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Toyota baut weiter an Modellstadt für Wasserstoff

Wolfgang PlankbyWolfgang Plank
12. Mai 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Wolfgang PlankbyWolfgang Plank
12. Mai 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 1166877619

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Auf dem Weg in eine klimaneutrale Gesellschaft macht die Toyota Motor Corporation (TMC) ihre „Woven City“ zur wasserstoffbasierten Modellstadt. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, geht der japanische Mobilitätskonzern eine Partnerschaft mit ENEOS ein, um die Nutzung und Anwendung von Wasserstoff-Energie zu erforschen. Die Unternehmen wollen insbesondere die Versorgungskette testen und demonstrieren, heißt es – von der Produktion über die Lieferung bis hin zur Nutzung von Wasserstoff in und um „Woven City“.

ENEOS betreibt nach Unternehmensangaben bereits 45 Wasserstoff-Tankstellen in den vier größten Ballungsgebieten Japans. Um eine Skalierung zu ermöglichen, entwickele der Spezialist auch Technologien, die die Wasserstoffproduktion erleichtern – darunter eine CO2-freie Lieferkette. Toyota wiederum offeriere unterschiedliche wasserstoffbasierte Mobilitätslösungen, heißt es in der Mitteilung – beispielsweise für Pkw und Nutzfahrzeuge, aber auch für Gabelstapler, Züge, Schiffe und selbst stationäre Generatoren.

Mit „Woven City“ entstehe laut Toyota darüber hinaus eine Modellstadt am Fuße des Mount Fuji. Ein „lebendiges Labor“, in dem die Bewohner vor Ort im Einklang mit der Natur und Technologie leben – intelligent, vernetzt und nachhaltig. Toyota und ENEOS brächten ihre Expertise und ihre Erfahrung in die Partnerschaft ein, um das Potenzial von Wasserstoff voll auszuschöpfen. Das Ziel sei eine CO2-Neutralität nicht nur in der alltäglichen Mobilität, sondern im gesamten Leben der Menschen und in der städtischen Infrastruktur selbst.

Konkret errichtet ENEOS unter anderem eine Wasserstoff-Tankstelle in unmittelbarer Nähe von „Woven City“. Mit grünem, also aus erneuerbaren Energien gewonnenem Wasserstoff sollen neben den Zapfsäulen auch mehrere stationäre Brennstoffzellen-Generatoren versorgt werden, die Toyota demnächst in der Stadt installieren will.

„Wir freuen uns sehr, ENEOS als unseren Hauptpartner für die Erprobung der Wasserstoffgesellschaft in Woven City gewonnen zu haben„, wird Toyota-Chef Akio Toyoda zitiert. Um eine wasserstoffbasierte Gesellschaft zu verwirklichen, sei es neben der Weiterentwicklung einzelner Technologien unerlässlich, alle Prozesse der Produktion, Lieferung und Nutzung nahtlos zu integrieren.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 10. Mai 2021

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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12 Comments
Wolfbrecht Gösebert
Wolfbrecht Gösebert
5 Jahre zuvor

Aus dem Artikel:
„die Erprobung der Wasserstoffgesellschaft in Woven City [soll] alle Prozesse der Produktion, Lieferung und Nutzung nahtlos […] integrieren.“

Schlicht »vergessen« wurde ja nur, das eigentliche Ziel des Übergangs von der Öl-Gesellschaft zu einer (totalen?) H2-Gesellschaft zu erwähnen, nämlich dadurch sicherzustellen, dass (weltweit) auch künftig weitere Multi-Milliarden-Gewinne mit der zentralisierten H2-Energieversorgung erzielt werden!

Im Gegensatz dazu stünde nämlich die Grundidee einer weitgehenden, u.a. Solar- und Wärmepumpen-basierenden lokal-orientierten Selbstversorgung, die von einer v.a. Industrie-basierten Solar- und H2-Kombination ergänzt werden könnte!

