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Tesla arbeitet an Hybrid-Batterie als rein elektrischer „Range-Extender“

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
5. Mai 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
5. Mai 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Johnnie Rik / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Tesla hat über seinen Forschungszweig „Advanced Battery Research“ in Kanada einige interessante Ergebnisse zu hybriden Lithium-Ionen- / Lithium-Metallzellen veröffentlicht, mit denen mit eine Art vollelektrischer Range-Extender ermöglicht werden soll. Richtig gehört. Wenn wir über Elektroautos mit einem Range Extender sprechen, meinen wir normalerweise ein batteriebetriebenes Elektroauto mit einem kleinen Verbrennungsmotor an Bord, der als Generator zum Aufladen der Batterie dient, wenn der Benutzer mehr Reichweite braucht und keine Möglichkeit zum Laden der Batterie besteht.

Der Batterieforscher Jeff Dahn, ein Pionier der Lithium-Ionen-Technologie, will nun mit seinem Team an der Universität von Dalhousie in Kanada einen vollelektrischen Range-Extender erfunden haben. In einem Artikel, der letzten Monat im Wissenschaftsmagazin Joule veröffentlicht wurde, beschreiben Dahn und sein Team einen neuen Typ von Batteriezellen, der sowohl die Langlebigkeit von Lithium-Ionen-Zellen als auch die hohe Energiedichte von Lithiummetallzellen nutzt, welche allerdings wiederum schneller verschleißen als Lithium-Ionen-Zellen.

Die Forscher beschreiben in der Arbeit, wie ein mit dieser Technologie ausgerüstetes Elektroauto im Alltag unterwegs sein soll: „Wenn ein Elektroauto mit einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von 400 km erreichen kann, könnten Hybridzellen eine Reichweite von 480 km ermöglichen.“ Dies sei möglich, indem die Spannung des Batteriesystems je nach Einsatzzweck angepasst wird: Der Lithium-Ionen-Modus wäre mit geringeren Reichweiten für die alltäglichen kurzen Fahrten geeignet, der Lithium-Metall-Modus ermögliche hohe Reichweiten für Langstrecken.

Die Forschung befindet sich, wie so oft bei Meldungen zu neuen Batterietechnologien, noch im Anfangsstadium. Der Ansatz allerdings klingt vielversprechend, schließlich schleppen Elektroautos jeden Tag Hunderte Kilogramm an Batterien mit sich herum, deren volle Kapazität nur bei einem Bruchteil der Fahrteil benötigt wird, was das Fahren mit einem E-Auto auf den meisten Strecken weniger effizient gestaltet. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Tesla Hybridbatterien erforscht: Der Elektroauto-Pionier hat bereits im Jahr 2013 Patente für Hybrid-Li-Ionen/Li-Metall-Batterien angemeldet.

Quelle: Electrek — Tesla researchers publish work on hybrid battery enabling all-electric car range extender

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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15 Comments
Chris
Chris
6 Jahre zuvor

Dies als range extender zu bezeichnen ist doch albern. Ich gewinne nur 20% Reichweite. Der Witz am range extender ist doch, dass ich deutlich weiter fahren kann und auch schnell tanken kann.

Wenn das ganze nicht zu teuer ist, ist es trotzdem eine gute Idee wenn man selten Langstrecke fährt.

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Egon Meier
Egon Meier
6 Jahre zuvor

Das war die tolle Neuigkeit, die E.M. zum Thema Akkus unter die Menschen bringen wollte..

na super … ich bin sooo beeindruckt

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Markus Müller
Markus Müller
6 Jahre zuvor

Kommt mir vor wie Crocodile Dundee bei der Messerattacke: „Das soll ein Messer sein?“
1. Unter einem Range Extender versteht man normalerweise etwas anderes, bzw. mehr.
2. Was soll daran ‚rein elektrisch‘ sein; scheint mir elektro-chemisch wie die restliche Batterie.
3. Warum nicht gleich ein richtiger Range Extender. Ein Brennstoffzellen-System (z.B. 120 kW) mit einem Tank für 4.5 Liter H (450 km) kann man heute unter 200 kg bauen. Mit einer vernünftig grossen Batterie für z.B. 300 km könnte man damit 750 km fahren – plus n mal weitere 450 km pro 5 Minuten Lade-Pause. => C.D.: „Das ist ein Messer!“

