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Neue Abgasvorschrift: VW verramscht in China Verbrenner

Daniel KrenzerbyDaniel Krenzer
20. März 2023
Lesedauer: 2 Minuten
Daniel KrenzerbyDaniel Krenzer
20. März 2023
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): posztos / Shutterstock / 696333574

Home Automobilindustrie

In China gelten voraussichtlich ab Juli neue Abgasvorschriften. Die Autohersteller sehen sich somit gezwungen, ihre Bestände an Fahrzeugen mit hohen Emissionen bis dahin abzustoßen, um nicht darauf sitzenzubleiben. Volkswagen kürzt dabei über das Joint Venture mit SAIC offenbar die Preise um umgerechnet bis zu 6800 Euro. Das berichtet Automotive News Europe. Den Fokus will VW in China zukünftig im Bereich der E-Mobilität setzen.

Betroffen sind demnach die Modelle Teramont, Lavida und Phideon. Der Teramont ist ein SUV auf der MQB-Plattform, die auch beim Golf VIII verwendet wird. Der Lavida ist eine Mittelklasse-Limousine (Jetta), der Phideon ist die Phaeton-Version für den chinesischen Markt (Oberklasse-Limousine). Je nach Modell und Ausstattung werden laut WeChat-Meldung des Unternehmens die Preise um 15.000 bis 50.000 Yuan reduziert (2040 bis 6800 Euro). Mehr als 500 Millionen US-Dollar an Zuschüssen sei VW bereit zu zahlen – und schließt sich demnach rund 40 anderen Autoherstellern an, die ebenfalls bereits mitunter massiv die Preise reduziert haben.

Auch Guangzhou, das mit Toyota und Honda kooperiert, habe bereits die Preise reduziert. Und obwohl auch weitere Hersteller die Preise für Pkws reduziert hätten, sei der Absatz von Verbrennern im Januar und Februar um 20 Prozent zurückgegangen. Die Sparte der voll- und teilelektrischen Fahrzeuge sei hingegen überproportional stark angewachsen. „Die Pläne der Regierung für eine strengere Abgasnorm für Autos, die am 1. Juli in Kraft tritt, hat den Druck auf Autohersteller und Händler erhöht, die Bestände an Fahrzeugen, die die Norm nicht erfüllen, abzubauen“, schreibt das Portal und beruft sich dabei auf Analysten von Fitch Ratings.

Der Automarkt in China ist demnach derzeit sehr zersplittert, mehr als 130 Hersteller versuchen aktuell, ihre Fahrzeuge auf dem in den vergangenen Jahren stark wachsenden Markt zu verkaufen. Experten erwarten für die nähere Zukunft eine Konsolidierung. Dies könnte aber auch der Rentabilität und der Innovation schaden sowie der Entwicklung des gesamten Sektors, der eine Säule der Wirtschaft sei. „Die lokalen Regierungen haben zusätzliche Anreize geschaffen, um die Nachfrage nach Autos lokaler Hersteller anzukurbeln“, heißt es ferner. Der Citroen C6 werde teilweise sogar 40 Prozent günstiger als der Listenpreis angeboten.

Quelle: Automotive News Europe – VW joins China price war as new emissions rule looms

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als Zeitungsredakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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14 Comments
Djebasch
Djebasch
3 Jahre zuvor

Autsch konnte ja keiner Ahnen das Schadstoffnormen weiter angehoben werden.
Schon Komisch wenn ein Land wie China Vorreiter in Sachen Klimaschutz wird…

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Robert
Robert
3 Jahre zuvor

es wäre schön zu erfahren ob die neue Abgasvorschriften in China mit der Euro 7 vergleichbar sind oder noch strenger.
Damit wird also auch in China schon jetzt das Ende der Verbrenner eingeläutet. Europa ist mal wieder hintendran ich frage mich dann schon was dann der Aufschrei hier in europa dann bringen soll bis bei uns die euro 7 gültig ist. kann in den anderen großen Automärkten der Welt so gut wie keine Verbrenner mehr verkauft werden. ich befürchte unsere Autohersteller werden in den nächsten 10 Jahren entweder komplett verschwinden oder nur noch als Nischenhersteller agieren

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Daniel W.
Daniel W.
3 Jahre zuvor

Der aktuelle Weltklimaschutzbericht zeigt, dass wir nicht mehr bis 2030 oder 2035 Zeit haben, so dass die EU wohl schon viel früher das Verbrenner-Aus in der EU einleiten muss.

