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Dudenhöffer: 2025 „ist der Diesel mausetot“ – E-Mobilität nicht mehr aufzuhalten

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
30. August 2019
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
30. August 2019
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 780986371

Home Automobilindustrie

Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen weiß mit seinen Aussagen rund um die E-Mobilität stets zu polarisieren. Bereits im Juli vergangenen Jahres gab er zu verstehen „Elektroauto ist nicht mehr aufzuhalten!„. Beim Batterietag NRW in Aachen gab er nun zu verstehen, dass die E-Mobilität aus seiner Sicht alternativlos sei. Ausschlaggebend hierfür seien die Emissionsvorgaben der EU für die Autoflotten. Denn mit jedem verkauften E-Auto sparten die großen Automobilkonzerne 10.000 Euro an Strafe. Leidensdruck zur Veränderung ist demnach genügend vorhanden.

Bis 2030 sollen die flottenweiten CO2-Emissionen von Neuwagen um 37,5 Prozent im Vergleich zu 2021 sinken. Bis 2025 gilt ein Ziel von 15 Prozent, wie wir erst Ende März berichtet haben. Bedenkt man nun, dass Elektroautos bis zu 28 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein Oberklasse-Diesel, beziehungsweise bis zu 42 Prozent weniger als ein Kleinwagen-Benziner haben, wird klar warum E-Mobilität als alternativlos gilt.

Dudenhöffer zeigte sich überzeugt: „Die werden die Autos schon unter die Leute bringen.“ Wer unser Portal verfolgt, dem fällt auf, dass alleine in den kommenden zwei Jahren viele neue Modelle erwartet werden. Des Weiteren sieht Dudenhöffer es als bewiesen, dass bis 2025 die Reichweite von Elektrofahrzeugen voraussichtlich bei rund 500 Kilometern liege, gleichzeitig seien die Batterien dann wesentlich günstiger. „Dann ist der Diesel mausetot“, so Dudenhöffer.

Aus Sicht des Professors der Universität Duisburg-Essen seien zumindest im PKW-Bereich Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb keine Alternative. Bei Bussen und LKW könne es hingegen anders aussehen. So sei die Brennstoffzellentechnologie zu teuer und zu weit von den Preisen für Elektrofahrzeuge entfernt. Zum anderen sei im Gegensatz zur Elektromobilität die Ladeinfrastruktur nicht vorhanden.

Professor Ferdinand Dudenhöffer gab bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu verstehen, dass die Zellproduktion selbst nur 5 bis 10 Prozent der Wertschöpfung bei der Batterie ausmacht. Der weitaus größere Teil entfalle auf die Herstellung der Grundkomponenten der Zelle, wie etwa Anode, Kathode und Elektrolyt, wo Dudenhöffer deutlich bessere Chancen für deutsche Unternehmen sieht.

Der Vorsprung der asiatischen Zellhersteller, die in der Vergangenheit bereits mit milliardenschweren Investitionen in Vorleistung gegangen sind und nun über sehr viel Wissen und Erfahrung verfügen, sei ohnehin kaum noch aufzuholen. Dudenhöffer verwies in diesem Zusammenhang auf den Europäischen Rechnungshof, der sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gegen ein entsprechendes Batterieprojekt ausgesprochen habe. Es sei aber sinnvoll, weiter auf diesem Gebiet zu forschen.

Quelle: Energate Messenger – Dudenhöffer: Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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7 Comments
Gunter
Gunter
7 Jahre zuvor

Bleibt zu hoffen, dass sich die etablierten Automobilhersteller dies zu Herzen nehmen, und ihre Pläne für weitere Entwicklung der Diesel- und Benzinfahrzeuge revidieren. Wenn ich mich richtig erinnere, sagte ein VW manager, dass die letzte Generation von Dieselfahrzeugen für 2026 geplant sei. Das entsprechende Datum sollte doch „jetzt“ oder spätestens 2023 sein, meine ich.