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Jan
Jan
5 Jahre zuvor

Investiert Toyota eigentlich eigenes Geld in die Wasserstofftechnologie, oder greifen sie nur Staatshilfen ab? Ich kann mir kaum glauben, dass sie hart verdiente Gewinne in dem Maße freiwillig in Wasserstoff investieren. Für Toyota wie die anderen Autohersteller gilt: Die Technologie (BEV oder H2) macht nur Sinn, wenn sie nicht nur in einem Land zum Einsatz kommt. Außer in Japan wird ja nirgends ernsthaft in Wasserstoff investiert.

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Helmuth Meixner
Helmuth Meixner
5 Jahre zuvor

Egal was man macht, schon sind die berühmten Einwände da. „Geht nicht! Haut nicht hin“ …… Natürlich herrschen überall auf der Welt individuelle Verhältnisse. Aber wir sind ust doch einige, dass es sich um EINE Welt handelt, die vom Kohlenstoff so gut es geht weg muss. Dazu wird es sehr viele Methoden geben müssen. Methoden für die in sehr vielen Fällen die Erfahrung gar nicht vorhanden sein kann, weil sich darum eben Wenige gekümmert hatten. Kaum aber soll etwas im globelen Massstab verändert werden, gaht das Genörgel schon los. Haben eigentlich einige Leute schon bemerkt, dass es um eine globale Reform geht?
Die scheint bis jetzt in etwas so auszusehen,https://insideevs.de/news/507040/vw-id4-co2-emissionen-adac/nn man die lokale Warte betrachtet. > https://insideevs.de/news/507040/vw-id4-co2-emissionen-adac/ Mehr ist nicht passiert, bei all dem Aufwand an so genannter E-Mobilität. USA aktuell: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_90031394/colonial-pipeline-amerikaner-horten-literweise-benzin.html . So sieht Realität immer noch aus. Oder kürzlich so, wie sie die EVER GIVEN am Suez-Kanal vorgeführt hatte. Die gesamte Weltwirtschaft wird mir Hilfe von Verbrennungsmotoren am Leben erhalten. Ohne Alternativen bis auf klägliche, jämmerliche „Versuche“.
Beinahe hätte ich das nicht gelesen, was zu erwarten war: „Schlicht »vergessen« wurde ja nur, das eigentliche Ziel des Übergangs von der Öl-Gesellschaft zu einer (totalen?) H2-Gesellschaft zu erwähnen, nämlich dadurch sicherzustellen, dass (weltweit) auch künftig weitere Multi-Milliarden-Gewinne mit der zentralisierten H2-Energieversorgung erzielt werden!“ .

Was sagt man denn dazu? Träumt da Jemand von Autarkie?

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Alex S.
Alex S.
5 Jahre zuvor

Ja wenn das Energiewende-Verhinderer-Netzwerk in Form der „Brancheninitiative Zukunft Gas“ und vielen Abgeordneten der CSU/CDU hier nnicht wären, dann könnten wir in Deutschland auch „intelligent“ sein.
Geht aber nicht mit der deutschen Industrie, die nicht „intelligent“ kann. Hier geht es nur um Vorstandsboni und Dividenden.
Mit dabei ist die CSU/CDU, deren Abgeordnete im Bundestag mit 130.000 € die höchsten Nebeneinkünfte von der Industrie bekommen, die alles intelligente, das zur Ökologie beiträgt, mit dem Argument „viel zu teuer“ und „das kostet den Bürger zu viel Geld“ zu verhindern versucht.
Die Industrie in Deutschland kann halt nicht mehr intelligent, das können nur noch andere Länder, die verstanden haben dass es hier um die Verantwortung für die Gesundheit der Menschen und des Planeten geht.
Wir müssen diese Politiker, die Schaden vom deutschen Volk abwenden sollen zur Rechenschaft ziehen.
Es geht hier auch um die Verantwortung für unsere Nachkommen, die wir in diese Welt gesetzt haben, damit sie so wie wir ein glückliches Leben in gesunder Natur leben können.
Dazu brauche ich keine dumme Industrie, die immer nur die höchsten Boni und Dividenden ausschüttet.
Das müssen wir begreifen.
Und die Politiker müssen jeden Schaden, den sie dem deutschen Volk zufügen, bezahlen.
Dieser Planet ist unsere Mutter ERDE, die diese aggressiven, kapitalistischen Industrien zerstören.

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