Wenn die Autohersteller in der EU nicht von China mit günstien E-Autos überrollt werden wollen, dann wird es höchste Zeit, dass sie auch hier günstige E-Autos in großen Stückzahlen anbieten.

Der Klimawandel dürfte dieses Jahr in der EU besonders zuschlagen, da es viel zu wenig Schnee und damit Schmelzwasser gab, so dass in der EU-Landwirtschaft das Wasser knapp wird.

Die Politk hat nach dem Motto „nach uns die Sintflut“ gehandelt und den Profit mit fossilen Energien in der Vordergrund gestellt, um die Pöstchen der Parteimitglieder bei den und die Parteispenden von den großen Konzernen nicht zu gefährden.

Jetzt aber fällt uns nach und nach die behinderte Energiewende auf die Füße – Putins Krieg und das teuere Erdgas, China Machtstreben und unsere Abhängigkeit bei seltenen Erden, Batterien, PV-Anlagen, Windrädern usw., die wir für die Energiewende dringend benötigen.

Nun wirft auch noch die Zwergen- und Klientelpartei FDP der Verkehrswende Knüppel zwischen die Beine, damit wir den knappen Ökostrom sinnlos für E-Fuels verpulvern und mit Verbrenner noch lange die Luft verpesten und den Klimawandel anheizen – Egoisten allerorten.

China kann uns nicht als Vorbild dienen, denn Umweltschutz als Mittel zur Weltherrschaft, die mit Kriegen gepflastert ist, kann keine Lösung sein – genauso wenig wie damals Hitlers Krieg, um Lebensraum für Deutschen zu erweitern und die Anderen zu unterdrücken bzw. zu vernichten.

Die EU muss die Energie- und Verkehrswende als Chance begreifen und nutzen, um unabhängig von anderen nichtdemokratischen Ländern zu werden, auch wenn das einen Verzicht auf Blechlawinen in den Städten sowie Verbrennern mit Lärm und Abgasen bedeutet.

Wir in Deutschland brauchen keine 49 Millionen Pkw – mehr ÖPNV, der zuverlässig und pünktlich fährt, daneben E-Carsharing, Leih-Lastenräder bzw. Pedelecs mit Dach und es würden 16 Millionen E-Autos genügen, also 33 Millionen Pkw weniger auf den Straßen und in den Städten.

Wir müssen wohl erst dramatische Klimakatastrophen und Kriege kennen lernen, um unseren Egiosmus ein klein wenig zurück zu stellen – mit unserem Verstand alleine können wir das offensichtlich nicht begreifen bzw. wollen unsere Lebensweise nicht anpassen.

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Peter
Peter
3 Jahre zuvor

So ein Quatsch, dauernd auf die FDP einzuschlagen.

Diese Partei macht es richtig. Es ist reine Mathematik: 1,5 Mrd existierende Verbrenner Motoren durch E-Autos zu ersetzen ist schlicht nicht möglich. Noch nicht einmal 1/3.

Batterie Produktion ist eine ökologische Katastrophe. Wir machen uns einen schlanken Fuß und lassen zu, daß in den Anbaugebieten der Rohstoffe für die Produktion der Batterien die Umwelt zerstört wird. Wie scheinheilig ist das.

Und wo bitteschön ist ein 400 PS E SUV ein ökologisches Fahrzeug? E-Autos sind maximal als Kleinwagen im Stadtverkehr eine ökologisch sinnvolle Alternative.

Das 3 oder 5 Liter Auto mit E-Fuel oder Brennstoffzelle, die einen E-Motor mit Pufferbatterie betreibt oder ein Wasserstoff nutzendes System , das ist die Zukunft. Und solange es das nicht gibt fahre ich meinen PANDA 2 Zyl. Benziner oder alten VOLVO Diesel weiter. Der braucht nur 7 L/100 und damit komme ich 900 Km mit einer Tankfüllung. Das ist viel umweltgerechter als diesen VOLVO gegen einen modernen XCE 60 zu tauschen.

Wir müssen uns alle technologischen Optionen zum Klimaschutz offen halten und nicht politisch ideologisch motiviert unsere Kreativität einschränken.

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