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Regierung will Förderung für E-Autos kürzen

Wolfgang PlankbyWolfgang Plank
26. Juli 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Wolfgang PlankbyWolfgang Plank
26. Juli 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Teddy Leung / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Käufer von Elektroautos sollen künftig spürbar weniger Unterstützung vom Staat bekommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa aus Regierungskreisen hat sich die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf neue Subventionsregeln geeinigt. Demnach sinkt die staatliche Förderung für Autos mit einem Kaufpreis von weniger als 40.000 Euro von aktuell 6000 Euro auf 4500 Euro. Für teurere E-Autos soll es künftig nur mehr 3000 Euro geben, ab einem Kaufpreis von mehr 65 000 Euro erfolgt weiterhin keine Förderung mehr.

Die staatlichen Zuschüsse sollen den Meldungen zufolge weiterlaufen – allerdings nur so lange, bis insgesamt 2,5 Milliarden Euro an Fördergeld ausgezahlt wurden. Die Unterstützung beim Kauf von Plug-in-Hybriden soll Ende des laufenden Jahres komplett abgeschafft werden. Die Steuervorteile von Elektroautos bei der Dienstwagen-Regelung sollen nicht angetastet werden.

Über die Förderung von E-Autos hatte es zuvor massiven Streit in der Ampel-Koalition gegeben. Finanzminister Christian Lindner (FDP) wollte die Kaufprämien komplett streichen. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte indes dafür geworben, die Förderung für Plug-in-Hybriden früher als ursprünglich geplant schon Ende 2022 zu streichen. Für reine E-Autos sollte es nach den Plänen Habecks künftig weniger Geld vom Staat geben.

Mitte 2020 war die bis dahin gültige Kaufprämie (Umweltbonus) durch eine „Innovationsprämie“ erhöht worden. Der Bund verdoppelte dabei seinen Zuschuss, der Nachlass der Hersteller blieb hingegen unverändert. Die neue Regelung führte zu einem regelrechten Ansturm auf die milliardenschwere Förderung. Die Zahl der Neuzulassungen von reinen E-Autos und Plug-in-Hybriden stieg deutlich an. Im Koalitionsvertrag hatten SPD, FDP und Grüne bereits eine Reform der Förderung für E-Autos vereinbart.

Quelle: dpa

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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12 Comments
Hannes Bader
Hannes Bader
3 Jahre zuvor

Endlich, das wurde auch Zeit. Mit der Deckelung auf 2,5Mrd. € ist auch ein Förderende gesetzt. Jetzt fehlt nur noch, dass korrigiert wird, dass Elektroautos mit Null-Emissionen in die Flottenberechnung eingehen, da sie durch die Stromproduktion auch CO2 verursachen. Angesichts der derzeitigen Lage mit mehr Kohleverstromung auch deutlich mehr. Durch die Anrechnung mit 0 CO2/km wird Platz für größere, mehr Emissionen verursachende Fahrzeuge geschaffen. So wird durch diese Berechnung keine Reduzierung der Flottenemission erreicht, sondern es kommt bestenfalls zu einem Gleichbleiben der durch den Straßenverkehr verursachten Emissionen. Da hilft auch ein Stromtarif mit grünem Strom rein gar nichts. Das einzige was da wirklich hilft ist viel, viel mehr grüner Strom. Man merkt momentan leider keinen Unterschied im Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren zwischen alter und nicht mehr ganz neuer Regierung.

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steinpilz
steinpilz
3 Jahre zuvor

Die Deckelung auf 2,5Mrd. € ist schon wieder ein unnötiges Plannungsrisiko. Bekomm mich mein Auto noch bevor der Topf leer ist???

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Antworten anzeigen (3)
Daniel W.
Daniel W.
3 Jahre zuvor

Je schneller die Förderung wegfällt und je schneller man die Umweltsünder mit einer Verbrennersteuer beim Kauf von Verbrennern belastet desto mehr Geld hat der Staat für die dringend notwendige Energiewende.

Aber die Politiker ziehen sich lieber die Spendierhosen an und verteilen gerne das Geld, das sie vorher den Steuerzahlern aus der Tasche gezogen haben und die Wähler haben ein viel zu kurzes Gedächtnis, denn sie wählen diese Politiker und deren Parteien immer und immer wieder.

So bleibt das alte Spiel bestehen, sich mit Steuergeld die Steuerzahler gefügig zu halten und dabei den Reichen immer etwas mehr zu geben als den Armen – die Wähler haben ja ein viel zu kurzes Gedächtnis.

Der Klimaschutz ist kein Wähler und auch kein Steuerzahler, deshalb zieht er bei den Politikern und deren Parteien auch immer den Kürzeren, aber der Klimaschutz hält sich unbeirrt an die Naturgesetze und lässt das die Menschen weltweit auch immer deutlicher spüren – das helfen auch keine Parteispenden.

Was jetzt drindend nötig ist, das ist die „Energiewende von unten“ mit dezentraler Energieversorgung durch Strom und Wäme von Sonne und Wind sowie weniger und kleinere E-Autos, um Resourcen zu sparen, damit weniger weltweit transportiert und weniger an PV- und Windkraftanlagen gebaut werden muss.

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Niko
Niko
3 Jahre zuvor

schlecht verfügbare Produkte zu fördern führt nur dazu, dass diese deutlich teurer werden, um die Lieferzeiten nicht explodieren zu lassen.

Inflationsbereinigt wird der Autokauf bei Wegfall der Prämie auch nicht (wesentlich) teurer, weil dann die Nachfrage und damit die Preise sinken

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von Niko
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B. Thomé
B. Thomé
3 Jahre zuvor

Ich fürchte, manche, durchaus auch prinzipiell „Wohlwollende“ werden nun Abstand nehmen von der Anschaffung eines BEV oder eben die Entscheidung verschieben und verschieben und verschieben :(
Bin folglich gespannt auf die Absatzzahlen speziell der deutschen Automobilindustrie 2022/23 dann rückblickend. Das wird nicht berauschend, natürlich letztendlich aus verschiedenen Gründen.

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brainDotExe
brainDotExe
3 Jahre zuvor

Es ist inzwischen übrigens offiziell.
Alle genannten Preise sind Nettolistenpreise.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/07/20220726-habeck-umweltbonus-wird-ab-januar-2023.html

Das ist in meinen Augen ok, ich hätte mehr erwartet, aber so geht man wenigstens nicht leer aus.

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von brainDotExe
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