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VW erreicht E-Auto-Ziel ein Jahr früher als geplant

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
15. November 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
15. November 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Volkswagen

Home Automobilindustrie

Die Marke Volkswagen ist bei der Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotte auf Kurs. Ein Jahr früher als ursprünglich geplant hat das Unternehmen in der Umsetzung seiner ACCELERATE Strategie zum emissionsfreien, softwarebasierten Mobilitätsdienstleister ein selbst gesetztes Ziel erreicht: Seit der Übergabe an den ersten ID.3 Kunden im Oktober 2020 hat Volkswagen nun laut eigener Aussage 500.000 Autos der ID.-Familie weltweit ausgeliefert – trotz der weiterhin angespannten Versorgungslage.

„Eine halbe Million ausgelieferte ID.‘s zeigt: Die Volkswagen Modelle kommen bei unseren Kundinnen und Kunden gut an – und das weltweit. Wir sind mit unsere E-Offensive auf dem richtigen Weg“, sagt Imelda Labbé, Vorständin für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen. Auch aktuell sei der Auftragsbestand bei Volkswagen weiterhin hoch: „Wir setzen alles daran, die rund 135.000 bestellten ID.‘s so schnell wie möglich an unsere Kundinnen und Kunden auszuliefern Die nach wie vor angespannte Versorgungslage von Teilen führt jedoch immer wieder zu Produktionsanpassungen“, erklärt Labbé.

Ab 2033 will Volkswagen in Europa nur noch E-Autos produzieren. Als Zwischenziel sollen bereits ab 2030 mindestens 70 Prozent des VW-Absatzes in Europa reine Elektroautos sein. In den USA und China peilt das Unternehmen im selben Zeitraum einen E-Anteil von mehr als 50 Prozent an. Um auf Kurs zu kommen will Volkswagen allein bis 2026 zehn neue E-Modelle auf den Markt bringen. Volkswagen will zu diesem Zeitpunkt „das breiteste E-Modellportfolio aller Hersteller“ aufweisen, so Labbé weiter: „Vom Einstiegs-E-Auto mit Zielpreis von unter 25.000 Euro bis zum neuen Flaggschiff Aero B werden wir in jedem Segment das passende Angebot haben“, sagt die Managerin.

Die ID. Familie soll im Bereich Softwareintegration und digitales Kundenerlebnis optimiert werden: Volkswagen stellt den Besitzern von ID.-Fahrzeugen zum Beispiel kontinuierlich „Over the air“ Updates zur Verfügung. Das Auto bleibt so über den Lebenszyklus stets aktuell und kann durch neue Funktionen immer besser werden. „Wir haben damit in den vergangenen Monaten sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Labbé über die zuletzt von Nutzer:innen oft gescholtene Software, „denn der Vorteil ist, dass wir das Kundenfeedback direkt und kurzfristig in neue Funktionen wie beispielsweise eine erhöhte Ladeleistung oder die Anzeige der Akkukapazität im Fahrerdisplay übertragen können“.

Den Modularen E-Antriebsbaukausten (MEB) bezeichnet Volkswagen schon seit Jahren als entscheidend für den beschleunigten Hochlauf der globalen E-Offensive. Die speziell für den Elektroantrieb entwickelte Fahrzeugarchitektur bietet hohe Reichweiten, viel Platz im Innenraum und erlaubt die ständige Aktualisierung der Software durch Over-the-Air Updates. Der MEB ist die technische Basis für alle vollelektrischen und voll vernetzten Autos der ID. Familie.

Durch die konsequente Ausrichtung auf den reinen Elektroantrieb und die Nutzbarkeit für Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen im gesamten Volkswagen Konzern ermöglicht der MEB große Skaleneffekte, senkt die Kosten der E-Mobilität und soll so den Wandel zur CO2-neutralen Mobilität beschleunigen. Der MEB sei zudem gezielt auf eine schnelle und effiziente Produktion ausgelegt. So sollen enorme Skaleneffekte erzielt werden, die das Elektroauto günstiger und damit für viele Menschen erschwinglich machen sollen.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 14.11.2022

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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22 Comments
David
David
3 Jahre zuvor

Ganz unaufgeregt läuft die Großserien-Maschinerie bei VW langsam hoch. Die Plattform ist extrem günstig zu bauen und die Skaleneffekte tun ein übriges. Da ist man der Konkurrenz preislich und bei der Reservierung von Zellen deutlich voraus. Man muss nicht selber sofort Zellen herstellen, die milliardenschweren Lieferverträge, die in den nächsten Jahren wirken, sind von 2017/2018 als andere entweder nicht das Geld (Tesla) oder die Vision (Stellantis) hatten.

Zusätzlich zu den 500.000 VW ID kommen nicht nur noch alle Audi, Seat und Škoda, sondern auch eGolf und e-up sowie alleine 100.000 Taycan. Ja, das ist der wahre Big Bang in der Luxusklasse!

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Musicman
Musicman
3 Jahre zuvor

Seit fast 2 Jahren fahre ich nun den ID3 und seit ca. 1 Jahr zusätzlich den ID4. Zusammen bereits ca. 60.000 km. Alles in allem keine schlechten Autos jedoch muss ich schon schmunzeln wenn VW immer noch so tut als würde man regelmäßig OTA Updates bringen. O.k. 1 x pro Jahr ist auch regelmäßig :-) Seit ich die Fahrzeuge übernommen habe gab es drei Updates. Davon kam exakt eines OTA. Für die anderen beiden musste ich in die Werkstatt. Eine Akkuvorkonditionierung geht bis heute nicht. So was bekommt Hyundai in wenigen Wochen gebacken.

P.S.: Ich erreiche meine selbst gesteckten Ziele auch immer früher…:-)

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egon_meier
egon_meier
3 Jahre zuvor

Es könnte natürlich noch mehr sein aber wenn man so die Bilanz des VW-Konzerns in Sache BEV sieht ist es schon beeindruckend:
Eine große Auswahl von echten BEV-Modellen, marktgerechte Preise, Super-qualität bei der Fahrzeug-Basis, gute Software, engagierter Service – kein Wunder dass es läuft und man mit großem Abstand Marktführer in Europa geworden ist.

Klar … Wünsche nach schneller, mehr, billiger, schöner usw usw bleiben immer aber den Forenhatern wird man es niemals Recht machen können.
Wie sagte Berti mal so schön: „Könnte ich übers Wasser wandeln – würden sie sagen: Nicht mal Schwimmen kann er“

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panib
panib
3 Jahre zuvor

Gut gemacht, VW. Aber vielleicht solltet nicht nur ihr mal darüber nachdenken, ob ihr euch nicht endlich von eurer irrwitzigen Modellvielfalt verabschieden solltet. Ich bin mir ganz sicher, dass ihr Milliarden damit sparen würdet. Was ich bei VW dann nicht finde, baut vielleicht Skoda, was es da auch nicht gibt, Seat etc.

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