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Heinz Scherer
Heinz Scherer
6 Jahre zuvor

Ich halte die Idee des FC-REX für sehr vielversprechend, aber nicht in der von Herrn Müller vorgeschlagenen Form. Da ein REX nur die Akku nachladen und nicht den E-Motor direkt antreiben muss, reicht es aus die FCell auf die Durchschnittsverbrauch während der Fahrt auszulegen.
Da es um große Fahrzeuge geht, gehe ich mal von einer Leistung von 30-40 KW aus. Also einer sehr kompakten Größe. Und der H2-Tank würde auch mit 3-4 kg-H2 reichen. Die Akku würde ich auf 150-200 km auslegen, damit würde H2 wirklich nur bei echten Langstreckenfahrten benötigt.

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Skodafahrer
Skodafahrer
6 Jahre zuvor

Bislang hat noch kein Elektroauto einen vergleichbaren Verbrenner im Test bei der Reichweite besiegt.
Will Tesla jetzt eine 2. Batterie mit hoher Energiedichte und niedriger Leistung auf die Stateboard Batterie aufsatteln um das zu ändern?

Heute gibt es 2 Arten des Batterieeinbaus:
1) Skateboard für eine reine Batterie Plattform z.B. Tesla, VW MEB
2) Unter den Sitzen ohne erhöhte Sitzposition wie bei Porsche Taycan

Durch eine Kombination beider Bauweisen mit unterschiedlichen Batterietypen ergäben sich Vorteile.
Wenn man eine 2. Batterie unter die Sitze packen würden, dann könnten die SUV Versionen wie Model X und Y eine höhere Reichweite als die Limousinen S und Y erreichen. Denn unter den Sitzen ist beim SUV mehr Platz als in der Limousine.

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neum
neum
6 Jahre zuvor

Ich finde der Ansatz ist okay…
für lange Fahrten auf die andere Batterietechnik schalten gesteuert über einen Fahrmodi-Programm…
von mir aus…

die „Das-ist-ein-Messer“ Nachricht ist das sicher nicht, ich denke die kommt noch…
Ich bin mir ziemlich sicher dass das mit Maxwell zu tun haben wird…

da wird wahrscheinlich ne Batterie vorgestellt die in kürzester Zeit aufgeladen wird und gute Kapazität hat…
ich denke so an 75- 100 KW Batterie, evtl auch als Hybrid-Batterie, ähnlich wie bei ner SSHD Festplatte, mit Ladezeiten um die 3-5 Minuten für Kurzstrecke.
Mit der Kondensatorentechnik von Maxwell ist das möglich + die Info des E-Rex

Also die ersten 30 – 50 kWh des Akkus werden schnell geladen für die ganzen Kurzstrecken und wenn man Langstrecke fahren will/ muss lädt man etwas länger…. da sollten 200-300km drin sein

Das wäre doch mal was….
Jedoch alles nur Spekulation

irgendwer sagt mal: „Die kühnsten Träume sind oft nur vorzeitige Wahrheiten“

es bleibt spannend

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Strauss
Strauss
6 Jahre zuvor

Offenbar möchte Tesla dem grossen Hybridmarkt, wo sie zusehen müssen, eine Stück Kuchen abluchsen. Das was sie hier anbieten wollen hat jedoch rein gar nichts mit einem Range Extender Hybrid zu tun. Das reine E Auto bezieht die Kraft von einem oder mehreren Elektromotoren. Ein Hybrid auch noch aus dem Kraftstofftank. Wenn Tesla eine noch bessere und günstiger Batterie bringt wäre dies wünschenswert. Dann sollen sie die einbauen aber ein Hybridauto ist es deshalb nicht.

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