Thomas Schäfer, CEO von Volkswagen, gab gegenüber Bloomberg zu verstehen, dass die steigenden Energiekosten den Aufbau von Batteriezellenfabriken behindern werden. Investitionen in deutsche und EU-Industrieprojekte wie Batteriezellenfabriken werden nicht realisierbar sein, wenn es den politischen Entscheidungsträgern in der Region nicht gelingt, die explodierenden Energiepreise langfristig in den Griff zu bekommen, so Schäfer.
„Europa ist in vielen Bereichen preislich nicht wettbewerbsfähig. Insbesondere bei den Kosten für Strom und Gas verlieren wir immer mehr den Anschluss. Wenn es uns nicht gelingt, die Energiepreise in Deutschland und Europa rasch und verlässlich zu senken, sind Investitionen in energieintensive Produktion oder in neue Batteriezellfabriken in Deutschland und der EU praktisch nicht mehr darstellbar. Die Wertschöpfung in diesen Bereich wird anderswo stattfinden“, so der CEO von VW am gestrigen Montag auf seinem LinkedIn-Profil.
Sechs Gigafabriken in Europa mit einer Gesamtkapazität von 240 Gigawattstunden bis 2030 sollen die Batterieversorgung sichern. So die Pläne von VW im Juli 2021. Darüber hinaus gibt es Pläne, eine eigene Gigafactory in Nordamerika zu errichten. Mögliche Produktionsstandorte werden derzeit geprüft. Ob die Pläne für Europa weiterhin wie geplant umgesetzt werden können, das gilt es zu betrachten.
Schäfer gibt auf seinem LinkedIn-Profil abschließend zu verstehen: „Wir haben keine Zeit zu verlieren. Die EU braucht dringend neue Instrumente, um die schleichende De-Industrialisierung noch abzuwenden und den Standort Europa für Zukunftstechnologien und Jobs attraktiv zu halten!“ Von Seiten Volkswagen sei man bereit seinen Teil dazu beizutragen. Denn man wolle doch, „dass Europa ein industrielles und technologisches Powerhouse bleibt.“
Quelle: Automotive News Europe – VW warns soaring EU energy costs render battery plants unviable | Thomas Schäfer – LinkedIn
VW wie immer um Jahre zurück in der Denke. Andere Industrieunternehmen wie z.B. Bosch haben sich bereits per PPA Solarstrom für ca.4 ct/kWh gesichert. Regelt eure Energieversorgung selbst statt immer in Richtung Staat die Hand auf zu halten. Es ist heut zu Tage ohne weiteres möglich auch Industriestandorte mit 100% Wind/Solar und anderen Erneuerbaren zu betreiben. Weiteres Beispiel die Firma SMA aus Kassel. Heult nicht! Tut was!
Ein richtiges Zukunftsdenken und somit die gemähte Wiese für die anderen,,die es beinhart ausnutzen… weiter so! :(
Das neue Unternehmertum: Nach Subventionen rufen.
Sind denn schon alle Hallendächer mit PV belegt?
Es ist so einfach Solar auf das Dach, Windkraft in der Nähe und keine Gedanken über Folgekosten…
Komisch, ich höre die anderen Unternehmen die Batteriewerke in Deutschland geplant haben gar nicht stöhnen.