Tesla konnte Anfang August 2022 verkünden, dass das Tesla Model S und Model X Plaid nun offiziell in Europa eingeführt werden. Auf teslamag äußerte man sich dazu, dass die überarbeiteten Premium Model S und Model X noch vor Jahresende ausgeliefert werden sollen. Zumindest erreichte diese Information einige Besteller der E-Autos. Seit Anfang August wurden entsprechende Vorbestellungen angenommen.
Seitdem ist es möglich, dass das Model S und Model X Plaid offiziell bestellt werden können. Die Basisversionen Model S und Model X Dual Motor mit Allradantrieb werden 2023 erstmalig in Europa ausgeliefert. Können bis dahin noch vorbestellt werden. Mittlerweile mehren sich die Hinweise, dass auf dem Gelände der Tesla-Fabrik in Fremont Model S und Model X per Drohne gesichtet worden seien. Diese könnten laut Beobachtern in der Europa-Version daherkommen.
Ebenfalls gibt es entsprechende Hinweise in China auf einen Launch des Elektro-Duos von Tesla. Deutlichster Hinweis ist die Aufnahme auf die Liste der von der Kaufsteuer befreiten Fahrzeuge des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT). Jeweils in der Long-Range- und der Plaid-Variante. Ebenfalls seien erste Model S Plaid erstmals in China gesichtet worden sein. In den USA ist der Refresh bereits erfolgt. Tesla begann schon im Juni 2021 (Model S) bzw. im Oktober 2021 (Model X) mit den ersten Auslieferungen an US-Kunden.
Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse von Tesla für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2020 teilte das Unternehmen mit, dass das Tesla Model S und X neu aufgelegt werden. Dabei habe Tesla nicht nur das Tesla Model S sondern auch das Model X überarbeitet. Das Ergebnis waren die Plaid-Modelle. So sei Plaid, bei weitem, die substantiellste Überarbeitung die Model S und Model X seit ihren europäischen Markteinführungen 2013 respektive 2016 erfahren haben.
Für Europa hat sich die Markteinführung mehrfach verschoben. Die erste Auslieferung war für September 2021 angedacht, wurde dann immer wieder nach hinten geschoben. Kurz vor tatsächlicher Markteinführung scheinen nun auch die finalen Preise festzustehen. Das Model S Plaid soll in Europa mindestens 137.990 Euro kosten. Das Model X Plaid wird im Tesla-Konfigurator für mindestens 140.990 Euro geführt. Weitere Versionen des überarbeiteten Model S und Model X sollen im nächsten Jahr folgen.
Quelle: electrive.net – Europa und China: Tesla Model X und S kurz vor Lieferstart
Auf jeden Fall ist damit das vom Propheten damals sehr gerne in Talkshows erklärte Konzept, ein Auto vorrangig durch neue Software aktuell zu halten, komplett gescheitert. Musk hat an diesen Autos gelernt, dass es technische Überarbeitungen benötigt. Nach dem Neustart in allen Ländern wird er lernen, dass es ab und an ein komplett neues Modell benötigt.
Bei Model X hätte er lernen können, dass ein Fahrzeug an den Bedürfnissen des Marktes komplett vorbeigehen kann. Das wird dann vielleicht nach dem Cybertruck gelernt, falls der je auf den Markt kommt.
Und vielleicht lernt Tesla sogar in zehn Jahren, Ersatzteile vorzuhalten. Denn das ist schon peinlich, wenn selbst der Blogbetreiber von Teslamag, dem kritiklosen Fanmagazin schlechthin, offen beklagt: Keine Teile. Konkret benötigt er eine Fronthaube für sein Model Y. Ist jetzt nicht wirklich ein ungewöhnliches Karosserieteil, da im Frontaufprallbereich.
Dass ein Autohersteller immer jedes Jahr neue Modelle bringen muss, damit er Marktanteile gewinnen oder halten kann, ist absolut fiktiv und nur in den Köpfen der „alten Hersteller“ verankert. Die Kunden verlangen das gar nicht, außer man trichtert es ihnen dauernd ein. Junge unternehmen haben das begriffen, sind da offener und haben auch mit Weiterentwicklungen beliebter Modelle (Tesla) sehr guten Erfolg, ohne immer alles erneuern zu müssen oder meinen zu müssen, davon abhängig zu sein. Das heißt natürlich nicht, dass keine neuen Modelle entwickelt werden sollen… aber innert Jahresfrist ist das nicht nötig, zumindest dann nicht, wenn die aktuellen Modelle marktfähig sind und Erfolg abwerfen sowie unkompliziert „updated“ werden können.
Daher kann man diesbezüglich Tesla nichts vorwerfen, der Erfolg der Autos beweist das, obwohl 2 Modelle im Hochpreissegment verkauft werden und auch die „Massenautos“ von Tesla nicht gerade günstig sind. Nehmen wir zusätzlich mal an, dass tatsächlich ein 25’000.- Tesla kommt, dann räumt die Marke im Massensegment allen Anderen die Ränge ab – soviel steht jetzt jedenfalls schon fest. Gegenargumente sollen kommen woher diese wollen, die Realität wird so aussehen, da bin ich ganz sicher – warum: weil genau das Tesla schon oft bewiesen hat!
Heute in der NZZ, Wirtschaftsteil Schlagzeile:
Die Konkurrenz holt auf, das autonome Fahren stockt.
Tesla ist in der Bewertungshölle angekommen
Und was macht Tesla? Bringt zwei Ladenhüter von vorgestern wieder auf den Markt. Läuft!
Ein refresh des Portfolios tut immer gut, jetzt noch nur die Mini & Maxi Modelle und …Schachmatt! :) ;)
Ich denke nicht, dass es noch viele fehlgeleitete Menschen geben wird, die diese beiden Autos kaufen werden. Tesla hatte Erfolg, weil ihre Besitzer ihrer Mitwelt mittels dieser, qualitativ sehr mäßigen, aber bekannt teuren Gefährte mitteilen konnten, dass ihre Portokassen prall gefüllt sind. In ihrem Schlepp konnte Tesla später die halbwegs bezahlbaren M3 und MY in großer Zahl absetzen. Ich denke,
auch das wird nicht so bleiben, die Konkurrenz baut bessere Autos, auch wenn das Model Y jetzt deutlich mehr Fahrkomfort haben soll und man ihm so etwas wie eine Federung spendiert hat. Aber inzwischen gibt es in der Oberklasse Taycan und e-tron GT. „Tesla? Kann sich jeder leisten, meine Steuererklärung kann ich heute viel besser mit den beiden Autos öffentlich machen. Oder die Amis auch mit dem Lucid Air“ ;-).