Das Solar-Elektroauto-Unternehmen Sono Motors hat die Volkswagen-Tochter Scania und LLT, einen schwedischen Verkehrsbetrieb, als neue Kunden für ein gemeinsames Vorhaben gewonnen. In einem neuen Projekt erproben die Unternehmen unter realen Bedingungen den Einsatz des Solar Bus Kit in der nördlichen Hemisphäre. Das Ziel des Projektes ist es, die Effizienz der Solartechnologie auf Bussen auch für das nördliche Klima zu optimieren, so Sono Motors in einer aktuellen Mitteilung.
LLT stattet als erstes Verkehrsunternehmen in Skandinavien zunächst sechs Dieselbusse des Modells Citywide K320 der Marke Scania mit einer kundenspezifischen Variante des Solar Bus Kit mit jeweils 1 kW Peak-Installation aus. Diese Busse werden im Stadtverkehr von Luleå, Schweden, eingesetzt und sollen zur Reduzierung von Emissionen im Verkehr beitragen. Pro Betriebsjahr eines Busses hat die von Sono Motors entwickelte Solartechnologie das Potenzial, etwa 2,9 Tonnen CO2-Emissionen und bis zu 1100 Liter Diesel einzusparen. Nach Angaben von LLT und Scania könnte die Solartechnologie eine Option sein, um die Reichweite von Elektrobussen in Zukunft zu erhöhen.
Scania, ein Tochterunternehmen der Volkswagen Gruppe, ist ein weltweit führender Anbieter von Transportlösungen, einschließlich Lkw und Busse für Schwertransportanwendungen. 2021 verkaufte und lieferte das schwedische Unternehmen über 85.000 Lkw und mehr als 4400 Busse aus. Mit dem Citywide K320 optimiert Sono Motors sein Solar Bus Kit nun für ein weiteres Busmodell – zusätzlich zu den Modellen MAN Lion’s City und Mercedes-Benz Citaro.
„Ein nachhaltiger öffentlicher Nahverkehr ist eine der wichtigsten Säulen der Mobilitätswende. Mit dem Solar Bus Kit haben wir ein skalierbares Produkt entwickelt, mit dem Ziel den öffentlichen Verkehrsbetrieben zu helfen, schon heute Diesel und CO2-Emissionen zu sparen“, sagt Laurin Hahn, CEO und Mitbegründer von Sono Motors.
„LLT hat sich zum Ziel gesetzt, einen öffentlichen Nahverkehr anzubieten, der einen minimalen Effekt auf die Umwelt hat. Dieses Projekt ist dabei ein Baustein, um neue Technologien zu testen und unseren CO2-Fußabdruck zu verringern“, erklärt Jonas Vinblad von Walter, CEO von LLT. Bis 2030 soll rund die Hälfte der Busse von LLT vollelektrisch betrieben sein. „Die Diesel-Busse mit Solarinstallation helfen uns dabei, die Vor- und Nachteile der Technologie kennenzulernen. Solar ist eine der großen Energiequellen der Zukunft, und es ist sowohl für uns bei LLT, für das Klima, als auch für die Stadt Luleå sehr wichtig, mehr Wissen und Einblicke darüber zu gewinnen, wie Solartechnologie als zukünftige Mobilitätslösung implementiert werden kann“, so von Walter.
Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 06.10.2022

Ich finde, dass Sono Motors den Tesla Semi ausstatten sollte.0
„Ich finde …“
es viel interessanter, dass es – neben anderen Firmen – gerade auch die Volkswagen-Tochter Scania ist, die sich zur Zusammenarbeit mit Sono Motors entschlosssen hat, um unter realen Bedingungen den Einsatz des Solar Bus Kits in der nördlichen Hemisphäre zu erproben!
Man kann im mit dem Gehirn im Stand-by-Modus ausrechnen, dass das nicht viel bringt.
Mit dem gleichen Geld kann man deutlich mehr Module fix an guten Lagen (z.B. Dach der Haltestelle) anbringen, und hat damit für das Investment deutlich mehr Strom.
Wie so vieles heute, wird es wohl v.a. aus Marketing-Gründen gemacht.
Was für eine mickrige Solarzellenausstattung, da hätte locker die doppelte Menge an PV-Modulen Platz gehabt.
Ein normaler Bus ist 12 m lang und 2,55 m breit (ohne Spiegel), also könnte man 2 m x 11 m = 22 m² an Solarmodulen auf dem Dach unterbringen und das Lüftungssystem an den beiden Seiten anbringen.
Kleine Rechnung:
22 m² an PV-Modulen sind rund 4 kWp oder rund 3.600 kWh im Jahr, also etwa 10 kWh pro Tag.
10 kWh am Tag dürfte etwa 2,5 Liter Diesel entsprechen, also rund 900 Liter Diesel im Jahr gespart.
900 Liter Diesel mal 2 Euro pro Liter wären 1.800 Euro im Jahr gespart, in 10 Jahren rund 18.000 Euro.
Wenn Bus-PV-Anlagen etwa das Doppelte wie Dach-PV kosten, dann wären es auch rund 18.000 Euro.
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BEV-Busse: 3.600 kWh x 0,39 Euro pro kWh = 1.404 Euro im Jahr, in 10 Jahren 14.040 Euro.
900 Liter Diesel pro Bus mal 75.500 Busse wären gesparte 67.950.000 Liter Diesel im Jahr.
Mein Fazit:
In 10 bis 15 Jahren (inkl. Zinsen) dürften sich die Bus-PV-Anlagen amotisiert haben, sowohl bei Verbrennern- wie auch bei BEV-Bussen und für die Umwelt rechnet es sich sowieso – also worauf warten die Bus-Hersteller?
Alles realitätsfremde Spinner, die sollen sich auf das Kerngeschäft, nämlich einen PKW mit Elektroantrieb herstellen beschränken und Ihre Energie darin fokussieren. Ich weiß nicht wie sie ihren Sponsoren in die Augen blicken können.