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Tesla blickt auf aktuellen CO2-Rucksack von 8.594 km beim Model 3

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
10. August 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
10. August 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Tesla

Home Elektroauto Hersteller

„5.340 Meilen oder 8.594 km ist der aktuelle CO2-Rucksack eines Model 3 (globaler gewichteter Netzmix). Die CO2-Optimierungen gehen mit weiterer Lokalisierung der Herstellung bereits in der Pipeline befindlichen Innovationen in die nächste Runde“, wie Joerg Vitus Wittemann, Senior Government Relations Manager DACH, Business Development bei Tesla, auf seinem LinkedIn-Profil zu verstehen gibt.

Wittemann bezieht sich bei seiner Aussage auf Daten aus dem Tesla Impact Report 2020. Laut diesem belaufen sich die mittleren EU-Emissionen im Mix auf etwa 130g/mi (oder ~80g/km) inkl. CO2-Produktionsfußabdruck. Im österreichischen Netz liegen man jetzt schon unter 100g/mi. Diese Werte zu erreichen wird möglich, da Tesla, eigener Aussage nach, auf die Entwicklung eines kompletten Energie- und Transportökosystem setzt, das vollständig vertikal integriert ist. „Auf diese Weise schaffen wir erschwingliche Produkte, die zusammenarbeiten, um ihre Wirkung zu verstärken und so den größtmöglichen Nutzen für die Umwelt zu erzielen. Dies wollen wir durch unsere Forschungs- und Softwareentwicklungsanstrengungen sowie durch unser ständiges Bestreben, fortschrittliche Fertigungsmöglichkeiten zu entwickeln, erreichen“, so der Impact Report 2020 weiter.

Nach den eingangs erwähnten 8.594 km sei ein Tesla Model 3 mit einem geringeren CO2-Rucksack als ein vergleichbarer Verbrenner unterwegs. Dies belegen zumindest die Daten, welche Tesla in seinem Impact Report 2020 als Grundlage heranzieht. Unterschiede zu anderen Studien, welche den Lebenszyklus und die CO2-Emissionen eines Model 3 betrachten, kommentiert Tesla damit, dass diese:

  • Nicht auf tatsächliche, reale Werte ihre Berechnung vornehmen, sondern auf Grundlage des WLTP-Zyklus
  • Die höhere Effizienz der Tesla E-Motoren werde nicht berücksichtigt
  • Studien gehen davon aus, dass im Lebenszyklus eines Tesla die Batterie gewechselt werden muss
  • CO2-Ausstöße durch Raffinerien, Benzin-Transporter, usw… zu Lasten des Verbrenners bleiben meist außen vor
  • Verwendung alter Daten für die CO2-Ausstöße bei Fertigung der Batteriezellen

Im Detail hat sich Tesla mit einer Vielzahl von Daten im bereits erwähnten Impact Report 2020 auseinandergesetzt, welche belegen, wie CO2-freundlich das Tesla Model 3 sei. Dabei kommt ebenfalls heraus, dass gerade der Energiemix (je grüner, desto besser) eine entscheidende Rolle spielt. Des Weiteren schrumpft der CO2-Rucksack des Model 3 und anderer Modelle weiter durch die stattfindende Lokalisierung der Produktionsstätten in Amerika, Europa und China. Verkürzte Wege, aus umweltfreundlicheren Werken mit großen PV-Anlagen und weiteren Maßnahmen zur Energiereduzierung tragen ihren Teil dazu bei.

Denn vollständigen Tesla Impact Report findest du auf dieser Webseite.

Quelle: Tesla – Impact Report 2020

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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20 Comments
Fabian Uecker
Fabian Uecker
4 Jahre zuvor

Sehr ausführlicher Bericht. Sofern die Zahlen stimmen wäre das der Hammer. Was generell wünschenswert wäre das sämtliche versiegelt Flächen durch Gewerbe und Industrie mit pv Flächen ausgestattet wird. Ebenfalls sollten Ladepunkten auch mit pv Dächer ausgestattet werden. Hat den Vorteil das man im Schatten und im trockenen steht.