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stueberw
stueberw
7 Jahre zuvor

Der Diesel wäre jetzt schon tot wenn es genügend E-Autos zu kaufen gäbe und auch geliefert würden.
Die Nachfrage ist da, sonst gäbe es keine Lieferzeiten von 12 Monaten und mehr.

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Robert
Robert
7 Jahre zuvor

Der Diesel ist schon tot mir ist aufgefallen daß bei den Werbeprospekten von Hyundai wo ich immer mal wieder am wochenende bekomme kein einziger Diesel mehr dabei ist auch in den Tageszeitungen mit ihren Werbungen von z.b. Opel sehe ich keine Diesel mehr. Auch mein Chef dessen leasingvertrag ausläuft kann bei Audi keinen 3,0l diesel mehr kaufen sondernmuß jetzt einen 2,0l Benziner kaufen. Das sind klare Anzeichen dafür das der Diesel schon heute tot ist die wenigen Diesel die jetzt noch verkauft werden sind doch nur noch Restbestände die, die Hersteller noch irgendwie auf die neueste abgasnorm bringen.
Mein nächstes Auto wird auf alle Fälle ein reines E-Auto, halte nichts von Hybrid-autos da der Wandel sich schneller vollziehen wird als viele glauben. Siehe Norwegen im März 58,4% aller Neuzulassungen sind schon E-Autos und der Anteil wäre noch Deutlich höher wenn die Hersteller genug e-Autos liefern könnten

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Uwe
Uwe
7 Jahre zuvor

Wie tot der Verbrenner-Antrieb tatsächlich ist (nicht nur der Diesel!!!) sieht man auch hieran:

https://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroflugzeug/norwegen-elektroflugzeug/

Ab 2025 wird der staatliche Kurzstreckenflugverkehr auf E-Antrieb umgerüstet und ab 2040 werden Verbrenner auch in der Luft verboten!!!

Am Boden sind wir 12-15 Jahre hintendran. In der Luft und auf dem Wasser schon 25-30 Jahre. (Politisch und gesellschaftlich -nicht technologisch, denn dort werden viele deutsche Patente unterwegs sein!!)

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Strauss
Strauss
7 Jahre zuvor

Dudenhöfer soll zum Fraunhofer Institut gehen und denen dort endlich die „Hennen rein tun„ .

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Uwe
Uwe
7 Jahre zuvor

Fraunhofer hat viele Technologien in Kooperation mit Zulieferern entwickelt und über Jahre versucht, die Patente bei der deutschen Automobil-Industrie an den Mann (Vorstand) zu bringen.

Dabei wurden sie behandelt, als wären sie mit Ebola, Lepra oder Pocken infiziert.

Die Schuld für das Desaster liegt ausschließlich bei den deutschen Herstellern. Die haben betrogen, intensive Lobbyarbeit in allen politischen Gremien betrieben (solche Vorgänge nennen wir gerne ganz anders, wenn es in anderen Staaten passiert) und über 25 Jahre vorgetäuscht – es gäbe keine elektrische Zukunft, da weder Antriebe noch Akkus Reichweiten generieren können, die in Wettbewerb treten können.

Es lag ausschließlich an der Verzahnung von Automobil-Industrie und Mineralöl-Industrie. Gemeinsame Motoren- und Getriebe-Entwicklungszentren (z.B. in der BP-Raffinerie in Hamburg) wurden mit massiven zusätzlichen Investitionen gefördert um weitere (äußerst geringe) Fortschritte in Verbrauch und Abgas zu erzielen.

Dieses Geld aus 25 Jahren in die Entwicklung von E-Antrieben (wie es jetzt passiert) und die Probleme wären nicht da.

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Alexander Noé
Alexander Noé
5 Jahre zuvor

Inzwischen, knapp 2 Jahre später, hat Herr Dudenhöffer seine Aussage um mindestens 5 Jahre nach hinten verschoben, und zwar in diesem Tweet:
https://twitter.com/DudenhofferAUTO/status/1359501650877104129

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