Tesla hat im Vorfeld der Bekanntgabe der Q3-Zahlen bestätigt, dass die Gigafactory Berlin zum ersten Mal die Produktion auf 2.000 Elektroautos pro Woche hochfahren konnte. Sollte der amerikanische Elektroautohersteller es schaffen diese Produktionsrate aufrechtzuhalten, sei dies als großer Erfolg für diesen zu werten.
Alle Autohersteller der Welt befinden sich derzeit in einer äußerst schwierigen Lieferkettenkrise, um die Produktion von Elektrofahrzeugen hochzufahren und den schnellen Übergang zu Elektrofahrzeugen, der die Branche erfasst, zu überleben. Tesla ist hiervon mittlerweile ebenfalls betroffen, was sich zuletzt an eher zurückhaltenden Hochlaufzahlen der Giga Berlin gezeigt hat.
Die Produktion wurde Anfang des Jahres aufgenommen, und im Juni gab der Autohersteller bekannt, dass er in der Gigafactory Berlin eine Produktionsrate von über 1.000 Model Y-Fahrzeugen pro Woche erreicht hat. Das bedeutet, dass Tesla es geschafft hat, die Produktionsrate in etwa drei Monaten zu verdoppeln. Um das Ziel für 2022 zu erreichen muss Tesla allerdings nochmals nachlegen. Angepeilt war eine Produktionsrate von 5.000 Fahrzeugen pro Woche.
Ungeachtet dessen werden 2.000 Model Y-Fahrzeuge pro Woche aus der Gigafactory Berlin eine große Auswirkung auf das weltweite Geschäft von Tesla haben. Diese Fahrzeuge werden in Europa verkauft, was bedeutet, dass Tesla nicht jede Woche 2.000 Fahrzeuge aus China oder den USA exportieren muss, um die europäische Nachfrage zu befriedigen. Dies wird die Logistik und die Lieferzeiten von Tesla erheblich verbessern und darüber hinaus die Produktionskapazität insgesamt erhöhen, so die Vermutung von Branchenexperten.
Erst Anfang der Woche hat Tesla seinen Bericht zur Fahrzeugauslieferung und -produktion veröffentlicht. Demnach konnte der amerikanische Elektrofahrzeughersteller im dritten Quartal insgesamt 365.923 Fahrzeuge produzieren und 343.830 Fahrzeuge ausliefern. Im Detail zeigt sich, dass Tesla 19.935 Model S/X und 345.988 Model 3/Y gefertigt hat. Zudem konnten 18.672 Model S/X und 325.158 Model 3/Y im dritten Quartal 2022 ausgeliefert werden.
Quelle: Tesla – Pressemitteilung
Tesla ist mit der Lieferkette im Vergleich mit den meisten anderen Marken noch gut dran, das liegt auch daran, dass alle Autos quasi mit der selben Ausstattung ausgeliefert werden. Der große Vorteil auch für den Endkunden dabei ist, dass alle möglichen Features auch nach der Auslieferung über die Tesla App dazugekauft werden können. Man muss also nicht schon beim Kauf des Autos genau wissen, was man wirklich will. Dies ist neben der Vereinfachung für die Zulieferkette auch für den Kunden viel Wert, da der Kauf ohne weitere Gedanken in der „Basisversion“ gemacht werden kann und es die Produktion gleichzeitig stark vereinfacht und die Produktionseffizient dadurch hoch hält. Wer bietet sowas vergleichbares sonst noch an… noch niemand in diesem Ausmaß. Aber auch dies wird der Eine oder Andere bald kopieren wollen. ;)
2000 pro Woche ist jetzt nicht so viel. Nur mal als Einschätzung in dem Werk wo ich arbeite laufen 2000 Autos pro Tag vom Band trotz Teilemangel.
Was für eine abartige Zahlenverdreher Diskussion. Wie überall gibt es early adaptors und Spätzünder. Tesla hat die Autowelt verändert. Danke! Die Dinos sind an ihrem Spott fast erstickt und agieren noch immer stark aus der Defensive – mit Benzingeruch aus allen Poren. Ewiggestriges Denken lässt sich nicht einfach ausmerzen. Man hat ja lange genug nach innen und außen Elektrofahrzeuge verteufelt.
Ich fahre heute auch Tesla. Und ich bin trotzdem überzeugt, dass Konkurren den Markt beleben wird. Aktuell sehe ich aber aus Deutschland keine Konkurrenz. Aus China verschiedene. Mein Mitleid für die Deutsche Überheblichkeit und den Innovationsstau der vergangenen Jahre hält sich arg in Grenzen. Die Markenbesessenheit einiger hier widerspricht jeglicher Objektivität. Ich habe in den letzten 30 Jahren rund 10 Mal die Marke gewechselt weil mir Marken egal sind. Ich kaufe das Fahrzeug, welches zum jeweiligen Zeitpunkt meine Anforderungen mit der besten Preis/Leistung abdeckt. Aktuell ist es klar Tesla. Ob das in ein paar Jahren weiterhin so ist, interessiert mich in ein paar Jahren.
Nachtrag: Ein Deutsches Modell stand noch nie auf der Einkaufsliste, weil diese Autos in der Schweiz immer 20-50% teurer sind als gleichwertige Modelle anderer Anbieter. Und besser hat definiv nichts mit teurer zu tun.