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Stefan
Stefan
4 Jahre zuvor

Zum Vergleich wäre der Co2 Rucksack eines Ottos interessant. Das er diesen nicht während seiner Lebensdauer abbauen kann, ist klar. Aber da Ottos in der Produktion ja auch aus wesentlich mehr Einzelteilen bestehen, wäre der Vergleich sehr interessant.

Ich habe einige BEV Besitzer in meinem Bekanntenkreis. Davon einen mit einem Nissan Leaf, den er schon 6 Jahre hat.

Erstaunliche, wie gering die Instandhaltungskosten sind und wie locker er jede HU schafft. Bis auf Bremsen und Reifen war bisher nichts. Und der Leaf wird zu 90% auf Kurzstrecken genutzt. Da wäre jeder Otto schon mal mit verkokten Ansaugtrakt, verbunden mit erheblichen Kosten, in der Werkstatt gewesen. Von den immensen Kosten, für die verkürzten Ölwechsel Intervalle mal abgesehen.

Und bei großen Ottos sind Motorschäden die sichere Folge von Kurzstreckenbetrieb.

Von den ganzen Schadstoffen, die Ottos im Kaltstart durch Kurzstreckenbetrieb in die Luft blasen(meistens ja vor der eigenen Tür, für Nachbarn und die eigene Familie), mal abgesehen.

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von Stefan
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Farnsworth
Farnsworth
4 Jahre zuvor

Wenn diese Werte stimmen, aber ich denke, dass Tesla auf eine genaue Darstellung Wert legt, dann sollte den Kritikern der E-Mobilität der Wind aus den Segeln genommen worden sein. Dass heißt natürlich nicht, dass jedes E-Auto einen so kleinen CO2 Rucksack hat. Tesla hat damit aber wieder eine Messlatte herausgegeben an der sich andere messen lassen müssen. Dieser Wert gehört eigentlich als Werbung auf die Bestellseite. Nicht nur WLTP, sondern CO2 Rucksack.

Ob man Tesla mag oder nicht, man muss der Firma zu Gute halten, dass sie eine eingefahrene Branche vor sich hertreibt, die Probleme hat mit dem Tempo Schritt zu halten.

Das hat Tesla erreicht:
-Einleitung des Wechsels hin zur E-Mobilität
-Wandel von einem Startup zu einem (gefürchteten) Big-Player
-Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur, die aktuell immer noch ihresgleichen sucht.

Ich bin kein Fanboy. Ich fahre einen E-Up. Falls ich mir aber wieder ein größeres Auto zulegen sollte steht ein Model 3 ziemlich weit oben auf meiner Interessenliste, wenn nicht sogar aktuell auf dem ersten Platz. Dagegen spricht eigentlich nur, dass das Auto nicht lokal (Europa) gefertigt wird. Aber auch daran arbeitet Tesla ja, hier eine Produktion aufzubauen.

Farnsworth

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David
David
4 Jahre zuvor

Das sind so Rechnereien, die man beliebig gestalten kann. Da gibt es auch ganz andere Werte aus seriösen Quellen. Zumal Unfug, wie die Erwähnung der angeblich höheren Effizienz von Tesla-Motoren, kaum zu einer Sachdiskussion beiträgt. Im Kern ist die Betrachtung des Eintrags durch die Gewinnung und Verarbeitung der Grundstoffe versus 2nd Life der Schlüssel zur Einschätzung der Höhe des CO2-Fußabdrucks. Aber wie auch immer man das betrachtet: Am Ende ist jedes Auto eine Umweltsauerei, also auch Elektroautos und erst recht die von Tesla mit den langen Transportwegen und dem nicht annähernd ausgelastetem, aktuell noch nicht für andere zugänglichen Ladenetz.

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neumes
neumes
4 Jahre zuvor

Gute Sache…

mein IONIQ ist auch schon CO2 neutral…seit knapp 50tsd km

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Tobias
Tobias
4 Jahre zuvor

Gut, wenn sich Teslafahrer damit besser fühlen. Ich halte es aber für extrem positiv gerechnete Zahlen, nach 8000km dürfte noch nicht einmal der CO2-Rucksack des Graphit abgetragen sein. Außer natürlich Tesla baut Graphit auch selbst mit einer autarken PV-Stromversorgung irgendwo auf der Welt ab.

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