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Tesla könne mit einer „beträchtlichen Förderung“ für Giga Berlin rechnen

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
1. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
1. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Roschetzky Photography / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Drei Milliarden Euro hat die Bundesregierung in der Haushaltskasse lockergemacht, um den Aufbau einer Batteriezellenfertigung zu fördern. Damit wolle man sich vor allem von den in diesem Bereich dominierenden Zulieferern aus Asien unabhängiger machen. Freuen dürfte sich aber auch ein anderer: Elon Musk, CEO von Tesla. Denn dessen Giga Berlin könnte von Deutschlands Förderoffensive im Batteriesektor durchaus profitieren.

Tesla könne mit einer „beträchtlichen Förderung“ des Staates rechnen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am vergangenen Dienstag am Rande einer Fachtagung. Bisher stehen Details zur Förderung noch aus. Diese sollen folgen, sobald die EU-Kommission das zweite Batteriezellenkonsortium genehmigt hat. Damit wird bis Ende des Jahres gerechnet. Bislang ist noch offen, inwieweit Tesla Fördermittel aus dem Programm des Bundes bekommt. Voraussetzung dafür ist, dass nicht nur Batteriezellen in Deutschland gefertigt werden, sondern hierzulande auch Forschung stattfindet.

Betrachtet man den aktuellen Bauantrag zeigt sich allerdings, dass dieser noch nicht einmal die Batterieproduktion umfasst. Dieser soll erst in einem nächsten Schritt entstehen. Die Pläne und nicht gerade kleine, sind vorhanden. Musk zufolge wäre Teslas Batteriezellenfabrik in Deutschland in der Lage, Zellen im Bereich von 100 GWh pro Jahr zu produzieren. Dabei sei das volle Potenzial noch nicht einmal erreicht. Während eine 100-GWh-Batteriezellenfabrik bereits beeindruckend sei, gibt Musk zu verstehen, dass die Produktion am Standort Brandenburg sogar auf 200 bis 250 GWh pro Jahr ausgeweitet werden könnte. Dies liegt weit über der Kapazität der Giga Nevada.

m Rahmen seines Vortrags zur Konferenz zur europäischen Batteriewirtschaft legte er noch eins drauf. Er erklärte, dass sein Langfrist-Ziel 50 US-Dollar pro Kilowattstunde auf Zellebene für eine „long range battery cell“ sei. Sprich, für eine in Serie laufende Batteriezelle. Erreichen wird Tesla dies wohl durch eine Vielzahl von Faktoren, welche alle auf das angestrebte Ziel einzahlen sollen. Nicht nur das Format der Zelle und deren Aufbau will man anpassen. Auch auf Seiten der Batteriezellchemie hat man Fortschritte erzielt. Dies gilt es in die Serie zu überführen, dem wohl schwierigsten Schritt.  Zudem spielt die Trockenelektrodentechnologie von Maxwell eine wichtige Rolle. Diese würde es Tesla ermöglichen, billigere Zellen mit höherer Energiedichte herzustellen.

Quelle: FAZ – Altmaier will Batteriezellen von Tesla fördern

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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6 Comments
Kasch
Kasch
5 Jahre zuvor

Die Entscheidung für oder gegen Tesla in Deutschland rückt umabdingbar näher. Diese wird nicht das Wohl von Tesla nachhaltig beeinflussen, sondern das Wohl Deutschlands. Diess wird gerade abgesägt, … die Autolobby hat mit ihren Gehilfen aus Politik, Behörden und Presse die Nase immer noch vorn. Selbst hohe, aber nicht sinnige Fõrdergelder für den Aufbruch, schaden letzlich diesem mehr. Beispiel erfolgreicher Boykott des sinnigsten Ladenetzaufbaus an Discounterparkplätzen und schon nützt das beste E-Auto nichts mehr, solange es kein SuperCarger ist wo man den Strompreis nicht ausreichend erhöhen kann, ergo: Tesla muss weg ! Gibts noch ein Land, das seine eigenen Bürger derart betrügen und belügen kann ? Nein behauptete einst ein Vetreter Chinas in Deutschland und meinte das höchst anerkennend.

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Daniel W.
Daniel W.
5 Jahre zuvor

Sollte sich Altmaier tatsächlich vom Saulus zum Paulus in Sachen „Erneuerbare Energie“ wandeln?

Wünschenswert wäre es auf jeden Fall und dass Tesla gefördert wird ist auch eine gute Sache, denn ohne Tesla wäre es um Elektroautos schlecht bestellt – erinnert sei nochmals an die Verhinderung von E-Autos in den 1990-er Jahre durch „The Big Three“ (GM, Ford und Chrysler).

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Mark Müller
Mark Müller
5 Jahre zuvor

Jeder, der auch nur irgendwie etwas damit zu tun hat, möchte jetzt Batterien produzieren. Es ist im Moment – nebst Corona-Impfstoff – das lukrativste Geschäft, das man sich vorstellen kann. Aktuell gibt es viel mehr Käufer als Produzenten, darum bleiben die Preise so hoch. Alle Batterie-Produzenten sind hoch lukrativ. Schauen Sie sich mal die Aktienkurse an. Und das ganze Geschäft wird jetzt erst noch richtig angeheizt.
Ich habe auch noch nie eine Branche gesehen, die mit so viel Geld gefördert wurde wie aktuell die Elektromobilität. 8’000.- Euro für jedes BEV, 900.- für die Wallbox, 3 Milliarden für Batteriefabriken, keine Motorfahrzeug- und keine Energiesteuern für BEVs. Alles bezahlt durch den deutschen Steuerzahler. Schön, dass wir uns das leisten können, aber nicht vergessen, dass das immer jemand zahlt, bzw. verdienen muss.
Tesla würde schon lange gerne selbst Batterien produzieren und sie haben da auch ein paar Ideen. Batterien sind der teuerste Teil ihrer Fahrzeuge und sie sind diesbezüglich ein Stück weit ihren Lieferanten ausgeliefert. Eine Produktion in einem neuen Gebiet aufzubauen und dann gegen solche Giganten wie CATL, Panasonic oder LG Chem anzutreten, ist aber hoch riskant. Wenn man da ein Milliärdchen vom deutschen Steuerzahler bekommt, wird es eher möglich, dieses Risiko einzugehen. Würd ich mir in ihrer Situation auch überlegen.

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