Gerade eben hat NIO die erste Batteriewechselstation in Deutschland gebaut, und die wird wohl auf längere Sicht die einzige bleiben. Die aktuelle Energiekrise verzögere NIOs Expansion in Europa, wie NIO-CEO William Li der Financial Times erklärte. Auch die Behördenwege dauern in Europa offenbar länger als in China.
Man liege hinter dem Plan, nicht nur wegen der hohen Energiekosten, sondern auch wegen ausstehender Genehmigungen, die länger dauern als geplant. Zudem müssten die Mitarbeiter vor Ort geschult werden. Im Elektromobilitäts-Musterland Norwegen sind bereits zwei Wechselstationen in Betrieb (Oslo und Göteborg), zwei weitere sind in Bergen geplant. Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Schweden stehen auf der Agenda. Die erste Station in Deutschland wurde kürzlich am Ladepark in Zusmarshausen an der A8 gebaut. Sie wird am 07. Oktober offiziell eröffnet – obwohl noch kein NIO in Deutschland fährt! Der Marktstart des ET7 ist erst für Oktober geplant. Die Swap Station wurde im nagelneuen Werk in Ungarn gebaut und ist später für rund 100 „Swaps“ am Tag ausgelegt.
Bis 2025 will NIO weltweit 4.000 Battery Swap Stations betreiben, 1.000 davon außerhalb von China. In China geht der Aufbau des Netzwerks schnell voran – Ende September waren bereits 1.132 Stationen in Betrieb. In Europa spießt es sich offenbar mehr: „Die aktuelle Geschwindigkeit liegt hinter unseren Erwartungen“, wie Li erklärte. Ein Grund hierfür könnte sein, dass in Europa für jede Swap Station ein eigener Trafo gebaut werden muss. Dafür sind oft langwierige Genehmigungen erforderlich, die bis zu zwei Jahre dauern können. Die Kommunikation mit den Behörden gestalte sich ebenfalls schwieriger als erwartet.
Sobald NIO mehr als 200.000 Autos in Europa verkauft hat, denkt man an ein eigenes Produktionswerk in Europa. Bisher hat NIO weltweit etwa 240.000 Autos an die Käufer gebracht, den Großteil davon in den ersten acht Monaten diesen Jahres. Der Break-Even war für das vierte Quartal 2023 geplant, aufgrund der hohen Rohstoffkosten wird er sich wohl etwas nach hinten verlagern.
Quelle: Cnevpost.com – Energy crisis slowing NIO’s expansion in Europe, says William Li
Kann ich mir kaum vorstellen. Der Thorsten hat doch gesagt, die erobern flugs Europa und VW wird Pleite. Hahahaha…
Und womöglich auch die letzte … jedenfalls dann, wenn auch die Meisten gemerkt haben, dass die Nutzung der Wechselstationen IMMER mit Batterieleasing einhergeht!
Die erhöhten Kosten eines solchen System mit der aufwändigen Technik und Bevorratung zusätzlicher Akkus wird privat doch kaum jmd. tragen wollen – wenn er denn rechnen kann – außer ein anderer trägt die Kosten! Selbst mit „Lockvogelpreisen“ wird es schwer, sehr schwer!
Wer im übrigen Zuhause (solar) oder i.d. Firma preiswert lädt, denkt schon im Traum nicht dran!
Im übrigen ist für mich kein etablierter europäischer Hersteller denkbar, der seine eigene Akku-/Paketierungs-/BMS-/Lade-Technikkompetenz zugunsten eines schon mittelfristig unsicheren chinesischen Hersteller-Standards aufgeben wird.
Die EU umfasst 27 Länder und die USA 50 Bundesstaaten, das macht zusammen 77 Länder bzw. Bundesstaaten. Bei 1.000 Akkuwechselstationen wären das pro Land bzw. Bundesstaat nur 13 Stück und da sind Asien, Australien, Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie Canada noch gar nicht dabei.
Deutschland ist 357.588 km² groß, bei 13 Akkuwechselstationen gäbe es etwa alle 166 km eine oder pro größeres Bundesland eine einzige Akkuwechselstationen – na dann viel Spaß bei der Routenplanung.
Je früher Nio das Projekt begräbt, umso geringer die Fallhöhe.
Können auch ruhig weiter machen – ist nicht mein Geld.
Was den Chinesen verkauft werden kann muss durchaus nicht alles richtig sein – kann auch voll Banane sein. Das ist so wie mit den Skandinaviern – die kaufen doch tatsächlich in messbaren Zahlen (10% Marktanteil) BEV von Volvo/Polestar. Die Chinesen wechseln eben Akku bei Nio.
Einfach lassen.
Tja, das ist halt eben doch alles nicht so einfach wie die Freaks meinen… habe immer geschrieben, dass das wohl schwierig wird. NIO bräuchte dazu vieeele Taler, seeehr viele Taler und Partner, dass das klappen kann. Und übrigens, wer braucht schon Swap Stationen? …das Laden geht kaum länger, ganz ohne Leasingverträge!
Nio kommt. Aktuell sind alle Nio Modelle ganz vorne einzuordnen. Die Komplexität eines neuen Vertriebsnetz ist gewaltig. Und gerade in Deutschland, wo man nicht mit besseren Produkten agiert, sondern mit Einsprachen und Verhinderungspolitik, braucht es viel Luft. Aber Nio kommt und das ist sehr gut so.
Das Bild ist aus China. Den ES8 bietet Nio in Deutschland nicht an sondern nur in Norwegen an.
In Deutschland soll der ES7 als SUV neben dem ET7 Und ET5 angeboten werden. Diese Modelle habe die neue Plattform von Nio.
Ausserdem ist an der deutschen Ladestation die Parkrichtung vor der Station 180 Grad gedreht.
Das Sinopec Logo gibt es so nur in China.
In China gibt es übrigens schon Bilder von den ersten ET7 mit deutschen Kennzeichen.
Ich persönlich wundere mich als mal wo die Autoren und die Kommentatoren ihr Wissen her haben.