Seit dem 11. Oktober 2022 bietet Tesla an einer Reihe ausgewählter Supercharger Standorte in europäischen Ländern ermäßigte Tarife für nächtliches Laden zwischen 22:00 und 06:00 Uhr an. Mitte November wird diese Supercharger-Initivative angepasst. Genauer gesagt findet eine Ausweitung auf den gesamten sogenannten off-peak Bereich des Tages statt. Also den gesamten Tag mit Außnahme der typischen Stoßzeiten zwischen 16:00 und 20:00 Uhr.
Wie der amerikanische Automobilhersteller zu verstehen gibt, wird die sogenannte on-peak Rate demnach nur noch während der Stoßzeiten zwischen 16:00 und 20:00 Uhr fällig. In Deutschland beläuft sich der Preisdurchschnitt während der Stoßzeiten auf 0,73 € pro kWh, für den Rest des Tages durchschnittlich auf 0,65 € pro kWh. Durch die unterschiedlichen Tarife in den jeweiligen Zeiten will Tesla E-Autofahrer in entsprechende Ladefenster lenken. Denn Laden außerhalb der Stoßzeiten bringt nicht nur einen monetären Vorteil für Kunden, sondern auch eine Entlastung des Lokalen Energienetzes.
Unverändert ist die Tatsache, dass Tesla Besitzer die jeweiligen exakten Standortkosten im Navigationsfenster ihres Fahrzeugbildschirmes einsehen können. Die Superchargerpreise sind an aktuelle Energiepreise gekoppelt und können damit dynamischen Schwankungen durchlaufen. „Eine allgemeine Energiepreisreduktion wird sich daher auch positiv auf die Ladekosten der Kunden aus“, wie der Hersteller in seiner Mitteilung zu verstehen gibt.
In einem Update, am Ende des gestrigen Tages, verdeutlichte Tesla: „Diese Initiative gilt nun offiziell für jede Supercharger-Ladestation in ganz Europa (aktuell rund 900), mit Ausnahme von Island (und Israel), womit nun auch nicht-Tesla Fahrer beim Laden an für Sie freigeschalteten Superchargern Zugang zu den verschiedenen Tariffenstern haben.“
Quelle: Tesla – Pressemitteilung
Das ist ein System, wo man ja bereits aus anderen Gebieten, oder wir in der Schweiz schon lange bei den Hoch- und Niedertarifen bei der Stromabrechnung kennen. Nur unterscheiden sich die Tarife meiner Meinung nach hier bei den SC viel zu wenig. Es darf im Niedertarif maximal 50% vom Hochtarifpreis kosten, ansonsten ist der Unterschied nicht genug groß und hält kaum jemand ab, extra zu Unzeiten an den SC zu fahren, wenn man ja am Feierabend eh meistens unterwegs ist und Zeit zum Laden hätte. Der Ansatz ist also gut, aber die Preise sind vor allem für Teslafahrer unfair und viel zu hoch! Es ist schlecht, dass man jetzt das Versäumte (gratis Charging) so teuer nachholen will. Ich selber lade schon eine ganze Weile nicht mehr an SC von Tesla, sondern immer zu Hause oder möglichst bei GOFAST, die sind zuverlässig und GÜNSTIG und genauso einfach im Navi integrierbar und anfahrbar, wie alle eigenen SC! Zum Glück fahre ich nicht so viel Langstrecke, dann muss ich nicht schnellladen, denn das ist eh auf Dauer nicht gesund für die Akkus.
wo ist der Anreiz einen SuC anzusteuern?
Bei anderen Anbietern lade ich mein M3 günstiger (<42ct) und zumindest gleich schnell, auch unter Tags?
Abgesehen davon sind AC Nachttarife immer noch bei 5-15ct (bei uns aWattar)
Niemand fährt Nachts zum SuC nur um zu laden und wenn man sowieso unter Tags unterwegs ist kann man inzwischen schon wählen…