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GM will umfassende Wasserstoff-Infrastruktur aufbauen

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
22. Januar 2022
Lesedauer: 1 Minute
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
22. Januar 2022
Lesedauer: 1 Minute

© Abbildung(en): General Motor

Home Brennstoffzelle / Brennstoffzellenantrieb

General Motors will seine Brennstoffzellentechnologie weit über den Einsatz in Fahrzeugen hinaus anbieten und deren Einsatzmöglichkeiten stark erweitern. Wie der Autohersteller mitteilt, wurden die Hydrotec genannten mobilen und stationären Energiesysteme dazu entwickelt, um Elektroautos, Baustellen und Rechenzentren mit Strom zu versorgen, das Militär zu unterstützen und auch Notstrom bereitzustellen. Weitere Hydrotec-Projekte, die sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, seien ebenfalls in Vorbereitung, etwa für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen bis hin zur Luft- und Raumfahrt und für Lokomotiven.

Im Zuge seines geplanten Wachstums als Plattforminnovator kündigte GM nun neue kommerzielle Anwendungen seiner Hydrotec-Brennstoffzellentechnologie an. Zum Beispiel:

  • Ein mobiler Stromgenerator zur Bereitstellung von Schnelllademöglichkeiten für Elektroautos ohne Installation dauerhafter Ladepunkte
  • Eine Empower genannte Schnellladestation, welche den Aufbau von DC-Schnellladen dort erleichtern soll, wo das Stromnetz nicht erweitert werden kann
  • Ein mobiler Stromgenerator zur leisen und effizienten Stromversorgung militärischer Lager und Anlagen

Die verschiedenen Brennstoffzellengeneratoren sollen letztendlich Gas- und Dieselgeneratoren ersetzen. Mögliche Einsatzbereiche seien unter anderem Baustellen, Film- und TV-Sets, Rechenzentren, Outdoor-Konzerte und Festivals. Die Generatoren könnten auch die Energieversorgung für Wohn- und kleine Gewerbeunternehmen in Zeiten von Stromunterbrechungen sicherstellen. Die Hydrotec-Stromerzeuger weisen je nach Konfiguration eine Leistung von 60 bis 600 Kilowatt auf.

GM-HYDROTEC-MobilePowerGenerator
General Motors

Die Empower-Schnellladestation, angetrieben von acht GM Hydrotec-Würfeln, kann bis zu vier Fahrzeuge mit jeweils 150 kW Leistung gleichzeitig aufladen. Die Wasserstofftanks seien groß genug, um mehr als 100 E-Autos vollladen zu können.

Quelle: GM – Pressemitteilung vom 19.01.2022

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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8 Comments
Wolfbrecht Gösebert
Wolfbrecht Gösebert
4 Jahre zuvor

Aus dem Artikel:

„General Motors will seine Brennstoffzellentechnologie weit über den Einsatz in Fahrzeugen hinaus anbieten …“

Auch bei GM kann man offenbar rechnen ;)

Da auch in den USA noch keine »Physik 2.0« die Oberhand erlangt hat … :P … gilt auch dort der 3-fache Stromaufwand für die Kette H2-Generierung, Speicherung und Verstromung ggü. rein batterieelektrischen Systemen und der wenig gewichtssensible, landgebundene Verkehr liesse sich auch dort nur bei höheren TCO mit (zusätzlich wartungsintensiven!) H2-Systemen betreiben – von Nischenlösungen ja immer mal abgesehen.

„Die verschiedenen Brennstoffzellengeneratoren sollen letztendlich Gas- und Dieselgeneratoren ersetzen.“

Solange dann auch Grüner Wasserstoff verwendet wird, sehe ich da kein grundsätzliches Problem.

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von Wolfbrecht Gösebert
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Anonymous
Anonymous
4 Jahre zuvor

GM hat wie alle anderen Verbrenner OEMs den Zug bei der Elektromobilität verpasst und hechelt jetzt hinterher solange das noch geht.
Im Bereich Energiespeicher ist es das gleiche Lied – Die Powerplant in Hornsdale Australien läuft mit Megapacks (Batterien :-) ) seit Jahren gewinnbringend.
Weitere solcher Leuchtturm Projekte poppen auf fast allen Kontinenten – wie Pilze nach einem Sommerregen – auf.
Man fängt langsam an über den Tellerrand Automobile hinauszublicken und hat jetzt auch endlich den Sektor Energie in den Blick genommen – wieder etwas zu spät ;-)
Und es wird laufen, wie bei den Autos auch schon – man setzt jetzt auf das nächste „große“ Ding – Wasserstoff als Speicher an Ladesäulen.

Ich denke auch da hat Tesla mit den Powerpacks und Megapacks das Rennen bereits gewonnen.
Die gibt es übriges in der Realität schon mehrere Jahre :-)

Es mag zwar auf den ersten Blick egal sein, wie man irgendwo in der Pampa eine Ladesäule mit Strom versorgt – mit dem Energielieferanten Wasserstoff oder einem Batteriepack.

– spannend ist die Frage wie man die Energie in der Folgezeit dort „hinbringt“ und was das kosten wird.
Verlege ich ein Stromkabel oder eine Pipeline oder schicke sogar wie bisher jedes Mal einen Tanklaster mit Wasserstoff auf die große Reise :-(

Natürlich kann ich mit einem Windrad oder PV dezentral sowohl Strohm, als auch Wasserstoff produzieren – aber auch hier spielt die Physik 1.0 wieder eine Rolle:

Das Windrad oder auch ein PV Feld muss für Wasserstoff einfach fünf mal mehr Energie produzieren, bis diese schlussendlich beim Verbraucher ankommt.

Zum Thema Vorhersagen schaut Euch gerne einmal den Beitrag von „Best in Tesla“ von heute an – da hat ein gewisser Mark Spiegel vor drei Jahren Aussagen über Teslas Mitbewerber getroffen, über die heute jeder Tesla Fanboy vor Lachen fast vom Hocker fällt :-)

Wir werden in 3 Jahren sehen wer dann (auch wieder?) lacht

Time will tell

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Daniel W.
Daniel W.
4 Jahre zuvor

Mit E-Autos (BEV) hat es GM wohl nicht so, lieber eine Wasserstoffinfraroffenbar hofft man bei GM immer noch, dass im Jahr 2024 der neue Präsident Donald Trump heißt und die E-Autos nur eine Nische bleiben, wenn man ihnen nicht den Garaus machen kann wie in den 1990er-Jahren.

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Daniel W.
Daniel W.
4 Jahre zuvor

Mit E-Autos (BEV) hat es GM wohl nicht so, lieber eine Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. Offenbar hofft man bei GM immer noch, dass im Jahr 2024 der neue Präsident Donald Trump heißt und die E-Autos nur eine Nische bleiben, wenn man sie nicht ganz verhindern kann – wie in den 1990er-Jahren.

Einen wirklichen Durchbruch bei den E-Autos in den USA gibt es wohl nur ohne Trump. Es bleibt die Frage wieviele verlorene Jahre es in den USA noch geben wird – 2 (bis 2024), 6 (bis 2028) oder noch mehr Jahre?

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