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VW-Manager: „ID.-Familie wird den E-Auto-Markt revolutionieren“

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
1. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
1. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Volkswagen AG

Home Elektroauto Hersteller

„Unsere ID.-Familie, die auf der MEB-Plattform basiert, wird die Branche verändern und den E-Auto-Markt revolutionieren“, sicherlich eine Ansage, an welcher VW sich künftig messen lassen muss. Getroffen wurde diese von Dr. Stephan Wöllenstein, CEO der Volkswagen Group China, anlässlich der anlaufenden Serienproduktion des ID.4 CROZZ sowie des ID.4 X. Bei den beiden E-Fahrzeugen handelt es sich um die ersten China-spezifischen Modelle der neuen, vollelektrischen ID-Familie auf MEB-Basis.

Deren Produktion habe in den MEB-Werken Foshan und Anting begonnen. Zusammen haben die Werke eine maximale Gesamtkapazität von 600.000 Einheiten pro Jahr. Dies soll nach Aussage von VW dazu beitragen, dass bis 2025 rund 35 Prozent des China-Absatzes elektrisch sei. Hierzu führt der Konzern bis 2023 insgesamt acht Modelle der ID.-Familie in China ein. Dr. Wöllenstein zeigt sich äußerst zuversichtlich und gibt zu verstehen: „Der Produktionsstart der ersten beiden MEB-Werke in China ist ein echter Meilenstein und wird die E-Mobilität zum Mainstream machen, indem hochwertige E-Autos für viele Menschen erschwinglich werden.“

Mit dem MEB-Werk in Anting hat der Konzern das weltweit erste neugebaute MEB-Werk, das ausschließlich auf die Herstellung von rein elektrischen Fahrzeugen ausgerichtet ist, in Betrieb genommen. Durch Standardisierungsmaßnahmen wurde die Investitionen in die Infrastruktur im Vergleich zu bisherigen Automobilwerken um fünf Prozent reduziert, trotz kostenintensiver standortspezifischer Anforderungen. Das Werk setzt zudem allerneueste Produktionstechnologien ein, etwa das konzernweit schnellste Laserschweißverfahren und einen vollautomatischen Cockpit-Einbau.

Zum Werk in Foshan gibt VW zu verstehen, dass man auf dem Gelände der ursprünglichen Produktionsanlage eines der flexibelsten Werke im globalen Produktionsnetzwerk erschaffen habe. Dort können künftig sowohl konventionelle Modelle mit Verbrennungsmotor auf der Grundlage der MQB-Plattform als auch rein elektrische MEB-Modelle auf einer gemeinsamen Produktionslinie gebaut werden. Ein hochflexibles Setup ermöglicht zudem die gleichzeitige Produktion von 6 bis 8 MEB-Modellen. Mit mehr als 1.200 Robotern im Karosseriebau und einem Automatisierungsgrad von annähernd 100 Prozent in der Lackiererei gehört Foshan zu den produktivsten Werken Chinas.

Neben den stark standardisierten Prozessen hat VW Wert darauf gelegt, dass energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen umgesetzt, darunter sind eine Solaranlage, verbesserte Wärmetauschersysteme, intelligente Lichtsteuerung und Abfallmanagement sowie Regenwasserrecycling vorzufinden, bezogen auf das Werk in Anting. Dadurch konnten Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Kohlendioxidabfälle, flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und allgemeiner Abfall im Vergleich zu vergleichbaren Fahrzeugwerken um jeweils 20 Prozent reduziert werden.

In Foshan werden alle MEB-Fahrzeuge mit grüner Energie produziert, wodurch der Produktionsprozess CO2-neutral wird. Darüber hinaus wurde eine 200.000 Quadratmeter große Solaranlage installiert, die eine Spitzenleistung von 8,2 Megawatt und eine Gesamtleistung von 9.000 Megawattstunden pro Jahr an erneuerbarer Energie liefert. Dies führt zu einer Einsparung von 7.900 Tonnen CO2 pro Jahr. Durch ein Wasserrecycling-System werden zudem 44 Prozent des im Produktionsprozess verwendeten Wassers wiederverwertet.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 30. November 2020

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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13 Comments
KaiGo
KaiGo
5 Jahre zuvor

VW gibt jetzt dann doch schon mächtig Gas in Richtung E-Mobilität. An anderen Meldungen sieht man dann auch, dass andere Autobauer langsam Richtung E-Mobilität nervös werden (siehe Mercedes Betriebsrat).

Interessant finde ich eigentlich einige andere Meldungen aus dem VW Konzern. Ab 2022/23 soll der ID.2 in Polo Größe für um die 20.000€ kommen. Im selben Zeitraum kommt der Aero B/ Space Vizzion oder wie auch immer als erster großer E-Kombi mit 700km WLTP Reichweite (heißt dann wohl um die 120kWh Batterie Kapazität, beim Verbrauch kann VW genauso wie Telsa nicht zaubern). Ich glaube auch nicht, dass VW die Kiste los wird wenn sie 80k€ oder mehr kostet. Mit dem Phaeton haben sie ja so ihre Erfahrungen gemacht.
Ich finde es auffällig, dass der Zeithorizont um 2022/23 liegt, für beide Fahrzeuge. Vermutlich kommen in 2023/24 auch die ersten Facelifts von ID3 und ID4, vielleicht mit Akku-Upgrade. Wäre so ein typischer Zeitraum. Man könnte jetzt durchaus spekulieren, dass VW stark damit rechnet bis dahin die Akku Kosten deutlich gesenkt zu haben. Das ist sicherlich eine Bedingung für den ID2 um ihn für den angepeilten Preis anbieten zu können. Außerdem heißt das: 700km WLTP Reichweite, was bei normaler Fahrweise auf der Autobahn durchaus 500km werden könnten, werden um 2023 wohl langsam in das Massensegment kommen.

Also man darf schon auf die nächsten Jahre bis 2025 sehr gespannt sein. Das wäre dann auch so die Zeit wo unser Familien Verbrenner Kombi dann ersetzt werden würde. :-)

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Daniel W.
Daniel W.
5 Jahre zuvor

Hoffentlich hat VW einen langen Löffel, wenn es sich mit China an einen Tisch setzt – siehe

Der braucht einen langen Löffel, der mit dem Teufel ißt.

William Shakespeare

(1564 – 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Komödie der Irrungen (The Comedy of Errors), um 1591, Erstdruck 1623

(Quelle: aphorismen.de)

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Kasch
Kasch
5 Jahre zuvor
Obs wohl in Deutschland genügend Lademöglichkeiten geben wird, wenn der VW-Konzern tatsächlich mal in, gemessen an seinem Verbrennerumsatz,
3-5% Marktanteil BEVs vorstossen will ?
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Antworten anzeigen (9)
Christian Schwalb
Christian Schwalb
5 Jahre zuvor

Aber nicht mit der Lade Infrastruktur und den Strompreisen.

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