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Roland Gumpert „Nathalie“: Produktion des Methanol-Brennstoffzellen-Fahrzeug gestartet

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
15. Mai 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
15. Mai 2020
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Roland Gumpert

Home Brennstoffzelle / Brennstoffzellenantrieb

Anfang März 2020 hat Gumpert Aiways unter der Führung von CEO, Ingenieur und Chefentwickler Roland Gumpert das erste Serienmodell seiner Methanol-Brennstoffzellen-Sportlimousine Nathalie vorgestellt. Die Nathalie „First Edition“ ist eine Sonderauflage anlässlich der Produkteinführung, die Fahrzeuge kommen weltweit zum Preis 407.000 Euro ab Werk auf den Markt. Kein Schnäppchen, aber sicher etwas ganz Besonderes. Passt aber auch zur Platzierung am Markt. Anfang Januar 2020 gab Roland Gumpert uns zu verstehen: „Wir wollen kein Lieschen-Müller-Auto bauen“. Das beweist er nun.

Roland Gumpert

Gumpert sieht sein E-Fahrzeug als ein Zeichen der Zeitwende in der E-Mobilität „Es war meine Vorstellung eines Elektroautos das nicht stehen bleibt wenn die Batterie leer ist, die uns auf diesen Weg gebracht hat. Jetzt präsentieren wir Ihnen das weltweit erste Serienfahrzeug mit Methanol-Brennstoffzelle das unabhängig von Ladesäulen oder speziellen Wasserstofftankstellen ist“, so CEO Roland Gumpert. Gumpert gibt ebenfalls zu verstehen, dass in der Evolution zum Serienmodell, gegenüber der letztjährig vorgestellten Prototypen-Version, an vielen charakteristischen Stellen gearbeitet wurde. Auffälligstes Merkmal dabei sind die Türen, die in dieser Klasse eines Supersportcoupés mit reinrassigen Sportwagen-Genen als „Scissor door“ ausgelegt sind.

„Die Weiterentwicklung vom Showcar zur Serienproduktion gibt dem Designer die Möglichkeit, seine eigene Kreation in Frage zu stellen, einzigartige und wichtige Elemente weiter zu entwickeln und die Ästhetik des gesamten Designs zu harmonisieren. Bei der Entwicklung des Seriendesigns der Nathalie halfen technische Randbedingungen, die Proportionen des Fahrzeugs zu verfeinern und die Front- und Seitenlinien zu schärfen. Das Fahrzeug ist an genau den richtigen Stellen gewachsen. Ein perfektes Zusammenspiel von Design und Technik.“ – Lorenz Loew, Chefdesigner von Ideenion

Besonders fortschrittlich ist der Einsatz von biologischen Leichtbaumaterialien wie Flachs. Bei der „First Edition“ kommen anders als bei der bisherigen Carbon-Außenhaut der Prototypen-Reihe bis zu 50 Prozent dieses Materials zum Einsatz. In der aktuellen Serienversion ist eine 15 kW Methanol-Brennstoffzelle verbaut, welche permanent aus Methanol Wasserstoff gewinnt und damit Elektrizität erzeugt. Somit soll es möglich sein Stadtfahrten und Fahrten auf der Landstraße fast ohne Nutzung der Pufferbatterie zu absolvieren.

Roland Gumpert
Roland Gumpert

Gumpert gibt an, dass die Energiekapazität des Gesamtsystems bestehend aus Methanol Power Cell mit 65 Liter Tank und Pufferbatterie 190 kWh beträgt. Aufgetankt ist das Fahrzeug wie herkömmliche PKW in drei Minuten mit einfachster Infrastruktur. Von 0 auf 100 km/h geht es in gerade einmal 2,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dank zweier synchronisierter 2-Gang-Getriebe bei 300 km/h.

Roland Gumpert

Der RG Nathalie E-Supersportwagen mit Methanol Power Cell sei allerdings nicht nur für die Straße umgesetzt. Auch für die Rennstrecke sei das E-Fahrzeug mehr als bereit. Ein FIA gerechter Gitterrohrrahmen mit Überrollkäfig und der 4-Rad-Antrieb sorgen hier für die nötige Performance. Betankt werden kann das Fahrzeug mit handelsüblichem Methanol. Die Versorgung ist für die Kunden im ersten Jahr nach Auslieferung kostenfrei. Des Weiteren setzt Roland Gumpert auf einen „Über-Nacht-Lieferservice“ für den exklusiven Kundenkreis in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein europaweiter Ausbau soll erfolgen. Ebenfalls sei Gumpert daran die Regionen Nordamerika und Naher Osten ebenso aufzubauen.

Roland Gumpert
Roland Gumpert

Die Nathalie „First Edition“ ist eine Sonderauflage anlässlich der Produkteinführung. Die üppige Sonderausstattung und Sonderlackierung dieser Edition ist für diese erste Baureihe im Basispreis inklusive. Die Fahrzeuge kommen weltweit zum Preis 407.000 € ab Werk auf den Markt. Die „First Edition“ ist innerhalb der Nathalie-Reihe streng limitiert. Insgesamt werden von der Roland Gumpert „Nathalie“ maximal 500 Fahrzeuge inklusive der „First Edition“ für den weltweiten Markt gebaut. Die ersten Fahrzeuge sind ab dem ersten Halbjahr 2021 verfügbar.

