Elektrifizierte Pkw haben alleine in 2022 Förderungen in Höhe vom um die 3,2 Milliarden Euro erhalten. Ein neuer Rekord. Wobei bereits im kommenden Jahr mit einem Rückgang der Prämien zu rechnen ist. Anzumerken ist, dass die Prämien in Summe sowohl für rein batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-In-Hybride sowie Wasserstofffahrzeuge ausgezahlt wurden.
Demnach haben Käufer:innen von Pkw mit Alternativen Antrieben mehr Förderungen erhalten als je zuvor. Nach vorläufigen Zahlen flossen etwa 3,2 Milliarden Euro staatlicher Zuschüsse an die neuen Halter von rund 640.000 Fahrzeugen, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichtete. Somit wurde die Fördersumme des vergangenen Jahr übertroffen, in welchem 625.260 Fahrzeuge mit insgesamt 3,1 Milliarden bezuschusst wurden.
Auf Fahrzeugbasis heruntergerechnet ist die Prämienhöhe in 2022 leicht gestiegen, was darauf schließen lässt, dass mehr E-Autos zugelassen wurden, welche mehr Förderung erhalten haben. Bis Ende 2022 werden neben E-Autos auch noch Brennstoffzellenautos und sogenannte Plug-in-Hybride gefördert. Letztere erhalten ab 2023 keine Prämie mehr. Diese gibt es dann nur noch für Batterie- und Brennstoffzellenautos. Allerdings mit gesunkener Förderprämie.
Dies hat unter anderem dazu geführt, dass der Andrang auf Zulassungsstellen in den letzten Monaten erstaunlich hoch war. Denn der Zulassungstermin ist entscheidend für die Höhe der Förderung. Bis zum 30. November 2022 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 1.636.635 Förderanträge ein. Seit Ende Oktober 2022 sind somit 91.227 Anträge neu hinzugekommen. Damit liegen die Anträge auf die Kaufprämie erneut über denen des Vormonats. Gepusht durch den Endspurt auf die hohen Fördersummen.
Zusammen mit den hohen Strompreisen könnte die geringere Förderung in den kommenden Monaten zu einem deutlichen Zulassungsrückgang führen, teilte der Wissenschaftler und Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer mit. Diese Meinung teilt man nicht ungefragt am Elektroautomarkt. Ralph Missy, Geschäftsführer der E-Mobilitäts-Beratungsplattform e-mobilio, sieht dies anders. Differenzierter. Wie es seiner Meinung nach auch notwendig sei.
Doch was gibt es im kommenden Jahr an Förderung? Als Käufer:in eines reinen Elektroautos erhält man vom Staat statt 6.000 noch 4.500 Euro. Vorausgesetzt, dass das E-Auto weniger als 40.000 Euro netto kostet. Für teurere Fahrzeuge bis zu einem Nettolistenpreis von bis zu 65.000 Euro gibt es noch 3.000 Euro statt bislang 5.000 Euro. Ab 2024 sinken die Förderprämien dann weiter.
Quelle: Zeit.de – Förderumfang für Elektroautos erreicht Höchststand
Zum einen doof, dass die Prämie sinkt, zum anderen ist Sie höchstwahrscheinlich zu 100% als zusätzlicher Gewinn bei den Herstellern gelandet. Anders kann man sich die Preisfindung im VW-Konzern für den ID.3 2020 nicht erklären. Damals wurde VK-Preis erst bekannt gegeben nachdem die Prämie vom Staat definiert war. Naja, leider werden die Preise oft nicht nach Produktionskosten sondern nach Angebot und Nachfrage gemacht erst recht wenn man ersteres noch künstlich verknappen kann. Egal besser 3,2 Mrd € an die OEMs als der mehr als unnütze Tankrabatt im Sommer, wo mal schnell in 3 Monaten 15 Mrd in die Taschen der Ölkonzerne geflossen sind. Ich kenne niemanden der sich nicht auch noch 20 oder 30 Cent mehr pro Liter hätte leisten können. Genauso schlecht und noch viel teurer ist die Strom- u. Gaspreisbremse. Es wird Zeit, dass man das was man nicht will besteuert und nicht das was man will subventioniert. Dann wäre ganz schnell schluß mit Verbrenner Kfz und Öl- und Gasheizungen in den Gebäuden. Aber in der Politik hören sich Subventionen natürlich viel besser an als Sanktionen oder zusätzliche Steuern. Der Unterschied dabei ist nur das eine kostet uns Steuerzahler viel Geld und verteilt es nach oben mit sehr wenig Lenkungswirkung während das andere dem Staat Geld bringen würde und sehr viel verändern könnte. Aber wer will schon Veränderung wo uns doch der Status quo den Wohlstand bereitet hat den wir jetzt haben. Ich bin ein bischen abgeschweift aber zum Jahresausklang sollte man darüber mal nachdenken.