Die weiterhin steigende Zahl von Neuwagenbestellungen setzt nicht nur die Produktion von Tesla, sondern auch den Service unter Druck. So kommt es besonders in den letzten Monaten bei der Vergabe von Serviceterminen immer öfter zu Verzögerungen. Dies betrifft insbesondere Kunden in Nordamerika und Europa. Zachary Kirkhorn, Chief Financial Officer des US-Unternehmens, hat die Probleme in der Quartalstelefonkonferenz offen angesprochen.
Die Verzögerungen bei Terminvergaben seien primär auf die überraschend schnelle Entspannung der Situation zurückzuführen. Die Zahl der gefahrenen Kilometer sei sprunghaft angestiegen. Gleichzeitig hätten Kunden bestimmte Serviceleistungen aufgeschoben und erst jetzt abgefragt, vermutet Kirkhorn. Hinzu kämen Herausforderungen in der Logistik. Insbesondere die Beschaffung sowie der Transport von Teilen sei derzeit schwierig. Gleiches gelte auch für die Situation am Arbeitsmarkt. Dies beträfe allerdings die gesamte Branche.
Zeitgleich kündigte Kirkhorn weitere Investitionen in das Servicenetz an. Hierbei ginge es um einen Ausbau der Tesla Service Center, aber auch der mobilen Serviceflotten. Dabei wies er auf die bereits geleisteten Fortschritte hin: Im vergangenen Jahr seien trotz der Pandemie die Anzahl der Service Center um 35 Prozent gestiegen, die Serviceflotte um 40 Prozent gewachsen. Zusätzlich hätte Tesla besonders in Regionen mit langen Wartezeiten bereits eine Menge neuer Mitarbeiter eingestellt. Nichtsdestotrotz läge der Fokus weiterhin darauf, die Qualität des Produkts zu optimieren. Entsprechend schloss Kirkhorn seine Ausführungen mit dem einst Amazon zugeschriebenen Slogan „Der beste Service ist kein Service“.
Auch unabhängig von der Pandemie hat Tesla Probleme, das Wachstum des Servicenetzwerks an das der Fahrzeugauslieferungen anzupassen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Elon Musk deshalb hohe Investitionen angekündigt. Dies ist dringend nötig: Laut electrek.co hat Tesla im Jahr 2020 50 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert als noch im Vorjahr, während im selben Zeitraum nur 12 Prozent mehr Service Center entstanden seien. Allein im dritten Quartal dieses Jahres wurden 241.300 Neuwagen an ihre Besteller übergeben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Autoherstellern, die sich bei der Kundenbetreuung auf Vertragshändler verlassen, leistet Tesla sich eine eigene globale Serviceinfrastruktur.
Quelle: teslerati.com – Tesla acknowledges its service challenges, pledges serious repair team ramp // electrek.co – Tesla (TSLA) makes massive push for service to catch up with sales

Bei diesem Wachstum muss man die Probleme verstehen. Die konnten ja nicht wissen, dass auf einmal so viele Fahrzeuge rumfahren.
Bei Tesla gibt es keine Probleme!
Der Börsenwert ist inzwischen bei 1 Billion USD.
Das sind 1000 Milliarden USD !!!!
Soviel wie die15 nächstgrossen Autohersteller zusammen :-)
Da interessiert sich doch kein Mensch mehr dafür wie lange es dauert um einen Servicetermin zu organisieren.
Es ist viel interessanter den Anlegern Phantasie zu verkaufen – und im richtigen Moment Kasse zu machen.
Serviceprobleme bei Tesla? Das höre ich zum ersten Mal. Ich dachte, da ist alles top, wenn man den eifrig schreibenden Teslafans Glauben schenkt. Muhahaha…
ich sehe es mal als positives Zeichen dass es eingesehen wird und hoffe auf Besserung.
Probleme haben alle etablierten Hersteller, sieht man ja an der mangelhaften Flexibilität auf den Markt zu reagieren.
Das hat nix mit der gestiegen Anzahl Autos zu tun sondern mit ServiceCentern die Mängel nicht beheben weil Standard oder nicht zu hören was auch immer. Hatte nun drei Termine und zum dritten Mal nichts gemacht weil man es nicht nachvollziehen kann. Setzen 6. Wenn sich das nicht bessert werden die Leute die Probleme haben wieder dahin gehen wo der Service besser ist.
Wenn Tesla aus mechanischer Sicht gute, hochwertige Autos bauen könnte und dann noch einen guten Service hätte, wären die deutschen Autobauer arbeitslos. Jetzt müssen die deutschen Autobauer nur noch die Software „Over the Air“ updaten, ein vernünftiges Ladenetz aufstellen,
das Ansteuern von Ladestationen zuverlässiger darstellen und die Reichweiten in Griff bekommen, dann kann man auch ein deutsches E-Auto kaufen. Mal sehen wann es soweit ist ?