Roland Gumpert
Roland Gumpert
Roland Gumpert

Quelle: Roland Gumpert – Pressemitteilung vom 15. Mai 2020

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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16 Comments
Tobi
Tobi
6 Jahre zuvor

Fürchterliches Auto. Gleicht einem Sammelsurium von Schrottplatzteilen. Ob Sirup oder Methanol verbrennt wird ist eigentlich irrelevant. Die Wirkungskette von jedem Verbrenner ist nun mal lausig. Toll an diesem Auto ist, dass es nie produziert werden wird, denn für 400TEuro kriege ich wesentlich mehr Auto (auch für weniger). Und wer so viel Geld ausgeben will legt bestimmt minimalen Wert auf Design.

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Mertens
Mertens
6 Jahre zuvor

Für dieses Fahrzeug gibt es keine Tankstellen in Europa. Und der Tank-Preis wird täglich von der Börse bestimmt, oder?

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Michel Redaoui
Michel Redaoui
6 Jahre zuvor

Alle Hochachtung, so ein tolles einzigartiges zukunftorientiertes Meisterwerk von einem Supersportwagen zu bauen.
Wenn ich die 3 Komentare lese wirds mir richtig übel. Neider, kann ich nur dazu sagen.
Ein Supersportwagen von Porsche und AMG Mercedes sind auch in dieser Preisklasse.
Auch ich kann mir diesen war gewordenen Männertraum überhaupt nicht mal ansatzweise leisten , finde es aber auch fair dass solche Neidhämmel nur einen Fiat oder ähnliches fahren müssen.

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Marten
Marten
6 Jahre zuvor

Wow, was für ein Männertraum. Da kann Mann ja seinen Spieltrieb so richtig ausleben. Wer erwachsen wird kann sich dann ja immernoch ein Auto kaufen. Ich finde es süss, dass solche Playmobile gebaut werden und gleich wieder in der Versenkung verschwinden. Ein sogenanntes „los-Fahrzeug“: sinnlos, hirnlos, zukunftslos.

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Jam
Jam
6 Jahre zuvor

Nen alten Fiat 124 nehm ich gern. Aber Wasserstoff kommt trotzdem.

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Christopher
Christopher
6 Jahre zuvor

Entschuldigt, aber wer immer noch nicht weiß, welches Potential Methanol als regenerativer Energieträger in der nahen Zukunft hat, und zwar als effiziente Speicherform von Wasserstoff, ja der verschläft mal wieder alles.

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Norbert
Norbert
5 Jahre zuvor

Wie Christopher ganz richtig sagt, hier liegt ein unglaubliches Potential, das die Vorteile eines Benzin oder Diesel Antriebs mit den Vorteilen eines Elektroantriebs kombiniert.
Methanol selbst ein Rohstoff, der reichlich vorhanden und immer wieder nachproduziert wird: „schwarzes Methanol“ wird bei Recyclingprozessen gewonnen oder kommt traditionell aus der petrolchemischen Industrie. Selbst bei so genanntem „schwarzen Methanol“ liegt die CO2-Bilanz bei 30-40g CO2/km, im Vergleich dazu sind es bei Diesel ca. 160g CO2/km.
Das heißt aber auch, dass mit Methanol gebundener Wasserstoff kann mit wenig Aufwand in das bestehende Tankstellennetz integriert werden kann.

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Mackie
Mackie
5 Jahre zuvor

Nicht jeder wird sich dieses tolle Auto leisten können. Wenn man aber eine neue Technik auf dem Markt einführen will sollte eine breite Masse so ein Produkt kaufen können um es nicht als Nischenspinnerei abtun zu können. Da kommt mir die Idee, daß man eine Methanol Brennstoffzelle als ‚range extender‘ eigentlich in jedes Elektrofahrzeug einbauen könnte, wenn es sie als Nachrüstsatz gäbe.

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Mark Thomas
Mark Thomas
5 Jahre zuvor

Ich habe zufällig den Film über Ingenieur Gumperts Ethanol Brennstoffzellen Fahrzeug gesehen und finde es eine geniale Sache. Das ist genau das was ich die ganze Zeit gesucht habe! Nein, nicht den Sportwagen, sondern ein Klein- und Lieferfahrzeug mit solchem Antrieb. Soweit ich informiert bin gab es schon seit Jahren Ethanol Tankstellen, sogar in Brasilien.Der Sportwagen dabei ist ein legitimes Mittel zum Zweck, solche Technik quer zu finanzieren. Schade das einige Schwachmaten dieses nicht verstehen.Ich würde in solche Firma als Kleininvestor sofort mit einsteigen. Wie blöd und arrogant sind unsere deutschen ,dusseligen Minister eigentlich diese Sache nach China entgleiten zulassen? Das Ministerium stellt einen Smart zur Umrüstung zur Verfügung und ignoriert das Ergebnis??? Wie blöd sind wir in diesem Land schon? Brilliance wird uns überholen und wir werden hier irgendwann die Zulieferer für billige Und einfache Massenware werden, wie China es einst war . China zeigt uns wo der Hammer hängt! Das darf nicht sein.
An alle: Fördert diesen Mann !
Mark Thomas

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Jennss
Jennss
4 Jahre zuvor

Pufferbatterie 190 kWh ist sicher nicht richtig. Soweit ich weiß hat der Akku 60 kWh.

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