist und ob das Gas ist, was ich da tanke. Ich dachte erst, er macht einen Scherz, aber nein…..er meinte das ernst..
Die Werbung, das Marketing der Automobilindustrie, die gesellschaftliche Akzeptanz für E-Mobilität und letztendlich auch die Trägheit sich von schlechten Angewohnheiten zu trennen macht solche Fahrzeuge wie den Audi E-Tron möglich.
Nicht Audi ist an diesen Fahrzeugen Schuld, sondern wir….die Konsumenten.
Ist spitz, aber wahr! Mangelnde Bildung kann ja bei den SUV Kunden nicht der Grund sein.
„Und das möglichst lange und so einfach wie möglich.“
Das ist was das Batterie fahren unterscheidet vom Verbrenner oder Wasserstoff. Es gibt momentan kein Konzept was mich wie gewohnt weiter fahren lässt. Egal ob es SUV oder tesla sind. Ich kann nicht fahren, 5min „nachtanken“ und dann wieder 400-500km fahren. Wie in jedem meiner Kommentare sollten BEV ausschließlich für Kurzstrecken genutzt werden. Ob ein etron 70kwh oder ein tesla 90kwh hat ist egal. Viele Materialien wurden benutzt die von Menschen gewonnenen werden welche ausgebeutet wurden. Deswegen sollte die Batterie so klein wie möglich sein.
Kein Co2 ja. Dafür Umweltschäden und Ausbeutung. Ist das der Weg?
Oh Mann, mit so einer Reaktion hatte ich nicht gerechnet, als mich Sebastian fragte, ob er meinen Test, Erfahrungsbericht oder Erlebnis bringen dürfte. Vielen Dank für JEDEN Kommentar. Ich bin bis jetzt fast jedes E-Auto auf dem deutschen/österreichischen Markt gefahren und kann da schon ein wenig bei den Unterschieden, Vor- und Nachteilen mitreden. Für mich spielt es keine Rolle, welche Firma das Gefährt hergestellt hat, aber jeder versucht irgendwie an Tesla heran zu kommen, deswegen darf man ruhig Mal erwähnen, wie komfortabel das Fahren mit dem Amerikaner ist. Da muss man nicht viel nachdenken, wie und was funktioniert, da es einfach geschied. Die paar Dinge, die ich zum Fahren brauche, benutze ich zum richtigen Zeitpunkt und dann lenken sie mich vom eigentlichen Fahren nicht mehr ab. Das Auto muss dem Fahrer entgegenkommen, nicht der Fahrer
dem Auto. Da frag ich mich z.B. ob derjenige Autofahrer, der das Durchblättern beim Bordcomputer im Tesla bemängelt, schon ein Smartphone hat oder immernoch mit seinem Nokia telefoniert. Recht kann man es niemand machen, aber langsam sollten die deutschen Autobauer Mal in die Hufe kommen, sonst wird das nichts mehr mit Nr.1 im Automobilbau. Ach fast vergessen, das war ja in den alten ruhmreichen Tagen zu Otto. Markus Gust aka Der Revolluzzer.